Kia Optima

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Kia Magentis)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kia Optima
Produktionszeitraum: seit 2000
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine
Vorgängermodell: Kia Clarus
Nachfolgemodell: keines

Der Kia Optima (bis 2011 in Europa Kia Magentis; in China und Südkorea Lotze (Hangeul: 기아 로체) bzw. ab der dritten Generation K5) ist eine Stufenheck-Limousine des südkoreanischen Automobilherstellers Kia, die in der Mittelklasse angesiedelt ist.

Der Optima basiert auf der gleichen Plattform wie der Hyundai Sonata und ist das Nachfolgemodell des Kia Clarus.

Optima/Magentis (GD, 2000–2005)[Bearbeiten]

1. Generation
Kia Magentis (2000–2003)

Kia Magentis (2000–2003)

Produktionszeitraum: 2000–2005
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
2,0–2,7 Liter
(100–136 kW)
Länge: 4719 mm
Breite: 1816 mm
Höhe: 1410 mm
Radstand: 2700 mm
Leergewicht: 1477–1577 kg
Sonstige Messwerte
CO2-Emission: 216–257 g/km
Kraftstoffverbrauch, kombiniert: 9,0–10,8 l/100 km
Sterne im Euro NCAP-Crashtest Nicht getestet
Sterne im US NCAP-Crashtest[1] Vier Sterne im US NCAP-Crashtest

Im Herbst 2000[2] startete der Magentis als Nachfolger des Clarus. Er war mechanisch mit dem Schwestermodell Hyundai Sonata baugleich. Beide verfügten nur im Front- und Heckbereich über Unterschiede im Design, Seitenlinie und Interieur waren großteils identisch.

Im Herbst 2003 erhielt das Modell im Zuge einer optischen Modellpflege das interne Kürzel GD II, äußerlich erkennbar durch die für damalige Kia-Modelle charakteristischen Doppelscheinwerfer (siehe Kia Shuma), die hier eine Ähnlichkeit mit Mercedes-Benz-Modellen betonten. Der Innenraum erhielt eine neue Mittelkonsole, die von einem Zierrahmen aus nun dunklerem Wurzelholzimitat vertikal umlaufen wurde. Zuvor war dieses großflächig und ohne Umrahmung eingesetzt worden. Auch das unverändert in Leder gefaßte Lenkrad erhielt in manchen europäischen Märkten Einsätze aus dunkler Holzdekorfolie. 2004 wurde der vertikale „Wasserfallgrill“ gegen dezentere, horizontale Chromleisten getauscht, 2005 wurden wie beim Kia Rio die orangen Blinkereinsätze entfernt und dafür die Leuchtmittel selbst orange eingefärbt.

Der Vier- und der Sechszylindermotor wiegen beide fast gleich viel, da der Block des Größeren aus Aluminium, der des Vierzylinders aus Gusseisen hergestellt wird, Gewichtsunterschiede sind daher rein ausstattungsbegründet.

Die Einzelradaufhängung ist vorn mit beiderseits zwei Dreieckslenkern und hinten einem Querstabilisator und Mehrlenkerhinterachse sowie rundum Sachs-Gasdruckstoßdämpfern ausgeführt.[3] Die Hinterachse hat zudem eine im Prospekt des Faceliftmodells erwähnte dynamische Vorspursteuerung für bessere Kurvenstabilität.[4] Die aktive Sicherheit umfasst eine elektronische Bremskraftverteilung als Teil des 4-Kanal-ABS und eine Traktionskontrolle (letztere nicht in der Basisausstattung LX). Ein ESP fehlte. Für die passive Sicherheit sind zwei Front- und zwei Seitenairbags in allen Versionen enthalten. Komfortseitig sind als Besonderheiten die „Solar-Verglasung“ mit UV- und infrarotdämmender Wirkung, sowie die erstmals erhältliche Umluftautomatik AQS („Air Quality System“, nicht in der Basisversion LX) für das Umschalten auf Innenraumluft während zu hoher Abgasdichte in der Ansaugluft zu erwähnen.[5] In der Faceliftversion wurde zudem der Fahrersitz angehoben.

Technische Daten[Bearbeiten]

Benzin
Modell 2.0 2.5 V6
Bauzeit 2000–2005
Motorbauart R4 V6
Motorkenncode G4JP G6BV
Bohrung × Hub (mm) 85,0 × 88,0 84,0 × 75,0
Hubraum (cm³) 1997 2493
Zylinder/Ventile 4/16 6/24
Verdichtungsverhältnis 10,0:1
Leistung (kW/PS)
bei min-1
100/136
6000
124/169
6000
Drehmoment
(Nm/min-1)
180
4500
230
4000
Vmax (km/h) 207 [195] 214 [209]
Werte in eckigen Klammern mit Automatikgetriebe

Optima/Magentis (MG, 2005–2010)[Bearbeiten]

2. Generation
Kia Magentis (2005–2008)

Kia Magentis (2005–2008)

Produktionszeitraum: 2005–2010
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
2,0–2,7 Liter
(106–138 kW)
Dieselmotor:
2,0 Liter (103 kW)
Länge: 4735 mm
Breite: 1805 mm
Höhe: 1480 mm
Radstand: 2720 mm
Leergewicht: 1483–1687 kg
Sonstige Messwerte
CO2-Emission: 158–215 g/km
Kraftstoffverbrauch, kombiniert: 6,0–9,1 l/100 km
Sterne im Euro NCAP-Crashtest[6] Vier Sterne im Euro NCAP-Crashtest
Sterne im US NCAP-Crashtest[7] Fünf Sterne im US NCAP-Crashtest

Am 10. November 2005 startete die neue Generation des Magentis, die sich äußerlich stark von der vorherigen Modellgeneration unterschied. Auch die Unterschiede zum Parallelmodell Hyundai Sonata sind offensichtlicher und werden durch eine separate Plattform unterstrichen. Diese hat einen längeren Radstand und vorn eine MacPherson- anstelle der Doppelquerlenkerradaufhängung des Sonata.[8]

Der Magentis wurde mit einem 2,0-l-Vierzylinder-Motor mit 106 kW (144 PS), einem 2,4 l mit 118 kW (160 PS, nicht in Europa) und einem 2,7 l V6 mit 138 kW (188 PS, nur mit Automatikgetriebe) und erstmals auch mit einem 2,0-l-Common-Rail-Dieselmotor mit 103 kW (140 PS) angeboten. Die Sicherheitsausstattung wurde auch verbessert, so dass der Magentis nun über sechs Airbags, ABS und ESP serienmäßig verfügt. Im EuroNCAP-Crashtest erhielt er vier von fünf möglichen Sternen.

Modellpflege[Bearbeiten]

Das im Juni 2008 in Korea vorgestellte und ab Januar 2009 auch in Deutschland erhältliche Modell gewann im Rahmen einer Überarbeitung 8 cm an Außenlänge und erhielt eine neu gestaltete Front- und Heckpartie sowie den von Peter Schreyer entworfenen, markentypischen „Tiger Nose“-Kühlergrill. Ausstattungsseitig sind in manchen Märkten nun LED-Rückleuchten, Lenkrad-Schaltwippen und in der jeweiligen Topausstattung ein Smart Key zum schlüssellosen Einstieg in das Fahrzeug verfügbar.[9]

Das überarbeitete Modell wurde zunächst auf der New York International Auto Show im März 2008 gezeigt und verfügt über neue Optionen wie z.B. einen Startknopf. Die Leistung des 2,4-l-Vierzylinders wurde von 120 kW auf 129 kW bei gleichzeitig geringerem Verbrauch gesteigert. Auch der V6-Motor wurde leicht überarbeitet und seine Leistung auf 142 kW gesteigert. Bis auf Smart Key und Schaltwippen wurden die Neuerungen im koreanischen Markt bereits 2007 für das alte Außendesign eingeführt.

Ende 2010 wurde die Produktion des Magentis der zweiten Generation eingestellt.

Technische Daten[Bearbeiten]

Benzin Diesel
Modell 2.0 CVVT 2.7 V6 2.0 CRDi
Bauzeit 2005–2008 2008–2010 2005–2008 2008–2010 2005–2008 2008–2010
Motorbauart R4 V6 R4
Motorkenncode G4KA G4KD G6EA G6EA D4EA D4EA
Bohrung × Hub (mm) 86,0 × 86,0 86,7 × 75,0 83,0 × 92,0
Hubraum (cm³) 1998 2656 1991
Zylinder/Ventile 4/16 6/24 4/16
Verdichtungsverhältnis 10,5:1 10,4:1 17,3:1
Leistung (kW/PS)
bei min-1
106/144
6200
121/164
6000
138/188
6000
142/193
6000
103/140
4000
110/150
3800
Drehmoment
(Nm/min-1)
189
4250
197
4600
247
4600
250
4500
305
1800–2500
305
1800–2500
Beschleunigung in s 10,2 [11,2] 9,9 [10,1] [9,1] [9,0] 10,4 [11,7] 10,3 [11,3]
Vmax (km/h) 208 [195] 210 [200] [220] [220] 201 [200] 201 [200]
Verbrauch kombiniert
l/100 km
7,7 [7,7] 7,5 [7,8] [9,5] [9,1] 6,0 [7,3] 6,0 [6,9]
Getriebe 5-Gang Handschaltung/
4-Gang Automatik
5-Gang Handschaltung/
4-Gang Automatik
5-Gang Automatik 5-Gang Automatik 6-Gang Handschaltung/
4-Gang Automatik
6-Gang Handschaltung/
4-Gang Automatik
Werte in eckigen Klammern mit Automatikgetrieb

Optima (TF, seit 2010)[Bearbeiten]

3. Generation
Kia Optima (seit 2010)

Kia Optima (seit 2010)

Produktionszeitraum: seit 2010
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
2,0–2,4 Liter
(150–204 kW)
Dieselmotor:
1,7 Liter (100 kW)
Otto-Hybrid:
2,0 Liter (140 kW)
Länge: 4845 mm
Breite: 1835 mm
Höhe: 1455 mm
Radstand: 2795 mm
Leergewicht: 1454–1535 kg

Auf der New York Auto Show wurde im April 2010 die neue Generation vorgestellt. Diese wird, wie schon die früheren Generationen in Nordamerika, nun auch in Deutschland Kia Optima heißen.[10]

Die für Sommer 2011 anvisierte Premiere wurde aufgrund von Lieferengpässen der bestehenden Modellpalette verschoben[11] und kam daher erst am 3. März 2012 auf den Markt.

Ihr Design, das sich mit markanteren Linien deutlich vom Vorgänger abhebt, stammt aus der Hand von Peter Schreyer. Es wurde 2011 mit dem „red dot“ und „iF product design award“ ausgezeichnet.[12][13] Zusammengestellt wurde es in Frankfurt (Main) und Irvine (Kalifornien).[14] Technisch basiert der Optima auf der neuen Generation des Hyundai Sonata. Sein Vorgänger basierte noch auf der nur für Kia verwendeten „MG“-Plattform (ihr Name hat nichts mit der Automarke MG zu tun), auf welcher auch der Kia Carens III aufbaut.[15] Aufgrund des Verzichts auf V6-Motoren konnte der vordere Hilfsrahmen vereinfacht werden, sodass das Fahrzeug durch Gewichtseinsparungen insgesamt deutlich weniger als sein Vorgänger wiegt.

Heckansicht

Wie der Sonata wird das Fahrzeug auf verschiedenen Märkten mit Ottomotoren mit 2,0 (164 PS) sowie 2,4 Litern Hubraum (175 PS), einer Direkteinspritzervariante des 2,4-l-Motors (201 PS) oder einer Turbo-Direkteinspritzer-Variante des 2,0-l-Motors (278 PS) angeboten. Alle diese Motoren entstammen derselben Baureihe. Ab 2011 ist in den USA und Kanada auch eine Voll-Hybrid-Version des Optima mit 209 PS erhältlich.[16]

In Europa wird der Optima mit einem neuentwickelten 2,0-l-Ottomotor mit 165 PS, einem 1,7-l- Dieselmotor mit 136 PS, beide mit sechsstufigen Schalt- oder Automatikgetrieben kombiniert,[17] und in einer Voll-Hybrid-Version angeboten. Im Gegensatz zur US-Version wurde der Hubraum in der Hybrid-Version von 2,4 l auf 2,0 l verkleinert. Der Hybrid bietet eine Systemleistung von 140 kW (190 PS) und soll bis zu 100 km/h rein elektrisches Fahren ermöglichen.[18]

Neben dem erstmals für den Optima erhältlichen LED-Tagfahrlicht wird auch für die Rückleuchten wieder optional eine LED-Beleuchtung angeboten. Diese war für das Vorgängermodell nur in Südkorea erhältlich. Gegenüber diesem kommen Optionen wie Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Berganfahrhilfe, Reifendruckkontrollsystem, klimatisierte Vorder- und beheizbare Fondsitze, ein beheizbares Lenkrad und ein Panoramadach hinzu. Die drei letztgenannten Ausstattungsdetails sind für den Sonata nicht erhältlich.[19] Für die Europa-Variante Hyundai i40 sind indes, anders als beim Optima, zusätzlich Einparkautomatik, Xenon- und Kurvenlicht sowie einen aktiven Spurhalteassistent als Extras erhältlich.[20]

Technische Daten[Bearbeiten]

Modell Zylinder Hubraum Leistung Drehmoment Getriebe Abgasnorm Bauzeit
Benziner
2.0 CVVL Vierzylinder 1999 cm³ 121 kW (164 PS) 196 Nm/4800 min−1 6-Gang-Schaltgetriebe, 6-Stufen-Automatik Euro 5 seit 09/2012
2.0 CVVL Hybrid Vierzylinder 1999 cm³ 140 kW (190 PS) Systemleistung 340 Nm/1400min−1
Systemleistung
6-Stufen-Automatik Euro 5 seit 01/2013
Diesel
1.7 CRDi Vierzylinder 1685 cm³ 100 kW (136 PS) 325 Nm/2000–2500min−1 (320 Nm/2000–2500min−1) 6-Gang-Schaltgetriebe, (6-Stufen-Automatik) Euro 5 seit 01/2012

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Crashtest results. US NCAP, abgerufen am 29. August 2010 (englisch).
  2. Bosch-Scheibenwischer-App für iPhone
  3. Sachs-Gasdruckstoßdämpfer Magentis GD und Sonata EF
  4. Vorteile einer dynamischen Vorspursteuerung
  5. Kia Magentis Prospekt
  6. Crashtest results. Euro NCAP, abgerufen am 29. August 2010 (deutsch).
  7. Crashtest results. US NCAP, abgerufen am 29. August 2010 (englisch).
  8. Plattformunterschiede zwischen Magentis und Sonata (PDF-Datei; 556 kB)
  9. Smart Key im Kia Magentis
  10. autobild.de - New York Auto Show 2010
  11. autohaus.de - Verzögerung des Optima Europastarts
  12. Auszeichnung des Optima mit dem red dot design award
  13. Auszeichnung des Optima mit dem iF product design award
  14. Pressemappe zum Optima III
  15. MG-Plattform
  16. Markstart des Optima Hybrid
  17. Motoren im europäischen Optima III
  18. Optima Hybrid. Auto Bild. 10. Oktober 2012. Abgerufen am 10. Oktober 2012.
  19. Ausstattungsvergleiuch Kia Optima / Hyundai Sonata
  20. Optionen im Hyindai i40

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kia Magentis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien