Herbert Wehner

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Herbert Wehner (1966)
Herbert Wehner auf dem SPD-Landesparteitag in Hamburg 1981 (im Hintergrund Rolf Meinecke)

Herbert Richard Wehner (* 11. Juli 1906 in Dresden; † 19. Januar 1990 in Bonn) war ein deutscher Politiker (KPD 1927–1942, SPD ab 1946). Er war von 1966 bis 1969 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, anschließend bis 1983 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.

Wehner trat 1927 der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) bei, wurde Landtagsabgeordneter in Sachsen und stieg im Exil zum Mitglied des Zentralkomitees der KPD auf. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland befand er sich von 1937 bis 1941 im Exil im berüchtigten Hotel Lux in Moskau. Den stalinistischen Säuberungen entging Wehner, doch denunzierte er – möglicherweise zur Rettung des eigenen Lebens – andere deutsche Kommunisten. 1941 wurde er nach Schweden geschickt, um von dort aus den kommunistischen Widerstand gegen das NS-Regime in Deutschland anzuleiten; dadurch ergab sich die Gelegenheit, der Sphäre von Gefahr und Verrat zu entkommen. 1942 wurde Wehner verhaftet und erlebte das Kriegsende in einem schwedischen Gefängnis. In dieser Zeit wurde er unter dem Vorwurf, sich dem Parteiauftrag entzogen zu haben, aus der KPD ausgeschlossen.

1946 nach Hamburg gekommen, wurde Wehner zu einem der führenden Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Wegen seiner Vergangenheit blieb er aber offiziell meist in der zweiten Reihe, etwa als stellvertretender Partei- und Fraktionsvorsitzender. Auch wenn er erst spät zu den Reformern stieß, unterstützte er als Parteiorganisator maßgeblich den Wechsel der Partei weg von einer Klientelpartei hin zu einer Volkspartei und das Bekenntnis zu Westintegration, Marktwirtschaft und Bundeswehr (Godesberger Programm). Nachdem die SPD 1982 die Macht im Bund verloren hatte, kandidierte Wehner bei der folgenden Bundestagswahl 1983 nicht mehr für den Bundestag, womit er auch sein Amt als Fraktionsvorsitzender aufgab.[1]

Leben[Bearbeiten]

Herbert Wehner wurde als Sohn des Schuhmachers Robert Richard Wehner (1881–1937) und dessen Ehefrau, der Schneiderin Alma Antonie Wehner, geb. Diener (1881–1945), im Haus Spenerstraße 13 im Dresdner Stadtteil Striesen geboren. Sein Vater war Soldat im Ersten Weltkrieg und trat danach in einen lockeren Zusammenschluss von sozialdemokratischen, sozialistischen und kommunistischen Soldaten ein.

Wehner war dreimal verheiratet: 1927 heiratete er die Schauspielerin Lotte Loebinger (1905–1999). In zweiter Ehe war er ab 1944 mit Charlotte Burmester, geborene Clausen, verheiratet, der Witwe des kommunistischen Widerstandskämpfers Carl Burmester.[2] Nach deren Tod 1979 heiratete er 1983 ihre Tochter, also seine Stieftochter, Greta Burmester, um ihr erbrechtliche Vorteile und eine von seiner Pension ausgehende Hinterbliebenenpension (Witwenrente) zu verschaffen. Sie hatte ihrem Stiefvater schon Jahrzehnte als Sekretärin und Betreuerin gedient. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands und Wehners Tod zog Greta Wehner nach Dresden und gründete im Mai 2003 die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung.

Wehner starb am 19. Januar 1990, nachdem er viele Jahre an Multiinfarktdemenz gelitten hatte, welche durch seinen Diabetes ausgelöst worden war.[3] Es handelte sich um eine diabetische Durchblutungsstörung des Stammhirnes. Zur Ehrung seiner Lebensleistung fand am 25. Januar 1990 ein Trauerstaatsakt in Bonn statt.[4] Er fand seine letzte Ruhe neben seiner zweiten Frau Charlotte Burmester auf dem Burgfriedhof in Bonn-Bad Godesberg.

Frühe politische Betätigungen[Bearbeiten]

Noch zu seiner Schulzeit war Wehner Mitglied in der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ), Ortsgruppe Striessen-West geworden. 1923 trat er aus, um Mitglied der anarchosyndikalistischen Jugendgruppe Syndikalistisch-Anarchistische Jugend Deutschlands (SAJD) zu werden. Als Grund für seinen Entschluss, der Sozialdemokratie zunächst den Rücken zu kehren, gab er später an, die SPD habe den Einmarsch der Reichswehr in sein Heimatland Sachsen unterstützt und damit Verrat an der Einheitsfront begangen. Die Reichsregierung unter Gustav Stresemann hatte in diesem Jahr Truppen nach Sachsen geschickt, um die Koalition aus SPD und KPD in der sächsischen Landesregierung zu beenden. Innerhalb der SAJD wurde er 1925 u.a. zur V. Reichskonferenz als Delegierter entsendet. Mit der Gesamt-SAJD geriet er schnell in Konflikt, u.a. warb er für den bewaffneten, revolutionären Kampf (den die SAJD in der Mehrheit ablehnte) und wandte sich gegen einen gewerkschaftlichen Kurs, der ihm als zu reformistisch galt. Unter Wehners Einfluss trat die gesamte Gruppe Dresden-Ost im Februar 1926 aus der SAJD aus, formierte sich als "Anarchistische Tatgemeinschaft" neu und trat geschlossen der Roten Hilfe bei. Diese anarchistische Gruppe, die sich als [Kollektivistischer Anarchismus|bakuninistisch] verstand, gab im Jahr 1926 die Zeitung "Revolutionäre Tat" heraus, deren Artikel zum überwiegenden Teil von Wehner stammten.

Im August 1925 lernte er Erich Mühsam auf einer antimilitaristischen Kundgebung in Dresden kennen. Gemeinsame Arbeit u.a. an Solidaritätskampagnen für den Rätekommunisten Max Hölz intensivierten ihr Verhältnis. Mitte 1926 zog Wehner in Mühsams Wohnung und wirkte an dessen Zeitung "Fanal" mit. Ebenso engagierte sich Wehner in dieser Zeit mehrfach als Redner für die Anarchistische Vereinigung Berlin (AVB) und wirkte an der Zeitung "Der Freie Arbeiter" mit, dem Organ der Föderation kommunistischer Anarchisten Deutschlands. Im Frühjahr 1927 wandte sich Wehner dann jedoch gegen Mühsam, da dieser ihm eine journalistische Mitarbeit im "Fanal" verwehrte. Nach Wehners Auszug im März bezichtigte Mühsam Wehner, die Kasse und die Mitgliedkarteien der AVB entwendet zu haben.[5][6]

Nach der mittleren Reife 1924 begann Wehner eine kaufmännische Lehre in Dresden. Wegen seiner radikalen politischen Betätigung verlor er 1926 seine Anstellung.

1927 wurde Wehner Mitglied der KPD und noch im selben Jahr hauptamtlicher Sekretär der Roten Hilfe Deutschlands in Dresden. Es folgte ein schneller Aufstieg innerhalb der Parteiorganisation. Er wurde 1930 in den Sächsischen Landtag gewählt und stieg zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden auf. Durch seinen Fleiß und die rhetorische Begabung, die er hier unter Beweis stellte, wurde das Politbüro auf ihn aufmerksam. 1930 wurde er stellvertretender Sekretär der KPD in Sachsen. Ein Jahr später legte er sein Landtagsmandat nieder und ging nach Berlin, wo er für Walter Ulbricht arbeitete. 1932 wurde Wehner Technischer Sekretär des Politbüros.

Ab 1933 setzte er in der Zeit des Nationalsozialismus seine politische Arbeit für die verbotene KPD in der Illegalität fort, vor allem im Saargebiet. Dieses stand damals unter Verwaltung des Völkerbunds, bis es 1935 nach einer Volksbefragung zu Deutschland zurückkehrte. Gemeinsam mit Erich Honecker reiste Wehner im Vorfeld der Volksabstimmung über die Wiedereingliederung ins Deutsche Reich vom 13. Januar 1935 durch das Saargebiet.[7]

Wehner setzte seine Arbeit anschließend von Paris aus fort. Er wurde in dieser Zeit zum führenden Organisator des kommunistischen Widerstands in Deutschland.

Moskauer Exil (1937 bis 1941)[Bearbeiten]

Im Januar 1937 wurde Wehner, mittlerweile Mitglied des Zentralkomitees der KPD, nach Moskau beordert. Sein Deckname, unter dem er auch eine Reihe von Beiträgen in der in Moskau erscheinenden deutschsprachigen Parteizeitung Deutsche Zentral-Zeitung (DZZ) veröffentlichte, war Kurt Funk. Er wohnte im Emigranten-Hotel Lux. Wehner entging Stalins Großem Terror, dem sehr viele deutsche Exil-Kommunisten zum Opfer fielen. Historische Forschungen haben ergeben, dass er seinerseits in Moskau sowjetischen Dienststellen Material über politische „Verfehlungen“ deutscher Kommunisten zur Verfügung gestellt hat, die dann Opfer des Großen Terrors geworden sind.

Die belastenden Unterlagen wurden vom Spiegel in Moskau nach Wehners Tod dokumentiert. Die wichtigsten Sachverhalte betreffen folgende Personen:

  • Helmut Weiß, ein nach Moskau emigrierter junger jüdischer Dresdner Schriftsteller, KPD-Mitglied, wurde zu zehn Jahren Gulag verurteilt, nachdem Wehner 1937 die „entsprechende Instanz“, das hieß nach den Umständen die stalinistische Geheimpolizei NKWD, aufgefordert hatte, Weiß und sein „schädliches Buch“ zu untersuchen.[8]
  • Wiederholt machte Wehner in den ihm abverlangten „Expertisen“ auf Max Diamant aufmerksam, ein Mitglied der SAP-Führung und Vertrauter Willy Brandts. Wehner denunzierte ihn als „entschiedenen Trotzkisten, gefährlich und konspirativ“. Zwar konnte das NKWD seiner nicht habhaft werden, da er sich im französischen Exil befand, doch lebten – wie ebenfalls Wehner dem Geheimdienst mitteilte – seine Eltern Michail und Anna Diamant in der UdSSR. Der Vater wurde 1937 verhaftet und kam ums Leben.
  • 1937 beschuldigte Wehner beim NKWD siebzehn Personen in der UdSSR, in Verbindung zum Kreis Wollenberg-Laszlo in Prag zu stehen. Er setzte sie damit der Gefahr aus, verhaftet, verbannt und unter Umständen erschossen zu werden.[9]
  • Der KPD-Funktionär Leo Flieg – ein Gründungsmitglied der Partei – wurde von Wehner am 13. Dezember 1937 denunziert, am 20. März des folgenden Jahres vom NKWD verhaftet, der „Spionage“ und „Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären terroristischen Organisation“ beschuldigt und vom Obersten Gericht der UdSSR am 14. März 1939 zum Tod verurteilt.
  • In dem gegen Hugo Eberlein – ein weiteres Gründungsmitglied der KPD – geführten Prozess (seit Januar 1938) stützte der Ankläger bzw. der Geheimdienst sich auf von Wehner geliefertes, umfangreiches Material.
  • Die gegen Erich Birkenhauer gerichtete Denunziation war dadurch mit motiviert, dass der frühere Sekretär Ernst Thälmanns Wehner eine Mitschuld an der Verhaftung des KPD-Vorsitzenden unterstellt hatte. Wehner empfahl, solche „schlechten Elemente“ ein für alle Mal „abzustoßen“. Birkenhauer saß nach seiner Verhaftung vier Jahre im Gefängnis, bevor er zum Tode verurteilt und erschossen wurde.
  • Auch Grete Wilde und Georg Brückmann (Deckname: Albert Müller), die Mitglieder der Kaderabteilung der Kommunistischen Internationale (Komintern) gewesen waren, hatten ihrerseits Wehner belastet. Im Gegenzug warf Wehner ihnen „Verstöße gegen die Wachsamkeit zum Schutze der Sowjetunion“ und gegenüber „feindlichen Elementen“ sowie eine „ungewöhnlich liberale Haltung gegenüber stark verdächtigen Personen“ vor. Wilde starb 1943 in einem Gefangenenlager; Brückmanns Lebensspur verliert sich im Gulag.[10]

Weitere Denunziationen sind aktenkundig.

Exil in Schweden (1941 bis 1945) und Rückkehr[Bearbeiten]

1941 reiste Wehner mit Parteiauftrag ins damals neutrale Schweden. Er sollte sich von dort aus mittels Gewährsleuten nach Deutschland schleusen lassen, um dort den kommunistischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu organisieren. 1942 wurde er in Stockholm verhaftet und wegen Spionage zunächst zu einem Jahr Gefängnis, dann, im Berufungsverfahren, zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt.

Vielfach wird davon ausgegangen, dass Wehner die schwedische Strafverfolgung dazu genutzt hat, sich dem Parteiauftrag, den kommunistischen Widerstand in Deutschland zu organisieren, zu entziehen. Daraufhin wurde er durch das Politbüro der KPD unter Leitung Wilhelm Piecks aus der KPD ausgeschlossen. Während seiner Internierung vollzog sich nach seinem eigenen Bekunden sein Bruch mit dem Kommunismus.

Kriegsfolgen: Ruinen in Hamburg (1947)

1946 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde sogleich Mitglied der SPD in Hamburg. Hier arbeitete er auch als Redakteur für die sozialdemokratische Zeitung Hamburger Echo. Er gehörte schon bald zum engsten Kreis um den SPD-Vorsitzenden Kurt Schumacher. 1948 wurde Wehner Mitglied des Bezirksvorstandes der SPD in Hamburg.

Bundestagsabgeordneter und Bundesminister[Bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl 1949 wurde er als Abgeordneter für den Wahlkreis Hamburg VII in den Deutschen Bundestag gewählt. Für diesen Wahlkreis (später Harburg bzw. Bundestagswahlkreis Hamburg-Harburg genannt) war er bis 1983 direkt gewählter Bundestagsabgeordneter. Zudem war er von 1957 bis 1958 sowie von 1964 bis 1966 Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Von 1958 bis 1973 war er außerdem Stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD.

Von 1949 bis zu seiner Berufung zum Bundesminister im Jahre 1966 war Wehner Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Gesamtdeutsche und Berliner Fragen, von Juni 1956 bis 1957 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten. Von 1953 bis 1966 saß Wehner dem Arbeitskreis für Außenpolitik und Gesamtdeutsche Fragen der SPD-Fraktion vor.

Von 1952 bis 1958 war Wehner zudem Mitglied des Europäischen Parlaments.

Auf Wehners Idee geht auch der 17. Juni als Tag der deutschen Einheit zurück. Nach dem Aufstand des 17. Juni schlug, am 24. Juni 1953, die CDU/CSU-Bundestagsfraktion einen „Nationalen Gedenktag“ vor, und schon wenige Tage später forderte die SPD, den 17. Juni zum „Nationalfeiertag“ zu erheben. In einer Ausschusssitzung am 2. Juli 1953 sprach die CDU unter Führung von Konrad Adenauer sich zunächst gegen den Feiertag aus. Der 17. Juni solle lediglich ein Nationaler Gedenktag des deutschen Volkes werden. Die oppositionelle SPD, angeführt von ihrem Ausschussvorsitzenden Herbert Wehner, bestand jedoch auf der Einführung eines Feiertages. Herbert Wehner war es, der den Namen „Tag der deutschen Einheit“ vorschlug.[11][12]

Wehner war zum erheblichen Teil an der innerparteilichen Durchsetzung des Godesberger Programms beteiligt, durch das sich die SPD 1959 endgültig vom Marxismus abwandte und auch programmatisch zur Volkspartei entwickelte. Mit seiner Grundsatzrede vor dem Bundestag am 30. Juni 1960 läutete er auch den außenpolitischen Kurswechsel der SPD, hin zur Westbindung und Anerkennung der Mitgliedschaft in der NATO, ein.

Bundesminister Herbert Wehner (rechts) mit dem deutschen Botschafter Manfred Klaiber bei der Einweihung des Palais Beauharnais (1968)

Im Kabinett der Großen Koalition unter Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger wurde Wehner 1966 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen; in diesem Amt hatte er beträchtlichen Anteil am Freikauf politischer Häftlinge aus der DDR. Wehner war 1966 dazu bereit, für die Bildung der Großen Koalition das Mehrheitswahlrecht zu unterstützen, gegen das die SPD traditionell opponiert hatte. Der SPD-Parteitag von 1968 verschob die Reform allerdings. Wie Erich Mende mögen viele im Verhalten der Sozialdemokraten einen „glänzenden Schachzug“ Wehners gesehen haben: Die SPD-Führung habe die Union über die Wahlrechtsreform getäuscht, um in die Regierung zu kommen.[13]

Der sozialdemokratische Chefstratege war tatsächlich nicht unschuldig an Irritationen über seine Haltung. Noch nach der Wahl 1969 behauptete Wehner, er sei für ein relatives Mehrheitswahlrecht, beschimpfte aber gleichzeitig das von der CDU gewünschte Junktim zwischen Großer Koalition und Wahlreform, zum Beispiel in einem Interview am Abend der Bundestagswahl 1969 mit den oft zitierten Worten: „… das war schon Quatsch vor der Wahl und das ist jetzt noch ‚quätscher‘, … nach der Wahl.“[14][15]

SPD-Fraktionsvorsitz 1969–1983[Bearbeiten]

SPD-Parteitag (von links): Herbert Wehner, Willy Brandt und Helmut Schmidt (April 1973)

Wehner hätte gern auch nach 1969 die Große Koalition mit der Union fortgesetzt, da er nicht sicher war, ob seine Partei die Rolle des führenden Regierungspartners würde übernehmen können. Er folgte aber loyal Brandts Kurs einer sozialliberalen Koalition und wechselte vom Kabinett an die Spitze der SPD-Fraktion. Dort blieb er während der gesamten Dauer dieser Koalition. Er erwarb sich schnell den Ruf eines „Zuchtmeisters“, der die Fraktion an der Seite der von Bundeskanzler Brandt geführten Regierung hielt.

Wehner hatte einen Anteil daran, dass Brandt trotz einer knappen und bröckelnden Parlamentsmehrheit sein Amt nicht verlor. Als CDU-Chef Rainer Barzel im April 1972 versuchte, sich vom Bundestag zum Kanzler wählen zu lassen, ordnete Wehner das Fernbleiben der Fraktion von der Abstimmung an. Mit einer Ausnahme stimmten von der SPD nur die Mitglieder der Regierung ab. Dadurch verhinderte Wehner einen von ihm befürchteten Stimmenkauf der Opposition unter Mitgliedern der Fraktion. Barzel fehlten schließlich wider Erwarten zwei Stimmen zur notwendigen Mehrheit und drei Stimmen bezüglich seiner vorherigen Berechnungen.[16] Wehner selbst gab in einem Fernsehinterview 1980 zu, dass dieser Erfolg nicht rechtmäßig zustande gekommen war, wollte sich aber nicht zu den genaueren Umständen äußern:

„Ich denke nicht daran, weil dann die besondere Seite unserer Demokratie zum Vorschein kommt; dann werde ich fortgesetzt vor Gerichte geschleppt. Nein, nein, dies war schmutzig, und das mußte man wissen. Ein Fraktionsvorsitzender muß wissen, was geschieht und was versucht wird, um einer Regierung den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Die Regierung selber muß das alles gar nicht wissen.“[17]

Allerdings war Wehner nicht unbedingt mit Brandts Amtsführung zufrieden. Besonders nach der gewonnenen Bundestagsneuwahl Ende 1972, der Abrundung der Neuen Ostpolitik und dem Stocken der innenpolitischen Reformen (auch aus finanziellen Gründen, siehe Ölkrise 1973) schien Brandt der ursprüngliche Elan abhandengekommen zu sein. In jener Zeit wurde das Zitat bekannt: „Der Herr badet gerne lau“, auch wenn dem Biografen Meyer zufolge dieser Satz nicht genau so ausgesprochen worden sei.

Als Brandt 1974 im Laufe der Guillaume-Affäre unter Druck geriet, schien die Haltung Wehners großen Einfluss darauf gehabt zu haben, dass Brandt zurücktrat. Brandt hätte Kanzler bleiben können, und Wehner sagte ihm zu, ihn dabei zu unterstützen, wenn Brandt um sein Amt kämpfe. Teilweise wird behauptet, dass Brandt befürchtete, die DDR habe belastendes Material über seinen Lebenswandel. Jedenfalls war anlässlich Brandts Rücktritt für die Öffentlichkeit der Unterschied deutlich zwischen einem Brandt-Anhänger wie Egon Bahr, der Tränen vergoss, und Wehner, dem die Regierungsbeteiligung der SPD wichtiger war als die Loyalität zu Brandt. Egon Bahr deutet an, Wehner habe bei seinen Besuchen in der DDR über Brandt „kritische und abfällige Bemerkungen“ gemacht.[18] Wehner soll sogar gegen Brandt mit Erich Honecker zusammengearbeitet haben, um dafür zu sorgen „dass die deutsche Teilung unbegrenzt erhalten blieb“[19] Hans-Jürgen Wischnewski soll als Ohrenzeuge eines Telefonanrufs von Honecker bei Wehner zu Bahr gesagt haben: „Du, nach dem, wie der Onkel (Anmerkung: gemeint ist Wehner) gesprochen hat, weiß ich nicht, wo dessen Loyalität liegt.“[20] Brandt blieb Parteivorsitzender, Bundesminister Helmut Schmidt übernahm die Kanzlerschaft, beides soll von Wehner gewünscht gewesen sein.

Herbert Wehner auf dem SPD-Parteitag (1979)

Am 30./31. Mai 1973 reiste Wehner zusammen mit FDP-Fraktionschef Wolfgang Mischnick zu einem geheimen Treffen mit Erich Honecker in die DDR. Auf Schloss Hubertusstock in der Schorfheide wurden humanitäre Fragen der deutsch-deutschen Beziehungen erörtert. In diesem Jahr initiierte Wehner auch die Gründung der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA), um den Interessen der Arbeitnehmer in der Volkspartei SPD wieder ein schärferes Profil zu verleihen.

Dem 1980 gewählten neunten Deutschen Bundestag gehörte er als Alterspräsident an. Wehner gehörte neben Ludwig Erhard, Hermann Götz, Gerhard Schröder (alle CDU), Richard Jaeger, Franz Josef Strauß, Richard Stücklen (alle CSU), Erich Mende (FDP, später CDU), Erwin Lange und R. Martin Schmidt (beide SPD) zu den zehn Abgeordneten, die ununterbrochen während der 25 Jahre seit der ersten Bundestagswahl 1949 dem Parlament angehörten.

Mit dem Bruch der sozialliberalen Koalition am 17. September 1982 und der Wahl von Helmut Kohl zum Bundeskanzler am 1. Oktober 1982 fungierte Wehner für einige Wochen als Oppositionsführer. Infolge des Regierungswechsels kam es bereits im März 1983 zu Neuwahlen, bei denen Wehner aus Alters- und Gesundheitsgründen nicht mehr für den Bundestag kandidierte. SPD-Kanzlerkandidat war Hans-Jochen Vogel, der ihm nach der Wahl als Fraktionsvorsitzender und Oppositionsführer nachfolgte.

Der frühere Chef der Auslandsspionage der DDR Markus Wolf berichtet in seinen Erinnerungen Spionagechef im geheimen Krieg (1997) über geheime Kontakte Wehners zur SED-Führung und dem DDR-Auslandsnachrichtendienst. Demnach stand Wehner seit Gründung der DDR in Kontakt mit deren Staatsführung, anfangs mit Walter Ulbricht, später auch mit Erich Honecker, zu dem sich eine private Freundschaft entwickelte. Wehner bahnte in zahlreichen Geheimtreffen die spätere Entspannungspolitik gegenüber der DDR an, was im Gegensatz zu seiner nach außen hin vertretenen antikommunistischen Rhetorik stand. Die Kontaktabwicklung mit Wehner lief großteils über den Anwalt Wolfgang Vogel.[21]

Rhetorik[Bearbeiten]

Herbert Wehner (1978)
Herbert Wehner redet den ARD-Reporter Ernst Dieter Lueg (r.) am Abend der Bundestagswahl 1976 als Herr Lüg an. Dieser revanchierte sich mit den Worten: „Vielen Dank (…) Herr Wöhner (…).“

Wehner ist der Bundestagsabgeordnete mit den meisten Ordnungsrufen. Er kam im Bundestag – je nach Quelle – auf 57[22] beziehungsweise 58[23] Verwarnungen. Werden noch die Rügen als kommunistischer Abgeordneter während seiner Mitgliedschaft im Sächsischen Landtag 1930/31 dazu gezählt, kommt Wehner sogar auf 75 parlamentarische Ordnungswidrigkeiten.[23]

Am 22. März 1950 wurde er von Bundestagspräsident Erich Köhler wegen unparlamentarischen Verhaltens für zehn Sitzungstage ausgeschlossen. Eine Gruppe von SPD-Abgeordneten unter der Führung von Wehner und Rudolf-Ernst Heiland hatte den wegen antisemitischer Äußerungen aufgefallenen und wegen ständiger Störungen aus dem Plenum ausgeschlossenen Abgeordneten Wolfgang Hedler aus dem Ruheraum für Abgeordnete verjagt. Dabei war Hedler eine Treppe heruntergefallen und hatte sich leicht verletzt. Hedler hätte sich als ausgeschlossener Abgeordneter nicht im Ruheraum aufhalten dürfen.[24]

Den CDU-Abgeordneten Jürgen Wohlrabe titulierte Wehner als „Herr Übelkrähe“, Jürgen Todenhöfer als „Hodentöter“. Dem SPD-Abgeordneten Franz Josef Zebisch, der sich über die in den 1960er Jahren noch übliche alphabetische Sitzverteilung beklagte, empfahl Wehner, sich in „Genosse Arschloch“ umzubenennen.

Wehners Reden waren durchzogen von langen, verschachtelten Sätzen, die immer wieder durch eruptive Ausbrüche unterbrochen wurden. Als die CDU/CSU-Fraktion am 13. März 1975 während seiner Rede in einer Debatte zur inneren Sicherheit aus Protest den Plenarsaal verließ, wurde sein daraufhin getätigter Zuruf an die Fraktion zu einer vielzitierten Redensart: „Wer rausgeht, muß auch wieder reinkommen! Ich sage Ihnen Prost.“ Zuvor hatte Wehner der CDU/CSU-Fraktion vorgeworfen: „Wenn Sie das Wort Marxist hören, geht’s Ihnen so, wie Goebbels damit operiert hat, nicht anders. Sie sind nämlich genauso dumm in dieser Frage, wie jener war; nur war er ganz jesuitisch raffiniert.“[25][26]

Karl Carstens (CDU) nannte Wehner vor diesem Hintergrund verärgert den „größten Schimpfbold im ganzen Bundestag“,[22] und der ehemalige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler bezeichnete ihn – eher anerkennend – als die „größte parlamentarische Haubitze aller Zeiten“.[27]

Auch Journalisten wurden gelegentlich Opfer seiner Rhetorik: Den ARD-Reporter Ernst Dieter Lueg redete Wehner während eines Interviews am Abend der Bundestagswahl 1976 als „Herr Lüg“ an, anstatt die seinerzeit allgemein bekannte, korrekte Aussprache ([luːk]) zu verwenden. Der Reporter revanchierte sich zum Abschied mit den Worten: „Vielen Dank (…) Herr Wöhner (…).“[28]

Während einer Bundestagsdebatte im März 1980 belegte er den damaligen Fraktionsvorsitzenden der CDU, Helmut Kohl, mit dem von ihm selbst geschaffenen SchimpfwortDüffeldoffel“.[29]

Ehrungen[Bearbeiten]

Grab Herbert Wehners, Burgfriedhof, Bonn-Bad Godesberg

1973 erhielt er das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.[30] 1985 wurde Wehner mit dem Hans-Böckler-Preis ausgezeichnet.[31] Außerdem wurde Wehner 1986 zum Ehrenbürger der Freien und Hansestadt Hamburg ernannt, wo er von 1949 bis 1983 direkt gewählter Bundestagsabgeordneter im Bundestagswahlkreis Hamburg-Harburg gewesen war. Im Jahr 2000 wurde im Stadtteil Hamburg-Harburg ein Teil einer Straße in Herbert-Wehner-Platz umbenannt. An diesem Platz erinnert zudem eine Wand-Plakette an Wehner. 2006 wurde in Bad Godesberg ebenfalls ein Platz nach ihm benannt, ebenso wie bereits 2001 in seiner Heimatstadt Dresden.[32] Dort erinnern ein Denkmal und eine Plakette in der Spenerstraße an den Politiker. Seit 2010 ist das Grab Wehners auf dem Burgfriedhof in Bad Godesberg ein Ehrengrab der Stadt Bonn.[33] Nach ihm ist das Herbert-Wehner-Bildungswerk in Dresden benannt.

Herbert-Wehner-Medaille[Bearbeiten]

Deutsche Briefmarke (2000) zum 10. Todestag von Herbert Wehner

Seit 1997 verleiht die Gewerkschaft ver.di Hamburg – vorher die Deutsche Postgewerkschaft, Region Hamburg – alle zwei Jahre die mit 2000 Euro dotierte Herbert-Wehner-Medaille. Mit dem Preis würdigt die Gewerkschaft Institutionen und/oder Personen, die engagiert gegen rechtsradikale Aktivitäten, Fremdenfeindlichkeit und Gleichgültigkeit kämpfen, durch ihr Engagement und ihren persönlichen Mut zum Vorbild werden und sich so um die Demokratie in Deutschland verdient machen.[34]

Werke[Bearbeiten]

  • Rosen und Disteln – Zeugnisse vom Ringen um Hamburgs Verfassung und Deutschlands Erneuerung in den Jahren 1848/49. Verlag Christen & Co., Hamburg 1948.
  • Unsere Nation in der demokratischen Bewährung. In: Jugend, Demokratie, Nation. Bonn 1967, S. 19–32.
  • Bundestagsreden. Mit einem Vorwort von Willy Brandt, 3. Auflage, Bonn 1970.
  • Bundestagsreden und Zeitdokumente. Vorwort Bundeskanzler Helmut Schmidt, Bonn 1978.
  • Wandel und Bewährung. Ausgewählte Reden und Schriften 1930/1980. (Hrsg. von Gerhard Jahn, Einleitung von Günter Gaus.) Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-550-07251-1.
  • Zeugnis. (Hrsg. von Gerhard Jahn.) Kiepenheuer & Witsch, Köln 1982, ISBN 3-462-01498-6.
  • Selbstbestimmung und Selbstkritik. Erfahrungen und Gedanken eines Deutschen. Aufgeschrieben im Winter 1942/43 in der Haft in Schweden. (Hrsg. von August H. Leugers-Scherzberg, Geleitwort Greta Wehner.) Kiepenheuer & Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02340-3.
  • Christentum und Demokratischer Sozialismus. Beiträge zu einer unbequemen Partnerschaft. Hrsg. Rüdiger Reitz, Dreisam Verlag, Freiburg i. Br. 1985, ISBN 3-89125-220-X.

Literatur[Bearbeiten]

  • Egon Bahr: Kapitel „Wehner“ in: Das musst du erzählen. Erinnerungen an Willy Brandt. S. 149–158, Berlin 2013, ISBN 978-3-549-07422-0.
  • Cicero. Magazin für politische Kultur: Schwerpunktheft „Herbert Wehner“ (Beiträge von: Klaus Harpprecht, Nina Hermann, Vanessa Liertz), Potsdam, September 2004, ISSN 1613–4826 / ZKZ 63920.
  • Helge Döhring: Der Anarchist Herbert Wehner. Von Erich Mühsam zu Ernst Thälmann. In: FAU-Bremen (Hrsg.): Klassenkampf im Weltmaßstab. Aus der Reihe: Syndikalismus – Geschichte und Perspektiven. Bremen 2006.
  • Ralf Floehr, Klaus Schmidt: Unglaublich, Herr Präsident! Ordnungsrufe / Herbert Wehner. la Fleur, Krefeld 1982, ISBN 3-9800556-3-9.
  • Hans Frederik: Herbert Wehner. Das Ende seiner Legende. VPA, Landshut 1982. ISBN 3-921240-06-9.
  • Reinhard Müller: Herbert Wehner. Moskau 1937. Hamburger Edition, Hamburg 2004, ISBN 3-930908-82-4.
  • Reinhard Müller: Die Akte Wehner. Moskau 1937 bis 1941. Rowohlt, Berlin 1993, ISBN 3-87134-056-1.
  • Reinhard Müller: Herbert Wehner. Eine typische Karriere der stalinisierten Komintern? Auch eine Antikritik. In: Mittelweg 36, Jg. 14, 2005, H. 2, S. 77–97.
  • Reinhard Müller: Denunziation und Terror: Herbert Wehner im Moskauer Exil. In: Jürgen Zarusky (Hrsg.): Stalin – eine Zwischenbilanz aus deutscher Sicht. Neue Beiträge der Forschung, München 2006 (= Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte), S. 43–57.
  • Knut Terjung (Hrsg.): Der Onkel. Herbert Wehner in Gesprächen und Interviews. Hoffmann & Campe, Hamburg 1986, ISBN 3-455-08259-9.
Zur Biografie

Filme über Herbert Wehner[Bearbeiten]

Hörbuch über Herbert Wehner[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Herbert Wehner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Herbert Wehner. In: Who’s who.
  2. Erinnern an die Opfer der NS-Gewaltherrschaft – Stolpersteine vor dem früheren Gestapo-Hauptquartier. In: Website der Stadt Hamburg, Pressearchiv, 25. Februar 2009 (Artikel mit Informationen zum Tod von Carl Burmester).
  3. Meyer: Herbert Wehner. 2006, S. 476.
  4. Bisherige Trauerstaatsakte. Trauerstaatsakte auf Bundesebene seit 1954. In: Bundesministerium des Inneren, 1. Januar 2012 (Trauerstaatsakt für Wehner am 25. Januar 1990).
  5. Jürgen Jenko: Die anarcho-syndikalistische Bewegung (FAUD) in Dresden, Bochum 2004, Magisterarbeit, S. 61
  6. Helge Döhring: Kein Befehlen, kein Gehorchen!, Die Geschichte der syndikalistisch-anarchistischen Jugend seit 1918, a propos Verlag, Bern, 1. Auflage 2011, S. 199-205
  7. Norbert F. Pötzl: Honeckers Geburtstagsgeschenk für Wehner: Ein Stasi-Kunstraub . einestages bei Spiegel Online, 7. September 2014.
  8. Reinhard Müller: Wählerische Detailtreue. Reinhard Müller über Christoph Meyers Wehner-Biografie. In: Der Spiegel. Special, 7/2006.
  9. Dokument 18: Herbert Wehner: Aufzeichnungen für das NKWD. 13. Dezember 1937. In: Herbert Wehner Moskau 1937. Reinhard Müller, Hamburg 2004, S. 469 und 482.
  10. Zu Brückmann siehe Reinhard Müller: Die Akte Wehner. Moskau 1937 bis 1941. Berlin 1993, S. 399.
  11. Herbert Wehner und der 17. Juni. Er erfand den „Tag der deutschen Einheit“. In: Herbert-Wehner-Bildungswerk e. V., abgerufen am 4. Juni 2013.
  12. Christoph Meyer: Brückenbauer. In: Vorwärts. Ausgabe 6/2013, S. 40.
  13. Erich Mende: Die FDP. Daten, Fakten, Hintergründe. Stuttgart 1972, S. 229.
  14. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. September 1969, S. 1.
  15. Originalaufzeichnung des Interviews nach der Wahl 1969 (Zitat bei Minute 1:10 – 1:16) (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung.
  16. Andreas Grau: Auf der Suche nach den fehlenden Stimmen 1972. Zu den Nachwirkungen des gescheiterten Misstrauensvotums Barzel/Brandt. Historisch-Politische Mitteilungen, Archiv für Christlich-Demokratische Politik, Böhlau Verlag Köln, Nr. 16, 30. Dez. 2009, S. 4 (PDF; 108,56 kB).
  17. Manfred Görtemaker: Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Von der Gründung bis zur Gegenwart. C. H. Beck, München 1999, S. 553 f.
  18. Bahr: Das musst du erzählen. 2013, S. 151.
  19. Bahr: Das musst du erzählen. 2013, S. 155.
  20. Bahr: Das musst du erzählen. 2013, S. 156.
  21. Markus Wolf: Spionagechef im geheimen Krieg. List Verlag, 1997, ISBN 3471791582.
  22. a b Mit Florett und Holzhammer (Version vom 30. Dezember 2011 im Internet Archive). In: Textarchiv des Deutschen Bundestages.
  23. a b Günter Pursch: Auch Abgeordnete sind nur Menschen… Politische Debattenkultur in 50 Jahren Deutscher Bundestag. In: Blickpunkt Bundestag Nr. 07/1999 (Fassung im Webarchiv des Deutschen Bundestags 2006).
  24. Norbert Frei: Vergangenheitspolitik. Die Anfänge der Bundesrepublik und die NS-Vergangenheit. 2. Auflage, München 1997, S. 318.
  25. Der Goebbels-Vergleich von Herbert Wehner auf YouTube, 13. März 1975.
  26. Verhandlungen des deutschen Bundestages, 7. Wahlperiode, Stenographische Berichte, Bd. 92, 155. Sitzung, S. 10839.
  27. Heiner Geißler: Goldene Ente 2003. Laudatio auf Ottmar Schreiner. In: Landespressekonferenz Saar.
  28. Herbert Wehner vs Herr Lüg Lueg auf YouTube, 3. Oktober 1976 (Interview mit Ernst Dieter Lueg).
  29. Peter Köhler: Die besten Zitate der Politiker: Mehr als 1.000 prägnante Sprüche. Geistreich und kurios. Schlütersche, 2008, S. 193.
  30. Bekanntgabe von Verleihungen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In: Bundesanzeiger. Jg. 25, Nr. 43, 9. März 1973.
  31. Hans-Böckler-Preis: Engagement für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. In: Website der Hans-Böckler-Stiftung.
  32. Dresden hat jetzt einen Herbert-Wehner-Platz. In: Wehner-Post. Ausgabe 7, Herbst 2001, Herbert-Wehner-Bildungswerk (PDF; 2,2 MB).
  33. Ehrengrab für Herbert Wehner (Version vom 27. Oktober 2010 im Internet Archive). In: Herbert-Wehner-Bildungswerk, 8. September 2010.
  34. Das Vorbild Herbert Wehner. ver.di würdigt antifaschistisches Engagement. In: Website von ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, 28. Juni 2011.