Maria Lankowitz

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Maria Lankowitz
Wappen von Maria Lankowitz
Maria Lankowitz (Österreich)
Maria Lankowitz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Voitsberg
Kfz-Kennzeichen: VO
Fläche: 24 km²
Koordinaten: 47° 4′ N, 15° 4′ O47.06388888888915.063055555556515Koordinaten: 47° 3′ 50″ N, 15° 3′ 47″ O
Höhe: 515 m ü. A.
Einwohner: 2.197 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 92 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8591
Vorwahl: 03144
Gemeindekennziffer: 6 16 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Puchbacher Str. 204
8591 Maria Lankowitz
Website: www.maria-lankowitz.at
Politik
Bürgermeister: Josef Riemer (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
12
3
12 
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Maria Lankowitz im Bezirk Voitsberg
Bärnbach Edelschrott Gallmannsegg Geistthal Gößnitz (Steiermark) Graden Hirschegg Kainach bei Voitsberg Köflach Kohlschwarz Krottendorf-Gaisfeld Ligist Maria Lankowitz Modriach Mooskirchen Pack Piberegg Rosental an der Kainach Salla (Steiermark) Sankt Johann-Köppling Sankt Martin am Wöllmißberg Söding Södingberg Stallhofen Voitsberg SteiermarkLage der Gemeinde Maria Lankowitz im Bezirk Voitsberg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Maria Lankowitz ist ein Wallfahrtsort und eine Marktgemeinde mit 2197 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) in der Weststeiermark westlich von Köflach und der Bezirkshauptstadt Voitsberg, sowie eine ehemalige Bergbaugemeinde im Braunkohlerevier Köflach-Voitsberg. Ab 1. Jänner 2015 ist sie im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark mit den Gemeinden Gößnitz und Salla zusammengeschlossen, die neue Gemeinde wird den Namen „Maria Lankowitz“ weiterführen.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Der Ort Maria Lankowitz liegt rund um die gleichnamige Wallfahrtskirche und schließt direkt an das Ortsgebiet der östlichen Nachbargemeinde Köflach an. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über den Kemetberg bis zum Alten Almhaus, einem Übergang über die Berge der Stubalpe ins obere Murtal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

  • Kemetberg (233)
  • Kirchberg (239)
  • Maria Lankowitz (1705)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Kemetberg, Kirchberg und Lankowitz.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Salla Salla und Graden Köflach
Gößnitz Nachbargemeinden Köflach
Gößnitz Gößnitz Köflach

Geschichte[Bearbeiten]

Funde aus dem 1. bis 4. Jahrhundert belegen eine römische Besiedlung am Franziskanerkogel oberhalb des heutigen Ortes. Auf demselben Hügel finden sich auch die Reste der Primaresburg, einer Wehranlage aus dem 10. Jahrhundert die von den Eppensteinern errichtet wurde.

Die Kirche Maria Lankowitz wurde im Jahr 1415 erstmals urkundlich erwähnt. Aufschwung für das Gebiet rund um das kleine Kirchlein brachte die Entscheidung Kaiser Friedrich III., Georg Gradner mit dem Bau von Schloss, Kloster und Kirche zu beauftragen. Diese Gebäude sind (in mehrfach umgebauter Form) noch heute die zentralen Bauwerke des Ortes. Das Schloss ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Justizanstalt Maria Lankowitz eine Außenstelle der Justizanstalt Graz-Karlau.

Im 20. Jahrhundert ist die Geschichte des Ortes geprägt durch den Kohlebergbau in den Gruben rund um Piberstein. Seit der Stilllegung der Bergbaubetriebe versucht man vor allem als Fremdenverkehrsgemeinde Profil zu gewinnen.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 12 SPÖ - stellt den Bürgermeister und den Vizebürgermeister
  • 3 ÖVP

Wappen[Bearbeiten]

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte am 15. März 1900.
Wappenbeschreibung: Ein durch einen goldenen Faden halb in die Länge und quer getheilter golden eingefaßter Schild. In dem oberen rechten blauen Felde erscheint auf grünem Rasenboden das Bild des Schlosses Lankowitz mit seinem, rechtsseitigen Erkeranbaue, seinem kuppelgekrönten Uhrthurme und seinem in Stein gehauenen, säulengeschmückten und von steinernen Wappenbildern überhöhten Eingangsthore. In dem oberen linken schwarzen Felde zeigt sich in unterirdischem Schachte ein Bergmann, bei dem Scheine seiner Grubenlampe mit Schlägel und Eisen Kohle gewinnend. In der unteren silbernen Schildeshälfte erhebt sich aus grünem vom Fußrande aufsteigenden Rasenboden ein natürlicher reichbelaubter Lindenbaum, in dessen Geäste die wunderthätige Muttergottesstatue mit dem Jesukinde im Strahlenglanze erscheint, und an dessen Fuße zur Rechten ein natürlicher Pflug ruht. Den Schild umgibt eine architektonisch gehaltene dunkelbronzene Einfassung.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Maria Lankowitz
  • Lankowitzer Museum im Schloss

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Kirche Maria Lankowitz: Die Kirche ist eine der Wallfahrtskirchen der Weststeiermark, sie ist „Mariä Heimsuchung“ geweiht und besteht seit Mitte des 15. Jahrhunderts. Das Gotteshaus stand damals in Verbindung mit einem Kloster der Franziskaner. 1678–81 erhielt die Kirche durch Jakob Schmerlaib ihr heutiges Aussehen. 1712 wurde eine Seitenkapelle angebaut, der Hochaltar mit Statuen des Hl. Joachim, der Hl. Anna, von Zacharias und Elisabeth stammt aus 1767. Die Kirche wird durch eine reiche Ausstattung aus dem 17. und 18. Jahrhundert und Fresken des italienischen Malers Felix Batazutti geschmückt. In der Kirche befindet sich eine gotische Marienstatue aus dem 15. Jahrhundert, welcher wundertätiges Wirken zugesprochen wird.
  • Kloster Maria Lankowitz: Das Franziskanerkloster befindet sich nördlich der Kirche, es stammt aus den Jahren 1656–1665, die Kirche wird vom Kloster aus betreut.
  • Die Antoniuskapelle aus der Zeit um 1660 wurde gleichzeitig mit der Mauer des Friedhofs erbaut, ihr Altar stammt aus 1770. In der Kapelle befindet sich ein großes Votivbild des Grafen Sigmund Friedrich Herberstein.
  • Das Portal des Kirchhofes stammt aus dem Beginn des 19. Jahrhunderts, die Statuen daneben aus dem 18. Jahrhundert, der Bildstock vor der Kirche ist mit 1658 datiert.
  • An der Zufahrtsstraße zur Kirche stehen acht Heiligenstatuen aus der Zeit um 1730.
  • Das Schloss wurde ab 1440 unter Ritter Georg Gradner erbaut. 1459 ging es an Kaiser Friedrich III., 1460 an Andreas Greißenegger. Nach weiteren Besitzwechseln wurde es ab 1855 als Strafanstalt eingerichtet.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Wirtschaft ist heute vor allem auf den Fremdenverkehr ausgerichtet. Die Gruben des ehemaligen Braunkohletagbergbaus werden heute als Badeseen genutzt. Golfanlage, Wanderwege und ein kleines Skigebiet vervollständigen das Angebot. Im Sommer kann man auf den Almwiesen der Stubalm die Lipizzaner weiden sehen.

Die Landwirtschaftliche Fachschule Maria Lankowitz-St. Martin wird „Hanns-Koren-Schule“ (benannt nach Hanns Koren) genannt, sie wurde gegründet von Anna Stölzle.

Im Südwesten von Maria Lankowitz befindet sich der Golfplatz des Golfclubs Erzherzog Johann.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Historische Landkarten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maria Lankowitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 12. Dezember 2013 über die Vereinigung der Marktgemeinde Maria Lankowitz und der Gemeinden Gößnitz und Salla, alle politischer Bezirk Voitsberg. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 20. Dezember 2013. Nr. 172, 37. Stück. ZDB-ID 705127-x. S. 713.
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  3. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 13, 1963, S. 78
  4. Kurt Woisetschläger, Peter Krenn: Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Steiermark (ohne Graz). Topographisches Denkmälerinventar, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt. Wien 1982. ISBN 3-7031-0532-1. Seite 279–281.