Lisa Hartman

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Lisa Hartman

Lisa Hartman (* 1. Juni 1956 in Houston, Texas) ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin, die mit der Rolle der Ciji Dunne in dem Dallas-Spin-off Unter der Sonne Kaliforniens bekannt wurde.

Familie[Bearbeiten]

Lisa Hartmans Mutter, Jonni Hartman war eine erfolgreiche Produzentin im TV- und Musikbusiness, ihr Vater Howard Hartman machte sich als Bariton-Sänger und Schauspieler auf lokaler und nationaler Ebene in den USA der 1950er und 1960er Jahre einen Namen. Lisa Hartman hat eine ältere Schwester. Jonni und Howard Hartman ließen sich scheiden, als Lisa neun Jahre alt war.

Anfänge[Bearbeiten]

Lisa Hartman begleitete ihren Vater bei vielen seiner Auftritte und trat schon als Kind auf; sei es als Sängerin des Weihnachtsliedes The Christmas Train (1961) oder auch als Schauspielerin in kleineren Theater-Stücken und Szenen. 1962, im Alter von sechs Jahren trat Hartman im Bühnenprogramm ihres Vaters als Sängerin auf und erhielt für ihre Interpretation des Liedes Hello Darling Standing Ovations vom begeisterten Publikum. 1963 trat die siebenjährige Lisa Hartman in einem Anti-Tuberkulose-Spot neben dem berühmten John Wayne auf. Ihre Eltern erkannten recht bald das Talent ihrer Tochter und ermöglichten ihr eine schulische Ausbildung an der „High School for the Performing and Visual Arts“ in Houston. Dort sollten die vorhandenen Ressourcen gefördert und das musische Talent weiter ausgebaut werden.

Im Verlauf ihres Studiums wirkte Lisa Hartman in zahlreichen Theaterstücken mit und setzte ihre schauspielerischen Akzente im Bereich Märchen-Inszenierungen für Kinder und Jugendliche. Zu ihren größeren schauspielerischen Erfolgen in dieser Zeit zählen unter anderem Aschenputtel und das Kriegs- und Anti-Rassismus-Drama South Pacific. Aber auch ihrer zweiten Leidenschaft, der Musik, blieb sie während dieser Zeit treu: So gründete Lisa 1972 die Rockband Lisa Hartman and Four Grand, mit der sie in diversen Holiday Inns und auf Kleinkunstbühnen auftrat. Bei einem ihrer Auftritte wurde die Songschreiberin Dene Hofheinz 1974 auf die Künstlerin aufmerksam und stellte sie wenig später dem Plattenproduzenten Jeff Barry vor.

Karriere[Bearbeiten]

Barry überzeugte sich vom Talent der jungen Sängerin und nahm sie 1975 bei Kirshner-Records unter Vertrag. Im März 1976 erschien daraufhin Lisa Hartmans Debüt-Albummit dem Titel Lisa Hartman. Trotz zahlreicher guter Kritiken, die Hartmans Sopran-Stimme sowie die bunte Mischung der Songs und einfühlsame Interpretation der balladesken Rocksongs lobten, wurde es das Album kein Erfolg.

Lisa Hartman mit Ken Haines als Presenter bei der Sports Emmy Award Show in New York

Hartman nahm diverse Fernsehrollen an und debütierte im Dezember 1976 in der Fernsehserie Police Woman, war in einigen Fernsehfilmen zu sehen, und übernahm dann die Titelrolle in der Sitcom Tabitha (1977–1978), einer Spin-off-Serie zum 1960er Jahre-Klassiker Verliebt in eine Hexe.

Bis Anfang der 1980er Jahre veröffentlichte Lisa Hartman diverse Singles sowie das Solo-Album Hold On (1979), war Gast diverser Familienserien wie Love Boat oder Fantasy Island und spielte in mehreren Fernsehfilmen meist junge, erfolgreiche Sängerinnen. Obwohl sie bei dieser Gelegenheit ihr zweites Album zu vermarkten versuchte, gelang ihr auch hiermit nicht der musikalische Durchbruch.

Ihre erste Kinorolle erhielt Hartman 1978 im Independent-Film Just Tell Me You Love Me, der zunächst jedoch keinen Verleih fand und erst 1980 mit mäßigem Erfolg ausgestrahlt wurde. Zu einer kommerzielleren Fernsehpräsenz verhalf die fünfteilige TV-Serie Das Tal der Puppen von 1981, gedreht nach dem Bestseller-Roman von Jacqueline Susann. Lisa Hartman nutzte die Chance dieser Rolle, um ihr neues Solo-Album Letterock (diesmal beim Plattenlabel RCA) zu vermarkten, indem sie als neurotische Rocksängerin Neely einige Songs davon zum Besten gab. Auf diesem Album zeigte sich Hartman erstmals von einer rockigen Seite.

Nach einem Kinoauftritt neben Sharon Stone in Wes Craven´s Tödlicher Segen (1981), wurde Lisa Hartman die Rolle der Sängerin Ciji Dunne in dem erfolgreichen Dallas-Spin-off Unter der Sonne Kaliforniens (Knots Landing) angeboten. Eigentlich wurde sie als Gaststar der 4. Staffel (1982–1983) engagiert, aber niemand ahnte, welchen Erfolg Hartman mit ihrer Interpretation der tragischen Rolle der Ciji Dunne haben sollte.

Letterock wurde mit dem Titel Lisa Hartman – Singing Star of Knots Landing neu veröffentlicht, verkaufte sich relativ gut, die Einschaltquoten der Serie stiegen bis auf 19 Millionen Zuschauer an und brachten der Serie erstmals eine Top-18-Position in den Nielsen-Ratings ein. Hartman wurde aufgrund der Zuschauerresonanz nach ihrem Serientod 1983 als feste Hauptdarstellerin in die Seifenoper zurückgeholt. Nun spielte sie die Sängerin Cathy Geary, nutzte die Chance, zahlreiche Pop-Songs der 80er Jahre zu covern und wirkte bis 1986 neben Schauspielpartner Alec Baldwin in der Serie mit. In der Zwischenzeit wirkte sie im Kinofilm Where The Boys Are ´84 mit und drehte im Frühjahr 1984 das Kriegsdrama The 17th Bride in Wasserburg am Inn und Israel. Dieser Film lief jenseits des Kino-Mainstream in Arthouse-Kinos und ist eine freie Verfilmung der Novelle The Bride von Ladislav Grossman.

Als Nächstes begann Lisa Hartman mit den Aufnahmen eines neuen Solo-Albums, das bei Atlantic Records (Warner) veröffentlicht wurde. `Til My Heart Stops erschien 1987 auf Vinyl und 1988 auf CD.

Am 13. Oktober 2008 veröffentlichte das Label „Wounded Bird“ dieses Album als Re-Release.

Der Schauspielerei blieb Lisa Hartman weiterhin treu und war bis Ende der 1990er Jahre in etlichen größeren Fernsehrollen zu sehen. So wirkte sie 1990 und 1991 beispielsweise in acht größeren Filmen wie der Miniserie 2000 Malibu Road von Joel Schumacher mit Drew Barrymore und Jennifer Beals mit, sowie im Drama Herz in Fesseln, das 1993 zu den erfolgreichsten US-amerikanischen Fernsehproduktionen zählte.

Privatleben[Bearbeiten]

Am 20. Oktober 1991 heiratete Lisa Hartman den erfolgreichen Country-Sänger Clint Black auf dessen Farm in Houston, Texas. Beide haben eine Tochter, die am 1. Mai 2001 geboren wurde.

Gemeinsam standen Hartman und Black 1998 imFernsehfilm Cadillac Jack: Ein Cowboy gibt nie auf vor der Kamera und traten auch als Duett-Partner in Erscheinung. Sei es im ehemaligen Kriegs- und Krisengebiet Somalia, wo beide für die dort stationierten US-Truppen im Frühjahr 1993 ein Konzert gaben, oder auch als Künstler der Rock Artists Against Drunk and Driving gegen Alkoholkonsum am Steuer. Die Country-Ballade When I Said I Do bedeutete schließlich eine überraschend positive, wenn auch späte Wende in Lisa Hartmans musikalischer Laufbahn: Das gemeinsame Duett mit ihrem Ehemann erreichte am 4. Dezember 1999 die Top 1 der Country-Billboard-Charts und blieb mehrere Monate in den Charts. Überdies erhielten Hartman und Black hierfür eine Grammy-Nominierung und wurden im Mai 2000 mit der begehrten Trophäe der Academy of Country Music Awards als Vocal Event of the Year ausgezeichnet.

Nun verfolgte Lisa Hartman wieder ihre musikalische Laufbahn, ging gemeinsam mit Black auf Tournee und nahm 2001 als Lisa Hartman-Black erneut ein Duett auf: Easy For Me To Say erschien auf Blacks Greatest Hits II und fand den Weg in die Top 20 der Country-Billboard-Charts.

2005 war Hartman erstmals wieder in einer neuen Fernsehproduktion (Back To You And Me) zu sehen.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 1976: Lisa Hartman
  • 1979: Hold On
  • 1982: Letterock
  • 1987: `Til My Heart Stops
  • 2008: `Til My Heart Stops (Re-Release)
  • 2011: Lisa Hartman (Re-Release)
  • 2011: Hold On (Re-Release)
  • 2011: Letterock (Re-Release)

Singles und Promos[Bearbeiten]

  • 1976: Saying Hello, Saying I Love You, Saying Good Bye
  • 1976: Pickin´ Up The Pieces
  • 1976: Kentucky Rainbows
  • 1977: It Could Be Magic
  • 1978: Nobody Likes Livin´ More Than I Do (A Dreamer Of Dreams)
  • 1979: Walk Away
  • 1982: Hiding From Love
  • 1984: Where The Boys Are
  • 1987: Tempt Me (If You Want To)
  • 1987: The Dress
  • 1988: I Don´t Need Love
  • 1999: When I Said I Do
  • 2001: Easy For Me To Say

Soundtracks[Bearbeiten]

  • 1977: Tabitha
  • 1984: Where The Boys Are ´84
  • 1987: TV Stars On Record
  • 1990: Navy SEALS

Duets, Background-Vocals, Compilations[Bearbeiten]

  • 1994: Give Up The Keys - Rock Artists Against Drunk And Driving
  • 1996: Clint BlackGreatest Hits
  • 1999: D´lectrified - Clint Black
  • 2001: Clint Black – Greatest Hits II
  • 2007: Clint Black – Love Songs

Musikvideos[Bearbeiten]

  • 1987: I Don´t Need Love
  • 1992: We Tell Ourselves
  • 1994: Drive My Car
  • 1994: Summer´s Comin´
  • 1999: When I Said I Do
  • 2001: Easy For Me To Say

Filmografie[Bearbeiten]

Kino[Bearbeiten]

  • 1980: Just Tell Me You Love Me
  • 1981: Tödlicher Segen (Deadly Blessing)
  • 1984: Beach Parties (Where the Boys Are ´84)
  • 1984: The 17th Bride (Ha Khala)

Fernsehfilme[Bearbeiten]

  • 1977: Mord aus heiterem Himmel (Murder At The World Series)
  • 1980: Highway Chaos (Gridlock)
  • 1980: Magic on Love Island
  • 1980: Where the Ladies Go
  • 1985: Hollywood Connection (Beverly Hills Cowgirl Blues)
  • 1987: Rosen der Rache (Roses Are for the Rich)
  • 1987: Die Herzensbrecher von der letzten Bank (Student Exchange)
  • 1989: Der Sex-Tapes-Skandal (Full Exposure: The Sex Tapes Scandal)
  • 1990: Die Operation (Bodily Harm)
  • 1990: Gefährlicher Stoff (The Take)
  • 1990: Gestrandet auf Luahana (Bare Essentials)
  • 1991: Perfect Crimes
  • 1991: Feuersturm im Wolkenkratzer (Fire: Trapped on The 37th Floor)
  • 1991: Space Killers (Not of This World)
  • 1991: Die Rückkehr des Unbestechlichen (The Return of Elliot Ness)
  • 1991: Red Wind: Fluch der Leidenschaft (Red Wind)
  • 1993: Herz in Fesseln (Falsely Accused)
  • 1994: Dreams of Death (Search for Grace)
  • 1994: Das Kind einer anderen (Someone Else’s Child)
  • 1995: Die Verblendeten (Dazzle)
  • 1996: Verschleppt – Laß meinen Sohn nicht sterben! (Have You Seen My Son?)
  • 1997: Suche nach der Vergangenheit (Out Of Nowhere)
  • 1998: Cadillac Jack: Ein Cowboy gibt nie auf! (Still Holding On: The Legend of Cadillac Jack)
  • 2005: Back to You and Me
  • 2012: Flicka 3 - Beste Freunde (Flicka 3)

Fernsehserien[Bearbeiten]

Biografie-Sendungen[Bearbeiten]

  • 1985: Cover Story: Lisa Hartman
  • 2001: Intimate Portrait: Lisa Hartman-Black

Weblinks[Bearbeiten]