Landkreis Oberspreewald-Lausitz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Oberspreewald-Lausitz Deutschlandkarte, Position des Landkreises Oberspreewald-Lausitz hervorgehoben51.51888888888914.005555555556Koordinaten: 51° 31′ N, 14° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Verwaltungssitz: Senftenberg
Fläche: 1.216,65 km²
Einwohner: 113.842 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: OSL, CA, SFB
Kreisschlüssel: 12 0 66
Kreisgliederung: 25 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Dubinaweg 1
01968 Senftenberg
Webpräsenz: www.osl-online.de
Landrat: Siegurd Heinze (parteilos, für CDU)
Lage des Landkreises Oberspreewald-Lausitz in Brandenburg
Berlin Polen Freistaat Sachsen Freistaat Thüringen Sachsen-Anhalt Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Frankfurt (Oder) Cottbus Potsdam Brandenburg an der Havel Landkreis Prignitz Landkreis Ostprignitz-Ruppin Landkreis Oberhavel Landkreis Uckermark Landkreis Barnim Landkreis Havelland Landkreis Potsdam-Mittelmark Landkreis Märkisch-Oderland Landkreis Teltow-Fläming Landkreis Dahme-Spreewald Landkreis Oder-Spree Landkreis Elbe-Elster Landkreis Oberspreewald-Lausitz Landkreis Spree-NeißeKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz (niedersorbisch Wokrejs Górne Błota-Łužyca) ist ein Landkreis im Süden des Landes Brandenburg. Nachbarkreise sind im Westen der Landkreis Elbe-Elster, im Norden der Landkreis Dahme-Spreewald, im Osten der Landkreis Spree-Neiße und im Süden die sächsischen Landkreise Bautzen und Meißen.

Geografie[Bearbeiten]

Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz liegt im Süden des Landes Brandenburg auf 51 Grad nördlicher Breite und 14 Grad östlicher Länge, 56 bis 201 Meter über dem Meeresspiegel. Der höchste Berg im Kreis ist der Kutschenberg mit 201 m ü. NN, gleichzeitig die zweithöchste Erhebung des Landes Brandenburg. Der Landkreis stellt einen sehr guten Querschnitt durch die Lausitz dar. Im Süden die Oberlausitz und das beginnende Lausitzer Bergland, dann in der Mitte die Niederlausitz mit dem Flussbett der Schwarzen Elster und dem Lausitzer Grenzwall und im Norden der Obere Spreewald.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis 1945 existierten auf dem Boden des Landkreises Oberspreewald-Lausitz die preußischen Landkreise Hoyerswerda, Calau und Liebenwerda; aus Teilen dieser entstand 1952 der Kreis Senftenberg im Bezirk Cottbus. Im Jahr 1990 gab es eine knappe Mehrheit im damaligen Kreis Senftenberg für den Verbleib in Sachsen, der Kreistag entschied sich gegen eine Angliederung an Sachsen. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz entstand 1993 im Rahmen der brandenburgischen Kreisreform durch Zusammenlegung der Landkreise Calau, Senftenberg und kleinerer Teile des Landkreises Bad Liebenwerda.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerentwicklung des Landkreises Oberspreewald-Lausitz (Einwohnerzahl 1990 vom 3. Oktober, ab 1991 jeweils 31. Dezember des Jahres). Alle Angaben sind nach dem jeweiligen Gebietsstand (1990 bis 1992: Gebietsstand 6. Dezember 1993).

Jahr Einwohner
1990 166.351
1991 161.229
1992 161.124
1993 159.828
1994 158.537
1995 156.758
1996 155.024
1997 152.924
1998 150.414
1999 148.124
Jahr Einwohner
2000 145.110
2001 141.959
2002 139.062
2003 136.251
2004 134.025
2005 132.032
2006 129.581
2007 127.278
2008 125.216
2009 123.426
Jahr Einwohner
2010 121.679
2011 116.898
2012 115.212
2013

Quelle: Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg

Bevölkerungsentwicklung im aktuellen Gebietsstand und Prognosen

Quellen: Die detaillierten Quellen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg und des brandenburgischen Landesamtes für Bauen und Verkehr sowie der Bertelsmann-Stiftung finden sich unter Population Projection Brandenburg in den Wikimedia Commons.

Politik[Bearbeiten]

Landratsamt

Landräte[Bearbeiten]

Im Jahr 2010 wurde der parteilose Siegurd Heinze zum Landrat gewählt. Er ist der erste direkt gewählte Landrat des Landkreises und der einzige direkt gewählte in ganz Brandenburg.[2]

Der Sitz des Landrates ist im Bergbauhaus in Senftenberg.

Kreistag[Bearbeiten]

Kreistagswahl 2014
Wahlbeteiligung: 46,1 %
 %
30
20
10
0
29,3 %
28,2 %
18,0 %
5,9 %
4,3 %
4,0 %
2,1 %
8,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+0,5 %p
+5,1 %p
-4,2 %p
+1,5 %p
+4,3 %p
+0,5 %p
-2,1 %p
-5,6 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c 2003: PDS

Bei der Wahl zum Kreistag am 25. Mai 2014 ergab sich folgende Verteilung der Sitze:

Partei/Gruppierung Sitze
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 15
Christlich Demokratische Union (CDU) 14
Die Linke (Linke) 9
Bauernpartei 3
Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) 2
Bündnis 90/Die Grünen (Grüne) 2
Freie Demokratische Partei (FDP) 1
Stimme freier Bürger 1
Aktionsgruppe gegen soziales Unrecht Senftenberg 1
Freie Wählergruppe Schwarzheide 1
BVB/Freie Wähler 1

Quelle: https://www.wahlergebnisse.brandenburg.de/wahlen/KO2014/ergebnis/ergebwk51.asp?sel1=4350&sel2=0664&gebiet=66

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 25. November 1994 genehmigt.

Blasonierung: „Geteilt von Silber und Blau, oben ein unbewehrter schreitender roter Stier mit über den Rücken geschlagenem Schweif, unten eine dreigezinnte goldene Mauer, belegt mit einem goldenen Schild, darin ein aufrechter schwarzer Löwe.“[3]

Die Wappen der Ämter, Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge ist Weiß – Rot – Weiß (1:3:1) gestreift und auf dem Mittelstreifen mit dem Kreiswappen belegt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Wirtschaftsstandorte Großräschen, Lauchhammer, Schwarzheide und Senftenberg sind einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Autobahnen

Bundesstraßen

Eisenbahnstrecken im Landkreis

mit Regional- und Güterverkehr:

nur Güterverkehr:

Weiterhin existierte ein umfangreiches, nicht dem öffentlichen Verkehr dienendes Grubenbahnnetz, welches die Braunkohlentagebaue mit den Brikettfabriken und Kraftwerken verband.


Öffentlicher Personennahverkehr

Der öffentliche Personennahverkehr wird von der Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz organisiert. Der Busverkehr wird durch die Südbrandenburger Nahverkehrs GmbH und weitere private Busunternehmen durchgeführt. Die Stadtverkehre in Senftenberg und Lübbenau werden von der SBN eigenständig organisiert und durchgeführt. Der Stadtverkehr in Lauchhammer wird von der Firma Der Niederlausitzer eigenständig organisiert und durchgeführt.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Nach Abschluss der Gemeindegebietsreform 2003 umfasst der Landkreis noch 25 Gemeinden, darunter neun Städte. Nach der amtlichen Feststellung 2008 sind 2 Gemeinden offiziell zweisprachig (deutsch, niedersorbisch).[4]

Siehe auch Liste der Orte im Landkreis Oberspreewald-Lausitz und Sorbisches Siedlungsgebiet

(Einwohner am 31. Dezember 2013)[5]

Städte
¹ amtsangehörige Stadt

  1. Calau (8034)
  2. Großräschen (8863)
  3. Lauchhammer (15.252)
  4. Lübbenau/SpreewaldLubnjow/Błota (16.086)
  5. Ortrand ¹ (2196)
  6. Ruhland ¹ (3747)
  7. Schwarzheide (5743)
  8. Senftenberg (24.987)
  9. Vetschau/SpreewaldWětošow/Blota (8491)

Amtsfreie Gemeinde

  1. Schipkau (6915)

Ämter und zugehörige Gemeinden

1. Altdöbern (5916)

  1. Altdöbern (2550)
  2. Bronkow (635)
  3. Luckaitztal (848)
  4. Neupetershain (1277)
  5. Neu-Seeland (606)

2. Ortrand (6227)

  1. Frauendorf (713)
  2. Großkmehlen (1094)
  3. Kroppen (682)
  4. Lindenau (747)
  5. Ortrand, Stadt (2196)
  6. Tettau (795)

3. Ruhland (7328)

  1. Grünewald (546)
  2. Guteborn (545)
  3. Hermsdorf (803)
  4. Hohenbocka (1008)
  5. Ruhland, Stadt (3747)
  6. Schwarzbach (679)
Sachsen Cottbus Landkreis Dahme-Spreewald Landkreis Elbe-Elster Landkreis Spree-Neiße Landkreis Teltow-Fläming Altdöbern Bronkow Calau Frauendorf (Amt Ortrand) Großkmehlen Großräschen Grünewald Guteborn Hermsdorf (bei Ruhland) Hohenbocka Kroppen Lauchhammer Lindenau (Oberlausitz) Lübbenau/Spreewald Luckaitztal Neupetershain Neu-Seeland Ortrand Ruhland Schipkau Schwarzbach (Lausitz) Schwarzheide Senftenberg Tettau (Brandenburg) Vetschau/SpreewaldMunicipalities in OSL.svg
Über dieses Bild

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1994 wurde dem Landkreis das Unterscheidungszeichen OSL zugewiesen und seitdem ausgegeben. Seit dem 15. März 2013 sind zudem die Unterscheidungszeichen CA (Calau) und SFB (Senftenberg) erhältlich.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Oberspreewald-Lausitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.wahlen.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb1.c.191073.de
  3. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  4. Amtsblatt für Brandenburg, 19. Jahrgang, Nummer 19 vom 14. Mai 2008, S. 1234-1236
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)