Nordpfälzer Bergland

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Nordpfälzer Bergland
Nordpfälzer Bergland um Münchweiler im Donnersbergkreis

Nordpfälzer Bergland um Münchweiler im Donnersbergkreis

Höchster Gipfel Donnersberg (686,5 m ü. NHN)
Lage Rheinland-Pfalz, Saarland
Teil des Nordfranzösischen Schichtstufenlandes
Einteilung nach Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands
Koordinaten 49° 35′ N, 7° 40′ O49.5833333333337.6666666666667686.5Koordinaten: 49° 35′ N, 7° 40′ O
Typ Mittelgebirge
f1

Das Nordpfälzer Bergland, unkorrekt verkürzt auch nur Pfälzer Bergland, ist eine Mittelgebirgs-Landschaft in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Der größte Teil der Fläche gehört zur Pfalz.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Nordpfälzer Bergland mit Umgebung

Das Nordpfälzer Bergland erstreckt sich von Südwest nach Nordost. Es liegt – grob abgegrenzt – zwischen der saarländischen Stadt St. Wendel im Westen und den drei zu Rheinland-Pfalz gehörenden Städten Alzey im Osten, Kaiserslautern im Süden und Bad Kreuznach im Norden, wobei diese Orte selbst nicht mehr dazugezählt werden. Das Nordpfälzer Bergland verbindet somit die Landschaften Pfälzerwald, Naturpark Saar-Hunsrück, Naheland und Rheinhessen.

Im Nordwesten ist die Abgrenzung zum Naheland nicht eindeutig. Oft wird der Höhenzug, der sich nördlich des Glans stark auffaltet und zum Glantal einen Höhenunterschied von teilweise mehr als 300 Meter aufweist, als Grenze genommen.

Anteil am Nordpfälzer Bergland haben vor allem der Landkreis Kusel und der Donnersbergkreis. In geringerem Maße erstreckt es sich auch über Teile der Landkreise St. Wendel, Kaiserslautern, Birkenfeld und Bad Kreuznach.

Berge[Bearbeiten]

Donnersberg

Das Nordpfälzer Bergland ist durch zahlreiche Hügel und Täler gekennzeichnet, welche dem Landstrich eine stark variierende Höhenlage von rund 200 bis über 600 m verleihen. Der höchste Berg ist der Donnersberg, der mit 686,5 m zugleich die höchste Erhebung der Pfalz darstellt.

Dieser und weitere herausragende Berge sind:

Wasserläufe[Bearbeiten]

Glanbrücke in Meisenheim

Der äußerste Westen des Nordpfälzer Berglands entwässert über das Einzugsgebiet der knapp 100 Kilometer langen Blies zu Saar und Mosel hin. Wichtige Flüsse im westlichen und zentralen Bereich sind der 90 Kilometer lange Glan samt seinem wasserreichsten Zufluss Lauter („Waldlauter“) und die 57 Kilometer lange Alsenz. Die 116 Kilometer lange Nahe, in welche sie münden und die ein linker Nebenfluss des Rheins ist, fließt nördlich außerhalb des Berglands. Das östliche Gebiet am Donnersberg entwässern die 43 Kilometer lange Pfrimm, die selbst allerdings im nördlichen Pfälzerwald entspringt, sowie die 61 Kilometer lange Selz. Beide fließen nach Osten in den Oberrhein.

Name[Bearbeiten]

Trotz seines Namens hat das Nordpfälzer Bergland Anteil nicht nur an der nördlichen und (zu einem kleineren Teil) westlichen Pfalz, sondern auch am Saarland. Mitunter wird es im Volksmund auch als alte Welt (mundartlich die alt Welt) oder bucklige Welt bezeichnet.[2] Teilweise bezieht sich die Bezeichnung Alte Welt (dann als Eigenname in Großschreibung) aber auch nur auf einen abgelegenen Landstrich im Übergangsbereich der Landkreise Kusel und Kaiserslautern, der etwa von den Bundesstraßen 420, 270 und 48 sowie den Autobahnen 6 und 63 begrenzt wird. Größte Gemeinde ist dort, in Abhängigkeit von der jeweiligen Abgrenzung, Nußbach oder Obermoschel.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft und Besiedelung[Bearbeiten]

Altstadt von Meisenheim

Die Region ist stark landwirtschaftlich geprägt und weist keine Städte mit mehr als 10.000 Einwohnern auf. Bedeutende Orte sind die Kreisstädte Kirchheimbolanden und Kusel sowie, als Sitze von Verbandsgemeinden, Alsenz, Altenglan, Lauterecken, Meisenheim, Rockenhausen, Winnweiler und Wolfstein.

Vermehrt setzt das Gebiet auf Tourismus. So wurde im Frühjahr 2011 der Pfälzer Höhenweg eröffnet, der im Bereich des Donnersberges verläuft und mit 112 Kilometer der drittlängste Premiumwanderweg der Pfalz ist. Weitere bekannte Wanderwege sind der Remigius- und der Veldenz-Wanderweg. Sie sind nach historischen Objekten im Nordpfälzer Bergland benannt, der erste nach der Propstei St. Remigius, der zweite nach der Grafschaft Veldenz.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten]

Mehrere Kilometer südlich und etwa parallel zu dem Mittelgebirge verläuft die Autobahn 6 (SaarbrückenMannheim), der Westen wird von der A 62 (LandstuhlNonnweiler), der Osten von der A 63 (Kaiserslautern–Mainz) durchquert. Abschnittsweise durch das Nordpfälzer Bergland führen die Bundesstraßen 40 (Kaiserslautern–Alzey), 48 (Winnweiler–Bad Kreuznach), 270 (Kaiserslautern–Lauterecken), 420 (Ottweiler–Bad Kreuznach) und 423 (Waldmohr–Altenglan).

Eisenbahnen[Bearbeiten]

Die im Westen zur Autobahn 6 parallele Bahnstrecke Mannheim–Saarbrücken ermöglicht die Anbindung an den überregionalen Schienenverkehr. Regionalbahnen sind die Glantalbahn, die Lautertalbahn, die Alsenztalbahn, die Zellertalbahn und die Donnersbergbahn. Aus ihren Namen geht die jeweilige Lage hervor.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Nordpfälzer Bergland – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Nordpfälzer Bergland

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Inschrift des Granit-Steins vom Trigonometrischem Punkt auf der Donnersberg-Felsformation Königsstuhl
  2. Verlag Eugen Ulmer: Die Pfalz ist eine Reise wert. Abgerufen am 1. Oktober 2010.