Wolfstein
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Kusel | |
| Verbandsgemeinde: | Wolfstein | |
| Höhe: | 189 m ü. NN | |
| Fläche: | 13,74 km² | |
| Einwohner: |
1975 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 144 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 67752 | |
| Vorwahl: | 06304 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KUS | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 36 105 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Bergstraße 2 67752 Wolfstein |
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| Webpräsenz: | ||
| Stadtbürgermeister: | Herwart Dilly (FWG) | |
| Lage der Stadt Wolfstein im Landkreis Kusel | ||
Wolfstein ist eine Stadt im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, der sie auch angehört. Wolfstein ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2] Gemessen an der Einwohnerzahl zählt Wolfstein zu den kleinsten Städten Deutschlands.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Lage[Bearbeiten]
Wolfstein liegt im Nordpfälzer Bergland, sogenannten „Königsland“, zwischen Idar-Oberstein und Kaiserslautern. Durch die Stadt fließt die Lauter. Vor Ort kommen der Analcim, der Grossular und der Prehnit vor. Das Stadtgebiet umfasst 13,75 km². Ausgeprägte Berge vor Ort sind der Königsberg und der Eisenknopf.
Klima[Bearbeiten]
Der Jahresniederschlag beträgt 729 mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 46 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der April, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 1,4 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 1 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
Geschichte[Bearbeiten]
Wolfstein wurde 1275 auf Anweisung von Rudolf I. von Habsburg gegründet und erhielt sofort das Stadtrecht. Wolfstein ging 1357 unter Kaiser Karl IV. an die Pfalzgrafen (später Kurpfalz). Während dieser Zeit gehörte die Stadt zu Pfalz-Lautern, das von 1559 bis 1592 ein eigenständiges Territorium innerhalb des Heiligen Römisches Reiches bildete. Zudem war Wolfstein Sitz eines Unteramtes.
Mit der Besetzung des Linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch besetzt, Wolfstein fiel durch den Frieden von Lunéville 1801 an Frankreich. 1815 wurde die Stadt auf dem Wiener Kongress dem Königreich Bayern zugeordnet. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Wolfstein außerdem zu einem der Zentren des Westpfälzer Wandermusikantentums; mehr als 200 Musiaknbten dieses wandergewerbes stammten aus der Stadt.
Nach der Pfälzischen Erhebung 1848/49 kommt es zur Auswanderung vieler Bürger nach Amerika. 1866 erfolgt der Bau der evangelischen Kirche. Seit 1946 ist Wolfstein Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Am 7. Juni 1969 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Rossbach in der Pfalz eingemeindet.[3] Seit 1971 ist die Stadt Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde gleichen Namens.
Politik[Bearbeiten]
Stadtrat[Bearbeiten]
Der Stadtrat in Wolfstein besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzenden.
Die Sitzverteilung im Stadtrat:[4]
| Wahl | SPD | CDU | FDP | FWG | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 2009 | 4 | 3 | 3 | 6 | 16 Sitze |
| 2004 | 4 | 5 | 2 | 5 | 16 Sitze |
Städtepartnerschaften[Bearbeiten]
Seit dem Jahr 2000 unterhält Wolfstein eine Städtepartnerschaft mit Verdun-sur-le-Doubs in Burgund (Frankreich).
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Bauwerke[Bearbeiten]
- Zum Ort gehören die Burg Alt-Wolfstein, die Keimzelle der Stadt war, sowie die Burg Neu-Wolfstein.
- Ein Zeugnis der industriellen Vergangenheit ist das Historische Besichtigungs-Kalkbergwerk in Wolfstein. Eine Grubenbahn führt den Besucher unter sachkundiger Führung in das Kalkbergwerk am Königsberg, in dem noch bis 1967 untertage Kalksteine gebrochen und am Ort verarbeitet wurden. Sämtliche Einrichtungen sind noch im Original vorhanden.
- Das Kalkbergwerk am Königsberg gilt als ein Industriedenkmal von besonderem Rang und ist einmalig in Deutschland.
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Wolfstein
Kultur[Bearbeiten]
In Wolfstein existiert ein Posaunenchor, der Mitglied im Gnadauer Posaunenbund ist.
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Verkehr[Bearbeiten]
Durch Wolfstein führt die Bundesstraße 270. Die Umgehungsstraße der B 270 wurde am 17. November 2006 nach knapp fünfjähriger Bauzeit für den Verkehr freigegeben. Durch den Stadtteil Roßbach verläuft zudem die Kreisstraße 48. Seit 2011 führt der circa 100 Kilometer lange Pfälzer Höhenweg von Winnweiler über Rockenhausen nach Wolfstein. Außerdem war die Stadt Station des Westpfalz-Wanderweges.
Außerdem liegt Wolfstein an der Lautertalbahn. Im Stadtgebiet exisitieren insgesamt drei Bahnhalte, der wichtigste ist der Bahnhof Wolfstein, der entlang der gesamten Bahnstrecke das höchste Aufkommen aufweist. Im Zuge seiner Entstzehung kam es zu Konflikten, da er sich zu diesem Zeitpunkt auf der Gemarkung der damals selbständigen Gemeinde Roßbach befand; die Streitereien setzten sich bis 1906, als die Lautertalbahn bereits mehr als 20 Jahre lang in Betrieb war, fort. Seit 2000 weist der Bahnhof keinen Güterverkehr mehr auf; er war zu diesem Zeitpunkt der letzte Gütertarifpunkt entlang der Bahnlinie gewesen. 2005 wurden die Bahnsteige behindertengerecht ausgebaut. Darüber hinaus verfügen die Stadtteile Roßbach und Reckweilerhof jeweils über Bahnhalte. Ebenfalls auf der Gemarkung der Stadt liegt mit dem Eisenknopf-Tunnel der einzige Tunnel der Bahnstrecke. 200 wurde die Stadt Teil des neu gegründeten Westpfalz-Verkehrsverbundes (WVV), ehe dieser 2006 im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) aufging und dem Wolfstein seither angehört.
Infrastruktur[Bearbeiten]
Wichtigster Arbeitgeber und mit einer langen Geschichte mit Wolfstein verbunden ist die Karl Otto Braun GmbH & Co. KG, die seit 2010 zur Hartmann Gruppe gehört. Die Instrumentenbauerfamilie Sander besaß früher eine Werkstatt vor Ort. Zudem besitzt die Kreissparkasse Kusel eine Filiale in Wolfstein. Da die Gebäude des Landgericht Kaiserslautern 1944 einem Bombenangriff zum Opfer fielen, verlegte es seinen Sitz provisorisch nach Wolfstein, bis in Kaiserslautern ein neues Gebäude errichtet worden war. Wolfstein verfügt zudem über eine Regionale Schule sowie über ein Heimatmuseum.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- Friedrich Jakob Sander (1809–1876), Instrumentenbauer
- Franz Schmitt (1816–1891), Maler
- Ernst Krieger (1867–1943), Schachkomponist
- Pauline König (1868–1938), pfälzische Heimatdichterin, Ehrenbürgerin von Wolfstein.
- Fritz Zolnhofer (1896–1965), Maler
- Friedrich Jossé (1897–1994), Maler und Graphiker
- Erich Koch, (* 1924), Bildhauer
Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]
- Heinrich II. (Sponheim-Starkenburg) (1292/95–1323), Adeliger, starb vor Ort
- Loretta von Sponheim (1300–1347), Gräfin, hatte ab 1323 ihren Wohnsitz in Wolfstein
- Hippolyt August Schaufert (1834–1872), war zeitweise beim Wolfsteiner Notariat tätig
- Philipp Hammer (1837–1901), Priester, war ab 1865 Pfarrer in Wolfstein
- Rudolf Sander (1866–1942), Instrumentenbauer, starb vor Ort
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 201 (PDF; 2,6 MB)
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
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