Kandalakscha
| Stadt
Kandalakscha
Кандалакша
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Liste der Städte in Russland | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Kandalakscha (russisch Кандалакша; finnisch Kantalahti; karelisch Kannanlakši) ist eine Hafenstadt in Russland, in der Oblast Murmansk, mit 35.659 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Lage
Kandalakscha liegt auf der Kola-Halbinsel, 277 km südlich der Gebietshauptstadt Murmansk, am nördlichen Ende der Kandalakscha-Bucht, einem Teil des Weißen Meeres. Die nächstgelegene Stadt ist das rund 20 km entfernte Poljarnyje Sori.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Ort Kandalakscha war schon im 11. Jahrhundert bekannt. Im 16. und 17. Jahrhundert existierte hier ein russisch-orthodoxes Kloster. Um 1590 wurde der Ort von den Schweden geplündert und niedergebrannt, im Jahre 1855 wurde es während des Krimkriegs durch die Engländer zerstört.
Anfang des 20. Jahrhunderts erhielt Kandalakscha einen Seehafen sowie einen Eisenbahnanschluss. Seitdem setzte sich hier eine Industrialisierung ein: Anfang der 1930er-Jahre wurde in Kandalakscha das erste Wasserkraftwerk auf der Kola-Halbinsel sowie eine Maschinenfabrik erbaut.
1938 erhielt Kandalakscha die Stadtrechte.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
- 1959: 37.100
- 1970: 42.700
- 1979: 45.400
- 1989: 54.100
- 1996: 48.500
- 2002: 40.600
- 2010: 35.659
[Bearbeiten] Wirtschaft und Verkehr
Holzverarbeitung und Maschinenbau sind wichtige Wirtschaftszweige der Stadt, außerdem gibt es Aluminium- und Fischfabriken. Kandalakscha liegt an der Fernstraße M18 und besitzt einen Seehafen sowie sechs Wasserkraftwerke. Es hat außerdem einen Bahnhof an der Murmanbahn von Sankt Petersburg nach Murmansk.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
In Kandalakscha gibt es ein Denkmal für die Opfer der anglo-amerikanischen Intervention (1918–1920). Im nahegelegenen Dorf Kowda steht die Nikolai-Kirche, erbaut 1705. In der Umgebung der Stadt gibt es mit dem Kandalakschaer Sapowednik ein großes Vogelschutz-Naturreservat.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
Kandalakscha gilt als wichtiger Wintersportort und unter anderem als Austragungsort für Wettbewerbe im Naturbahnrodeln. Aus diesem Grund stammen mehrere bekannte Naturbahnrodler von hier, darunter beispielsweise:
- Alexander Jegorow (* 1985)
- Oksana Jelessina (* 1986)
- Iwan Lasarew (* 1983)
- Jekaterina Lawrentjewa (* 1981)
- Roman Molwistow (* 1981)
- Pjotr Popow (* 1985)
- Pawel Porschnew (* 1983)
- Julija Wetlowa (* 1983)
Weitere Söhne und Töchter der Stadt sind:
- Wladimir Warennikow (* 1955), General und Politiker, Sohn von Walentin Warennikow
[Bearbeiten] Weblinks
- Kandalakscha auf mojgorod.ru (russisch)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b Predvaritel'nye itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Rosstat, Statistika Rossii, Moskau 2011, ISBN 978-5-902339-98-4 (Vorläufige Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010; russisch; Download).
Verwaltungszentrum: Murmansk
Alakurtti | Apatity | Gadschijewo | Kandalakscha | Kildinstroi | Kirowsk | Kola | Kowdor | Lowosero | Molotschny | Montschegorsk | Murmaschi | Nikel | Olenegorsk | Ostrownoi | Petschenga | Poljarny | Poljarnyje Sori | Rewda | Rosljakowo | Safonowo | Saosjorsk | Sapoljarny | Selenoborski | Seweromorsk | Sneschnogorsk | Umba | Widjajewo