Schipkau

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Dieser Artikel behandelt die seit dem 31. Dezember 2001 bestehende Gemeinde Schipkau; zu dem gleichnamigen Gemeindeteil siehe Schipkau (Ort).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schipkau
Schipkau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schipkau hervorgehoben
51.51666666666713.883055555556109Koordinaten: 51° 31′ N, 13° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oberspreewald-Lausitz
Höhe: 109 m ü. NHN
Fläche: 68,6 km²
Einwohner: 7017 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 01968 (Hörlitz)
01993 (Schipkau)
01994 (Annahütte, Drochow, Meuro)
01998 (Klettwitz)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 035754
Kfz-Kennzeichen: OSL, CA, SFB
Gemeindeschlüssel: 12 0 66 285
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstr. 4
01998 Klettwitz
Webpräsenz: www.gemeinde-schipkau.de
Bürgermeister: Klaus Prietzel (CDU)
Lage der Gemeinde Schipkau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Sachsen Cottbus Landkreis Dahme-Spreewald Landkreis Elbe-Elster Landkreis Spree-Neiße Landkreis Teltow-Fläming Altdöbern Bronkow Calau Frauendorf (Amt Ortrand) Großkmehlen Großräschen Grünewald Guteborn Hermsdorf (bei Ruhland) Hohenbocka Kroppen Lauchhammer Lindenau (Oberlausitz) Lübbenau/Spreewald Luckaitztal Neupetershain Neu-Seeland Ortrand Ruhland Schipkau Schwarzbach (Lausitz) Schwarzheide Senftenberg Tettau (Brandenburg) Vetschau/SpreewaldKarte
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Schipkau (bis 1937 Zschipkau, obersorbisch Šejkow) ist eine Gemeinde im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Brandenburg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Schipkau liegt im südlichen Teil des Bundeslandes Brandenburg. Die Stadtgrenze Dresdens ist etwa 50 Kilometer entfernt, bis zum Schönefelder Kreuz an der Südgrenze Berlins sind es etwa 100 Kilometer. Die Gemeinde liegt inmitten der Niederlausitzer Braunkohlenregion. Der EuroSpeedway Lausitz als multifunktionale Rennsport-, Entertainment- und Testanlage liegt im Gemeindegebiet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Schipkau besteht aus den Orten Annahütte (Ždźarki), Drochow (Drochow), Hörlitz (Wórlica), Klettwitz (Klěśišća), Meuro (Murjow) sowie Schipkau (Šejkow).

Den Ortschaften Schipkaus gehören unter anderem noch folgende Siedlungen und Flurstücke an:

Geschichte[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 2001 schlossen sich die Gemeinden Schipkau, Annahütte, Klettwitz, Meuro, Drochow und Hörlitz zur amtsfreien Gemeinde Schipkau zusammen.[3]

Schipkau:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen
[4]
Jahr Einwohner
1875 2807
1890 4569
1925 12980
1933 13276
1939 13218
1946 14193
1950 13992
1964 11614
1971 11017
1981 9257
Jahr Einwohner
1985 8857
1989 9973
1990 9807
1991 9486
1992 9352
1993 9260
1994 9430
1995 9518
1996 9416
1997 9307
Jahr Einwohner
1998 9116
1999 8925
2000 8659
2001 8350
2002 8176
2003 8026
2004 7808
2005 7605
2006 7535
2007 7466
Jahr Einwohner
2008 7395
2009 7442
2010 7357
2011 7088
2012 7017

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[5].

Sprache[Bearbeiten]

In den Ortslagen Schipkaus wird traditionell die niederlausitzische Mundart sowie der sorbische Koschener Dialekt (Košynska narěc) gesprochen, wobei auch der um 1885 in den Ortslagen Annahütte und Drochow nahezu verdrängte Schliebener Dialekt (Złowinska narěc) des Niedersorbischen auf Grund des Zuzugs aus den neuen Braunkohlerevieren um Cottbus, durch Jänschwalder-Lehder (Janšojce-Lědjanska narěc) und Schleifer Dialekt (Slěpjanska narěc) heute teilweise ersetzt wurde.

Politik[Bearbeiten]

Im Januar 2010 wurde der parteilose Gemeindevorsteher Siegurd Heinze bei der Landratswahl zum Landrat des Landkreises gewählt. Sein Amt wurde von Falk Peschel übernommen.

Bei der Bürgermeisterwahl am 30. Mai 2010 wurde der CDU-Kandidat Klaus Prietzel mit 61,7 Prozent der Stimmen (1963 Stimmen) zum Bürgermeister gewählt. Er setzte sich gegen Elke Löwe (Bündnis für Schipkau) und den parteilosen Einzelkandidaten Andreas Kunick durch. Prietzel wird sein Amt am 10. Juni 2010 antreten.[6]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 18 Mitgliedern und dem hauptamtlichen Bürgermeister.

Die Wahlbeteiligung lag bei 52,9 Prozent.

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)[7]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber ein abgeschnittener, S-förmiger grüner Hagebuttenzweig mit sechs roten Früchten, beseitet unten rechts von einem schräggekreuzten schwarzen Schlägel und Eisen, oben links von einer nach rechts wehenden, schwarz-silbern geschachteten Fahne.“[8]

Das neue Wappen wird in der Mitte durch einen „S“ - förmigen Zweig einer Hagebuttenpflanze geteilt. Das „S“ steht für den Anfangsbuchstaben der Gemeinde Schipkau. Die Hagebuttenpflanze als regional beheimatete Pflanze, welche zunehmend sich in den rekultivierten Flächen wieder ausgebreitet hat, symbolisiert zugleich das Zusammenwachsen der sechs Ortsteile. Die Ortsteile sind als sechs Hagebuttenfrüchte dargestellt. In der linken unteren Hälfte des Wappens ist das Bergbausymbol in Form von Schlägel (Hammer) und Eisen (Meißel) angeordnet. Damit wird die Tradition des Bergbaus im Gemeindegebiet als Vergangenheit symbolhaft dargestellt. In der rechten oberen Hälfte ist in der Darstellung eine schwarzweiß geschachtete Start- und Zielflagge zu sehen. Diese steht für die Entwicklung der Gemeinde Schipkau mit dem Ziel der Entwicklung des Tourismus und der daraus resultierenden Stärkung der heimischen Wirtschaft und unter der Einbeziehung des EuroSpeedway Lausitz, welcher im Zentrum der Gemeinde Schipkau liegt.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar gestaltet.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde Schipkau ist zweistreifig Rot – Weiß mit dem Gemeindewappen in der Mitte.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In unmittelbarer Nähe befindet sich die Autobahn 13 mit den Anschlussstellen Klettwitz, Schwarzheide, Ruhland und Großräschen. Nahegelegen sind ebenfalls die Bundesstraßen 169 und 96. Durch die Ortsumfahrung Senftenberg erhielt der Ortsteil Hörlitz einen direkten Anschluss an die Bundesstraße 169.

Nach dem Auslaufen des Braunkohlenbergbaus hat sich die Gemeinde Schipkau in den letzten Jahren zu einer Motorsportgemeinde entwickelt. Der EuroSpeedway Lausitz und das DEKRA Technology Center tragen dabei im Wesentlichen zum technologischen Wandel und zur Modernisierung der Infrastruktur der Gemeinde bei.

Ein weiteres Wahrzeichen der Gemeinde ist der Windpark Klettwitz (bestehend aus mehreren Windparks wie dem Windpark Klettwitz-Nord), in welchem seit mehreren Jahren über 50 Windenergieanlagen Elektroenergie für mehrere zehntausend Haushalte erzeugen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Schipkau stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmale.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schipkau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Schipkau – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Denkmalliste des Landes Brandenburg; Landkreis Oberspreewald-Lausitz; Stand: 31.12.2008; Dorfkern deutsches Mittelalter, Dorfkern Neuzeit. (→ S. 2) (PDF; 132 kB).
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  4. Gebietsstand Januar 2013
  5. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  6. Catrin Würz Klaus Prietzel wird Schipkaus Bürgermeister Artikel in der Lausitzer Rundschau vom 31. Mai 2010
  7. Artikel in der Lausitzer Rundschau vom 30. September 2008
  8. Wappenangaben aus der Hauptsatzung der Gemeinde (PDF; 99 kB)