Hyundai Sonata

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Hyundai Sonata
Produktionszeitraum: seit 1985
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine
Vorgängermodell: Hyundai Stellar
Nachfolgemodell: Hyundai i40

Der Hyundai Sonata ist eine seit Anfang 1985 produzierte viertürige Stufenhecklimousine der koreanischen Automobilmarke Hyundai, die in der Mittelklasse angesiedelt ist. Der Modellname ist an das Wort Sonate angelehnt.

Geschichte[Bearbeiten]

In Deutschland wird der Sonata seit Sommer 1991 angeboten und war seit Beginn des Markeneintritts von Hyundai in Deutschland verfügbar.

Ab Frühjahr 2010 pausierte der Vertrieb nach Deutschland nachfragebedingt. Im Sommer 2011 wurde der Verkauf mit dem auf den Sonata basierenden Hyundai i40 fortgesetzt.

Innerhalb der Modellpalette markierte der Sonata bis zum Erscheinen des gehobenen Mittelklassefahrzeugs Hyundai XG im Herbst 1998 das Spitzenmodell.

Sonata (Y, 1985–1987)[Bearbeiten]

1. Generation
Hyundai Sonata (1985–1987)

Hyundai Sonata (1985–1987)

Produktionszeitraum: 1985–1987
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotor:
2,0 Liter (77 kW)
Länge: 4,578 mm
Breite: 1,755 mm
Höhe: 1,362 mm
Radstand: 2,579 mm
Leergewicht: ~ 1000 kg
Heckansicht

Anfang 1985 erschien der Sonata, zunächst ausschließlich für den koreanischen Markt.

Die erste Generation war eine Luxusversion des Hyundai Stellar unter eigenem Namen mit dort nicht erhältlichen Ausstattungsmerkmalen. So war als einzige Motorisierung der im Stellar ab 1987 erhältliche Sirius-Motor (4G63) von Mitsubishi mit 2,0 Litern Hubraum verfügbar.

Das Design stammte von Giorgio Giugiaro. Die Fahrzeuge waren mit Servolenkung, Klimaanlage, Tempomat, elektrischen Fensterhebern rundum und einer elektrisch neigungsverstellbaren Rückbank ausgestattet[1].

Das Fahrzeug war nur auf dem südkoreanischen Markt erhältlich und wurde in Ulsan gefertigt. Wie der Hyundai Stellar basierte das Fahrzeug auf dem heckgetriebenen Ford Cortina von 1979. Erst mit der zweiten Generation wechselte Hyundai als erster koreanischer Hersteller auf Vorderradantrieb in der Mittelklasse[2].

Ein Jahr nach der Einstellung des Sonata Y kehrte der Stellar in überarbeiteter Fassung wieder ins Rampenlicht zurück: als offizielles Fahrzeug der Olympischen Spiele 1988 in Seoul.

Motoren [3][Bearbeiten]

Modell Hubraum
cm³
Zylinder Ventile Max. Leistung
kW (PS)
bei min-1
Max. Drehmoment
Nm
bei min-1
Bemerkungen
Ottomotoren
2.0 1997 R4 8 77 (105)/5500 164/3500 Basiert auf dem Mitsubishi Sirius,
den Hyundai unter Lizenz weiterentwickelte. Das Fahrzeug hatte keinen Katalysator, erst im Stellar II 1987 wurde dieser Motor mit einem 2-Wege-System ausgestattet.

Sicherheit[Bearbeiten]

Dieser Hyundai Sonata (Modell-Code intern Y) hatte weder Airbags, noch ABS. Hierbei ist aber zu berücksichtigen, das im Zeitraum seiner Marktpräsenz diese Sicherheitsfeatures in den meisten Fahrzeugen der Mittelklasse noch nicht serienmäßig waren. Ein ABS wurde beispielsweise 1985 erstmals im Ford Scorpio Serienumfang, im Sonata mit dem Y3. Mit diesem kamen auch Airbags hinzu.

Sonata (Y2, 1988–1993)[Bearbeiten]

2. Generation
Hyundai Sonata (1988–1992)

Hyundai Sonata (1988–1992)

Produktionszeitraum: 1988–1993
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
1,8–3,0 Liter
(70–107 kW)
Länge: 4681 mm
Breite: 1750 mm
Höhe: 1407 mm
Radstand: 2649 mm
Leergewicht:


Der Hyundai Sonata der zweiten Generation war eines der ersten Modelle, welches von Hyundai teilweise eigenständig entwickelt wurde. Ab 1982 hatte der südkoreanische Hersteller mit dem Hyundai Pony erste Erfahrungen im selbstständigen Automobilbau gesammelt und sich danach allmählich von Lizenzbauten wie dem Ford Cortina gelöst.

Das Design, Interieur und Karosserie stammten von Hyundai, die Plattform basierte auf der des Mitsubishi Galant, auch die Motoren stammten von Mitsubishi. Die Entwicklungskosten betrugen dennoch 375 Millionen US-Dollar und umfassten eine Million Testkilometer, die speziell die Erwartungen der Exportmärkte erfüllen sollten. Eine Premiere im Automobilbau war der aus Xenoy gefertigte Prallkörper in den Stoßstangen des Fahrzeugs, der primär dem Fußgängerschutz dient und heute etwa im Smart eingesetzt wird[4][5]. Außergewöhnlich sind zudem die sich automatisch anlegenden Gurte auf allen vier Sitzplätzen[6].

Die Premiere der zweite Generation erfolgte am 1. Juni 1988 in Südkorea, in der Nähe des Produktionsortes Ulsan. Ermutigt durch die überraschend hohe Nachfrage desPony bzw. Excel in Kanada und Nordamerika, ergänzte 1989 zusätzlich das erste Auslandswerk eines koreanischen Autoherstellers in der kanadischen Stadt Bromont (Provinz Québec) die Produktionskapazität.[7][8] Der Erfolg des Excel blieb in der ungleich wettbewerbsstärkeren Mittelklasse damals jedoch unerreichbar. So wurde das neue Werk bereits 1993 wieder geschlossen.

Modellpflege[Bearbeiten]

Im Frühjahr 1992 wurde der Sonata überarbeitet. Das Design wurde von Giorgio Giugiaro gestaltet. Mit dem erstmaligen Angebot eines V6-Motors wurde ab 1990 die Positionierung gegen Ford Falcon und Holden Commodore avisiert[9].

Der Sonata ist das einzige Hyundai-Modell, welches über einen langen Zeitraum (ab 1987) unter derselben Bezeichnung angeboten wurde. Ein Vergleich dieser erstmals außerhalb Koreas verfügbaren Generation mit der aktuellen, nicht in Europa angebotenen, ist hier verfügbar.

Motoren [3][Bearbeiten]

Modell Hubraum
cm³
Zylinder Ventile Max. Leistung
kW (PS)
bei min-1
Max. Drehmoment
Nm
bei min-1
Bemerkungen
Ottomotoren
1.8 1795 R4 8 70 (95)/5200 143/4100 Basierte wie alle Vierzylinder bis einschließlich Sonata EF-B auf einer alten Mitsubishi-Konstruktion, dem Sirius, den Hyundai unter Lizenz weiterentwickelte.
Hyundai-Motorcode G4CM[10].
2.0 1997 R4 8 75 (102)/5000 157/2500 Hyundai-Motorcode G4CP
2.0 1997 R4 16 96 (131)/6000 166/4000 Ersetzte ab 1992 den 2,4l Motor.
Hyundai-Motorcode G4CPD
2.4 2351 R4 8 84 (114)/4500 186/3500 Nachteil: hoher Treibstoffverbrauch.
Hyundai-Motorcode G4CS.
3.0 2972 V6 12 107 (146)/5000 231/2400 Ab 1990. Basierte auf dem Mitsubishi Cyclone (6G72) von 1987, den Hyundai unter Lizenz weiterentwickelte.
Hyundai-Motorcode G6AT.

Ein Sechszylinder-Benzinmotor war seinerzeit unabdingbar für ein langfristiges Bestehen auf dem US-amerikanischen Markt, den man während der Zeit der ersten Modellgeneration gerade als Absatzmarkt ins Auge gefasst hatte. Nachteilig war der hohe Treibstoffverbrauch.

Sicherheit[Bearbeiten]

Dieser Hyundai Sonata (Modell-Code intern Y2) verfügte noch nicht über Airbags, dafür war nun ein ABS verfügbar, wenn auch nur optional für den V6[11]. Hierbei ist aber zu berücksichtigen, dass im Zeitraum seiner Marktpräsenz diese Sicherheitsfeatures in den meisten Fahrzeugen der Mittelklasse noch nicht standardmäßig verbaut wurden. Das Fahrwerk ist sehr komfortabel ausgelegt und wurde mit dem Facelift 1992 nicht verändert[12].

Sonata (Y3, 1993–1998)[Bearbeiten]

3. Generation (Y3)
Hyundai Sonata (1993–1996)

Hyundai Sonata (1993–1996)

Produktionszeitraum: 1993–1998
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
1,8–3,0 Liter
(63–107 kW)
Länge: 4699 mm
Breite: 1770 mm
Höhe: 1405 mm
Radstand: 2700 mm
Leergewicht:
US-NCAP-Crashtest Crashtest-Stern 3.svg[13]
Heckansicht

Verkaufsstrategie[Bearbeiten]

Die südkoreanischen Hersteller, welche ab 1991 (Hyundai), 1993 (Kia) respektive 1994 (Daewoo) erstmals ihre Autos auch in Europa anboten, verfolgten dieselbe Verkaufsstrategie wie die japanischen Automobilhersteller 30 Jahre zuvor. Sie versuchten, die Kunden vor allem durch günstige Preise in Verbindung mit vergleichsweise umfangreichen Komfortausstattungen zu gewinnen.

So verfügte das V6-Modell des Sonata, welcher nun ab Mai 1993 auch in Deutschland angeboten wurde, bereits über eine Komfort-Ausstattung mit Klimaanlage, Sitzheizung und Lederinterieur, bei einem ähnlichen Preis wie das Basismodell eines VW Passat mit Vierzylinder-Motor.

Die Nachteile dieses Modells lagen aber ebenso auf der Hand: eine zu weiche Federung und Dämpferabstimmung, billige Materialien im Innenraum, sowie eine unterdurchschnittliche Zuverlässigkeit und Verarbeitung. Das Fahrverhalten gewann im Vergleich zum Vorgänger, indem die Karosserie steifer und die Federung härter wurde. Der Komfort war mittelmäßig, da größere Unebenheiten das Fahrwerk aus der Ruhe brachten[14].

Motoren [3][Bearbeiten]

Die Motoren waren wie bereits diejenigen der ersten Generation (Y2) ältere Konstruktionen. Die Verwendung einfacher Technik ermöglichte mit den Fahrzeugen dennoch hohe Laufleistungen, sofern diese nicht über einen längeren Zeitraum Höchstleistungen erbringen mussten. Denn für die bei hohen Geschwindigkeiten entsprechend höhere Motortemperatur waren der Kühlkreislauf respektive der Kühler nicht konstruiert oder aber zu klein dimensioniert. Alle Antriebe erfüllten die Abgasnorm Euro 2.

1991–1996[Bearbeiten]

Modell Hubraum
cm³
Zylinder Ventile Max. Leistung
kW (PS)
bei min-1
Max. Drehmoment
Nm
bei min-1
Bemerkungen
Ottomotoren
1.8 1795 R4 8 72 (98)/5500 144/4400 Basierte wie alle Vierzylinder bis einschließlich Sonata EF-B auf einer alten Mitsubishi-Konstruktion, dem Sirius, den Hyundai unter Lizenz weiterentwickelte.
Hyundai-Motorcode G4CM[10].
2.0 1997 R4 8 77 (105)/5000 162/2400 Hyundai-Motorcode G4CP
2.0 1997 R4 16 102 (139)/5800 179/4000 Stärkere und mehrventilige Version desselben Motors (siehe 2.0l R4). Hyundai Motorcode G4CPD
3.0 2972 V6 12 107 (146)/5000 231/2400 Die fast unveränderte Version des bereits in der zweiten Generation angebotenen und in Lizenz gefertigten Sechszylinders von Mitsubishi (6G72). Enthält nun nagelgelagerte Rollen-Kipphebel in der Ventilbetätigung[15].

Der V6 wurde vor allem aus Prestige-Gründen angeboten und war notwendig für einen Erfolg auf dem US-Markt. Zu seinen Stärken zählte eine hohe Laufkultur, nachteilig war der wie beim Vierzylinder hohe Treibstoffverbrauch von 10 l/100 km[16][17]. Hyundai-Motorcode G6AT

Deswegen wurde der Sonata ab Juni 1996 in überarbeiteter Form, optisch wie technisch, angeboten.

1996–1998[Bearbeiten]

Modell Hubraum
cm³
Zylinder Ventile Max. Leistung
kW (PS)
bei min-1
Max. Drehmoment
Nm
bei min-1
Ottomotoren
1.8 1795 R4 8 63 (86)/5000 132/2400
2.0 1997 R4 8 70 (95)/4900 157/2400
2.0 1997 R4 16 92 (125)/5800 180/4000
3.0 2972 V6 12 107 (146)/5000 231/2400
  • Wie bei den vorherigen Modellgenerationen war auch für diese kein Dieselmotor im Angebot.

Sicherheit[Bearbeiten]

Das im Vorgänger optionale ABS wurde nun serienmäßig, ebenso die erstmals verbauten Airbags, die nun Fahrer und Beifahrer schützten.

Für diesen Sonata wurden erstmals Crashtests außerhalb der Entwicklungszentren des Herstellers durchgeführt. Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde stufte ihn als genauso sicher wie seine Hauptmitbewerber Honda Accord und Toyota Camry ein[18][19]. Anders als diese wurde der Sonata auch seitlich getestet, wo er auch aufgrund noch fehlender Seitenairbags eine im Brustbereich sehr hohe Belastung für Fahrer und Beifahrer bewirkte (ein bzw. zwei Sterne). Der Kopf- und Beinbereich wurden im US-NCAP-Seiten-Crashtest damals noch nicht gemessen.

Prinzip des Fronttests im IIHS- und EU-NCAP-Test ist eine versetze Barriere aus Aluminiumwaben.

Das Testverfahren des von Versicherungen gegründeten IIHS zeigte eine an der Dachlinie einknickende Sicherheitszelle im Frontalzusammenstoß mit einem halb versetzten Fahrzeug, das auf der Fahrerseite Kontakt mit dem Sonata hat (vgl. Sonata 1996 und 2006 am Ende der Seite oder Video). Deren Stabilität wurde daher wie der Fußraum des Fahrers als schlecht bewertet. Der des Beifahrers, wie auch Kopf- und Brustbereich beider Frontpassagiere erhielten hingegen die bestmögliche Bewertung. Durch die nachgebende Sicherheitszelle wurde das Fahrzeug dennoch auf die niedrigste Sicherheitsstufe abgewertet, die er mit dem plattformverwandten Mitsubishi Galant aber auch dem höher positionierten VW Passat teilte[20][21][22]. Honda Accord und Toyota Camry erhielten leicht bzw. deutlich bessere Ergebnisse, insgesamt aber mit denselben Stärken und Schwächen[23][24]. Ein Seiten- oder Überrolltest wurde vom IIHS damals nicht durchgeführt.

Zuverlässigkeit[Bearbeiten]

Ein kanadisches Automagazin stufte den Sonata Y3 mit einer 3+ als unterdurchschnittlich zuverlässig ein[25][26]. Bewertungen durch Consumer Reports und J.D. Power sind entweder nicht frei verfügbar oder wurden nicht durchgeführt. Die üblichen Probleme des Modells betreffen das Automatikgetriebe der Modelljahre 1995 bis 1997. Bei der manuellen Schaltung kann das Einlegen des Rückwärtsganges zu Begleitgeräuschen führen, die durch den Einbau überarbeiteter Bauteile gelöst werden (1995 und 1996). In allen Baujahren verkürzt eine nach Wartungsarbeiten nicht richtig angebrachte Batterieabdeckung die Batterielebensdauer durch permanent abfließenden Strom[27].

Sonata (EF/EF-B, 1998–2005)[Bearbeiten]

4. Generation
Hyundai Sonata (1998–2001)

Hyundai Sonata (1998–2001)

Produktionszeitraum: 1998–2005
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
2,0–2,7 Liter
(96–127 kW)
Länge: 4747 mm
Breite: 1820 mm
Höhe: 1422 mm
Radstand: 2700 mm
Leergewicht: 1498–1503 kg
US-NCAP-Crashtest Crashtest-Stern 4.svg[28]

Mit der im März 1998 präsentierten vierten Generation versuchte der südkoreanische Automobilhersteller, das Fahrzeug mehr dem europäischen Geschmack anzupassen. Da aber auch dieses Modell vornehmlich für den Heimatmarkt in Südkorea und den nordamerikanischen Markt konzipiert wurde, wo der Komfort eines Fahrzeugs wichtiger genommen werden als technische Finessen und sportliche Fahreigenschaften, blieb der große Erfolg auf dem europäischen Markt aus. Gleiches gilt für den nahezu baugleichen Kia Magentis, der die Nutzung der Sonata-Plattform auch für andere Modelle begann (vgl Modellverwandtschaft).

Im Oktober 2001 erfolgte eine erste Überarbeitung der Frontpartie.

Bereits im Herbst 2002 erfuhr der Sonata ein weiteres tiefgreifenderes Facelift an Front und Heck (Typ EF-B). Statt des amerikanischen Frontdesigns ähnelte es ab 2002 der Mercedes C-Klasse, das Heck dem Jaguar S-Type. Zudem wurde die Geräuschdämmung verbessert, der Innenraum verlängert, die Karosserie verstärkt und das Handling mit dem Tausch der Zweirohrstoßdämpfer aus koreanischer Produktion durch Sachs-Gaßdruckstoßdämpfer direkter. Die Bremsen werden bei wiederholter starker Beanspruchung schwammig, kommen laut Testbericht ihrer Aufgabe aber unvermindert nach[29][30]. Laut ADAC ist der Bremsweg beim Faceliftmodell zufriedenstellend, die Spurhaltung gut und die Bremskraft sehr fein dosierbar. Der Wagen wird dabei als handlich beschrieben, seine Lenkung reagiere schnell und ausreichend direkt, wodurch der Fahrer gut über die Fahrbahn informiert werde. Nur größere Unebenheiten gebe das Fahrwerk hart an die Insassen weiter. Das Innenraumgeräusch sei niedrig, der getestete Vierzylinder sehr ruhig und kultiviert[31]. Dessen Verbrauch liegt im Alltag bei 8,3 Litern auf 100 km, der des Sechszylinders bei 9,7[32][33].

Die russische TagAZ nahm 2005 die Produktion dieses Sonata-Modells auf, das bis heute unverändert gebaut wird[34]. Der Hersteller wird hier nur am fehlenden Hyundai-Logo auf dem Kühlergrill erkennbar, auf eigene Kennzeichnungen verzichtet TagAZ[35].

Hyundai selbst fertigt den Sonata EF-B in Peking neben den mittlerweile zwei Nachfolgern parallel weiter und überarbeitete 2010 das Exterieur[36].

Verkaufsstrategie[Bearbeiten]

Die Kennwerte des Sonata blieben nach wie vor die reichhaltige Serienausstattung, zu welcher nun eine Sicherheitsausstattung mit vier Airbags (Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer) sowie ein Antiblockiersystem zählten, sowie ein günstiger Preis. Die Zuverlässigkeit verbesserte sich, erreichte aber noch nicht das Niveau japanischer Konkurrenten. Bei der Verarbeitungsqualität und der Anmutung der Materialien schloss Hyundai ebenfalls mit der Vergangenheit ab: Der Armaturenträger war größtenteils hinterschäumt, und die nun schwarzen Kunststoffteile und deren Spaltmaße erreichten ein hohes Maß an Verarbeitungsgüte.

Motoren[Bearbeiten]

Benzinmotoren:

Sicherheit[Bearbeiten]

Prinzip des IIHS-Seitentests ist eine 50 km/h schnelle, SUV-gleiche Barriere aus Aluminiumwaben.

Der Sonata EF erhielt serienmäßig Seitenairbags und eine Traktionskontrolle, jedoch kein ESP, wie es damals schon größere Verbreitung fand.

Im US NCAP-Test erhielt der Sonata im Front- und Seitentest für Fahrer und Beifahrer jeweils vier Sterne. Das versicherungseigene IIHS bewertete das Fahrzeug differenzierter. So war im Seitentest der Kopf des Fahrers bestmöglich geschützt, alle anderen Körperregionen jedoch in die niedrigste Sicherheitsstufe eingeordnet. Genau umgekehrt verlief die Messung für den dahinter sitzenden Fondpassagier. Dessen Kopf war wegen des nicht vorhandenen Vorhangairbag kaum geschützt, alle anderen Bereiche jedoch bestmöglich bewertet. Die Karrosseriestruktur insgesamt wurde im Seitentest mit der niedrigsten Stufe bewertet, auch im Fronttest nur eine Stufe besser mit marginal, da sie wie beim Vorgänger an der Dachlinie einknickte (vgl. Video). Der Fußbereich erhielt beim Fronttest mittlere Bewertungen, alle anderen Bereiche jedoch die bestmögliche, inklusive der gut kontrollierten Bewegungen der Dummys[38][39]. Damit liegt die Frontstabilität leicht unter dem Niveau der damaligen Konkurrenz, die Seitenstabilität aber auf dem von Mitbewerbern ohne Seitenairbags[40][41][42].

Zuverlässigkeit[Bearbeiten]

Die US-amerikanische Verbraucherzeitschrift Consumer Reports bewertete nach einer Umfrage unter 800.000 Fahrzeugbesitzern 2004 den Hyundai Sonata als das zuverlässigste Fahrzeug[43]. Die Umfrage war die bis dahin größte von einer unabhängigen Organisation durchgeführte. J.D. Power ordnet diesen Sonata als leicht überdurchschnittlich zuverlässig ein, diese Wertung erhalten dabei alle abgefragten Fahrzeug-Bereiche. Befragt wurden jeweils Fahrer dreijähriger Modelle[44][45]. Bis einschließlich des Modelljahrs 2003 war vor allem das Automatikgetriebe von Problemen betroffen, danach gilt es als zuverlässig. Ein schwergängiges manuelles Getriebe der Modelljahre 1999 und 2000 wird durch den Einbau überarbeiteter Bauteile leichter schaltbar. Im Modelljahr 2002 kann durch eine abrutschende Luftführung der Temperatursensor der Klimaautomatik die Innenraumtemperatur nicht mehr messen und regelt dann anhand der des Motorraums. Ungewöhnliche Geräusche an Vorder- und Hinterachse können bei Fahrzeugen desselben Modelljahrs durch überarbeitete Stabilisatoren behoben werden[46][47]. 2010 hat Hyundai eine Serviceaktion begonnen, bei der ein eventuell zu stark rostender Vorderachsträger kostenfrei ausgewechselt wird[48]. Hierzu wird die Dicke des Trägers an verschiedenen Stellen gemessen[49]. Die ursprünglich gegebene Durchrostungsgarantie betrug für den Sonata sechs Jahre.

Modellverwandtschaft[Bearbeiten]

Der Hyundai Sonata der vierten Generation (interner Modellcode EF) lieferte die technische Basis für die Konstruktion des ersten Crossover/Offroad-Modells der Marke, den Hyundai Santa Fe. Der Santa Fe war und ist auf dem nordamerikanischen Markt ein Verkaufserfolg, der entscheidend dazu beitrug, den Bekanntheitsgrad der Marke zu steigern. Auch in Europa war der Erfolg dieses Modells beachtlich. Weitere auf dieser Plattform basierende Modelle sind der Hyundai Trajet und der Kia Magentis[50].

Sonata (NF, 2004–2010)[Bearbeiten]

5. Generation
Hyundai Sonata (2004–2008)

Hyundai Sonata (2004–2008)

Produktionszeitraum: 2004–2010
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
2,0–3,3 Liter
(121–184 kW)
Dieselmotoren:
2,0 Liter
(103–110 kW)
Länge: 4800 mm
Breite: 1832 mm
Höhe: 1475 mm
Radstand: 2730 mm
Leergewicht: 1538–1760 kg
Euro-NCAP-Crashtest Crashtest-Stern 4.svg
US-NCAP-Crashtest Crashtest-Stern 5.svg

Die vollkommen neu gestaltete fünfte Generation (interner Modellcode NF) wurde im August 2004 in Südkorea eingeführt, in Europa kam sie im Januar 2005 auf den Markt. Sie verfügt, anders als Vorgänger und Nachfolger über keine gemeinsame Plattform mit dem Kia Magentis. Erstmals mit diesem Modell kommt ein 2,0-Liter-Dieselmotor zum Einsatz, wie die Benzin-Motoren mit 2,4 und 3,3 Litern Hubraum allesamt vollständige Neuentwicklungen.

Motoren[Bearbeiten]

Benzinmotoren
  • 2.4 R4 (119 kW/162 PS): Dieser Motor wurde in Kooperation mit damaligen DaimlerChrysler-Konzern während der drei Jahre andauernden Zusammenarbeit (2001–2004) entwickelt. Durch diesen globalen Hintergrund erhielt er die Bezeichnung Weltmotor. Er verfügt über variable Steuerzeiten der Nockenwelle (damals ein Novum bei Hyundai). Er ersetzte den 2.7 V6 des Vorgängers (der 2.0 R4 wurde in der Schweiz nicht angeboten), wobei das Drehmoment um 31 Nm und die Leistung um 4 kW bzw. 11 PS geringer ausfielen.(2.7 V6: 250 Nm 127 kW/173 PS)
  • 3.3 V6 (173–184 kW/235–250 PS): Dieser Motor war im gesamten Hyundai-Portfolio der zweitstärkste in Europa erhältliche Benzinmotor der Marke; nur übertroffen vom nahezu baugleichen 3.8 V6 im Kia Opirus und Hyundai Grandeur. In den USA bzw. Südkorea sind für größere Fahrzeuge (Hyundai Equus) auch Benzinmotoren bis 315 kW erhältlich. Im Zuge des Sonata-Facelifts Anfang des Jahres 2009 wurde die Leistung um 9 kW bzw. 15 PS erhöht.
Dieselmotoren

Erstmals wurde in der fünften Generation des Sonata auch ein sehr moderner Common-Rail-Dieselmotor mit Garrett-VTG-Turbolader eingesetzt, den Hyundai teilweise im europäischen Powertrainzentrum in Rüsselsheim entwickelte. Er wird unterdessen auch in vielen anderen Modellen der Marke und des Schwesterunternehmens Kia eingesetzt.

  • 2.0 CRDi mit Reihenvierzylinder mit 1991 cm³ Hubraum und 103 kW (140 PS) 2006–2008
  • 2.0 CRDi mit Reihenvierzylinder mit 1991 cm³ Hubraum und 110 kW (150 PS) 2008–2010

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Sicherheitsausstattung des Sonata war zum Zeitpunkt seiner Markteinführung auf dem Stand der Zeit und lässt gegenwärtig nur optionale Fahrerassistenzsysteme vermissen. Sie umfasste im März 2005 bereits sechs serienmäßige Airbags (Front- und Seitenairbags für Fahrer- und Beifahrer sowie Windowbags über die gesamten seitlichen Fensterflächen) und erstmals in einer Hyundai-Limousine ein serienmäßiges ESP. Außerdem zählen Aktive Kopfstützen und Gurtwarner zur Serienausstattung.

Beim Euro NCAP-Crashtest im Jahr 2006 erreichte der Sonata ein Ergebnis von 27 von 37 möglichen Punkten und 4 von 5 Sternen[51]. Die anders ausgerichteten Crashtests der US-Verkehrssicherheitsbehörde (siehe US NCAP) absolvierte der Sonata mit dem bestmöglichen Ergebnis von 5 Sternen[52]. Er zählt nach der Bewertung der US-amerikanischen Fachzeitschrift Consumer Reports damit zu den sichersten Mittelklassewagen auf dem nordamerikanischen Markt. Wiederum andere Verfahren nutzt das von Versicherungen gegründete IIHS (zu diesem siehe Einleitungstext). Es prüft beispielsweise nicht nur die Überschlagwahrscheinlichkeit (US-NCAP), sondern führt diesen aus. Heck- und Frontstabilität werden vom IIHS in die beste Kategorie eingestuft, die beim Überschlag ermittelte aber als marginal bezeichnet, beim eigentlich sehr gut absolvierten Seitencrash wird die Verletzungsgefahr für Hüfte und Beine des Fahrers als hoch eingestuft, sodass auch die Seitenstabilität insgesamt auf marginal abgestuft wird. Der US-NCAP prüft seitlich nur im Brustbereich die Verletzungsgefahr, wo der Sonata guten bis sehr guten Schutz bietet. Insgesamt erreicht das Fahrzeug damit eine akzeptable Sicherheitswertung im IIHS-Test[53].

Zuverlässigkeit[Bearbeiten]

Das Automatikgetriebe war im ersten Baujahr etwas auffällig.

Die Zuverlässigkeit erreicht bei der fünften Generation ein sehr gutes und damit überdurchschnittliches Niveau. Laut Befragungen von Inhabern durch die US-amerikanische Fachzeitschrift Consumer Reports, sowie J.D. Power ist die Zuverlässigkeit sehr gut und auf dem Niveau japanischer Konkurrenzmodelle. So zählen die Elektronik- und Antriebszuverlässigkeit zu den Klassenbesten, die Karosserie- und Innenraumhaltbarkeit jedoch nur zum Mittelfeld[54]. Abgefragt werden beim letzten Punkt Windgeräusche, Klappern, Leckagen sowie der Zustand von Lack und Innenraummaterialien. In Deutschland wurde der Sonata zu selten verkauft, um in Pannenstatistiken aufgeführt zu werden.

Die seltenen Probleme konzentrieren sich auf das Automatikgetriebe im Modelljahr 2006. Weitere Problemstellen können eine um 5 bis 10 °C ungenaue Außentemperatur-Anzeige in Fahrzeugen mit Klimaautomatik sein (Modelljahr 2006), eine durch elektromagnetische Störfelder vorübergehend aufleuchtende Reifendruckwarnleuchte (2006 und 2007) und ein Sensor im elektronischen Gaspedal des V6-Modells (2006 und 2007), der bei Defekt zu einem Notlaufprogramm mit etwa 20 km/h Maximalgeschwindigkeit aber keiner selbsttätigen Beschleunigung führt[55][56]. Für die Modellpflege werden keinerlei Auffälligkeiten aufgeführt.

Modellpflege[Bearbeiten]

Im Herbst 2008 wurde der Sonata überarbeitet. Entgegen Vermutungen, nach denen das Modell in i40 umbenannt werden sollte, wird auch in Deutschland die bisherige Namensbezeichnung beibehalten. Im Zuge dieser Modellpflege wurde die Frontpartie leicht überarbeitet. Zudem erhielt der Sonata ein neu gestaltetes und nun höherwertiges Armaturenbrett. Auch die Motorenpalette wurde überarbeitet: Der 2,4-Liter-Benziner wurde durch ein neues Theta II-Aggregat mit 2,0 Litern Hubraum ersetzt, die Leistung blieb mit 121 kW (165 PS) nahezu unverändert. Auch der 3,3-Liter-V6 mit 184 kW (250 PS) und der 2,0-Liter-Diesel, nun mit 110 kW (150 PS), gewannen an Leistung.

Im Frühjahr 2010 wurde der Verkauf in Deutschland eingestellt und der Sonata erstmals seit dortigem Markteintritt 1991 ein Jahr pausiert[57]. In anderen europäischen Staaten wie Österreich wurde er bis zur europaweiten Ablöse durch den Hyundai i40 angeboten.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Der Sonata als FIFA-Carrier

In Deutschland hatte das Vorgängermodell mit 1.212 Zulassungen 2004 den Status eines Nischenmodells, für das Jahr 2005 wurde für die neue Generation eine Stückzahl von rund 2.000 angestrebt, jedoch auch 2006 nur 1.379 erreicht - ein Zwanzig- bis Vierzigstel von Ford Mondeo (28.108) und Škoda Octavia (56.745)[58]. In den USA war diese Generation mit 100.000 bis 150.000 Verkäufen jedoch das meistverkaufte Modell der Marke. Dort wurde, vorwiegend für die Produktion des Sonata, ein neues Werk in Montgomery, Alabama (Hyundai Motor Manufacturing Alabama), errichtet.

Diese Sonata-Generation ist als einzige mit einem Dieselmotor erhältlich gewesen. Wie ihr Vorgänger bildete sie die Plattform für den Santa Fe. Der Sonata war Bestandteil der Fahrzeugflotte für die FIFA WM 2006.

Sonata (YF, seit 2009)[Bearbeiten]

6. Generation
Hyundai Sonata (seit 2009; Südkorea)

Hyundai Sonata (seit 2009; Südkorea)

Produktionszeitraum: seit 2009
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
2,0–2,4 Liter
(121–148 kW)
Länge: 4820 mm
Breite: 1835 mm
Höhe: 1470 mm
Radstand: 2795 mm
Leergewicht: 1434–1504[59] kg
US NCAP-Crashtest[60] Fünf Sterne im US NCAP-Crashtest

Mit dieser Generation separiert Hyundai erstmals seine Mittelklasse für verschiedene Kontinente. Für Europa wurde ein separates Fahrzeug auf der Plattform des Sonata YF entwickelt, das Mitte 2011 als Hyundai i40 veröffentlicht wurde. Es basiert auf dem 2010 auf dem Genfer Salon präsentierten Hyundai i-flow[61].

Die Entwicklung der sechsten Generation mit der internen Bezeichnung YF begann 2005 und kostete 450 Milliarden (ca. 260 Mio €). Der Verkauf in Südkorea begann am 2. September 2009 mit dem vom Vorgänger übernommenen 2,0-Liter-Motor mit 121 kW (165 PS). Das Design wurde komplett überarbeitet, Hyundai bezeichnete die neue Formensprache als Fluidic Sculpture (als fließende Skulptur).

Der neue Sonata ist durch den verstärkten Einsatz von Aluminium um ca. 100 kg leichter als sein Vorgänger, und der cw-Wert beträgt 0,29.[59] V6-Motoren kommen nicht mehr zum Einsatz, wodurch der vordere Hilfsrahmen leichter gefertigt werden kann. Diese Maßnahmen tragen zu einer Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs bei.

Motoren[Bearbeiten]

Für die US-Premiere 2010 wurde ein neuer 2,4-Liter-Vierzylinder mit Benzindirekteinspritzung vorgestellt, mit 201 PS (148 kW) bei 6300 min-1 und einem maximalen Drehmoment von 250 Nm bei 4250 min-1.[62] Dieser „Theta II GDI“ wird wahlweise mit einem 6-Gang-Automatik- oder Schaltgetriebe kombiniert und war dort bis Ende 2010 die einzige Motorisierung. Zu diesem Zeitpunkt folgte eine Turboversion mit 2,0-l-GDI und 201 kW (274 PS).

Kurzfristig auf März 2011 verschoben wurde die Voll-Hybrid-Version des Sonata, die nur in den USA und Kanada erhältlich ist. Grund war ein im Januar von der US-Regierung verabschiedetes Gesetz, das „in naher Zukunft“ die Erzeugung künstlicher Geräusche für den Elektrobetrieb von Autos vorsieht. Zur Vermeidung einer Rückrufaktion entschied sich Hyundai zum sofortigen Einbau eines solchen Systems[63][64]. Der cw-Wert wird im Hybrid auf 0,25 abgesenkt, der 2,4-Liter-Motor im Atkinson-Zyklus betrieben. Der Benzinmotor leistet 124 kW (169 PS), der Elektromotor 29 kW (40 PS). Der kombinierte Verbrauch im praxisnahen nordamerikanischen EPA-Rating wird mit 6,2 l auf 100 km angegeben. Innen ersetzt ein „EcoGuide“ mit blauem und rotem Bereich die Drehzahlskala und bewertet den Fahrstil auf Effizienz. Mittig erscheinen Hinweise zum aktuellen Fahrzustand des Hybridsystems[65].

Märkte und Karosserievarianten[Bearbeiten]

In Südkorea und den USA ist das Fahrzeug weiterhin als Sonata erhältlich, in Australien wurde es in i45 umbenannt[66].

Die für Europa entwickelte Version wird seit Herbst 2011 angeboten und heißt i40. Die Produktion findet im weltgrößten Automobilwerk in Ulsan statt. [67] Erstmals entwickelte der Konzern dabei für seine Mittelklasse auch eine Kombiversion („i40 cw“), die vom europäischen Entwicklungszentrum in Rüsselsheim abgestimmt wurde. Sie wird später mit der oben beschriebenen Hybridtechnik als Dieselhybrid erhältlich sein, was für diese Karosserieform eine Weltpremiere darstellt[68]. Die Stufenheckvariante folgt im Frühjahr 2012[69].

Über eine Cabriovariante des Sonata wird derzeit entschieden[70]. In dieser besonders in Nordamerika üblichen Fahrzeugkategorie haben sich die preislich vergleichbaren Mitbewerber Toyota Solara und Chrysler Sebring zurückgezogen.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Sicherheitsausstattung entspricht der des Vorgängers und umfasst neben sechs Airbags ein serienmäßiges ESP. Auch Reifendruckkontrollsystem, aktive Kopfstützen vorn und Isofix-Kindersitzsystem sind wie beim Vorgänger serienmäßig enthalten. Weitere Fahrerassistenzsysteme wie ein Spurhalteassistent sind nur im europäischen, mit dem Sonata verwandten i40 oder größeren Limousinen wie dem in Europa nicht erhältlichen Grandeur vorhanden.

Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde misst im US NCAP-Test seit 2011 mehr Punkte am Dummy und ergänzte einen Pfahltest, ähnlich dem des Euro NCAP, bei dem das Fahrzeug seitlich an einen baumähnlichen Pfosten geschoben wird. Hyundai besserte hierauf hin den Sonata am 2. Juli und 7. September 2010 nach und verbesserte so das Frontergebnis von drei auf vier Sterne. Das Seitenergebnis inklusive des Pfahltests blieb indes bei der Maximalwertung von fünf Sternen, auf die sich auch das Gesamtergebnis verbesserte.[71] Das versicherungseigene IIHS testet im Frontbereich anstelle der starren Wand des US NCAP mit einer seitlich versetzten, fahrzeugähnlichen Barriere und seitlich mit einer SUV-gleichen, anstelle der limousinengleichen Barriere im US NCAP. Zudem führt es einen Überroll- und Auffahrtest durch. Alle genannten Tests wurden an allen Messpunkten mit der bestmöglichen Bewertung good absolviert. Damit erhält der Sonata automatisch den Top Safety Pick Award und wird von amerikanischen Versicherungen zum Kauf empfohlen.[72]

Zuverlässigkeit[Bearbeiten]

Sonata Hybrid mit LED-Tagfahrlicht, derzeit noch ohne Zuverlässigkeitswertung.

Die einzige bislang verfügbare Statistikquelle für diese Generation ist TrueDelta. Deren Ansatz ist das fortlaufende Eintragen von Problemen durch die Fahrer und das Verfügbarmachen dieser Details. Hierin unterscheidet sich TrueDelta von J.D. Power, die nur einmalig nach drei Jahren befragen und nur eine Gesamtwertung veröffentlichen. Gleich sind jedoch beider Wertungen für vergangene Sonata-Generationen. Das Modelljahr 2011 befindet sich bei TrueDelta in der Spitzengruppe, eine Stufe unter dem Klassenbestwert. Dieses Ergebnis ist bemerkenswert, da es sich um das erste Produktionsjahr eines völlig neu konstruierten Fahrzeugs handelt.[73]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Werbespot Hyundai Sonata Y (laute Tonspur)
  2. Hyundai Sonata Geschichte
  3. a b c HYUNDAI Sonata - autoevolution
  4. Company History of Hyundai Motor, 1992, Seite 644
  5. Beschreibung der Xenoy-Eigenschaften durch den Hersteller
  6. MotorWeek Test des Hyundai Sonata Ys Modelljahr 1992
  7. Nachfragehoch für Hyundai Excel in Nordamerika
  8. Nachfragehoch für Hyundai Excel in Kanada
  9. Kurzbericht zum Sonata Y2
  10. a b Motor- und Getriebecodes für Hyundai-Modelle bis 2003
  11. ABS-Verfügbarkeit im Sonata Y2
  12. Fahrwerk des Sonata Y2
  13. Sonata Y3 US-NCAP-Ergebnis
  14. Hinweise zu gebrauchten Hyundai Sonata Y3
  15. Refinements im V6 des Hyundai Sonata Y3
  16. Sonata Y3 R4 Verbrauch
  17. Sonata Y3 V6 Verbrauch
  18. Honda Accord US-NCAP-Ergebnis 1996
  19. Toyota Camry US-NCAP-Ergebnis 1996
  20. Mitsubihi Galant IIHS-Testergebnis
  21. VW Passat IIHS-Testergebnis
  22. Sonata Y2 IIHS-Testergebnis
  23. Honda Accord IIHS-Testergebnis
  24. Toyota Camry IIHS-Testergebnis
  25. Hinweise zu gebrauchten Hyundai Sonata Y3
  26. Privater Testbericht zu Sonata-Generationen ab Y2
  27. Problempunkte beim Sonata Y3
  28. Sonata EF US-NCAP-Ergebnis
  29. Testbericht Sonata Facelift (PDF; 152 kB)
  30. Pressemitteilung zum Sonata EF-B
  31. ADAC-Testbericht Hyundai Sonata EF-B
  32. Verbrauch Sonata EF-B Vierzylinder
  33. Verbrauch Sonata EF-B Sechszylinder
  34. Sonata EF-B in TagAZ-Produktion
  35. Rundgang zu einem fabrikneuen Hyundai Sonata TagAZ
  36. Sonata EF-B als BT01 in Beijing Hyundai-Produktion
  37. Sirius II Merkmale
  38. Sonata EF IIHS-Fronttest
  39. Sonata EF IIHS-Seitentest
  40. Honda Accord IIHS-Ergebnis
  41. Toyota Camry IIHS-Ergebnis
  42. VW Passat IIHS-Ergebnis
  43. Umfragen zur Zuverlässigkeit des Sonata EF
  44. J.D.-Power Umfrage im Jahr 2005 zu dreijährigen Sonata EF
  45. J.D.-Power Umfrage im Jahr 2007 zu dreijährigen Sonata EF-B
  46. Problempunkte des Sonata EF
  47. Problempunkte des Sonata EF-B
  48. Serviceaktion Hyundai Sonata EF und EF-B
  49. Beschreibung der Prüfung des Vorderachsträgers
  50. Plattformverwandtschaft von Sonata EF und Trajet
  51. Crashtestergebnis Euro NCAP für den Sonata NF
  52. Crashtestergebnis US NCAP für den Sonata NF
  53. Crashtestergebnis IIHS für den Sonata NF
  54. JD-Power-Umfrage von 2010 zur Zuverlässigkeit dreijähriger Sonata NF
  55. Problempunkte beim Sonata NF
  56. Beschreibung des Notlaufprogramms bei defektem Gaspedal-Sensor
  57. Vorübergehende Einstellung des Sonata-Verkaufs in Deutschland
  58. Verkaufszahlen von Mittelklassemodellen 2006 in Deutschland
  59. a b Datenblatt Hyundai Sonata 2011 für Nordamerika (engl.)
  60. Crashtest results. US NCAP, abgerufen am 18. Februar 2011 (englisch).
  61. Unterschiedliche Sonata-NF-Nachfolger
  62. >233&&nCurPage=1&strSearchColumn=&strSearchWord=&ListNum=161 Hyundai Pressemitteilung zum 2,4-Liter-GDI-Motor (engl.)
  63. Sonata YF Hybrid Verzögerung wegen Einbaus einer künstlichen Geräuscherzeugung im Elektrobetrieb
  64. Sonata YF Hybrid Fahrbericht
  65. Sonata YF Hybrid Innenraum
  66. Hyundai i45
  67. http://www.auto-redaktion.de/hyundai-i40.htm
  68. Hyundai i40 Kombiversion
  69. Premierentermine des Hyundai i40Vorlage:Webarchiv/Wartung/Nummerierte_Parameter
  70. Sonata YF Cabrioversion
  71. Sonata YF US-NCAP-Ergebnis
  72. Sonata YF IIHS-Ergebnis
  73. TrueDelta-Zuverlässigkeitsstatistik zum Sonata YF (Anmeldung ohne Passwort durch Klick auf Login)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hyundai Sonata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien