Landkreis Oberspreewald-Lausitz
| Wappen | Deutschlandkarte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Brandenburg |
| Verwaltungssitz: | Senftenberg |
| Fläche: | 1.216,65 km² |
| Einwohner: |
120.023 (31. Dez. 2011)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 99 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | OSL, CA, SFB |
| Kreisschlüssel: | 12 0 66 |
| NUTS: | DE427 |
| Kreisgliederung: | 25 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: |
Dubinaweg 1 01968 Senftenberg |
| Webpräsenz: | |
| Landrat: | Siegurd Heinze (parteilos, für CDU) |
| Lage des Landkreises Oberspreewald-Lausitz in Brandenburg | |
Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz, niedersorbisch Wokrejs Górne Błota-Łužyca, ist ein Landkreis im Süden des Landes Brandenburg. Nachbarkreise sind im Westen der Landkreis Elbe-Elster, im Norden der Landkreis Dahme-Spreewald, im Osten der Landkreis Spree-Neiße und im Süden die sächsischen Landkreise Bautzen und Meißen.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz liegt im Süden des Landes Brandenburg auf 51 Grad nördlicher Breite und 14 Grad östlicher Länge, 56 bis 201 Meter über dem Meeresspiegel. Der höchste Berg im Kreis ist der Kutschenberg mit 201 m ü. NN, gleichzeitig die zweithöchste Erhebung des Landes Brandenburg. Der Landkreis stellt einen sehr guten Querschnitt durch die Lausitz dar. Im Süden die Oberlausitz und das beginnende Lausitzer Bergland, dann in der Mitte die Niederlausitz mit dem Flussbett der Schwarzen Elster und dem Lausitzer Grenzwall und im Norden der Obere Spreewald.
Geschichte [Bearbeiten]
Bis 1945 existierten auf dem Boden des Landkreises Oberspreewald-Lausitz die preußischen Landkreise Hoyerswerda, Calau und Liebenwerda; aus Teilen dieser entstand 1952 der Kreis Senftenberg im Bezirk Cottbus. Im Jahr 1990 gab es eine knappe Mehrheit im damaligen Kreis Senftenberg für den Verbleib in Sachsen, der Kreistag entschied sich gegen eine Angliederung an Sachsen. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz entstand 1993 im Rahmen der brandenburgischen Kreisreform durch Zusammenlegung der Landkreise Calau, Senftenberg und kleinerer Teile des Landkreises Bad Liebenwerda.
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerentwicklung des Landkreises Oberspreewald-Lausitz (Einwohnerzahl 1990 vom 3. Oktober, ab 1991 jeweils 31. Dezember des Jahres). Alle Angaben sind nach dem jeweiligen Gebietsstand (1990 bis 1992: Gebietsstand 6. Dezember 1993).
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Quelle: Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg
Politik [Bearbeiten]
Landräte [Bearbeiten]
Im Jahr 2010 wurde der parteilose Siegurd Heinze zum Landrat gewählt. Er ist der erste direkt gewählte Landrat des Landkreises und der einzige direkt gewählte in ganz Brandenburg.[2]
- 1994-2006: Holger Bartsch (SPD)
- 2006-2009: Georg Dürrschmidt (CDU), im Juli abgewählt
- seit 2010: Siegurd Heinze (parteilos, für CDU)
Der Sitz des Landrates ist im Bergbauhaus in Senftenberg.
Kreistag [Bearbeiten]
Bei der Wahl zum Kreistag am 28. September 2008 ergab sich folgende Verteilung der Sitze:
Quelle: http://wahl2008.kreis-osl.de/ Wappen [Bearbeiten]Das Wappen wurde am 25. November 1994 genehmigt. Blasonierung: „Geteilt von Silber und Blau, oben ein unbewehrter schreitender roter Stier mit über den Rücken geschlagenem Schweif, unten eine dreigezinnte goldene Mauer, belegt mit einem goldenen Schild, darin ein aufrechter schwarzer Löwe.“[3] Die Wappen der Ämter, Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Flagge [Bearbeiten]Die Flagge ist Weiß – Rot – Weiß (1:3:1) gestreift und auf dem Mittelstreifen mit dem Kreiswappen belegt. Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]Die Wirtschaftsstandorte Großräschen, Lauchhammer, Schwarzheide und Senftenberg sind einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert. Verkehrsanbindung [Bearbeiten]Eisenbahnstrecken im Landkreis mit Regional- und Güterverkehr:
nur Güterverkehr:
Weiterhin existierte ein umfangreiches, nicht dem öffentlichen Verkehr dienendes Grubenbahnnetz, welches die Braunkohlentagebaue mit den Brikettfabriken und Kraftwerken verband.
Der öffentliche Personennahverkehr wird von der Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz organisiert. Der Busverkehr wird durch die Südbrandenburger Nahverkehrs GmbH und weitere private Busunternehmen durchgeführt. Die Stadtverkehre in Senftenberg und Lübbenau werden von der SBN eigenständig organisiert und durchgeführt. Der Stadtverkehr in Lauchhammer wird von der Firma Der Niederlausitzer eigenständig organisiert und durchgeführt. Städte und Gemeinden [Bearbeiten]Nach Abschluss der Gemeindegebietsreform 2003 umfasst der Landkreis noch 25 Gemeinden, darunter neun Städte. Nach der amtlichen Feststellung 2008 sind 2 Gemeinden offiziell zweisprachig (deutsch, niedersorbisch).[4] → Siehe auch Liste der Orte im Landkreis Oberspreewald-Lausitz und Sorbisches Siedlungsgebiet (Einwohner am 31. Dezember 2011)[5]
Weblinks [Bearbeiten]Einzelnachweise [Bearbeiten]
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