Max Aicher Arena

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Max Aicher Arena
Max Aicher Arena
Daten
Ort DeutschlandDeutschland Inzell, Deutschland
Koordinaten 47° 45′ 9″ N, 12° 45′ 7″ O47.752512.751944444444691Koordinaten: 47° 45′ 9″ N, 12° 45′ 7″ O
Eröffnung 2011
Kapazität 6000
Website max-aicher-arena.com
speziell
Konstruktion Halle (temperiert)
Oberfläche Kunsteis
Bahnlänge 400 Meter
Höhenlage 691 Meter
Kurvenradien 25/29[1] Meter
Gesamtpunkte 373,017 Punkte
Verein(e)

DEC Inzell

Die Max Aicher Arena (früher Eisstadion Inzell) ist eine Hallen-Kunsteisbahn mit einer 400-m-Eisschnelllaufbahn und einem Eishockey-Innenfeld. Bis Ende 2009 war es eine Freiluft-Anlage.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Etwa fünf Kilometer von Inzell entfernt befindet sich der Frillensee, der besonders zuverlässig schon früh im Jahr zufriert. Da der See mit 270 Metern Länge und 160 Metern Breite auf seiner zugefrorenen Fläche die Einrichtung einer Laufbahn von regulären 400 Metern Umfang zuließ, etablierte sich dort und in Inzell ab 1959 ein Zentrum des deutschen Eisschnelllaufsports. Dies umsomehr, als selbst in größeren Städten mit Eislauf-Vereinen wie dem damaligen West-Berlin, Hamburg und Köln nur „Kurzbahnen“ auf relativ kleinen Kunsteisflächen für Eisschnellläufer zur Verfügung standen.

Eisstadion in Inzell[Bearbeiten]

Vorlage:Coordinate/Wartung/Stadion

Ludwig-Schwabl-Stadion
Ludwig-Schwabl-Stadion
Frühere Namen
Eisstadion Inzell
Daten
Eröffnung 1965
Abriss 2009
speziell
Konstruktion Freiluftbahn
Oberfläche Kunsteis
Bahnlänge 400 Meter
Gesamtpunkte 382,931 Punkte

Im Jahr 1965 wurde im Ort Inzell selbst eine 400-Meter-Kunsteisbahn mit einer angeschlossenen Kleinschwimmhalle gebaut. 1967/68 wurde eine Windschutzanlage mit Umkleiden, Sanitärräumen und Krafttrainingsraum errichtet.

1971 wurde nördlich der Eisbahn eine Leichtathletikanlage mit Spielfeld errichtet. Drei Jahre später wurde die Beleuchtungsanlage zur Hochmastanlage umgebaut. In den Jahren 1981/82 baute man ein Betriebsgebäude mit Garage sowie eine Wasseraufbereitungsanlage, Verwaltungs-, Trainer- und Unterrichtsräume. Die Kältetechnik wurde teilsaniert und eine Wärmepumpe eingebaut. Durch die Errichtung eines Tiefbrunnens wurde die Anlage auf Kühlwasserversorgung umgestellt. 1985 hat man die ganze Eisbahn vollständig saniert und Schwimmhalle, Saunabereich und den Bereich des Haupteinganges umgebaut, Sportlerunterkünften und Aufenthaltsräumen wurden geschaffen. 1993 sanierte man die Beleuchtungsanlage. 1995 kam eine neue Sporthalle hinzu. Zwischen 1995 und 1997 erneuerte man die Kälteanlage durch Austausch der bestehenden Kolbenverdichter in Schraubenverdichter mit elektronischer Steuerung.

Hallen-Neubau[Bearbeiten]

Errichtung der hölzernen Dachkonstruktion

Ab September 2009 wurde über der vormaligen Freiluftanlage ein neues überdachtes Stadion für 36 Millionen Euro errichtet, das 6000 Zuschauer fassen kann. Im Dezember 2010 war Trainingsbeginn, offiziell eröffnet wurde das Stadion im März 2011 mit den Eisschnelllauf-Einzelstreckenweltmeisterschaften. Durch ein Name-Sponsoring sicherte sich der Freilassinger Bauunternehmer Max Aicher für 20 Jahre den Titel Max Aicher Arena. Der Name Ludwig Schwabl bleibt trotzdem erhalten, der gesamte Campus um die Halle soll nach ihm benannt werden.[2]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Internationale Wettkämpfe
Einzelstreckenweltmeisterschaften 2005, 2011
Sprintweltmeisterschaft 1971, 1979, 1991, 2001
Mehrkampfweltmeisterschaft 1974, 1982, 1986, 1986
Mehrkampfeuropameisterschaft 1969, 1972
Weltcup 1985/86, 1986/87, 1987/88, 1988/89, 1989/90, 1990/91, 1991/92, 1992/93, 1993/94, 1994/95, 1996/97, 1997/98, 1998/99, 1999/2000, 2001/02, 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2007/08, 2012/13, 2013/14

Bahnrekorde (Max Aicher Arena)[Bearbeiten]

Die Max Aicher Arena zählt zu den schnellsten Eisschnelllaufbahnen der Welt.

Frauen[Bearbeiten]

Strecke Athlet Zeit Datum Wettkampf
0100 m DeutschlandDeutschland Jenny Wolf 0 10,38 25. Juli 2013 Deutsche Meisterschaften 2014
0500 m China VolksrepublikChina Beixing Wang 0 37,36 18. Januar 2014 Internationales Rennen
1000 m KanadaKanada Christine Nesbitt 1.14,84 12. März 2011 Einzelstrecken-WM 2011
1500 m NiederlandeNiederlande Ireen Wüst 1.54,03 7. März 2014 Weltcup 2013/14
3000 m DeutschlandDeutschland Claudia Pechstein 4.00,92 25. Januar 2014 Internationales Rennen
5000 m TschechienTschechien Martina Sáblíková 6.50,83 12. März 2011 Einzelstrecken-WM 2011
Team
Pursuit
(6 Runden)
KanadaKanada Kanada
Brittany Schussler
Christine Nesbitt
Cindy Klassen
2.59,74 13. März 2011 Einzelstrecken-WM 2011
Mehrkampf Athlet Punkte Datum Wettkampf
2 x 500 m DeutschlandDeutschland Jenny Wolf 075,930 10. - 13. März 2011 Einzelstrecken-WM 2011
Sprint-MK DeutschlandDeutschland Denise Roth 159,205 17. - 18. Februar 2012 German Open 2012
Mini-MK OsterreichÖsterreich Anna Rokita 165,373 17. - 18. Februar 2012 German Open 2012

 Nicht oder nicht mehr im internationalen Wettkampf ausgetragen.

Männer[Bearbeiten]

Strecke Athlet Zeit Datum Wettkampf
00100 m DeutschlandDeutschland Samuel Schwarz 000 9,89 25. Juli 2013 Deutsche Meisterschaften 2014
00500 m Korea SudSüdkorea Kyou-Hyuk Lee 00 34,32 13. März 2011 Einzelstrecken-WM 2011
01000 m Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Shani Davis 01.08,45 11. März 2011 Einzelstrecken-WM 2011
01500 m Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Brian Hansen 01.44,58 9. März 2014 Weltcup 2013/14
03000 m PolenPolen Konrad Niedźwiedzki 03.41,11 25. Januar 2014 Internationales Rennen
05000 m NiederlandeNiederlande Sven Kramer 06.11,76 9. Februar 2013 Weltcup 2012/13
10000 m NiederlandeNiederlande Bob de Jong 12.48,20 12. März 2011 Einzelstrecken-WM 2011
Team
Pursuit
(8 Runden)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Jonathan Kuck
Shani Davis
Trevor Marsicano
3.41,72 13. März 2011 Einzelstrecken-WM 2011
Mehrkampf Athlet Punkte Datum Wettkampf
2 x 500 m Korea SudSüdkorea Kyu-Hyeok Lee 069,100 10. - 13. März 2011 Einzelstrecken-WM 2011
Sprint-MK DeutschlandDeutschland Denny Ihle 144,440 4. - 5. März 2011 German Open 2011
Mini-MK RumänienRumänien Cristian-Adrian Mocanu 159,683 21. - 22. Dezember 2013 Rumänische Meisterschaften 2014
Kleiner MK BelgienBelgien Bart Swings 154,152 4. - 5. März 2011 German Open 2011

 Nicht oder nicht mehr im internationalen Wettkampf ausgetragen.

Bahnrekorde (Eisstadion Inzell / Ludwig-Schwabl-Stadion)[Bearbeiten]

Frauen[Bearbeiten]

Strecke Athlet Zeit Datum Wettkampf
00100 m KanadaKanada Catriona LeMay Doan 00 10,41 2. März 2003 Weltcup 2002/03
00500 m DeutschlandDeutschland Jenny Wolf 00 38,25 12. Oktober 2007 Int. Saisoneröffnung 2008
01000 m DeutschlandDeutschland Anni Friesinger 01.16,10 21. Oktober 2006 Int. Rennen 2007
01500 m DeutschlandDeutschland Anni Friesinger 01.57,21 15. Oktober 2005 Testrennen 2006
03000 m TschechienTschechien Martina Sáblíková 04.06,55 10. Oktober 2008 Int. Season Opening 2009
05000 m TschechienTschechien Martina Sáblíková 06.56,98 17. Oktober 2008 Int. Race 2009
10000 m NiederlandeNiederlande Yvonne van der Ploeg 17.38,00 7. März 1984 Friese Selectieteams En Gastrijdsters 1984
Team
Pursuit
(6 Runden)
DeutschlandDeutschland Deutschland
Anni Friesinger
Daniela Anschütz
Sabine Völker
3.05,81 3. März 2005 Einzelstrecken-WM 2005
Mehrkampf Athlet Punkte Datum Wettkampf
Sprint-MK DeutschlandDeutschland Monique Garbrecht-Enfeldt 154,865 29. - 30. Dezember 2000 Deutsche Meisterschaften 2001
Mini-MK Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Karin Busch 168,271 13. - 14. Februar 1982 Mehrkampf-WM 1982
Kleiner MK DeutschlandDeutschland Gunda Niemann-Stirnemann 166,069 29. - 30. Dezember 2000 Deutsche Meisterschaften 2001

 Nicht oder nicht mehr im internationalen Wettkampf ausgetragen.

Männer[Bearbeiten]

Strecke Athlet Zeit Datum Wettkampf
00100 m KanadaKanada Mark Nielsen 000 9,52 1. März 2003 Weltcup 2002/03
00500 m China VolksrepublikChina Yu Fengtong 00 35,17 22. Februar 2004 Weltcup 2003/04
01000 m Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Shani Davis 01.09,65 17. Februar 2008 Weltcup 2007/08
01500 m NiederlandeNiederlande Remco Olde Heuvel 01.47,81 21. Oktober 2006 Int. Rennen 2007
03000 m NiederlandeNiederlande Sven Kramer 03.43,34 11. Oktober 2008 Int. Season Opening 2009
05000 m Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chad Hedrick 06.25,61 3. März 2005 Einzelstrecken-WM 2005
10000 m NiederlandeNiederlande Bob de Jong 13.25,61 5. März 2005 Einzelstrecken-WM 2005
60 min DeutschlandDeutschland Olaf Kotva 39.667,26 m[5] 21. Februar 1998 Nationales Rennen 1998
Team
Pursuit
(8 Runden)
NiederlandeNiederlande Niederlande
Carl Verheijen
Erben Wennemars
Mark Tuitert
3.53,76 6. März 2005 Einzelstrecken-WM 2005
Mehrkampf Athlet Punkte Datum Wettkampf
Sprint-MK KanadaKanada Jeremy Wotherspoon 142,325 16. - 17. Februar 2008 Weltcup 2007/08
Mini-MK RumänienRumänien Valentin Antonio Anghel 160,378 4. - 7. Februar 2008 Rumänische Meisterschaften 2008
Kleiner MK DeutschlandDeutschland Tobias Schneider 155,924 4. - 6. Januar 2008 Deutsche Meisterschaften

 Nicht oder nicht mehr im internationalen Wettkampf ausgetragen.

aufgestellte Weltrekorde[Bearbeiten]

  • Liste der jüngsten fünf in der Max Aicher Arena aufgestellten Weltrekorde im Eisschnelllauf (mit Eisstadion Inzell und Ludwig-Schwabl-Stadion).
Nr. Disziplin Zeit / Punkte Athlet Datum
64 Kleiner MK 160,454 Gerard Kemkers 16. - 17. März 1990
63 1500 Meter 2.02,23 Karin Kania-Enke 6. März 1986
62 10.000 Meter 14.12,14 Geir Karlstad 16. Februar 1986
61 Mini-MK 168,271 Karin Busch 13. - 14. Februar 1982
60 1000 Meter 1.14,99 Eric Heiden 17. Februar 1979
Liste mit allen aufgestellten Weltrekorden

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. isu.sportcentric.net, Communication No. 1807 (29. Juli 2013)
  2. Richtfest für Inzeller Eishalle. Abgerufen am 24. Januar 2011.
  3. a b speedskatingnews.info Max Aicher Arena
  4. a b speedskatingnews.info Eisstadion Inzell/Ludwig-Schwabl-Stadion
  5. Der neue deutsche Rekord des Marathonmannes auf www.speedskatingstats.com