Honfleur
| Honfleur | ||
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| Region | Basse-Normandie | |
| Département | Calvados | |
| Arrondissement | Lisieux | |
| Kanton | Honfleur | |
| Koordinaten | 49° 25′ N, 0° 14′ O49.4188888888890.233055555555569Koordinaten: 49° 25′ N, 0° 14′ O | |
| Höhe | 0–117 m | |
| Fläche | 13,67 km² | |
| Einwohner | 8.093 (1. Jan. 2010) | |
| Bevölkerungsdichte | 592 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 14600 | |
| INSEE-Code | 14333 | |
| Website | http://www.ville-honfleur.com | |
Honfleur ist eine Gemeinde und Hafenstadt mit 8093 Einwohnern (Stand 1. Januar 2010) im Département Calvados, Basse-Normandie, Frankreich. Sie liegt an der Mündung der Seine in den Ärmelkanal.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte[Bearbeiten]
Der Name Honfleur wurde als Hunefleth 1025 erstmals urkundlich erwähnt, später wurde es als Hunefloth um 1062, Honneflo 1198, Honflue 1246, dann Honnefleu bis zum 18. Jahrhundert. erwähnt. Der Endvokal [r] wurde erst im 19. Jahrhundert hinzugefügt. Das normannische Wort fleu „Blume“ (Französisch fleur „Blume“) ist wie fleu „Küstenfluß“ im altnormannischen Dialekt ausgesprochen worden.
Die Stadt war jahrhundertelang ein relativ unbedeutender Hafen im Vergleich mit Harfleur auf dem anderen Ufer der Seinemündung. Mit der Zeit hat sich das Städtchen mit seinen pittoresken, schmalen und sechs Stockwerke hohen Häusern und der Lieutenance (dem Rest einer Befestigungsanlage) am Vieux Bassin (Altes Hafenbecken) aus dem 17. Jahrhundert zu einem der reizvollsten Orte der Normandie und vielbesuchten touristischen Anziehungspunkt entwickelt.
Im 19. Jahrhundert wurde Honfleur zum Zentrum künstlerischer Aktivitäten. Eugène Boudin, der Maler der Küstenlandschaften, wurde 1824 hier geboren. Das Musée Eugène Boudin ist ihm gewidmet und dokumentiert die malerische Atmosphäre der Stadt und der Seine-Mündung. Maler wie Courbet, Sisley, Jongkind, Claude Monet, Pissarro, Renoir und Cézanne kamen nach Honfleur und trafen sich oft in der Ferme St-Siméon, einem Bauernhof, der als eine der Geburtsstätten des Impressionismus gilt und heute ein stilvolles Hotel ist.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Auch heute noch stehen die Maler am Kai von Honfleur, und in den Greniers à Sel, zwei Lagerhäusern, die 1670 östlich des Vieux Bassin in l’Enclos, der im 13. Jahrhundert errichteten Verteidigungsanlage der Stadt zum Zweck der Salzlagerung erbaut wurden, werden Ausstellungen zeitgenössischer Künstler organisiert.
Auch der Komponist Erik Satie ist ein Kind der Stadt. Von seiner Musik kann man sich in Les Maisons Satie inspirieren lassen.
Ein Meisterwerk der Ingenieurbaukunst ist die 1995 eingeweihte Pont de Normandie, die Honfleur und Le Havre (Département Seine-Maritime) verbindet, eine der längsten Brücken Europas.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- Alphonse Allais (1854–1905), Schriftsteller und Humorist
- Louis Marie François Andlauer (1876–1915), Organist und Komponist
- Ernest Henri Besnier (1831–1909), Dermatologe und ärztlicher Direktor des Hôpital St. Louis in Paris
- Eugène Boudin (1824–1898), französischer Maler, Vorreiter des Impressionismus
- Erik Satie (1866–1925), französischer Komponist und Pianist.
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]
- Charles Baudelaire (1821–1867), Schriftsteller, wohnte 1859 sechs Monate lang in Honfleur und schrieb dort La danse macabre (Totentanz), La chevelure (das Haar), und Chant d'automne (Herbstgesang).[1]
Partnerstädte[Bearbeiten]
Die englische Partnerstadt von Honfleur ist Sandwich in Kent. Seit dem 16. Juni 2006 besteht eine Städtepartnerschaft mit Wörth am Main.
Weblinks[Bearbeiten]
- Honfleur Magazin (französisch)
- Tourismusbüro von Honfleur (mehrsprachig)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Yves Lecouturier: Célèbres de Normandie. Orep Editions, 2007, ISBN 978-2-915762-13-6, S. 11. (französisch)