Kramer (Unternehmen)

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Kramer-Werke GmbH
Kramer Allrad Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1925
Sitz Pfullendorf, Deutschland

Leitung

  • Karl Friedrich Hauri
  • Martin Eppinger
Umsatz 1.091,7 Mio. EUR (Konzernumsatz Wacker Neuson 2012)[1]
Branche Baumaschinen
Website www.kramer-online.com

Die Kramer-Werke GmbH ist ein Hersteller von kompakten, allradgelenkten Radladern, Teleradladern und Teleskopladern mit Sitz in Pfullendorf im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg (Deutschland).

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung 1925 bis Einstellung des Traktorenbaus 1973[Bearbeiten]

1925 bauten die Brüder Kramer in Gutmadingen, heute zu Geisingen im Landkreis Tuttlingen gehörig, die ersten in Deutschland produzierten kleinen Motormäher und Traktoren. Die heute einfach erscheinenden Maschinen revolutionierten zu ihrer Zeit die Landwirtschaft. Der Hauptsitz des Unternehmens wurde 1952 nach Überlingen am Bodensee verlegt.

Zwischen 1957 und 1958 wurde im Unternehmen eine Abteilung für Industrie- und Baumaschinen geschaffen. 1968 erregten die Kramer-Werke Aufsehen bei der Vorstellung des ersten deutschen Laders mit Allradantrieb und gleich großen Rädern. Weitere allradgelenkte Maschinen folgten der Erfindung.

Im Jahr 1973 erfolgte ein massiver Einschnitt. Der Geschäftsbereich Traktoren wurde zugunsten der Baumaschinenproduktion eingestellt.

Konzentration auf Baumaschinen 1974 bis 2000[Bearbeiten]

1987 erfolgte eine Konzentration auf das Geschäftsfeld Allradlenkung. In diesem Jahr ging der Kramer 312 SL als erster Radlader weltweit mit Allradlenkung in Serie. Mit mehr als 10.000 abgesetzten Einheiten war er der meistverkaufte Radlader seiner Zeit.[2] 1998 verkaufte Kramer die Geräteträgerbaureihe Tremo an Multicar.[3]

2000 bis heute[Bearbeiten]

2000 fusionierte die Neuson Baumaschinen GmbH mit der Kramer-Werke GmbH. Hieraus entstand die Neuson Kramer Baumaschinen AG mit Hauptsitz in Linz.

Seit 2005 bringt Kramer in Zusammenarbeit mit Claas Teleskoplader auf den Markt. Im Zuge dieser Kooperation erwarb Claas eine Minderheitsbeteiligung an Kramer.[1]

Im Dezember 2006 gab Kramer bekannt, dass der Firmensitz bis 2008 von Überlingen nach Pfullendorf verlegt werden soll. Am 30. März 2007 wurde die Fusionsabsicht der Wacker Construction Equipment AG, München, und der Neuson Kramer Baumaschinen AG, Linz, bekanntgegeben. Durch die Fusion entstand das Unternehmen Wacker Neuson SE.

Am 5. April 2007 wurde mit dem symbolischen Spatenstich im Pfullendorfer Industriegebiet Theuerbach der Startschuss für ein 30-Millionen-Euro-Investitionsprojekt gegeben. Das neue Kramer-Areal ist mit 16 Hektar Fläche größer als das in Überlingen. Auf einer 160.000 Quadratmeter großen Fläche entstanden eine 250 Meter lange und 100 Meter breite Montagehalle, die im Februar 2008 fertiggestellt wurde. Daneben entstanden ein Verwaltungsgebäude, eine Teststrecke und ein Schulungszentrum. Gleichzeitig wurde von den Kramer-Geschäftsführern Karl Friedrich Hauri und Martin Buyle bekanntgegeben, dass die jährliche Produktion von derzeit rund 1000 auf 6000 Maschinen erhöht werden soll.[4] Das neue Werk mit Verwaltung wurde 2008 in Pfullendorf eröffnet.

Standorte[Bearbeiten]

  • Pfullendorf (Produktion, Verwaltung, Forschung und Entwicklung)

Produkte[Bearbeiten]

Kramer Allrad 850 Radlader

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. a b Geschäftsbericht Wacker Neuson 2012 (PDF-Datei; 5,5 MB)
  2. Die Geschichte von Kramer
  3. Industrieanzeiger
  4. Siegfried Volk: Startschuss für die Fabrik der Zukunft. Onlineausgabe des Südkuriers. 7. April 2007

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikibooks: Traktorenlexikon: Kramer – Lern- und Lehrmaterialien
 Commons: Kramer-Werke – Sammlung von Bildern