Lunéville

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Lunéville
Wappen von Lunéville
Lunéville (Frankreich)
Lunéville
Region Lothringen
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Lunéville
Kanton Hauptort von 2 Kantonen
Gemeindeverband Communauté de communes du Lunévillois.
Koordinaten 48° 35′ N, 6° 30′ O48.5894444444446.5016666666667233Koordinaten: 48° 35′ N, 6° 30′ O
Höhe 217–321 m
Fläche 16,34 km²
Einwohner 19.909 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 1.218 Einw./km²
Postleitzahl 54300
INSEE-Code
Website www.luneville.fr

Kirche Saint Jacques in Lunéville

Lunéville (eine ungebräuchliche alte deutsche Bezeichnung lautet Lünstadt) ist eine Gemeinde im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Lothringen. Lunéville ist Sitz der gleichnamigen Unterpräfektur, Hauptort der Kantone Lunéville-Nord und Lunéville-Sud sowie Sitz des 1997 gegründeten Gemeindeverbandes Communauté de communes du Lunévillois.

Mit 19.909 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) ist Lunéville die zweitgrößte Stadt im Département Meurthe-et-Moselle.

Geografie[Bearbeiten]

Die 30 Kilometer von Nancy entfernte Stadt Lunéville liegt an der Einmündung der Vezouze in die Meurthe.

Geschichte[Bearbeiten]

Lunéville war einst eine kleine Grafschaft und gehörte seit dem 15. Jahrhundert zum Herzogtum Lothringen. Seinen Aufschwung verdankte es Leopold Joseph von Lothringen, der 1702 nach Lunéville zog, weil seine Hauptstadt – Nancy – von französischen Truppen besetzt wurde. Er ließ sich vom Architekten Germain Boffrand das Rokokoschloss errichten und die Stadt zu einer würdigen Residenz ausbauen. Auch Stanislaus I. Leszczyński – der letzte Fürst von Lothringen – regierte das Herzogtum bis zu seinem Lebensende (23. Februar 1766) von Lunéville aus.

Danach fiel Lothringen vertragsgemäß an die französische Krone. Am 9. Februar 1801 unterzeichneten hier Joseph Bonaparte für die Französische Republik und Johann Ludwig Graf Cobenzl für Österreich den Vertrag von Lunéville. Dieser Friedensschluss markiert das Ende des Krieges der zweiten Koalition gegen Frankreich. Inhaltlich bereitet dieser Friedensvertrag den Reichsdeputationshauptschluss (1803) vor.

1827 wurde Fürst Ludwig Aloys zu Hohenlohe-Waldenburg-Bartensteinzum Marschall und Pair von Frankreich ernannt. Für seine Verdienste erhielt er das Schloss Luneville zeitlebens als Residenz. Er war Kommandeur des Regiment Hohenlohe, das 1831 in die französischen Fremdenlegion einging. Alois verstarb in Luneville am 31. Mai 1829.

Die Produkte der königlichen Fayencerie de Lunéville sind weltberühmt.

Besonders zu Anfang des Ersten Weltkriegs war die Umgebung der Stadt stark umkämpft. Der Durchbruchsversuch der deutschen 6. Armee auf Épinal scheiterte Ende August 1914 an der auf starke Befestigungen gestützten französischen Verteidigung im Raum Nancy/Lunéville.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 21.618 23.177 22.709 21.468 20.711 20.188 20.078

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Hauptattraktion der Stadt ist das im 18. Jahrhundert errichtete Schloss Lunéville. Es wurde ab 1702 vom Architekten Germain Boffrand geplant und diente Herzog Leopold Joseph als Residenz. Es wurde bei einem Feuer im Januar 2003 schwer beschädigt. Der Conseil Général de la Meurthe-et-Moselle in Nancy sammelt Spenden zur Wiederherstellung der durch den Brand zerstörten Teile des Schlosses.

Schloss Lunéville
Fayence von Lunéville

Politik[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lunéville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien