Hohenbocka

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hohenbocka
Hohenbocka
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hohenbocka hervorgehoben
51.43305555555614128Koordinaten: 51° 26′ N, 14° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oberspreewald-Lausitz
Amt: Ruhland
Höhe: 128 m ü. NHN
Fläche: 15,6 km²
Einwohner: 1008 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01945
Vorwahl: 035756
Kfz-Kennzeichen: OSL, CA, SFB
Gemeindeschlüssel: 12 0 66 132
Adresse der Amtsverwaltung: Rudolf Breitscheid Straße 4
01945 Ruhland
Webpräsenz: www.amt-ruhland.de/amtsgemeinden/hohenbocka
Bürgermeister: Hartmut Liebusch (Wählergemeinschaft Hohenbocka)
Lage der Gemeinde Hohenbocka im Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Sachsen Cottbus Landkreis Dahme-Spreewald Landkreis Elbe-Elster Landkreis Spree-Neiße Landkreis Teltow-Fläming Altdöbern Bronkow Calau Frauendorf (Amt Ortrand) Großkmehlen Großräschen Grünewald Guteborn Hermsdorf (bei Ruhland) Hohenbocka Kroppen Lauchhammer Lindenau (Oberlausitz) Lübbenau/Spreewald Luckaitztal Neupetershain Neu-Seeland Ortrand Ruhland Schipkau Schwarzbach (Lausitz) Schwarzheide Senftenberg Tettau (Brandenburg) Vetschau/SpreewaldKarte
Über dieses Bild
Hohenbocka, dargestellt in einer Karte aus dem Jahr 1757

Hohenbocka (sorbisch Bukow) ist eine Gemeinde im Landkreis Oberspreewald-Lausitz im Süden des Landes Brandenburg und ist Teil des Amtes Ruhland.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist etwa 10 Kilometer südlich von Senftenberg gelegen. Sie befindet sich in der Oberlausitz. Hohenbocka ist die flächenmäßig größte Gemeinde im Amt Ruhland.

Hohenbocka liegt in der sogenannten Buckschen Schweiz.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1451 wurde Hohenbocka als Bugkow propr Ruhland von den Mönchen des Klosters Dobrilugk erstmals urkundlich erwähnt.

Politik[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde besteht aus 10 Ratsmitgliedern.

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008[2])

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Hohenbocka stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale.

Kultur[Bearbeiten]

  • Hohenbockaer Karnevalsclub e.V.
  • SV Grün-Gelb Hohenbocka e.V.
  • Musikschule Fröhlich
  • Volkschor Hohenbocka e.V.
  • Lauf- und Radsportverein e.V.

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Dorfkirche Hohenbocka wurde Ende des 14. Jahrhunderts erbaut und verfügt über spätmittelalterliche Fresken.

Schloss Hohenbocka

Das große und das kleine Schloss Hohenbocka (mit großem Park) wurden 1897 bis 1909 erbaut. Das große Schloss weist eine Nutzfläche von 1200 Quadratmetern, das kleine von knapp 500 Quadratmetern auf. Außerdem gibt es noch ein Gärtnereigebäude und zwei Remisen. Die Gebäude dienten bis 1993 zur Unterbringung von schwerstbehinderten Kindern. Mit dem Ziel, das Schloss als Kinderheim bzw. für die Unterbringung drogenabhängiger Jugendlicher zu nutzen, ist von 1993 bis 1995 eine Grundsanierung, vor allem des Daches, der Fenster und der Fassade, vorgenommen worden. Trotz intensiver Bemühungen der Gemeinde, die bis zum Verkauf Besitzer des Schlosses war, ist es damals nicht gelungen, das Objekt wie vorgesehen zu nutzen.

Im Jahr 2008 ist das Schloss an die Unternehmensgruppe FGD aus Drochow verkauft worden. Das neue Nutzungskonzept sieht vor, Schloss Hohenbocka zu einer touristischen Attraktion in der Region zu entwickeln. Vielfältige integrative alternativ medizinische Anwendungen aus dem Bereich des Gesundheitstourismus sind geplant. Ebenso die Vermietung der Räumlichkeiten für Feierlichkeiten und Tagungen jeglicher Art. In der ersten Ausbaustufe soll die Einrichtung 48 Betten umfassen. Die vielen internationalen Kontakte der FGD Drochow nutzend, ist beabsichtigt, vor allem Gäste aus dem Ausland nach Hohenbocka zu bringen.

Kirche und Schloss gehören zu den Baudenkmalen in Hohenbocka.

Des Weiteren gibt es einen Aussichtsturm in der Buckschen Schweiz.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Hohenbocka ist über die Autobahnabfahrt Ruhland der A 13 erreichbar. Der nächstgelegene Bahnhof ist der Bahnhof Hosena an der Bahnstrecke Węgliniec–Falkenberg/Elster. Im nahe gelegenen Schwarzheide befindet sich der Verkehrslandeplatz Schwarzheide-Schipkau der Kategorie II.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Das Quarzsandwerk Hohenbocka wurde im Dezember 2006 bei einem Brand zerstört; mittlerweile ist es wieder errichtet und produziert Quarzsand.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen seit 1875
Hohenbocka:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen

Gebietsstand 1. Januar 2013
Jahr Einwohner
1875 700
1890 700
1925 1164
1933 1300
1939 1538
1946 1697
1950 1630
1964 1465
1971 1435
1981 1269
Jahr Einwohner
1985 1181
1989 1134
1990 1098
1991 1082
1992 1076
1993 1092
1994 1098
1995 1109
1996 1113
1997 1139
Jahr Einwohner
1998 1165
1999 1187
2000 1210
2001 1209
2002 1195
2003 1194
2004 1191
2005 1177
2006 1161
2007 1146
Jahr Einwohner
2008 1127
2009 1113
2010 1098
2011 1041
2012 1022

Die Quellen der Daten, die Grundlage der Darstellungen sind, finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[3].

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Hohenbocka lebte der evangelischer Theologe August Dächsel. Sein Sohn Theobald Dächsel wurde am 9. März 1855 in Hohenbocka geboren und war ebenfalls evangelischer Theologe.

Der Fußballspieler Sebastian Schuppan stammt aus Hohenbocka.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hohenbocka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ergebnisse auf www.statistik-berlin-brandenburg.de (PDF; 2,4 MB)
  3. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons