Langenberg (Rothaargebirge)

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Langenberg
Blick auf den Langenberg im Winter vom Clemensberg

Blick auf den Langenberg im Winter vom Clemensberg

Höhe 843,2 m ü. NHN [1]
Lage nahe Willingen; Hochsauerland, Upland; Nordrhein-Westfalen, Hessen (Deutschland)
Gebirge Rothaargebirge
Dominanz 116 km → Großer Feldberg (Taunus)
Schartenhöhe 557 m ↓ Stadtallendorf-O[2]
Koordinaten 51° 16′ 35″ N, 8° 33′ 30″ O51.2764166666678.5583888888889843.2Koordinaten: 51° 16′ 35″ N, 8° 33′ 30″ O
Langenberg (Rothaargebirge) (Nordrhein-Westfalen)
Langenberg (Rothaargebirge)
Besonderheiten Höchster Berg des Rothaargebirges und von Nordrhein-Westfalen

pd3

Gipfelkreuz, errichtet 2010

Der Langenberg, mit Gipfellage im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen nahe der Grenze zum Landkreis Waldeck-Frankenberg in Hessen, ist mit 843,2 m ü. NHN[1] der höchste Berg des Rothaargebirges, von Nordrhein-Westfalen und des nordwestlichen Teils von Deutschland.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Der Langenberg befindet sich auf der Grenze von Westfalen zu Nordhessen an der Nahtlinie von Hochsauerland und Upland mit dem hessischen Naturpark Diemelsee auf östlicher Seite, zwischen Bruchhausen (Olsberg) im Nordnordwesten, Willingen im Nordosten und Niedersfeld (Winterberg) im Südwesten. Sein Gipfel liegt laut Deutscher Grundkarte in Westfalen etwa 10 m[1] südwestlich der hessischen Landesgrenze.

Auf der Südwestflanke des Langenbergs entspringt der Ruhr-Zufluss Burbecke und auf seiner Nordflanke der Gierskoppbach-Zufluss Raken. Östlich wird der Berg in Süd-Nord-Richtung vom Oberlauf der Hoppecke passiert, in die in dieser Gegend ein kleiner aus dem südöstlich des Bergs befindlichen Tal „Der Keller“ kommender Bach mündet.

Nachbarberge sind – mit Höhe in Meter (m) über Normalhöhennull (NHN): Hoppernkopf (805 m) im Norden, Mittelsberg (801 m; jenseits der Hoppecke) im Osten, Hegekopf (842,9 m; jenseits der Hoppecke) im Ostsüdosten, Hopperkopf (832,3 m) im Südosten, Clemensberg (839,1 m) im Südsüdwesten und Auf dem Sternrodt (789,4 m) im Westen.

Südlich des Berges liegen die Wegekreuzungen „Oberer Burbecker Platz“ und „Unterer Burbecker Platz“. Westlich vorbei am Gipfel verläuft − einen historischen Grenzstein passierend − in Nord-Süd-Richtung der Rothaarsteig.

Der Langenberg ist in seiner kuppenartigen Gipfelregion, wo sich östlich eine Hochheidelandschaft ausbreitet, wenig, sonst aber überwiegend stark bewaldet.

Berghöhe und Gipfelregion[Bearbeiten]

Oftmals wird in den Medien irrtümlicherweise der Kahle Asten bei Winterberg als höchster Berg der Region bezeichnet. Dieser misst jedoch „nur“ 841,9 m Höhe, ist aber wegen seiner Wetterstation und vor allem wegen des Hotel-Restaurants am Astenturm mit Aussichtsplattform auf 862 m Höhe viel bekannter als der Langenberg. Zweithöchster Berg der Region ist – nach dem Langenberg – mit 842,9 m der hessische Hegekopf nahe Willingen; der höchste im Rothaargebirge zugängliche Punkt ist mit 875 m Höhe die Aussichtsplattform des auf dortigem Ettelsberg stehenden Hochheideturms.

Etwa 12 m südöstlich des Gipfels befindet sich ein Markierungsstein, an dem eine Metallplatte mit der Aufschrift „Langenberg 843 m über N.N. − höchster Berg in N R W“ angebracht ist. Zudem steht dort seit 2010 ein hölzernes Gipfelkreuz.

Rund 15 m südöstlich des in der Deutschen Grundkarte mit 843,2 m Höhe verzeichneten Berggipfels und etwa 20 m südwestlich der zuvor genannten Landesgrenze liegt auf 843,1 m Höhe ein trigonometrischer Punkt des Deutschen Hauptdreiecksnetzes.

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten]

Der Langenberg gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Süderbergland (Nummer 33), in der Haupteinheit Rothaargebirge (mit Hochsauerland) (333) und in der Untereinheit Winterberger Hochland (333.5) zum Naturraum Langenberg (333.58).

Schutzgebiete[Bearbeiten]

Am und auf dem Langenberg befinden sich in Westfalen das Naturschutzgebiet Rakenbachtal (CDDA-Nr. 329585; 2001 ausgewiesen; 38 ha ha groß) im Norden, das NSG Hoppecke-Quellbäche (CDDA-Nr. 389788; 2008; 17 ha) im Südosten und Süden, das NSG Erlenbruch (CDDA-Nr. 329353; 2001; 2 ha) im Süden, das NSG Burbecketal (CDDA-Nr. 389690; 2008; 10 ha) im Südwesten und das NSG Medebachtal und Quellgebiet (CDDA-Nr. 329517; 2001; 50 ha) im Nordwesten. Auch auf westfälischer Seite liegen das Landschaftsschutzgebiet Olsberg (CDDA-Nr. 345105; 2004; 79,52 km²) und, südlich davon, das LSG Teilgebiet der Stadt Winterberg (CDDA-Nr. 325127; 1994; 75,32 km²). Nach Osten fällt die Landschaft in das hessische Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Ettelsberg mit Ruthenaar- und Hoppecketal bei Willingen (FFH-Nr. 4717-350; 1,16 km²) und nach Südwesten in das westfälische FFH-Gebiet Schluchtwälder nördlich Niedersfeld (FFH-Nr. 4717-303; 1,8 km²) ab.[3]

Fotogalerie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  2. Dominanzen und Prominenzen nach Highrisepages.de
  3. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)