José Antonio Camacho

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José Antonio Camacho
Jose Antonio Camacho.jpg
Spielerinformationen
Voller Name José Antonio Camacho Alfaro
Geburtstag 8. Juni 1955
Geburtsort CiezaSpanien
Größe 1,74 m
Position Linker Außenverteidiger
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1973–1989 Real Madrid 414 (9)
Nationalmannschaft
1975–1988 Spanien 81 (0)
Stationen als Trainer
1992–1993
1994–1996
1996–1997
1997–1998
1998–2002
2002–2004
2004–2005
2007–2008
2008–2010
2011–2013
Rayo Vallecano
Espanyol Barcelona
FC Sevilla
Espanyol Barcelona
Spanien
Benfica Lissabon
Real Madrid
Benfica Lissabon
CA Osasuna
China
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 24. Juni 2013

José Antonio Camacho Alfaro (* 8. Juni 1955 in Cieza, Murcia) ist ein ehemaliger spanischer Fußballspieler und Fußballtrainer.

Karriere[Bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten]

Er absolvierte zwischen 1973 und 1989 als Abwehrspieler 415 Partien für Real Madrid. In dieser Zeit gewann er neunmal die Meisterschaft, dreimal die Copa del Rey, einmal den spanischen Supercup und zweimal den UEFA-Pokal.

Camacho bestritt 81 Länderspiele. Er war bei der für die Spanier desaströsen Weltmeisterschaft 1982 ebenso dabei wie in Mexiko 1986 und im Finale der Fußball-Europameisterschaft 1984 in Frankreich, was sein größter Erfolg als Nationalspieler war.

Erfolge[Bearbeiten]

  • WM-Teilnehmer 1982, 1986
  • EM-Teilnehmer 1984, 1988
  • 10 × Spanischer Meister (1974, 1975, 1976, 1978–1980, 1986–1989)
  • 5 × Spanischer Pokalsieger (1974, 1975, 1980, 1982, 1989)
  • UEFA-Cupsieger 1985, 1986
  • Spanischer Supercupsieger 1988
  • Spanischer Ligapokalsieger 1985

Trainer[Bearbeiten]

Seine Trainerkarriere absolvierte er bisher mit gemischtem Erfolg. Nachdem er gleich in seinem ersten Jahr Rayo Vallecano in die Primera División geführt hatte, ging er nach Barcelona und verhalf Espanyol ebenfalls zum Aufstieg. Dort erlebte Camacho dann ein gutes Jahr mit Offensivfussball in bester spanischer Tradition. Lohn der Arbeit war ein vierter Platz und damit die Qualifikation für den UEFA-Pokal. Was folgte, war ein kurzes Gastspiel bei Sevilla, ehe Camachos Traum von der Rückkehr zu seinem geliebten Real Madrid unter den denkbar widrigsten Umständen endete: Nach nur 22 Tagen im Amt und noch bevor sie überhaupt ein Spiel bestritten hatten, nahm Camacho seinen Hut - Differenzen mit dem Management wurden als Grund genannt. Camacho kehrte zu Espanyol zurück, konnte dort aber nicht an den Erfolg vergangener Tage anknüpfen. Die Mannschaft landete im Mittelfeld der Tabelle.

Im Jahre 1998 übernahm er die spanische Nationalmannschaft, die er sowohl bei der EM-Endrunde 2000 als auch zwei Jahre später bei der WM in Japan/Südkorea bis ins Viertelfinale führte. Der große Erfolg blieb zwar erneut aus, und doch behalten die spanischen Fans das attraktive Spiel seiner Zeit bis heute in guter Erinnerung.

2002 übernahm er während der Saison den Trainerjob bei Benfica Lissabon, und führte den traditionsreichen Verein noch vom siebten auf den zweiten Rang und somit in die Champions League. Im Jahr wurde Benfica erneut Vizemeister und gewann zudem den Pokalbewerb im Finale gegen den FC Porto.

Vom 1. Juli 2004 bis 19. September 2004 war er nach 1998 erneut Trainer bei Real Madrid. Diesmal endete seine Stippvisite auf der Trainerbank der "Königlichen" mit seinem Rücktritt nach dem vierten Spieltag der "La Liga". Sein Nachfolger wurde sein vormaliger Mannschaftskollege, der vormalige Real Madrid-Torwart Mariano García Remón, welcher selbst wiederum seine Position nur bis zum Ende der Vorrunde halten konnte.

Seit dem 20. August 2007 war er wieder Trainer bei Benfica Lissabon, nachdem Fernando Santos nach nur einem Spieltag entlassen wurde. Am 9. März 2008 trat er von seinem Traineramt bei Benfica zurück, nachdem der Rückstand auf den Tabellenführer FC Porto auf 14 Punkte angewachsen war.

Am 13. Oktober 2008 unterschrieb er einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2008/09 beim spanischen Erstligisten CA Osasuna. Mit der Mannschaft sollte er den Klassenerhalt erreichen.[1] Nachdem man am letzten Spieltag durch einen 2:1-Erfolg über Real Madrid dies auch schaffte, wurde der Vertrag von Camacho um ein weiteres Jahr verlängert.[2] Am 14. Februar 2010 wurde Camacho nach einer 0:1-Niederlage gegen Real Sociedad und dem Sturz auf einen Abstiegsplatz entlassen.[3]

Im August 2011 erhielt er die Berufung zum Chefcoach der chinesischen Nationalmannschaft.[4] Am 24. Juni 2013 nach der vorzeitig verpassten WM-Qualifikation und einer 1:5-Niederlage gegen Thailand wurde er vom chinesischen Verband entlassen.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Camacho unterschreibt bei Osasuna
  2. Camacho bleibt im Amt
  3. [1]
  4. Camacho soll China zur WM führen, kicker.de vom 13. August 2011 (abgerufen am 13. August 2011)
  5. Camacho entlassen, kicker.de vom 24. Juni 2013 (abgerufen am 24. Juni 2013)