Kandalakscha

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Stadt
Kandalakscha
Кандалакша
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Murmansk
Rajon Kandalakscha
Erste Erwähnung 11. Jahrhundert
Stadt seit 1938
Fläche 6.650 km²
Bevölkerung 35.659 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 5,4 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 20 m
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7)81533
Postleitzahl 1840xx
Kfz-Kennzeichen 51
OKATO 47 408
Website http://www.kandalaksha-admin.ru/
Geographische Lage
Koordinaten 67° 10′ N, 32° 25′ O67.16666666666732.41666666666720Koordinaten: 67° 10′ 0″ N, 32° 25′ 0″ O
Kandalakscha (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Kandalakscha (Oblast Murmansk)
Red pog.svg
Oblast Murmansk
Liste der Städte in Russland

Kandalakscha (russisch Кандалакша; finnisch Kantalahti; karelisch Kannanlakši) ist eine Hafenstadt in Russland, in der Oblast Murmansk, mit 35.659 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Kandalakscha liegt auf der Kola-Halbinsel, 277 km südlich der Gebietshauptstadt Murmansk, am nördlichen Ende der Kandalakscha-Bucht, einem Teil des Weißen Meeres. Die nächstgelegene Stadt ist das rund 20 km entfernte Poljarnyje Sori.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Ort Kandalakscha war schon im 11. Jahrhundert bekannt. Im 16. und 17. Jahrhundert existierte hier ein russisch-orthodoxes Kloster. Um 1590 wurde der Ort von den Schweden geplündert und niedergebrannt, im Jahre 1855 wurde es während des Krimkriegs durch die Engländer zerstört.

Anfang des 20. Jahrhunderts erhielt Kandalakscha einen Seehafen sowie einen Eisenbahnanschluss. Seitdem setzte sich hier eine Industrialisierung ein: Anfang der 1930er-Jahre wurde in Kandalakscha das erste Wasserkraftwerk auf der Kola-Halbinsel sowie eine Maschinenfabrik erbaut.

1938 erhielt Kandalakscha die Stadtrechte.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

  • 1959: 37.100
  • 1970: 42.700
  • 1979: 45.400
  • 1989: 54.100
  • 1996: 48.500
  • 2002: 40.600
  • 2010: 35.659

[Bearbeiten] Wirtschaft und Verkehr

Der Bahnhof von Kandalakscha

Holzverarbeitung und Maschinenbau sind wichtige Wirtschaftszweige der Stadt, außerdem gibt es Aluminium- und Fischfabriken. Kandalakscha liegt an der Fernstraße M18 und besitzt einen Seehafen sowie sechs Wasserkraftwerke. Es hat außerdem einen Bahnhof an der Murmanbahn von Sankt Petersburg nach Murmansk.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

In Kandalakscha gibt es ein Denkmal für die Opfer der anglo-amerikanischen Intervention (1918–1920). Im nahegelegenen Dorf Kowda steht die Nikolai-Kirche, erbaut 1705. In der Umgebung der Stadt gibt es mit dem Kandalakschaer Sapowednik ein großes Vogelschutz-Naturreservat.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

Kandalakscha gilt als wichtiger Wintersportort und unter anderem als Austragungsort für Wettbewerbe im Naturbahnrodeln. Aus diesem Grund stammen mehrere bekannte Naturbahnrodler von hier, darunter beispielsweise:

Weitere Söhne und Töchter der Stadt sind:

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Kandalakscha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Predvaritel'nye itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Rosstat, Statistika Rossii, Moskau 2011, ISBN 978-5-902339-98-4 (Vorläufige Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010; russisch; Download).
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