Schwetzingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schwetzingen
Schwetzingen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schwetzingen hervorgehoben
49.3833333333338.5666666666667101Koordinaten: 49° 23′ N, 8° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Rhein-Neckar-Kreis
Höhe: 101 m ü. NHN
Fläche: 21,63 km²
Einwohner: 21.194 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 980 Einwohner je km²
Postleitzahl: 68723
Vorwahl: 06202
Kfz-Kennzeichen: HD
Gemeindeschlüssel: 08 2 26 084
Stadtgliederung: 5 Stadtgebiete
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hebelstraße 1
68723 Schwetzingen
Webpräsenz: www.schwetzingen.de
Oberbürgermeister: René Pöltl (parteilos)
Lage der Stadt Schwetzingen im Rhein-Neckar-Kreis
Bayern Hessen Rheinland-Pfalz Heidelberg Heilbronn Landkreis Heilbronn Landkreis Karlsruhe Mannheim Neckar-Odenwald-Kreis Eberbach Altlußheim Angelbachtal Bammental Brühl (Baden) Dielheim Dossenheim Eberbach Eberbach Eberbach Edingen-Neckarhausen Edingen-Neckarhausen Epfenbach Eppelheim Eschelbronn Gaiberg Heddesbach Heddesheim Heiligkreuzsteinach Helmstadt-Bargen Hemsbach Hirschberg an der Bergstraße Hockenheim Ilvesheim Ketsch Ladenburg Laudenbach (Bergstraße) Leimen (Baden) Leimen (Baden) Lobbach Malsch (bei Wiesloch) Mauer (Baden) Meckesheim Mühlhausen (Kraichgau) Neckarbischofsheim Neckargemünd Neidenstein Neulußheim Nußloch Oftersheim Plankstadt Rauenberg Reichartshausen Reilingen Sandhausen St. Leon-Rot Schönau (Odenwald) Schönbrunn (Baden) Schriesheim Schwetzingen Schwetzingen Sinsheim Spechbach Waibstadt Walldorf (Baden) Weinheim Weinheim Wiesenbach (Baden) Wiesloch Wilhelmsfeld ZuzenhausenKarte
Über dieses Bild
Leimbach
Fassaden am Schlossplatz

Schwetzingen ist eine Stadt im Nordwesten Baden-Württembergs, etwa 10 Kilometer westlich von Heidelberg und 15 Kilometer südöstlich von Mannheim gelegen. Bemerkenswert ist ihre weitgehend erhaltene barocke Schlossanlage mit Park, Teil der Burgenstraße, einer 1954 gegründeten Ferienstraße, die von Mannheim nach Prag führt. Im Stadtgebiet liegen außer der Stadt Schwetzingen keine weiteren Ortschaften.

Schwetzingen ist eine der fünf größten Städte des Rhein-Neckar-Kreises, ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden und seit dem 1. April 1993 Große Kreisstadt. Diesen Status erreichte der Ort durch reines Wachstum und ohne Eingemeindungen bzw. Zusammenlegung mit anderen Gemeinden.

Geographie[Bearbeiten]

Lage und Naturraum[Bearbeiten]

Schwetzingen liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar in der Oberrheinischen Tiefebene, östlich des Rheins und westlich des Odenwalds. Durch die Stadt fließt der Leimbach, der unweit westlich von Schwetzingen bei Brühl in den Rhein mündet.

Die Gemarkung erstreckt sich über 2163 Hektar. Davon sind 33,3 Prozent Siedlungs- und Verkehrsfläche, 27,2 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt und 35,7 Prozent sind bewaldet.[2]

Raumplanung[Bearbeiten]

Schwetzingen bildet das Mittelzentrum für den südwestlichen Rhein-Neckar-Kreis mit einem Einzugsgebiet von über 110.000 Einwohnern im Bereich des Oberzentrums Mannheim der Region Rhein-Neckar. Zum Mittelbereich Schwetzingen gehören die Städte Schwetzingen und Hockenheim sowie die Gemeinden Altlußheim, Brühl, Ketsch, Neulußheim, Oftersheim, Plankstadt und Reilingen des Rhein-Neckar-Kreises.

Stadtgliederung und Einwohnerverteilung[Bearbeiten]

Bis 2010 war Schwetzingen in die fünf Stadtgebiete Kernstadt, Oststadt, Südstadt, Schälzig und Hirschacker gegliedert. Mit Beschluss vom 19. Mai 2010 erweiterte der Gemeinderat die Unterteilung um die Einheiten Kleines Feld und Nordstadt, die von der Kernstadt abgespalten wurden.[3] Westlich des Ortskerns von Brühl besitzt Schwetzingen ferner mit den Schwetzinger Rheinwiesen eine unbebaute Exklave in den Rheinauen. Sie ist Teil des Landschafts- und Naturschutzgebietes Schwetzinger Rheinwiesen/Edinger Ried.

Stadtteil Einwohnerzahl Räumliche Lage
Kernstadt 5353 Enthält das Schloss und erstreckt sich östlich bis zur Rheinbahn.
Südstadt 2408 Wird durch die barocke Achse der Carl-Theodor-Straße von der Kernstadt abgeteilt. Grenzt im Süden direkt an Oftersheim.
Oststadt 2617 Grenzt an der Rheinbahn an die Kernstadt sowie im Nordosten an Plankstadt.
Nordstadt 3458 Grenzt an der Grenzhöfer und Rathenaustraße an die Kernstadt und erstreckt sich nordwärts bis zur neuen Umgehungsstrecke der B 535.
Hirschacker 2257 Der nördlichste Stadtteil. Grenzt an der B 535 an die Nordstadt sowie im Norden stellenweise direkt an Mannheim-Rheinau und Brühl.
Kleines Feld 2011 Liegt westlich der alten Trassenführung der B 36 und der Lindenstraße.
Schälzig 3984 Erstreckt sich südlich der Zähringerstraße und westlich der Markgrafenstraße bis an die B 291 und den Hardtwald[4]. Im Südosten grenzt der Schälzig an das Oftersheimer Wohngebiet Nord-West.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Schwetzingen (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden): Mannheim, Plankstadt, Oftersheim, Hockenheim, Ketsch und Brühl. Alle außer Mannheim gehören zum Rhein-Neckar-Kreis.

Das Stadtgebiet ist mit der südlichen Nachbargemeinde Oftersheim vollständig zusammengewachsen. Auch Plankstadt im Osten grenzt stellenweise direkt an Schwetzingen. In der Agglomeration der Stadt Schwetzingen leben somit über 43000 Einwohner. Die drei Gemeinden besitzen daher auch dieselbe Postleitzahl (68723).

Geschichte[Bearbeiten]

Schwetzingen wurde erstmals am 21. Dezember 766 im Lorscher Codex als „suezzingen“ erwähnt[5]. Siedlungsspuren existieren aber bereits aus der Jungsteinzeit, darunter viele Bandkeramik-Funde. 803 wird „Suezzingen Superiore“ genannt (soviel wie „Oberschwetzingen“). Ursprünglich gab es zwei Siedlungen, Ober- und Unterschwetzingen, die erst im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts zu einem Dorf zusammenwuchsen. Gehörte das Gebiet anfangs zum Bistum Worms, so gelangte es bereits im 12. Jahrhundert unter die Herrschaft der Pfalzgrafen. Aus dem Jahr 1439 stammt die erste bekannte Einwohnerzahl: 230 Seelen.

Nördlicher Schlossplatz

Das Schwetzinger Wasserschloss wird erstmals 1350 erwähnt, als der Pfalzgraf bei Rhein Rudolf II. das Wohnrecht im Schloss erhielt. Im Dreißigjährigen Krieg und im Pfälzer Erbfolgekrieg wurde das Schloss zerstört und von Kurfürst Johann Wilhelm bzw. dessen Vorgänger wieder aufgebaut. Ab 1720 diente es Kurfürst Carl Philipp nach seinem Auszug aus Heidelberg zunächst zeitweise als Ausweichresidenz; ab 1742 ließ er es zur Sommerresidenz ausbauen. 1750 wurde die „Neuen Stadt“ mit Schlossplatz geplant und angelegt, die das Ober- und Unterdorf miteinander verband. 1752 eröffnete das Schlosstheater.

1759 erhielt Schwetzingen das Marktrecht und wurde im 18. Jahrhundert im Barockstil ausgebaut. 1803 fiel der Ort mit der gesamten rechtsrheinischen Kurpfalz an Baden und wurde zum Amtssitz erhoben. 1833 erhielt die Gemeinde durch Großherzog Leopold die Stadtrechte. Ab 1850 setzte die Industrialisierung ein. Schwetzingen wurde unter anderem Sitz von Zigarren- und Konservenfabriken. Auch der Spargelanbau gewann an Bedeutung.

Spargeldenkmal auf dem Schloßplatz


1924 wurde das Bezirksamt Schwetzingen aufgehoben und sein Gebiet mit dem Bezirksamt Mannheim vereinigt, aus welchem 1938 der Landkreis Mannheim entstand. 1931 erhielt die Stadt Schwetzingen einen erheblichen Gebietszuwachs durch Aufteilung der Schwetzinger Hardt.

Im Zuge der Kreisreform wurde der Landkreis Mannheim zum 1. Januar 1973 aufgelöst und die Stadt Schwetzingen dem neu gebildeten Rhein-Neckar-Kreis zugeordnet. Im Jahr 1992 überschritt die Einwohnerzahl die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadt Schwetzingen den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg dann mit Wirkung zum 1. April 1993 beschloss.

Religionen[Bearbeiten]

St. Pankratius
Evangelische Stadtkirche

Schwetzingen gehörte anfangs zum Bistum Worms. Wie in der gesamten Kurpfalz wurde auch in Schwetzingen die Reformation eingeführt, und zwar das reformierte Bekenntnis. Dennoch gab es weiterhin auch Katholiken, so dass die Kirche am Ort, die St. Pankratiuskirche, ab 1698 simultan verwendet wurde. Als im Rahmen der Kirchenteilung in der Kurpfalz 1707 die Kirche den Katholiken übergeben wurde, mussten sich die Reformierten zunächst mit einer Notkirche begnügen. Auch die inzwischen entstandene lutherische Gemeinde hatte eine Notkirche. Doch konnten sich die Reformierten 1785 eine eigene Kirche bauen, die Ende des 19. Jahrhunderts vergrößert wurde. Nach dem Übergang an Baden vereinigten sich die beiden protestantischen Gemeinden zu einer unierten Kirchengemeinde. Gehörte die Gemeinde zunächst zum Kirchenbezirk Oberheidelberg, so wurde Schwetzingen später Sitz eines eigenen Kirchenbezirks, der 2008 im Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz aufging. Inzwischen wurde auch die evangelische Kirchengemeinde Schwetzingen wegen ihrer Größe in die Melanchthongemeinde, die Noah-Gemeinde, die Luthergemeinde und die Bonhoeffergemeinde Hirschacker aufgeteilt.

Die Katholiken erhielten – wie bereits erwähnt – ab 1707 die Kirche St. Pankratius, die damals einzige des Ortes. Die Pfarrgemeinde gehörte zunächst noch zum Bistum Worms und wurde 1821/27 Teil des neu gegründeten Erzbistums Freiburg, wo sie dem Dekanat Heidelberg zugeordnet wurde. 1958 wurde in der Oststadt Schwetzingens die Kirche St. Maria errichtet. Später entstand noch die Kirche St. Josef in Hirschacker. 1960 wurde Schwetzingen Sitz eines eigenen Dekanats für die Gemeinden Edingen, Neckarhausen, Oftersheim, Plankstadt, Schwetzingen, Hockenheim, Ketsch, Neulußheim, Reilingen und Brühl, das jedoch bereits 1976 wieder aufgelöst wurde. Seither gehören die Pfarrgemeinden der Stadt zum Dekanat Wiesloch. Die Pfarrgemeinde St. Pankratius bildet mit der Filialgemeinde St. Maria und der Predigstelle St. Josef in Hirschacker zusammen die Seelsorgeeinheit Schwetzingens.

Neben den beiden in Deutschland vorherrschenden Glaubensrichtungen gibt es in Schwetzingen auch freikirchliche Gemeinden, und zwar eine Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche und das Christliche Centrum Schwetzingen, Evangelische Freikirche, kurz CCS genannt. Weiter gibt es die Evangelische Gemeinschaft, die 1849 aus dem „Evangelischen Verein für innere Mission Augsburgischen Bekenntnisses“ hervorging sowie eine Landeskirchliche Gemeinschaft. Darüber hinaus gibt es auch eine Neuapostolische Kirche und einen Königreichsaal der Zeugen Jehovas.

Haupteingang Stadtfriedhof

Seit dem 18. Jahrhundert waren jüdische Familien im Ort ansässig, die eine kleine Jüdische Gemeinde bildeten und sich 1901 einen Synagogenraum im Schwetzinger Schloss einrichteten. In der NS-Diktatur mussten die Gebete eingestellt werden, weil die wenigen verbliebenen jüdischen Bürger emigrierten oder in die östlichen Vernichtungslager deportiert wurden, woran seit 1978 ein Gedenkstein vor der Betstube in der Zeyherstraße erinnert. Verfolgt wurden auch Hitler-Gegner wie der Sozialdemokrat Fritz Schweiger, der 1940 im KZ Dachau ermordet wurde; die Stadt ehrte ihn mit einem Straßennamen. Während des Zweiten Weltkrieges wurden Frauen und Männer aus zahlreichen Ländern nach Deutschland deportiert und auch in Schwetzingen zur Zwangsarbeit eingesetzt. An elf Opfer der Zwangsarbeit, die auf dem Stadtfriedhof begraben sind, erinnert ein VVN-Mahnmal.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahl
1726 420
1784 1.784
1800 2.090
1850 2.900
1. Dezember 1871 3.862
1. Dezember 1880 ¹ 4.649
1. Dezember 1890 ¹ 5.116
1. Dezember 1900 ¹ 6.432
1. Dezember 1910 ¹ 7.876
8. Oktober 1919 ¹ 9.146
16. Juni 1925 ¹ 9.341
16. Juni 1933 ¹ 10.016
Jahr Einwohnerzahl
17. Mai 1939 ¹ 10.983
Dezember 1945 ¹ 11.129
13. September 1950 ¹ 14.068
6. Juni 1961 ¹ 14.992
27. Mai 1970 ¹ 16.508
31. Dezember 1975 18.296
31. Dezember 1980 18.384
27. Mai 1987 ¹ 17.729
31. Dezember 1990 19.098
31. Dezember 1995 21.872
31. Dezember 2000 22.267
31. Dezember 2005 22.345
März 2009² 21.377

¹ Volkszählungsergebnis ² Einwohnermeldeamt

Politik[Bearbeiten]

Rathaus

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat der Stadt Schwetzingen hat 26 Mitglieder, die für fünf Jahre direkt gewählt werden und den Titel „Stadtrat“ führen. Hinzu kommt der Oberbürgermeister als Gemeinderatsvorsitzender. Bei der letzten Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 (2009) gab es folgendes Ergebnis:

CDU 7 (7) Sitze
Schwetzinger Wähler Forum 97 4 (6) Sitze
SPD 5 (5) Sitze
FW 5 (4) Sitze
Die Grünen 4 (2) Sitze
FDP 1 (2) Sitze

Oberbürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister wird für acht Jahre direkt gewählt und darf sich seit dem 1. April 1993 Oberbürgermeister nennen. Sein ständiger Vertreter ist der „Erste Beigeordnete“ mit der Amtsbezeichnung „Erster Bürgermeister“. René Pöltl (parteilos) wurde 2008 mit 90,67 Prozent der Stimmen zum Oberbürgermeister von Schwetzingen gewählt, nachdem sein Amtsvorgänger Bernhard Junker zurückgetreten war.

  • 1833–1838: Daniel Helmreich
  • 1838–1851: Carl Welde
  • 1851–1855: Josef Vetter
  • 1855–1865: Johann Wilhelm Ihm
  • 1865–1883: Heinrich Wittmann
  • 1883–1898: Karl Mechling
  • 1898–1904: Heinrich Häfner
  • 1904–1910: Jean Wipfinger
  • 1910–1914: Wilfried Hartmann
  • 1914–1923: Jakob Reinhard; gewählter Bürgermeister
  • 1914–1918: Georg Pitsch, amtierender Bürgermeister
  • 1923–1929: Johannes Götz, zunächst nur kommissarisch
  • 1929–1930: Leopold Stratthaus, kommissarisch
  • 1930–1933: Arthur Trautmann
  • 1933–1945: Arthur Stober
  • 1945: Ernst Karl
  • 1945–1948: Valentin Gaa (CDU)
  • 1948–1954: Franz Dusberger (SPD)
  • 1954–1961: Hans Kahrmann
  • 1961–1962: Adolf Schmitt, amtierender Bürgermeister
  • 1962–1981: Kurt Waibel (SPD)
  • 1981–1982: Walter Bährle, amtierender Bürgermeister
  • 1982–1998: Gerhard Stratthaus (CDU)
  • 1999–2007: Bernd Kappenstein (CDU)
  • 2007–2008: Bernd Junker (SWF 97)
  • seit 2008: René Pöltl (parteilos)

Wappen[Bearbeiten]

Wappenbeschreibung: In geteiltem Schild oben in Schwarz ein linksgewendeter, wachsender, rot bewehrter und rot bezungter, goldener Löwe, unten in Blau ein silberner Ring.

Der Löwe symbolisiert die Kurpfalz, zu der Schwetzingen bis 1803 gehörte. Der Ring war ursprünglich als Rad abgebildet und entstammt dem Siegel des Hans von Schwetzingen, genannt Wagentreiber, der als Verwandter der Herren von Erligheim mit der Schwetzinger Burg in Verbindung stand. Es handelt sich also um ein sogenanntes redendes Wappen. Aus dem Rad wurde später der Ring. Diese Abbildungen (Löwe und Ring) übernahm die Gemeinde in ihre Siegel und 1898 wurde hieraus das Wappen amtlich festgelegt.[7]

Die Stadtflagge ist Weiß-Blau.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Schwetzingen unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss und Schlossgarten[Bearbeiten]

Schwetzinger Schloss
Moschee im Schlossgarten

Das Schloss Schwetzingen ist die ehemalige Sommerresidenz der Kurfürsten von der Pfalz und Wahrzeichen der Stadt. Vor allem in der Zeit vor Kurfürst Karl Theodor, aber auch während seiner Regierungszeit, diente Schwetzingen auch jagdlichen Zwecken. Berühmt ist neben dem Schloss auch der zugehörige Garten (Park mit Gebäuden), der sich von einem typischen Barockgarten nahe dem Hauptgebäude des Schlosses und entlang der Mittelachse zum englischen Gartenstil in den Randbereichen hin erweitert. Geplant wurde er von dem bekannten Landschaftsarchitekten Friedrich Ludwig von Sckell.

Sehenswert im Schlossgarten sind unter anderem das sogenannte Rokokotheater im rechten Zirkelbau von 1752 (der Innendekoration nach eigentlich frühklassizistisch), die Orangerie, das Badhaus (villenartiger Bau mit kostbaren Innenräumen als Rückzugsort für Kurfürst Karl Theodor), der Apollotempel mit dem Heckentheater, die als antike Ruinen gestalteten Bauten des sogenannten römischen Wasserkastells und des Merkur-Tempels, die Moschee (erbaut 1778 bis 1791), der Minerva-Tempel und der Arionbrunnen.

2007 wurde erstmals ein Antrag auf Aufnahme der kurpfälzischen Sommerresidenz Schwetzingen in das Welterbeverzeichnis der Unesco verabschiedet. 2009 zog die Stadt diesen Antrag zurück, um ihn zu überarbeiten. Er wurde von der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2011 erneut gestellt, im Sommer 2012 abermals zurückgezogen. Ob es zu einem erneuten Versuch kommt, erscheint fraglich.

Theater[Bearbeiten]

Zirkelbau des Schlosses, genutzt als Konzertsaal der Schwetzinger Festspiele
Theater am Puls
Karl-Wörn-Haus
Das ehemalige Kino Capitol

Das ehemalige Hoftheater im Schlosskomplex (sogenanntes Rokokotheater) wurde 1752 von Nicolas de Pigage als Theater der kurpfälzischen Sommerresidenz erbaut. Der Innenraum in den Formen des Frühklassizismus ist seit 1952 Spielstätte der Schwetzinger Festspiele. Dazu gehört auch das Schwetzinger theater am puls, das von Joerg S. Mohr geleitet wird.

Museen[Bearbeiten]

Im Karl-Wörn-Haus – Haus Schwetzinger Sammlungen befindet sich ein stadtgeschichtliches Museum.

XYLON – Museum + Werkstätten e. V. ist ein Zentrum für bildende Kunst mit Schwerpunkt auf dem künstlerischen Hochdruck

Seit 2013 erinnert die Gedenkstätte Spiegel der Geschichte an die Opfer des Nationalsozialismus in Schwetzingen. Gemeinsam mit der jüdischen Gedenkstätte bildet sie die Achse der Erinnerung.[9][10]

Weitere Bauwerke[Bearbeiten]

Das Rathaus wurde 1821 vom badischen Kreisbaumeister Jacob Friedrich Dyckerhoff im Stile von dessen Lehrer Weinbrenner erbaut und in den Jahren 1889, 1912 und 1919 erweitert. Ab dem Jahr 2000 erfolgten intensive Restaurierungsarbeiten.[11]

Das vornehme Wohnhaus von Jesuitenpater Franz Joseph Seedorf wurde im Auftrag des Kurfürsten Carl Theodor 1748 mit Kameralmitteln finanziert und von Franz Wilhelm Rabaliatti am damals neuen Schlossplatz erbaut. 1817 kam das Haus in Privatbesitz, und der Besitzer ließ die Schildgerechtigkeit des Wirtshaus „Zum Goldenen Hirsch“ darauf übertragen. Heutzutage ist es bekannt als Palais Hirsch und dient Veranstaltungen. Ebenso am Schlossplatz noch vorhanden ist Rabaliatti's 1755 erbautes eigenes Wohnhaus.

In der die Hauptachse des Schlossgartens verlängernden Carl-Theodor-Straße ist der 1750–1752 im Auftrag des kurpfälzischen Generalissimus Prinz Friedrich von Pfalz-Zweibrücken erbaute Marstall noch hervorzuheben, vor allem die prunkvoll mit fürstlichen Wappen bekrönte Hofeinfahrt. Das Gebäude war die Kaserne der Badischen Gelben Dragoner.

Gegenüber der evangelischen Stadtkirche befindet sich die ehemalige Friedrichschule, erbaut 1842 im spätklassizistischen Stil.

Im Stadtbild auffällig und auch architektonisch bemerkenswert sind einige Gebäude, die von ortsansässigen Firmen errichtet wurden: das Sudhaus der 1752 gegründeten Welde-Brauerei, errichtet 1934 im Bauhaus-Stil, ein weiteres altes Sudhaus einer anderen Brauerei sowie das 1910 erbaute Direktionsgebäude der ehemaligen Bassermann'schen Konservenfabrik, heute bekannt als Karl-Wörn-Haus (siehe Museen).

Als ein Kulturdenkmal des 20. Jahrhunderts kann das ehemalige Kino Capitol in der Herzogstraße angesehen werden, das jedoch seit 1976 dem Verfall preisgegeben ist.

Nicht zuletzt ist auch der Neubau der Bezirkssparkasse Schwetzingen von 1995 zu nennen. In Schwetzingen hat sich auch neue Architektur im Stadtkern etabliert. So wurde beispielsweise 2005 durch den Schwetzinger Architekten Hans-Jürgen-Vieth nach zuvor durchgeführtem Architektenwettbewerb das Musik- und Kulturzentrum im rückwärtigen Bereich und in Verbindung mit der ehemaligen Friedrichschule errichtet. In unmittelbarer Nähe entstand 2007 nach einem verheerenden Brand des Vorgängerbaus das neue „Lutherhaus“ als evangelisches Gemeindehaus. Architekten waren hier Thomas Link und Uwe Schmidt aus Heidelberg. Abgerundet wurde dieser Bereich durch die Neugestaltung der „Kleinen Planken“ (eine Straße, in Anlehnung an die Planken im benachbarten Mannheim sowie an den früher als „Schloßplanken“ bezeichneten Schwetzinger Schlossplatz benannt) durch den Landschaftsarchitekten Tobias Mann aus Kassel.

Folgende Kirchengebäude gibt es im Stadtgebiet:

  • Katholische Kirche St. Pankratius (1736/38, Turm von 1755, Kirchenschiff umgebaut und erweitert 1763/65)
  • Evangelische Stadtkirche (1756, erweitert und mit Turm versehen 1884/88, nochmals erweitert 1912/13)
  • Katholische Kirche St. Maria (1958)
  • Katholische Kirche St. Josef in Hirschacker
  • Evangelisches Gemeindezentrum Melanchthon (1964)
  • Neuapostolische Kirche

Sport[Bearbeiten]

  • Der TV Schwetzingen 1864 (kurz TV64) bietet viele verschiedenen Sportarten an.
  • Die HG Oftersheim/Schwetzingen spielte in der 2. Handball-Bundesliga.
  • Der SV 98 Schwetzingen spielt in der Fußball-Verbandsliga Nordbaden.
  • Die 1910 gegründete und 1955 wiedergegründete DJK 1910 Schwetzingen bietet Inlinehockey, Baseball, Bogenschießen,Hundesport und Fußball.
  • Der ersten Mittelaltervereins zu Schwetzingen Signum Libere Suezzingen e.V. bietet Förderung der alten Kampfkünste, wie Schwert Kampfkünste, Tjosten, Bogenschießen und anderes aus der Antike bis Mittelalter.
  • Der 1959 gegründete Verein FC Badenia 1959 e.V. Schwetzingen-Hirschacker bietet Tennis und Fußball an.
  • Der Radsportverein Kurpfalz e. V. Schwetzingen widmet sich seit dem Gründungsjahr 1976 intensiv dem Radsport und unterhält eine Lizenzmannschaft in der höchsten, deutschen Amateurklasse.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Februar/März: Traditioneller Kurpfälzer Fastnachtszug am Fastnachtsdienstag
  • Ende April-Anfang Juni: Schwetzinger Festspiele des SWR, international beachtetes Festival für klassische und zeitgenössische Musik, Musiktheater und Theater
  • Mai: Am ersten Wochenende findet das Schwetzinger Spargelfest statt.
  • Sommer: Musik im Park (Im Jahr 2007 zum Beispiel mit Katie Melua, The Boss Hoss, Sasha und Nena)
  • Juli: Schwetzinger Orgelsommer, Einzelkonzerte an vier Sonntagen
  • Juli: Lichterfest im Schlossgarten (findet im 2-Jahresrhythmus statt)
  • Juli: Mittelalter Markt zu Schwetzingen
  • September: Concours d'Elegance für Oldtimer
  • September/Oktober: Schwetzinger Mozartfest
  • Oktober: Kerwe
  • Dezember: Schwetzinger Weihnachtsmarkt
  • Winter: Schwetzinger Eiszauber (Freilufteisbahn auf dem südlichen Schlossplatz)

Ferienstraßen[Bearbeiten]

Schwetzingen liegt an drei touristischen Straßen:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Schwetzingen sind neben den Pfaudler Werken, Möbel Höffner und der Unternehmensgruppe Pfitzenmeier viele kleine und mittelständische Unternehmen ansässig.

Der Tourismus hat in Schwetzingen einen hohen Stellenwert eingenommen, was zu einem großen Angebot an Gastronomie und Hotellerie führte.

2004 arbeiteten in Schwetzingen 6.077 versicherungspflichtig Beschäftigte.

Bis zur Vereinigung mit der Marke "Sonnen" in den 1960er Jahren (zur noch heute existierenden Marke Sonnen Bassermann) wurden in Schwetzingen Konserven der Marke Bassermann hergestellt.

Verkehr[Bearbeiten]

Fernstraßen[Bearbeiten]

Schwetzingen liegt verkehrsgünstig mit direkten Anschlüssen an die A 5 (Anschlussstelle Heidelberg/Schwetzingen) und A 6 (Anschlussstellen Schwetzingen/Hockenheim und Mannheim/Schwetzingen), die direkte Verbindungen in alle Richtungen ermöglichen.

Durch die Stadt verlief in nord-südlicher Richtung die B 36. Eine westliche Umgehung, die Landesstraße 599, wurde schon in den 1990er Jahren zwischen den Autobahnanschlussstellen Mannheim/Schwetzingen und Schwetzingen/Hockenheim gebaut und gilt seit 2009 als neuer Verlauf der B 36, die als solche nicht mehr durch die Stadt führt, was gewisse Freiheiten bei der Neugestaltung des Schlossplatzes bedeutet. Seit 2004 laufen die Arbeiten an einer Umgehungsstraße (B 535) zwischen den Autobahnknoten Heidelberg/Schwetzingen und Mannheim/Schwetzingen, deren erste Bauabschnitte von Mannheim her kommend bis Schwetzingen-Zentrum seit Ende 2006 eröffnet sind. Im Südwesten zweigt von der B 36 die Bundesstraße 291 ab, die entlang der Neubaugebiete Schälzig und Oftersheim-Nordwest an der südlichen Nachbargemeinde vorbei durch den Hardtwald Richtung Walldorf führt.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Bahnhof Schwetzingen (Dez. 2008)

Seit 1870 hat die Stadt einen Anschluss an die Bahnstrecke Mannheim–Karlsruhe, der Rheinbahn. Hierauf bewegt sich sowohl Regional- als auch Transportverkehr. Zukünftig soll auf dieser Bahnstrecke auch die S-Bahn RheinNeckar verkehren. Weitere Haltestellen (Hirschacker und Nordstadt) sind im Zuge des S-Bahn-Ausbaus geplant. Bis 1967 führte auch die heute stillgelegte Bahnstrecke Heidelberg–Speyer an Schwetzingen vorbei. Die Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart tangiert das Stadtgebiet im Norden mit dem Pfingstbergtunnel und führt westlich vorbei. 2007 wurde das Bahnhofsgebäude von der Firma iib aufgekauft und kernsaniert.

Öffentlicher Personen-Nahverkehr[Bearbeiten]

Von 1910 bis 1938 verkehrte die Straßenbahn Schwetzingen-Ketsch. Zwischen 1927 und 1973 endete außerdem eine Straßenbahnlinie der Heidelberger Straßen- und Bergbahn AG von Eppelheim und Plankstadt her in Schwetzingen. Heute führen Buslinien des Busverkehr Rhein-Neckar in die Nachbargemeinden und die Städte Mannheim und Heidelberg. Schwetzingen gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar. Innerhalb der Stadt gilt ein Sondertarif. Zudem besitzt Schwetzingen einen Bahnhof, durch den Züge der Deutschen Bahn in die Richtungen Karlsruhe und Mannheim verkehren.

Medien[Bearbeiten]

In Schwetzingen erscheint als Tageszeitung die Schwetzinger Zeitung und eine Regionalausgabe der Rhein-Neckar-Zeitung (Schwetzinger Nachrichten). Außerdem erscheint jeden Mittwoch eine Ausgabe der Schwetzinger Woche, die allen Schwetzinger Bürgern kostenlos zugestellt wird. In dieser Zeitung wird über lokale Aktivitäten in Schwetzingen berichtet. Seit dem 1. Januar 2008 hat in Schwetzingen der regionale Fernsehsender tvregional seinen Sitz. Er berichtet über aktuelle Ereignisse aus Schwetzingen und der Metropolregion.

Amtsgericht
Finanzamt

Gerichte, Behörden und Einrichtungen[Bearbeiten]

In Schwetzingen befinden sich ein Amtsgericht mit Familiengericht, das zum Landgerichtsbezirk Mannheim gehört, ein Notariat, ein Finanzamt und eine Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit. Weiterhin gibt es ein Polizeirevier und ein Kreiskrankenhaus.

Bildung[Bearbeiten]

Die Stadt Schwetzingen ist Schulträger eines Gymnasiums (Hebel-Gymnasium), einer Realschule (Karl-Friedrich-Schimper-Realschule), einer Hauptschule (Hilda-Schule: Hauptschule mit Werkrealschule), von vier Grundschulen (Grundschule Hirschacker, Johann-Michael-Zeyher Grundschule, Nordstadt-Grund und Lernbehinderten-Schule und Südstadt-Grundschule) sowie der Kurt-Waibel-Förderschule.

Hochschule für Rechtspflege

Der Rhein-Neckar-Kreis ist Träger der drei beruflichen Schulen, der Carl-Theodor-Schule (Kaufmännische Schule, unter anderem mit Wirtschaftsgymnasium), der Krankenpflegeschule am Kreiskrankenhaus und der Ehrhart-Schott-Schule (Gewerbliche Schule, unter anderem mit Technischem Gymnasium) sowie der Comenius-Schule für Geistigbehinderte.

Im linken Flügel des Schwetzinger Schlosses befindet sich die Fachhochschule Schwetzingen, Hochschule für Rechtspflege, eine interne Fachhochschule des Landes Baden-Württemberg (Ressort Justiz), an der die Rechtspflegeranwärter der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland ausgebildet werden. Aus dem zweiten Konjunkturpaket des Bundes wurden für eine neue Justizakademie drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt.[12] Daher ist die Fachhochschule seit September 2009 für die Zeit der Renovierungsmaßnahmen nach Mannheim umgezogen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die Stadt Schwetzingen hat zwölfmal das Ehrenbürgerrecht verliehen, darunter sind:

  • 1833: Karl Vierordt, Oberamtmann
  • 1835: Johann Michael Zeyher, Direktor der Schlossgärten
  • 1871: Conrad Kiefer, Bezirksassistenzarzt
  • 1874: Friedrich Junker, Dekan
  • 1895: Otto von Bismarck, Reichskanzler
  • 1897: Clementine Bassermann, Wohltäterin
  • 1929: Fritz Hirsch, Pionier der staatlichen Denkmalpflege
  • 1967: Franz Dusberger, Bürgermeister
  • 1998: Gerhard Stratthaus, Oberbürgermeister (1982–1998), Finanzminister von Baden Württemberg (1998–2008)
  • 2005: Walter Bährle, Stadtrat

Mit Schwetzingen verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Guillaume d’Hauberat (um 1680–1749), französischer Architekt und Baumeister des Barock
  • Alessandro Galli da Bibiena (1686–1748), italienischer Architekt, Maler, Szenograph und Theater-Ingenieur des Spätbarock, plante die Zirkelbauten des Schwetzinger Schlosses
  • Franz Joseph Seedorf (1691–1758), Jesuitenpater, Theologieprofessor und Kontroversschriftsteller, Erzieher des Kurfürsten Karl Theodor
  • Peter Anton von Verschaffelt (1710–1793), flämischer Bildhauer und Architekt, Schöpfer der Hirsch- und der Flussgruppe im Schwetzinger Schlossgarten
  • Franz Wilhelm Rabaliatti (1716–1782), italienisch-deutscher Architekt und Hofbaumeister, Erbauer der nördlichen Zirkelhäuser des Schwetzinger Schlosses
  • Giuseppe Antonio Albuccio (1720–1776), italienischer Stuckateur des Barock, Ausgestaltung der Spiel- und Tanzsäle der südlichen Zirkelbauten des Schwetzinger Schlosses
  • Johann Wilhelm Sckell (1722–1792), Gartenarchitekt und Hofgärtner in Schwetzingen
  • Nicolas de Pigage (1723–1796), lothringischer Baumeister, wirkte bei der Errichtung der Residenz in Schwetzingen mit (unter anderem erbaute er das Schlosstheater)
  • Kurfürst Karl Theodor (1724–1799), aus dem Hause Wittelsbach, Pfalzgraf bei Rhein, Kurfürst von Bayern, erweiterte Schloss und Schlossgarten Schwetzingen zur Sommerresidenz
  • Friedrich Ludwig Sckell (1750–1823), Gartenarchitekt, Hofgärtner in Schwetzingen, sowie Stadtplaner in München
  • Johann Peter Hebel (1760–1826), Dichter, Theologe und Pädagoge, verstarb in Schwetzingen. Hebel ist der Namensgeber des Hebel-Gymnasiums Schwetzingen.
  • Luise Karoline von Hochberg (1768–1820), zweite Ehefrau des Markgrafen und späteren Großherzogs Karl Friedrich von Baden
  • Johann Michael Zeyher (1770–1843), deutscher Gärtner und Botaniker, Hofgärtner in Schwetzingen
  • Ludwig I. (Bayern) (1786–1868), späterer König von Bayern, verbrachte seine Knabenjahre in Schwetzingen
  • Karl Friedrich Schimper (1803–1867), Naturwissenschaftler, Botaniker und Geologe
  • Karl Theodor Hartweg (1812–1871), Botaniker
  • Joseph Stöckle (1844–1893), Schriftsteller und Alt-Philologe
  • Max Ilgner (1899–1966), Chemie-Industrieller

Literatur[Bearbeiten]

  • Staatl. Archivverwaltung Baden-Württemberg in Verbindung mit d. Städten u.d. Landkreisen Heidelberg u. Mannheim (Hrsg.): Die Stadt- und die Landkreise Heidelberg und Mannheim: Amtliche Kreisbeschreibung.
    • Bd 1: Allgemeiner Teil. Karlsruhe 1966
    • Bd 3: Die Stadt Mannheim und die Gemeinden des Landkreises Mannheim. Karlsruhe 1970
  • Karl und Volker Wörn: Schwetzingen zur Jahrtausendwende: Geschichte – Kultur – Wirtschaft. Schwetzingen 2000, ISBN 3-87742-157-1, zahlreiche zum Teil farbige Abbildungen und Pläne aus Schwetzingen.
  • Badisches Städtebuch; Band IV 2. Teilband aus Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart 1959
  • Frank-Uwe Betz: Schwetzingen. Stadt und Leute. Sutton Verlag, Erfurt 2001, ISBN 3-89702-387-3. (Historische Photographien, überwiegend von 1900 bis 1970)
  • Die Lust am Jagen. Jagdsitten und Jagdfeste am kurpfälzischen Hof im 18. Jahrhundert. Begleitbuch zur Ausstellung im Schwetzinger Schloss. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 1999, ISBN 978-3-89735-118-9.
  • Susanne Bährle/Theo Kyrberg: Schwetzingen. Gudensberg-Gleichen 2002

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwetzingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Schwetzingen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stand: 31. Dezember 2004
  3. Schwetzinger Zeitung vom 21. Mai 2010 "Alte Schwächen ausgemerzt"
  4. Schwetzinger Zeitung vom 21. Mai 2010 "Alte Schwächen ausgemerzt"
  5. Urkunde 750
  6. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 82
  7. Herwig John, Gabriele Wüst: Wappenbuch Rhein-Neckar-Kreis. Ubstadt-Weiher 1996, ISBN 3-929366-27-4, S. 99
  8. https://www.morgenweb.de/nachrichten/fotostrecken/schwetzingen/schwetzingens-neue-partnerstadt-fredericksburg-1.837556
  9. http://www.schwetzingen.de/pb/,Lde/32064_152166_473409_473396.html
  10. Achse der Erinnerung mitten in der Stadt
  11. Dokumentation Rathausrenovierung Schwetzingen durch Architekt (Version vom 19. Juni 2011 im Internet Archive).
  12. Rhein-Neckar-Zeitung vom 6. März 2009