Jakowlew UT-2

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jakowlew UT-2
Jakowlew UT-2
Typ: Schulflugzeug
Entwurfsland: Sowjetunion 1923Sowjetunion Sowjetunion
Hersteller: OKB Jakowlew
Erstflug: 11. Juli 1935
Produktionszeit: 1938 bis 1948
Stückzahl: 7243[1]

Die Jakowlew UT-2 (russisch Яковлев УТ-2, NATO-Codename Mink) ist ein sowjetisches Schulflugzeug. Sie diente während des Zweiten Weltkrieges neben der Po-2 als Standardflugzeug zur Pilotenausbildung für die Luftstreitkräfte und flog ebenfalls in vielen Aeroklubs der Sowjetunion.

Entwicklung[Bearbeiten]

Alexander Jakowlew entwickelte sie ab 1934 unter der ursprünglichen Bezeichnung AIR-20 aus der AIR-10. Der Erstflug erfolgte am 11. Juli 1935 durch Julian Piontkowski. Im gleichen Jahr gewann die UT-2 den 5000 Kilometer langen nationalen Unionsrundflug der Sportflugzeuge gegen 30 Typen verschiedener Bauart. Die Serienfertigung begann 1938.

Sie bestand aus einer stoffbespannten Stahlrohrzelle und einem freitragendem Tragflügel in Tiefdeckerbauweise aus Holz, der ebenfalls mit Stoff bespannt war. Das Leitwerk war in Normalausführung und mit Spannzügen versehen. Der Rumpfbug erhielt eine Metallbeplankung. Die UT-2 besaß ein starres Heckfahrwerk mit Hecksporn. Wahlweise konnten auch Schwimmer montiert werden. Diese Ausführung hieß WT-2.

Ursprünglich als Ablösung für die Po-2 gedacht, konnte die UT-2 diese jedoch nicht vollständig ersetzen. Trotzdem wurden bis zum Produktionsende 1948 7243 Stück hergestellt.

Die UT-2 wurde auch in Ungarn, Polen und Jugoslawien geflogen. Jakowlew entwickelte aus der UT-2 die einsitzige Variante UT-1.

Technische Daten[Bearbeiten]

Eine Jakowlew UT-2
Kenngröße Daten
Baujahre 1935–1948
Hersteller Jakowlew
Konstrukteur Alexander Jakowlew
Spannweite 10,20 m
Länge 7,00 m
Höhe 3,00 m
Flügelfläche 17,12 m²
Leergewicht 616 kg
Startgewicht max. 856 kg
Besatzung 1-2
Höchstgeschwindigkeit 210 km/h
Reisegeschwindigkeit 160 km/h
Landegeschwindigkeit 90 km/h
Reichweite 500 km
Gipfelhöhe 3.500 m
Triebwerk ein luftgekühlter 5-Zylinder-Sternmotor Schwezow M-11
Leistung 75 kW / 100 PS

Siehe auch[Bearbeiten]


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ulrich Unger: Zum 75. Geburtstag von A. S. Jakowlew – seine Sport- und Schulflugzeuge in Flieger Revue 2/81 (336), S. 71