Marion Clignet

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Marion Clignet (* 21. Februar 1964 in Hyde Park, New York) ist eine ehemalige französische Radsportlerin, die auf Bahn und Straße erfolgreich war, sechs Weltmeister-Titel und zwei olympische Silbermedaillen errang.

Im Alter von 22 Jahren wurde bei Marion Clignet Epilepsie diagnostiziert, und die Ärzte verboten ihr das Autofahren. Also wandte sie sich dem Radsport zu. 1990, im Alter von 26 Jahren, wurde sie Zweite bei den US-amerikanischen Meisterschaften auf der Straße, wegen ihrer Krankheit jedoch von der „US Cycling Federation“ ignoriert. Daraufhin entschloss sich Marion Clignet, für Frankreich, dem Heimatland ihrer Eltern, zu starten.

1991 errang Clignet mit dem französischen Team den Weltmeister-Titel im Mannschaftsfahren auf der Straße. 1993 wurde sie Zweite bei der Grande Boucle Féminine und 1994 gewann sie den Chrono des Nations. Im selben Jahr wurde sie Weltmeisterin in der Einerverfolgung auf der Bahn; diesen Erfolg konnte sie 1996 sowie 1999 wiederholen. 1999 und 2000 wurde sie zudem Weltmeisterin im Punktefahren. Zudem konnte sie mehrere nationale französische Titel auf Bahn und Straße gewinnen.

Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta sowie bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney belegte Marion Clignet jeweils den zweiten Platz in der Einerverfolgung auf der Bahn.

1993 wurde Marion Clignet bei den Bahn-Weltmeisterschaften positiv auf Koffein getestet und für sieben Monate wegen Dopings gesperrt.[1]

Heute ist Marion Clignet als Trainerin tätig; so betreute sie 2005 das U-23-Radsport-Team von Neuseeland. Sie verfasste ihre Autobiografie Tenacious und engagiert sich für die Aufklärung über Epilepsie. Zurzeit ist sie die Sprecherin der französischen „Fondation Française pour la Recherche sur l’Epilepsie“; von 1988 bis 1990 hatte sie diese Funktion bei der US-amerikanischen „Epilepsy Foundation of America“ inne.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ralf Meutgens (Hrsg.): Doping im Radsport. Delius Klasing, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-7688-5245-6, S. 265.

Weblinks[Bearbeiten]