Hilde Benjamin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hilde Benjamin, ca. 1947
Hilde Benjamin als Vorsitzende im Schauprozess gegen Johann Burianek, Berlin 1952
Hilde Benjamin (rechts) im Gespräch mit Friedel Malter, Vorsitzende des Komitees zum Schutze der Menschenrechte vor Beginn des zweiten Prozesstages im Prozess gegen Hans Globke, Berlin 1963
Hilde Benjamin mit DDR-Jugendlichen in Sachsen 1958

Hilde Benjamin, geb. Lange (* 5. Februar 1902 in Bernburg; † 18. April 1989 in Berlin) war Kommunistin, Justizministerin der DDR und Vorsitzende Richterin in einer Reihe von politischen Schauprozessen in den 1950er Jahren.

Kindheit und Ausbildung[Bearbeiten]

Hilde Benjamin wuchs als Tochter des Ingenieurs Heinz Lange und seiner Frau Adele in Berlin auf.[1] Hilde Benjamin war Schülerin der Sachsenwald- und Fichtenbergschule in Berlin-Steglitz und bestand 1921 das Abitur. Ihr in einem evangelischen, kulturell interessierten Elternhaus schon früh gewecktes Interesse für klassische Musik und Literatur pflegte sie während ihres gesamten Lebens[2]. Sie war Mitglied der Wandervogel-Bewegung, die 1896 in Steglitz gegründet worden war[2]:S.64.

Sie studierte nach dem Abitur als eine der ersten Frauen von 1921 bis 1924 Rechtswissenschaften in Berlin, Heidelberg und Hamburg. Eine Dissertation bei Moritz Liepmann über Strafvollzugsfragen beendete sie nicht.[3]

Ihr Vater arbeitete als kaufmännischer Angestellter[2] für die Solvay-Werke in Bernburg, bevor er mit seiner Familie nach Berlin wechselte, wo er Leiter einer Tochterfirma wurde[4]:S.38. Hildes Schwester, Ruth Lange, wirft mehrfach Weltrekord im Kugelstoßen und wird 1927 Deutsche Meisterin.

Weimarer Republik[Bearbeiten]

Nach Referendars- und Assessorexamen ließ sie sich 1928 als Rechtsanwältin im Berliner Arbeiterbezirk Wedding nieder, wo ihr sieben Jahre älterer Mann Georg, den sie 1926[2]:S.64 geheiratet hatte, bereits als Arzt und Kommunist wirkte. Sie tritt aus der SPD aus und folgt ihrem Mann Georg Benjamin in die KPD. Benjamin unterrichte neben ihrer Arbeit in der Marxistischen Arbeiterschule, und engagiert sich in der Straßenzelle, eine der Grundorganisationen der KPD. 1929 war sie nebenberuflich im Zentralvorstand der Roten Hilfe Deutschland tätig[5]. Als Rechtsanwältin in einer Laufpraxis[2]:S.65 vertrat sie normale Streitfälle, meist Scheidungssachen, Mietstreitigkeiten und Beleidigungsklagen, aber auch Kündigungsschutzklagen vor den Arbeitsgerichten und Strafsachen von Arbeitern wegen Streikbeteiligung. Größere Aufmerksamkeit erregte ihre Verteidigung der angeklagten Vermieterin im Mordfall Horst Wessel.

1926 heiratete sie den Arzt Georg Benjamin, den Bruder des Schriftstellers und Philosophen Walter Benjamin und Bruder ihrer Freundin Dora Benjamin. 1932 wurde ihr Sohn Michael geboren.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Nach Berufsverbot 1933 und Verschleppung ihres Mannes in das Konzentrationslager Sonnenburg direkt nach dem Reichstagsbrand, zog Hilde Benjamin mit ihrem Sohn arbeitslos zu ihren Eltern in die Dünther Straße in Berlin-Steglitz. Jede anwaltliche Tätigkeit wurde ihr in einem so genannten Vertretungsverbot untersagt, welches von dem späteren Präsidenten des Volksgerichtshofs und seinerzeitigem Staatssekretär des preußischen Justizministeriums Roland Freisler unterschrieben war. Kurz vor Weihnachten 1933 wurde ihr Mann Georg freigelassen. Es gelang ihr, als juristische Beraterin der sowjetischen Handelsgesellschaft in Berlin Arbeit zu finden. Von 1939 bis 1945 war sie in der Konfektionsindustrie dienstverpflichtet. Da ihr Sohn nach den Nürnberger Rassegesetzen als Jüdischer Mischling galt, durfte er keine höhere Schule besuchen und wurde von seiner Mutter unterrichtet. Ihr Mann wurde am 14. Mai 1936 erneut verhaftet und wegen Übersetzung ausländischer Pressetexte vom Berliner Kammergericht wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu sechs Jahren Zuchthaus in Brandenburg verurteilt. Ihr Schwager Walter ging 1940 auf der Flucht vor der Gestapo an der französisch-spanischen Grenze in den Freitod. Ihr Mann starb 1942 im KZ Mauthausen. Ihre Schwägerin und Jugendfreundin, die promovierte Volkswirtschaftlerin Dora Benjamin verstarb nach aufzehrender, mittelloser und dramatischer Flucht 1946 in der Schweiz.

Politikerin in der DDR[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie in der Sowjetischen Besatzungszone in der Zentralverwaltung für Justiz tätig. Im Jahr 1946 wurde sie Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Von 1949 bis 1953 war sie Vizepräsidentin des Obersten Gerichts der DDR, von 1949 bis 1967 Abgeordnete der Volkskammer und von 1954 bis 1989 Mitglied des Zentralkomitees der SED. Ab 1953 war sie Justizministerin der DDR.

Hilde Benjamins Mutter Adele Lange, zu der sie zeitlebens ein gutes Verhältnis unterhielt, lebte bis zu ihrem Lebensende 1952 in West-Berlin.[4]:S.43ff Ihr Bruder Heinz wurde Ingenieur in der DDR.


Benjamin sorgte mit ihrem Konzept der sogenannten Volksrichter in der frühen DDR dafür, dass Rechtsprechung, wenn auch unzulänglich und zu Recht angreifbar, weiter grundsätzlich funktionierte.[4]:S.114 Benjamin war bei den Waldheimer Prozessen beratend beteiligt. Später war sie Vorsitzende in Schauprozessen gegen Oppositionelle, Sozialdemokraten und andere. Anders als die Bundesrepublik hatte die DDR die Todesstrafe nicht abgeschafft, und Benjamin fällte von 1949 bis 1953, neben Zuchthausstrafen von 550 Jahren und 15-mal lebenslänglich, zwei Todesurteile.[6][7][8] (gegen Johann Burianek und Wolfgang Kaiser). Deshalb wurde sie in westlichen Zeitschriften auch die „Rote Guillotine“, „Rote Hilde“ oder „Blutige Hilde“ genannt. In der DDR hatte sie den Spitznamen Russin, wegen ihrer für russische Frauen typischen hochgesteckten Zopffrisur.[4]:S.112 Zahlreiche Verurteilte wurden nach der Wiedervereinigung juristisch rehabilitiert.

Im Rahmen des Bernburger Solvay-Prozesses[Anmerkung 1] Ende 1950 beschrieb die New York Times die Vorsitzende Richterin Hilde Benjamin folgendermaßen:

„Dr. Hilde Benjamin, die Vorsitzende Richterin, eine massige Frau mit zu einem Kranz geflochtenem Zopf, hat sich bei den Urteilen in den sogenannten Waldheimer Prozessen gegen frühere Gefangene in Konzentrationslagern der Sowjetzone den Ruf erworben, hart durchzugreifen. Nachdem Staatsanwalt Dr. Ernst Melsheimer die Anklage verlesen hatte, begann Frau Dr. Benjamin mit der Vernehmung der Angeklagten. [...] Die etwa 600 geladenen Zuschauer brüllten vor Vergnügen, als Richterin Benjamin den Angeklagten Dr. Plünnecke zurechtwies, weil er ein Detail vergessen hatte. Sie sagte: ‚Vielleicht hilft es Ihrem Gedächtnis auf die Sprünge, wenn ich Sie darauf hinweise, dass Ihnen hier lebenslänglich droht.‘“

New York Times: 8 on Trial as Spies in East Germany, 15. November 1950. Aus dem Englischen übersetzt

Benjamin erhielt 1952 die Ehrendoktorwürde der Humboldt-Universität.

17. Juni 1953[Bearbeiten]

Während des Volksaufstands am 17. Juni 1953 forderten Demonstranten in Sprechchören die Absetzung und Inhaftierung Benjamins.[9] Nachdem russische Panzer den Aufstand erstickt hatten, leitete Benjamin ab dem 20. Juni einen Operativstab, dem in Abstimmung mit dem Politbüro der SED die Überwachung sämtlicher Strafverfahren im Zusammenhang mit dem 17. Juni 1953 oblag. Zuständig waren die eigens dafür unter Benjamins Anleitung einschließlich der Pflichtverteidiger aus SED-treuen Juristen gebildeten Strafsenate in den Bezirken der DDR.[10]

Nach dem Aufstand kam es in der SED zu einer „Säuberung“: viele gemäßigte politische Ansichten vertretende Parteimitglieder wurden aus der SED entfernt (viele von ihnen waren frühere SPD-Mitglieder und durch die Zwangsvereinigung von SPD und KPD in die SED geraten). Einigen Parteifunktionären und Angehörigen der Volkspolizei warf die SED-Führung „versöhnlicherisches, kapitulantenhaftes und unkämpferisches Verhalten“ vor. Der Justizminister Max Fechner, der nach dem 17. Juni mäßigend auf die Strafjustiz einwirken wollte, wurde am 14. Juli 1953 seiner Funktion enthoben, wegen „partei- und staatsfeindlichen Verhaltens“ aus der SED ausgeschlossen und nach zwei Jahren harter Untersuchungshaft 1955 zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Hilde Benjamin wurde am 15. Juli 1953 Nachfolgerin von Fechner.

Mauerbau[Bearbeiten]

In der DDR gab es durch den Bau der Mauer am 13. August 1961 eine grundlegend neue Situation: Auswandern bzw. Flucht in den Westen war nun nicht mehr möglich; jeder war gezwungen, sich mit den gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten zu arrangieren, siehe auch Chronik der DDR (1961–1970) und Chronik der DDR (1971–1980).

Infolge einer zweiten, von Chruschtschow im Oktober 1961 angestoßenen, Entstalinisierungswelle wurde Benjamin von Ulbricht „fortschrittsfeindlicher Umtriebe“ bezichtigt. Trotz „prinzipieller Korrekturen“ gebe es in der DDR-Justiz „noch immer Erscheinungen des Dogmatismus“. Benjamin wehrte sich und warnte, der Verzicht auf stalinistische Rechtspraktiken werde dem westlichen Klassenfeind Tür und Tor öffnen. 1962/63 kam es zu einigen Lockerungen und Reformen.[11] Benjamin blieb bis kurz nach der Volkskammerwahl am 2. Juli 1967 Justizministerin; dann schickte Ulbricht sie (im Alter von 65) in den Ruhestand, offiziell aus „gesundheitlichen Gründen“[12] und zur Verjüngung des Ministerrats.[13] Justizminister wurde danach Kurt Wünsche (*1929). Im Jahr 1966 wurde der Stasi durch Verhöre der aufgeflogenen CIA-Agentin Gertrud Liebing bekannt, dass Frau Benjamin einem lesbischen Kreis angehört.[14]

Staats- und Familienrechtlerin[Bearbeiten]

Hilde Benjamin schrieb als Leiterin der Gesetzgebungskommission beim Staatsrat der DDR mit dem Gerichtsverfassungsgesetz, dem Jugendgerichtsgesetz und der Strafprozessordnung von 1952 Rechtsgeschichte in der DDR. Sie war 1963 Vorsitzende der Kommission zur Ausarbeitung des neuen Strafgesetzbuches. Bereits seit dem Beginn ihrer Karriere setzte sie sich für die Gleichberechtigung der Frauen ein, etwa als Mitbegründerin des Demokratischen Frauenbundes der DDR. Der erste Entwurf eines Familiengesetzes 1965 ging auf sie zurück, worin die Gleichstellung nicht-ehelicher Kinder hergestellt, das Scheidungs- und Namensrecht reformiert und die Berufstätigkeit der Frauen gefördert werden sollte.

Im Jahr 1967 übernahm sie als Professorin den Lehrstuhl „Geschichte der Rechtspflege“ an der Deutschen Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“ in Potsdam-Babelsberg, den sie bis zu ihrem Tod innehatte.

Benjamin wurde in der DDR vielfach ausgezeichnet: 1955 und 1962 mit dem Vaterländischen Verdienstorden, 1967 mit der Ehrenbürgerschaft der Stadt Bernburg[15], 1972 mit der Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden, 1977 und 1987 mit dem Karl-Marx-Orden, 1979 als Verdiente Juristin der DDR und 1982 mit dem Stern der Völkerfreundschaft. Ihre Urne wurde in der Grabanlage Pergolenweg der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Berliner Zentralfriedhof Friedrichsfelde beigesetzt.

Grab von Hilde und Georg Benjamin auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin mit Sohn Michael

Wertungen[Bearbeiten]

Der Präsident des Oberlandesgerichts Braunschweig Rudolf Wassermann setzte 1994 Hilde Benjamin und Roland Freisler als „Exponenten totalitärer Justiz“ gleich: Beide waren beflissene Diener ihrer Systeme, Vollstrecker ihrer Weltanschauungen und in diesem Sinne eifernde, rücksichtslose und parteiliche Überzeugungstäter mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergaben. In die Justizgeschichte sind sie als Verkörperung ihrer unheilvollen Systeme eingegangen, für die Parteilichkeit und Terror charakteristisch waren.[16][2]

Schriften[Bearbeiten]

  • Frau Oberstaatsanwalt, Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, siebenseitige Kandiatenvorstellung zu den Wahlen 1946
  • Was bedeutet der Verfassungsentwurf der SED für die Frau?, Berlin, Verlag Neuer Weg, 1947
  • Vorschläge zum neuen deutschen Familienrecht, Berlin, Deutscher Frauen-Verlag, 1949, Reihe Bücherei der deutschen Frau
  • Die Hauptaufgaben der Justiz bei der Durchführung des neuen Kurses : überarbeites und ergänztes Stenogramm einer Rede, gehalten vor Funktionären der Justiz am 29. August 1953, Berlin, Deutscher Zentralverlag, 1953
  • Grundriss des Strafverfahrensrechts der Deutschen Demokratischen Republik, Hilde Benjamin (Mitverfasserin), Berlin, Deutscher Zentralverlag, 1953, 78 Seiten, Reihe Kleine Schriftenreihe des Deutschen Instituts für Rechtswissenschaft
  • Karl Liebknecht zum Wesen und zu Erscheinungen der Klassenjustiz, Verlag Dt. Akad. für Staats- und Rechtswissenschaften, Potsdam-Babelsberg, 1976, 112 Seiten
  • Georg Benjamin. Eine Biographie, Reihe Humanisten der Tat, Leipzig, S. Hirzel Verlag, 1977, ISBN 3-7401-0105-9
  • Aus Reden und Aufsätzen, Staatsverlag der DDR, Berlin 1982.
  • Zur Geschichte der Rechtspflege. 3 Bände, Staatsverlag der DDR, Berlin 1976–86 (als Leiterin des Autorenkollektivs):
    • Bd. 1: 1945–1949. 1976.
    • Bd. 2: 1949–1961. 1980.
    • Bd. 3: 1961–1971. 1986, ISBN 3-329-00047-3.
    • Bd. 4 war ausgearbeitet und sollte 1990 erscheinen[2]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Auf der Anklagebank in Bernburg saßen: Dr. Erich Plünnecke (Direktor der Deutschen Solvay-Werke AG Bernburg (DSW)), August Kaste (Direktor DSW, Zweigniederlassung (ZNL) Westeregeln, später Treuhänder für ausländische Vermögen der DSW), Albert Werner (Prokurist bei Solvay), Konrad Blütchen (Direktor der DSW, ZNL Eisenach), Willy Rose (Angestellter DSW, Wirtschaftsbeauftragter der Stadt Bernburg und Kontrollinspektor bei der Landesregierung), Paul Hennings (Regierungsrat, Leiter des Referats für Auslandsvermögen bei der Landesregierung Sachsen-Anhalt), Max Schneider (Verkaufsleiter DSW, ZNL Osternienburg), Ingeborg Köpp (Sekretärin von Dr. Plünnecke). Gegen Otto Böckelmann (ehemaliger Direktor und Vorstandsmitglied der DSW Bernburg) und Karl Krebs (Direktor der DSW, ZNL Osternienburg) wurde in Abwesenheit verhandelt. Aus der Anklageschrift: „den Einfluß verheimlicht zu haben, den der IG-Farbenkonzern auf die DSW AG ausübte ... und bewußt den 25prozentigen Anteil der IG Farbenindustrie an der Deutschen Solvay-AG verheimlicht zu haben“. Den Angeklagten wurde vorgeworfen „die Solvay AG vor der Gefahr der Überführung in Volkseigentum zu bewahren“. Hilde Benjamin verkündete am 20. Dezember 1950 als Vizepräsidentin des Obersten Gerichts der DDR im Kurhaus Bernburg vor 1000 Arbeitern und Angestellten volkseigener Betriebe die Urteile. Den zehn Angeklagten erhielten ein Strafmaß von insgesamt 84 Jahren Gefängnis. Begründet wurden die Urteile u.a. „Wegen erwiesener vorsätzlicher Verheimlichung des 25prozentigen Aktienanteils des IG-Farben-Konzerns an den Deutschen Solvay-Werken AG Bernburg, organisiert betriebener Mißwirtschaft, Schiebergeschäften größten Ausmaßes sowie Wirtschaftsspionage“.

Literatur[Bearbeiten]

  • Uwe-Karsten Heye: Die Benjamins: Eine deutsche Familie, Aufbau, Berlin, 2014, ISBN 978-3-351-03562-4.
  • Bernd-Rainer Barth, Helmut Müller-EnbergsBenjamin, Hilde. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 1, Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.
  • Heike Amos: Kommunistische Personalpolitik in der Justizverwaltung der SBZ/DDR (1945–1953). Vom liberalen Justizfachmann Eugen Schiffer über den Parteifunktionär Max Fechner zur kommunistischen Juristin Hilde Benjamin. In: Gerd Bender: Recht im Sozialismus. Analysen zur Normdurchsetzung in osteuropäischen Nachkriegsgesellschaften (1944/45–1989). Klostermann Verlag, Frankfurt/M. 1999, ISBN 3-465-02797-3, S. 109–145.
  • Marianne Brentzel: Die Machtfrau. Hilde Benjamin 1902–1989. Ch. Links, Berlin 1997, ISBN 3-86153-139-9 (auf Google Books).
  • Andrea Feth: Hilde Benjamin - Eine Biographie. Verlag Spitz, Berlin 1995, ISBN 3-87061-609-1 (Rezension; PDF; 68 kB).
  • Andrea Feth: Hilde Benjamin (1902–1989) in: Neue Justiz (PDF; 645 kB) Heft 2/2002, S. 64–67.
  • Walter Janka: Schwierigkeiten mit der Wahrheit. Essay. Rowohlt Taschenbuch Verlag Reinbek 1989, ISBN 3-499-12731-8 (darin wird der Auftritt Benjamins bei einem Schauprozess beschrieben).
  • Holger Schlüter (Red.): Zwischen Recht und Unrecht. Lebensläufe deutscher Juristen. Justizministerium NRW, Recklinghausen 2004, S. 144–146.
  • Rolf Steding (Red.): Ein Vorbild der Einheit von Theorie und Praxis. Zum 85. Geburtstag von Prof. Dr. sc. Dr. h.c. Hilde Benjamin. Akademie der Wissenschaften, Potsdam 1987 (Aktuelle Beiträge der Staats- und Rechtswissenschaft; 345).
  • Heike Wagner: Hilde Benjamin und die Stalinisierung der DDR-Justiz. Verlag Shaker, Aachen 1999, ISBN 3-8265-5855-3 (zugl. Dissertation, Humboldt Universität 1999).

Filme[Bearbeiten]

  • Hilde Benjamin - Die Scharfrichterin der DDR. Aus der Reihe „Geschichte Mitteldeutschlands“ des MDR, 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hilde Benjamin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rudi Beckert: Die erste und die letzte Instanz. Schau- und Geheimprozesse vor dem Obersten Gericht der DDR, Keip Verlag, Goldbach 1995, ISBN 3-8051-0243-7, S. 42
  2. a b c d e f g Dr. Andrea Feth: Hilde Benjamin. 1902-1989. (Aufsatz) in Fachzeitschrift Neue Justiz, 2/2002, S. 64 ff.
  3. Volkmar Schöneburg:Hilde Benjamin – Eine Biographie in UTOPIE kreativ Nr. 85/86, 1997, S. 114.
  4. a b c d Uwe-Karsten Heye: Die Benjamins. Eine deutsche Familie, Aufbau-Verlag, Berlin, 2014, ISBN 978-3-351-03562-4, 1. Auflage
  5. Nikolaus Brauns: Schwieriges Erinnern – die Rote Hilfe Deutschlands in der Geschichtsschreibung
  6. Professor Dr. Hilde Benjamin. Juristische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, AKJ 1/2004 (PDF; 358 kB).
  7. Warum so milde, Genossen?, Berliner Zeitung zum hundertsten Geburtstag, von Volker Müller, 5. Februar 2002
  8. http://www.mdr.de/geschichte-mitteldeutschlands/filme/rueckblick/2013/benjamin/interview-hilde-benjamin104_page-1_zc-43c28d56.html
  9. Ilko-Sascha Kowalczuk: 17. Juni 1953 - Volksaufstand in der DDR. Edition Temmen, 2003, ISBN 978-3-86108-385-6, S. 125
  10. Ilko-Sascha Kowalczuk: 17. Juni 1953 - Volksaufstand in der DDR. Edition Temmen, 2003, ISBN 978-3-86108-385-6, S. 248–250
  11. spiegel.de 26. Dezember 1962: Das Gute im Menschen
  12. Der Spiegel 31/1967: Kurzer Dank
  13. Marianne Brentzel: Die Machtfrau: Hilde Benjamin, 1902-1989, Seite 330. Brentzel nennt (S. 332) als möglichen Grund Parteiproporz: ein Repräsentant der Blockpartei LDPD sollte ein Ministeramt bekommen.
  14. Reinhard Borgmann: Agentenring im Zentrum der Macht: Die CIA in der DDR. Kontraste, 29. Januar 1998, abgerufen am 4. September 2014.
  15. Nach Auskunft der Stadt Bernburg vom 20. Januar 2014 besteht diese Ehrenbürgerschaft nicht mehr.
  16. Rudolf Wassermann, Deutsche Richterzeitung. 1994, S. 285, zitiert nach Dr. Andrea Feth: Hilde Benjamin. 1902-1989. (Aufsatz) in Fachzeitschrift Neue Justiz, 2/2002, S. 64 ff.