Jean Baudrillard

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jean Baudrillard bei einem Vortrag im Juni 2004

Jean Baudrillard (* 27. Juli[1] 1929 in Reims; † 6. März 2007 in Paris) war ein französischer Medientheoretiker, Philosoph und Soziologe, der als Professor an der Université de Paris-IX Dauphine lehrte. Er war ein einflussreicher, aber auch umstrittener Vertreter des poststrukturalistischen Denkens.

Leben[Bearbeiten]

Der aus einfachen Verhältnissen stammende Baudrillard studierte zunächst Germanistik an der Sorbonne in Paris. Von 1958 bis 1966 war er Deutschlehrer an einer französischen Oberschule. Zugleich betätigte er sich als Literaturkritiker und Übersetzer (Friedrich Hölderlin, Friedrich Engels, Bertolt Brecht, Peter Weiss) und studierte Philosophie und Soziologie an der Universität Paris-Nanterre. 1968 promovierte er dort mit der von Henri Lefebvre betreuten Arbeit Le Système des Objets (Das System der Dinge). Im gleichen Jahr übernahm er einen Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Paris-Nanterre. Von 1966 bis 1970 unterrichtete Baudrillard als Maître Assistant und von 1970 bis 1972 als Maître de Conférences en Sociologie in Paris und erlebte dabei in Nanterre den Mai 68.

Baudrillard sah sich selbst nicht als typischen Soziologen oder Philosophen:

„Berufssoziologe wurde ich aus Opportunismus, so um das Jahr 1968. Damals war Soziologie die große Mode, und für mich erschloß sie die Möglichkeit einer akademischen Laufbahn: Ich verdiente damit besser. Ich fühle mich aber weder als Soziologe noch als philosophierender Philosoph. Allenfalls als Theoretiker. Als Metaphysiker, warum nicht.“ [2]

1976 erschien sein Hauptwerk Der symbolische Tausch und der Tod, das sich unter anderem auf Gedanken von Georges Bataille bezog. Die dort entworfene ‚Simulationstheorie‘ entwickelte er in zahlreichen kleineren Schriften – darunter die im angloamerikanischen Raum einflussreiche Textsammlung Simulacra & Simulation (1981) – weiter. Im Jahr 1987 habilitierte er mit L'Autre par lui-même (Das Andere selbst), das sein bisheriges Denken noch einmal prägnant zusammenfasste. Von 1986 bis 1990 war er Directeur Scientifique (Wissenschaftlicher Direktor) am IRIS (Institut de Recherche et d'Information Socio-Économique) an der Université de Paris-IX Dauphine. 1995 erhielt er (zusammen mit Peter Greenaway) den Siemens-Medien-Preis. 2003 war er Fellow des Kollegs Friedrich Nietzsche.[3]

Neben seiner Arbeit auf dem Gebiet der Philosophie widmete er sich auch der Fotografie. Jean Baudrillard starb am 6. März 2007 nach langjähriger Krankheit in Paris.

Denken[Bearbeiten]

Frühwerk[Bearbeiten]

In seinen frühen Jahren war Baudrillard ein vergleichsweise typischer ‚linker französischer Intellektueller‘, der in Jean Paul Sartres Zeitschrift Les temps modernes mitarbeitete und von Denkern wie seinem marxistischen Doktorvater Henri Lefebvre und den linksradikalen Situationisten beeinflusst wurde, aber auch durch Strukturalisten wie Roland Barthes und ethnologisch beeinflusste Soziologen wie Marcel Mauss und Georges Bataille.[4]

In seinen ersten Büchern bewegt er sich durchaus noch im Rahmen des Marxismus, erweitert diesen jedoch durch ausgiebige Analysen der kulturellen Sphäre und der Konsumgesellschaft sowie durch den Versuch einer Verknüpfung von Marxismus und Strukturalismus, in dessen Zuge er Marx’ Kritik der politischen Ökonomie zeichentheoretisch umformuliert.[5]

Um 1975 herum jedoch bricht er offiziell mit dem Marxismus und wendet sich, beeinflusst durch die ethnologischen Studien von Marcel Mauss zum Gabentausch und von Bataille zur Verschwendung bzw. zum Potlatsch, dem Thema des „symbolischen Tausches“ zu. Fortan spielt der symbolische Tausch für Baudrillard die doppelte Rolle eines Gegenprinzips sowohl zur politischen Ökonomie des Kapitalismus wie auch zum marxistischen Paradigma der Produktion, dessen Verhaftung im kapitalistischen Denken er in Le miroir de la production (1975) vehement kritisiert.[6]

In seinem Hauptwerk Der symbolische Tausch und der Tod (1976) setzt Baudrillard diesen ethnologisch geprägten Ansatz fort, indem er die Todesriten außereuropäischer Kulturen mit der „Verdrängung des Todes“ in der westlichen Kultur vergleicht und dabei ein Verschwinden des symbolischen Tausches mit dem Tod konstatiert.

Simulationstheorie[Bearbeiten]

Das umfangreiche Hauptwerk Der symbolische Tausch und der Tod enthält auch eine erste systematische Fassung seiner Simulationstheorie. Baudrillard unterscheidet drei Zeitalter des Zeichens bzw. „drei Ordnungen des Simulakrums“: Nach dem Zeitalter der „Imitation“ und demjenigen der „Produktion“ leben wir heute im Zeitalter der „Simulation“ – einem gesellschaftlichen Zustand, in dem Zeichen und Wirklichkeit zunehmend ununterscheidbar werden. Die Zeichen, so Baudrillard, haben sich von ihrem Bezeichneten gelöst und seien „referenzlos“ geworden. Die Zeichencodes der modernen Städte, der Werbung und der Medien gäben nur noch vor, entschlüsselbare Botschaften zu sein. In Wahrheit dagegen seien sie reiner Selbstzweck, mit dem das Gesamtsystem der Gesellschaft aufrechterhalten wird, damit „jeder an seinem Platz bleibt“. Die Zeichen „simulieren“ eine künstliche Realität als Hyperrealität, anstatt eine wirkliche Welt abzubilden.

Vorformen und Andeutungen dieser Idee hatte Baudrillard bereits in seinen vorherigen Schriften formuliert: In das System der Dinge untersuchte er die Zeichenfunktion von Gebrauchsgegenständen, die längst wichtiger geworden sei als ihre technische Funktion. Konsumgüter existierten nicht primär als Gegenstände des Gebrauchs, sondern sie würden in ihrer ideellen Dimension als Zeichen für einen bestimmten Lebensstil konsumiert. Der Konsum, so schloss Baudrillard damals, sei eine absolut idealistische Praxis.[7] Aber erst seit Der symbolische Tausch und der Tod sowie in zahlreichen darauf folgenden kleineren Schriften wird das Konzept der Simulation zentral.

Die Entwicklung hin zur Simulation, die er auch als „strukturale Revolution des Werts“ bezeichnet, spiele sich parallel zu den Zeichen der Massenmedien auch im Bereich der Ökonomie ab.[8] Dort entspreche ihr die Verselbständigung der Konsumtion auf Kosten der Produktion,[9] oder die Verselbständigung des Tauschwerts auf Kosten des Gebrauchswerts.[10] Baudrillard entwickelt somit, auch mit Bezug auf Ferdinand de Saussure, eine Kritik der Marxschen ökonomischen Theorien von außerhalb der Ökonomie.[11]

„Aus dem Wertgesetz im Sinne der Ökonomie oder im Sinne von Marx […] ist das Wertgesetz im Sinne Saussures geworden: jeder Term eines Systems hat Wert nur durch seine Beziehungen zu den anderen, zu allen anderen Termen; kein Term hat Wert an sich, vielmehr geht der Wert aus der totalen Austauschbarkeit der Elemente hervor.“[12]

Medientheorie[Bearbeiten]

Auch die medientheoretische Stoßrichtung der Simulationstheorie, die vor allem auf Massenmedien wie das Fernsehen gemünzt ist, hatte Baudrillard bereits in einer früheren Schrift, Requiem für die Medien (1972), vorgedacht. Darin wendet er sich unter anderem gegen die zeitgenössische Kritik der Medien als Instrument der Manipulation. Stattdessen entwickelt er sein Konzept der „Simulation“ als Alternative zu den klassischen Manipulationsmodellen. In Requiem für die Medien zeichnet Baudrillard ein düsteres Bild der Massenmedien, deren Apparaturen dazu dienten, Kommunikationsprozesse hierarchisch zu vereinseitigen, anstatt sie zu befördern. Anknüpfend an Marshall McLuhans Schlagwort „The medium is the message“ („Das Medium ist die Botschaft“) betont Baudrillard gegen Hans Magnus Enzensberger und dessen Aufsatz Baukasten zu einer Theorie der Medien (1970) gerichtet, dass es unmöglich sei, Massenmedien kritisch zu verwenden. Baudrillard spricht in diesem Zusammenhang von einer medialen „Rede ohne Antwort“, durch welche die eigene Tätigkeit der Konsumenten verhindert würde.

„... die Medien sind dasjenige, welches die Antwort für immer versagt, das, was jeden Tauschprozess verunmöglicht, es sei denn in Form der Simulation einer Antwort, die selbst in den Sendeprozess integriert ist.“[13]

Terrorismus[Bearbeiten]

In den 1980er und 1990er Jahren beherrschen Reflexionen über das scheinbare „Ende der Geschichte“ und das Verschwinden des Ereignisses hinter der Simulation das Denken Baudrillards (Das Jahr 2000 findet nicht statt, 1984; Die Illusion des Endes oder Der Streik der Ereignisse, 1992). Selbst der Krieg sei – als Ereignis und konfrontative Herausforderung – verschwunden, wie Baudrillard in seinen kontrovers aufgenommenen Analysen zum Golfkrieg 1991 behauptet.

Eine Gegenkraft gegen die Gleichgültigkeit der Simulation sieht er jedoch im Terrorismus, den er bereits in den 1970er Jahren anlässlich der Selbstmorde von Stammheim untersucht hatte. In den Anschlägen vom 11. September 2001 schließlich erblickt er eine Wiederkehr des Ereignisses, ein „reines Ereignis“, das die Simulation durchbricht, indem es dem System die „symbolische Gabe des Todes“[14] zurückgebe und es damit selbst – der Logik des Gabentauschs folgend – zu einer Art Selbstmord zwinge: „Die terroristische Hypothese heißt, dass sich das System in Beantwortung der vielfachen Herausforderung des Todes und des Selbstmordes selbst umbringt.“[15]

In seinen Analysen der Terroranschläge betont Baudrillard zugleich aber auch, dass der Terrorismus „keine zeitgenössische Form der Revolution gegen Unterdrückung und Kapitalismus“ darstelle und nicht zu rechtfertigen sei.[16] In einem Interview mit dem Spiegel analysiert er den Terrorismus außerdem als fatale, unausweichliche Reaktion auf das Machtungleichgewicht der Globalisierung. Den dadurch losgetretenen Konflikt bezeichnet er als „Vierten Weltkrieg“ – einen Krieg „der Gattung Mensch mit sich selbst“[17], der im Unterschied zum „Dritten Weltkrieg“, dem Kalten Krieg, ein entgrenzter, asymmetrischer und unkontrollierbarer Krieg sei, der nicht mehr eindeutig gewonnen werden kann.

Amerika[Bearbeiten]

Das Leben Baudrillards wurde stark von seinem Verhältnis zu den Vereinigten Staaten geprägt, das man als Hassliebe bezeichnen könnte. Einerseits zog ihn die Gesellschaft dort an, andererseits verachtete er sie als „vollendet primitive Originalversion einer Modernität“, die er sein ganzes Werk über kritisierte. Zugleich jedoch beschrieb er dasselbe Amerika als „Paradies“, von dem er sagte: „Mag es auch beklagenswert, monoton und oberflächlich sein, es gibt kein anderes“.

Kritik[Bearbeiten]

Baudrillards These vom Ende der Geschichte in der Simulation bildete Anlass zu zahlreichen Ein- und Widersprüchen. Vor allem seine Deutungen der Terroranschläge von New York und Washington als „Mutter aller Medienereignisse“ überzogen ihn mit starker Kritik, ebenso wie seine provokante Behauptung einige Jahre zuvor, „der Golfkrieg hat nicht stattgefunden“.

Auch sein oftmals assoziativer und unsauberer Stil brachte Baudrillard den Vorwurf mangelnder Wissenschaftlichkeit ein. So verwendete er oftmals mathematisch-physikalische Begriffe wie Raum-Zeit, Paralleluniversum, Möbiusband etc. in einer Weise, die nicht den Anforderungen der Mathematik oder Physik entspricht. Die Naturwissenschaftler Alan Sokal und Jean Bricmont bezeichneten sein Werk, wie das einer ganzen Reihe anderer postmoderner und poststrukturalistischer Philosophen, als „Eleganten Unsinn“ (vgl. auch Sokal-Affäre). Bisweilen wurde Baudrillards Denken, auch aufgrund seiner zum Teil gewagten Thesen, mit Science Fiction verglichen.[18]

Rezeption[Bearbeiten]

Der Schweizer Komponist Alfons Karl Zwicker komponierte eine „Hommage à Jean Baudrillard“ (2010) für Ensemble.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Baudrillard war Preisträger des mit 100.000 DM dotierten Siemens Medienkunstpreises 1995, der in Kooperation mit dem ZKM verliehen wurde.

Schriften[Bearbeiten]

Pour une critique de l’économie politique du signe, Paris: Gallimard 1972
  • Das System der Dinge. Über unser Verhältnis zu den alltäglichen Gegenständen (1968), Frankfurt/New York: Campus 2001 (2. Auflage)
  • La société de consommation, Paris: Denoël 1970
  • Pour une critique de l’économie politique du signe, Paris: Gallimard 1972
  • Requiem für die Medien (1972), Auszug aus: Pour une critique de l’économie politique du signe, dt. in: Kool Killer oder Der Aufstand der Zeichen, Berlin: Merve Verlag 1978, ISBN 978-3-920986-98-2
  • Le miroir de la production, Paris: Casterman 1973
  • Der symbolische Tausch und der Tod (1976), München: Matthes & Seitz 1982 (Neuauflage: Matthes & Seitz Berlin 2010)
  • Oublier Foucault (1977), München: Raben 1983 (2. Auflage)
  • KOOL KILLER oder Der Aufstand der Zeichen, Berlin: Merve 1978, ISBN 978-3-920986-98-2
  • Agonie des Realen, Berlin: Merve Verlag 1978, ISBN 978-3-920986-99-9
  • Simulacres et Simulation, Paris: Éditions Galilée 1981, engl.: Simulacra & Simulation, Michigan: University of Michigan Press 1994
  • Der Tod der Moderne, 1983
  • Laßt euch nicht verführen, Berlin: Merve Verlag 1983, ISBN 978-3-88396-032-6
  • Die fatalen Strategien, München: Matthes & Seitz 1985
  • Die göttliche Linke, München: Matthes & Seitz 1986
  • Das Andere selbst. Habilitation (1987), Wien: Passagen 1994, ISBN 3-85165-120-0
  • Amerika, 1987
  • Paradoxe Kommunikation, 1989
  • Videowelt und fraktales Subjekt, in: Ars Electronica (Hg.), Philosophien der neuen Technologie, Berlin: Merve 1989, ISBN 978-3-88396-066-1
  • Cool memories I, 1989
  • Das Jahr 2000 findet nicht statt, Berlin: Merve 1990, ISBN 978-3-88396-076-0
  • Von der Verführung, Matthes & Seitz, München 1992
  • Transparenz des Bösen, Berlin: Merve 1992, ISBN 978-3-88396-098-2
  • Die Freiheit als Opfer der Information oder Das Temesvar-Syndrom, 1992
  • Die Illusion des Endes oder der Streik der Ereignisse, Berlin: Merve 1994, 978-3-88396-116-3
  • Der reine Terror. Gewalt von rechts, Wien: Passagen 1993
  • Von der absoluten Ware (Absolute Merchandise), 1995
  • Das perfekte Verbrechen, München: Matthes & Seitz 1996
  • Die Illusion des Endes – Das Ende der Illusion, Audio-CD (zusammen mit Boris Groys), Köln: supposé 1997, ISBN 3-932513-01-0
  • Der unmögliche Tausch, Berlin: Merve 2000, ISBN 978-3-88396-161-3
  • Paßwörter, Berlin: Merve 2002, ISBN 3-88396-179-5
  •  Paroxysmus. 1. Auflage. Passagen Verlag, Wien 2002 (Originaltitel: Le paroxyste indifférent, übersetzt von Jonas Maatsch), ISBN 3-85165-521-4 (Buchvorschau bei Libreka)., 2. Auflage 2012
  •  Der Geist des Terrorismus. 2. Auflage. Passagen Verlag, Wien 2003 (Originaltitel: L'esprit du terrorisme), ISBN 3-85165-610-5 (Buchvorschau bei Libreka)., 3. Auflage 2011
  •  Zusammen mit Jean Nouvel: Einzigartige Objekte. Architektur und Philosophie. 1. Auflage. Passagen Verlag, Wien 2004 (Originaltitel: Les objets singuliers. Architecture et philosophie, übersetzt von Eva Werth), ISBN 3-85165-589-3 (Buchvorschau bei Libreka).
  •  Die Intelligenz des Bösen. 1. Auflage. Passagen Verlag, Wien 2006 (Originaltitel: Le Pacte de lucidité ou l'intelligence du Mal, übersetzt von Christian Winterhalter), ISBN 3-85165-745-4 (Buchvorschau bei Libreka)., 2. Auflage 2010
  • Die Macht der Verführung. Audio-CD (Originalaufnahme in deutscher Sprache), Köln: supposé 2006, ISBN 978-3-932513-67-1
  •  Zusammen mit Enrique Valiente Noailles: Gesprächsflüchtlinge. 1. Auflage. Passagen Verlag, Wien 2007 (Originaltitel: Les Exilés du dialogue, übersetzt von Richard Steurer), ISBN 978-3-85165-780-7 (Buchvorschau bei Libreka).
  •  Cool Memories V. 2000-2004. 1. Auflage. Passagen Verlag, Wien 2007 (Originaltitel: Cool Memories V. 2000-2004, übersetzt von Richard Steurer), ISBN 978-3-85165-807-1 (Buchvorschau bei Libreka).
  •  Warum ist nicht alles schon verschwunden?. Matthes & Seitz, Berlin 2008 (Originaltitel: Pourquoi tout n' a-t-il pas deja disparu, übersetzt von Markus Sedlaczek), ISBN 978-3-88221-720-9.
  • Im Schatten der schweigenden Mehrheiten oder das Ende des Sozialen, Matthes & Seitz, Berlin 2010

Literatur[Bearbeiten]

Monographien

  • Falko Blask: Jean Baudrillard zur Einführung. Junius, Hamburg 2002 (3. Auflage), ISBN 3-88506-917-2
  • Samuel Strehle: Zur Aktualität von Jean Baudrillard. Einleitung in sein Werk. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2012, ISBN 3531164295
  • Jochen Venus: Referenzlose Simulation? Argumentationsstrukturen postmoderner Medientheorie am Beispiel von Jean Baudrillard. Königshausen & Neumann, Würzburg 1997

Sammelbände

  • Ralf Bohn, Dieter Fuder (Hg.): Baudrillard – Simulation und Verführung. Wilhelm Fink, München 1994
  • Peter Gente, Barbara Könches, Peter Weibel (Hg.): Philosophie und Kunst – Jean Baudrillard. Eine Hommage zu seinem 75. Geburtstag. Merve Verlag, Berlin 2005

Aufsätze

  • Rene Derveaux: Jean Baudrillard: Wahrheit, Realität, Simulation, Hyperrealität. In: ders.: Melancholie im Kontext der Postmoderne, WVB, Berlin 2002, ISBN 3-932089-98-7
  • Wilhelm Hofmann: Jean Baudrillard. In: Gisela Riescher (Hg.): Politische Theorie der Gegenwart in Einzeldarstellungen von Adorno bis Young. Kröner, Stuttgart 2004, S. 32-35, ISBN 3-520-34301-0
  • Stephan Moebius, Lothar Peter: Französische Soziologie der Gegenwart. UTB 2004
  • Georg Kneer: Jean Baudrillard. In: Dirk Kaesler (Hg.): Aktuelle Theorien der Soziologie. Von Shmuel N. Eisenstadt bis zur Postmoderne. C. H. Beck, München 2005, S. 147–167, ISBN 3-406-52822-8
  • Michael Schetsche, Christian Vähling: Jean Baudrillard. In: Stephan Moebius, Dirk Quadflieg (Hg.): Kultur. Theorien der Gegenwart. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 978-3-531-14519-8

Interviews mit Jean Baudrillard

Nachrufe

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jean Baudrillard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikibooks: Jean Baudrillard – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Manche Quellen geben auch den 20. oder den 29. Juli als Geburtsdatum an.
  2. Jean Baudrillard, zitiert nach: Jürgen Altwegg, Baudrillard, in: Frankfurter Allgemeine vom 13. Oktober 1989, FAZ Magazin, S. 18
  3. http://www.klassik-stiftung.de/index.php?id=601
  4. Vgl. Samuel Strehle: Zur Aktualität von Jean Baudrillard. Einleitung in sein Werk. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2012, S. 15-18, 29-43, 56-59.
  5. Vgl. Karsten Kumoll: Kultur, Geschichte und die Indigenisierung der Moderne. Bielefeld, transcript, 2007, S. 165; Samuel Strehle: Zur Aktualität von Jean Baudrillard. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2012, S. 53-59.
  6. Vgl. Samuel Strehle: Zur Aktualität von Jean Baudrillard. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2012, S. 56-62.
  7. Jürgen Ritte: Der Schein der Wirklichkeit und das Dickicht der Zeichen, NZZ, 7. März 2007.
  8. Vgl. Wolfgang Kramer: Technokratie als Entmaterialisierung der Welt. Zur Aktualität der Philosophien von Günther Anders und Jean Baudrillard, Waxmann 1998, S. 112-120; Samuel Strehle: Zur Aktualität von Jean Baudrillard, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2012, S. 65-67.
  9. Vgl. Wolfgang Kramer: Technokratie als Entmaterialisierung der Welt. Zur Aktualität der Philosophien von Günther Anders und Jean Baudrillard, Waxmann 1998, S. 112-120.
  10. Kersten Reich/Lucia Sehnbruch/Rüdiger Wild: Medien und Konstruktivismus. Eine Einführung in die Simulation als Kommunikation, Waxmann 2005, S. 126.
  11. Carsten Stark/Christian Lahusen: Theorien der Gesellschaft, Oldenbourg 2002, S. 272.
  12. Jean Baudrillard: Der symbolische Tausch und der Tod, Matthes & Seitz, München, 1982, S. 20.
  13. Jean Baudrillard: Requiem für die Medien. In: Jean Baudrillard: Kool Killer oder der Aufstand der Zeichen. Berlin, Merve Verlag, 1978, S. 91.
  14. Jean Baudrillard: Der Geist des Terrorismus, 2001, S. 11-35.
  15. Jean Baudrillard: Der Geist des Terrorismus, 2001, S. 60.
  16.  Das ist der vierte Weltkrieg. In: Der Spiegel. Nr. 3, 2002 (14. Januar 2002, Interview von Romain Leick, online).
  17.  Das ist der vierte Weltkrieg. In: Der Spiegel. Nr. 3, 2002 (14. Januar 2002, Interview von Romain Leick, online).
  18. So etwa Charles Descamps, zit. nach: Baudrillard: Jean Baudrillard: Requiem für die Medien; in: Jean Baudrillard: Kool Killer oder der Aufstand der Zeichen, Berlin, Merve Verlag, 1978, Buchdeckel, Innenseite.