Max Brod
Max Brod (* 27. Mai 1884 in Prag, damals Monarchie Österreich-Ungarn; † 20. Dezember 1968 in Tel Aviv) war ein deutscher Schriftsteller, Theater- und Musikkritiker, Angehöriger der jüdischen Glaubensgemeinschaft. Sein einst erfolgreiches literarisches Werk ist heute weitgehend unbeachtet. Bedeutungsvoll sind seine Verdienste um den Erhalt der Werke des Schriftstellers Franz Kafka als deren Herausgeber, Bearbeiter und Interpret und als Förderer der Komponisten Leoš Janáček und J. Weinberger. Er gilt auch als Entdecker des Dichters Franz Werfel.
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Leben [Bearbeiten]
Max Brod wurde als Sohn eines Prager Bankbeamten geboren. Zu seiner Mutter ist nur bekannt, dass sie psychische Probleme mit den Kennzeichen einer Depression gehabt haben soll. Vater und Mutter waren begeisterte Opernfreunde. Der Vater schätzte von Richard Wagner die Die Meistersinger von Nürnberg und sang zuhause Opernarien. Die Mutter soll von La Traviata von Guiseppe Verdi beeindruckt gewesen sein. Max Brod, sein Bruder Otto Brod (* 6.7.1888 in Prag, + im Oktober 1944 in Auschwitz ( siehe bei Literatur: Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder, Band I ) und seine Schwester Sophie wuchsen in kultviert bügerlicher Atmosphäre in Prag auf.
Max Brod war Absolvent des Stefans-Gymnasium in Prag, nahm anschließend an der deutschen Karl-Ferdinands-Universität in Prag ein Jurastudium auf und promovierte dort 1907 zum Doktor der Rechtswissenschaften (Dr.jur.). Er trat in die Akademische Landsmannschaft Hercynia zu Prag ein, eine Studentenverbindung, die 1871 bis 1939 bestand, und als Landsmannschaft Hercynia Mainz im CC heute weiter besteht.
Während der Studienzeit begegnete Max Brod am 23. Oktober 1902 in der Prager „Lese- und Redehalle der deutschen Studenten“ dem später durch ihn berühmten Franz Kafka, als er dort einen Vortrag über Arthur Schopenhauer hielt. Eine lebenslange Freundschaft begann, zu deren Beginn in einer Publikatioen von Max Brod überliefert ist:
„Nach diesem Vortrag begleitete mich Kafka, der um ein Jahr Ältere, nach Hause. – Er pflegte an allen Sitzungen der ‚Sektion‘ teilzunehmen, doch hatten wir einander bis dahin kaum beachtet. Es wäre auch schwer gewesen, ihn zu bemerken, der so selten das Wort ergriff und dessen äußeres Wesen überhaupt eine tiefe Unauffälligkeit war, – sogar seine eleganten, meist dunkelblauen Anzüge waren unauffällig und zurückhaltend wie er. Damals aber scheint ihn etwas an mir angezogen zu haben, er war aufgeschlossener als sonst, allerdings fing das endlose Heim-Begleitgespräch mit starkem Widerspruch gegen meine allzu groben Formulierungen an.( siehe: Max Brod: Franz Kafka. Eine Biographie. Dritte, erweiterte Auflage. Berlin und Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 1954. S.57 )
Max Brod und Franz Kafka trafen sich fortan häufig, oft täglich, und blieben bis zu Kafkas Tod befreundet. Franz Kafka war öfter Gast im Elternhaus der Brods und lernte dort 1912 seine spätere Freundin und Verlobte Felice Bauer kennen, die eine Kusine von Brods Schwager Max Friedmann war. Zusammen mit Brods engem Freund Felix Weltsch und Franz Kafka bildeten sie die so genannte „Prager Schule“.
Nach der Promotion zum Dr.jur. 1907 wurde Brod zunächst Justiz-, Finanz-, Post- und Versicherungsbeamter, dann Theater- und Musikkritker sowie Feuilletonredakteur beim "Prager Tagblatt". Er emigrierte 1939 nach Palästina und war bis zu seinem Tod 1968 Dramaturg des Habimah-Theaters in Tel Aviv.
Beginn der literarischen Karriere [Bearbeiten]
Bereits mit 24 Jahren veröffentlichte Brod als viertes Buch den Roman „Schloß Nornepygge“, der vor allem in Berliner Literaturkreisen enthusiastisch als Meisterwerk des Expressionismus gefeiert wurde. Durch dieses und weitere Werke wurde Brod zu einer bekannten Persönlichkeit der deutschsprachigen Literatur. Er förderte mit Erfolg Schriftsteller und Musiker. Zu den von Brod Protegierten gehörte unter anderem der Dichter Franz Werfel, den er bereits 1910 mit einer Gedichtvorlesung in Berlin der Öffentlichkeit bekannt machte, sich mit diesem aber später zeitweise überwarf, als Werfel begann sich vom Judentum los zu lösen und sich dem Christentum zu wandte. Auch mit dem von der jüdischen Religion zur Römisch-katholische Kirche konvertierten Publizisten und Schriftsteller Karl Kraus hatte Brod darüber Auseinandersetzungen. Max Brod war in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg (1914 - 1918) von einem indifferenten zu einem bewussten Anhänger des Judentum und aktiven Vertreter des Zionismus geworden, Er verstand Angehörige der Glaubensgemeinschaft der Juden in erster Linie als Angehörige einer "Rasse und Herkunft" und lehnte daher Assimilierung und Mischehen mit Angehörigen anderer Religionen entschieden ab. [1] Seine Werke veröffentlichte er seit 1912 im Kurt Wolff Verlag.
Entdecker und Mentor [Bearbeiten]
Der von Johannes Urzidil als ungemein vielseitiger Poeta doctus bezeichnete Max Brod, der auch als Übersetzer, Komponist und Publizist tätig war und mehrere umfangreiche philosophische Werke veröffentlichte, trug unter anderem dazu bei, dass Jaroslav Hašeks Weltkriegssatire Der brave Soldat Schwejk auf Berliner Bühnen gespielt und der tschechische Autor dadurch im Ausland populär wurde.
Max Brod nimmt auch einen ehrenvollen Platz in der Musikgeschichte ein. Er verfasste in Zusammenarbeit mit dem mährischen Komponisten Leoš Janáček deutschsprachige Libretti für dessen Opern und verhalf ihm damit zum Durchbruch auf den internationalen Opernbühnen. Aufführungen in tschechischer Sprache fanden damals außerhalb der Länder der Böhmischen Krone kein Publikum und selbst in Prag war dies keineswegs selbstverständlich. Brod meisterte die schwierige Aufgabe seinen Text in Einklang zu bringen mit einer Musik, die ganz auf der Sprachmelodie des Tschechischen basierte. Dies erforderte Zugeständnisse und Anpassung des Komponisten, so dass z. B. die deutschsprachige Jenufa nicht notengetreu mit dem tschechischen Operntext übereinstimmt. Außer Jenůfa übersetzte Brod die Libretti zu den Opern Katja Kabanova, Das schlaue Füchslein, Die Sache Makropulos und Aus einem Totenhaus. Außerdem trug Brod durch zahlreiche Veröffentlichungen und eine erste Biografie zum allmählich einsetzenden Ruhm Janáčeks bei. Er machte auch seinen Einfluss geltend, um Aufführungen der damals avantgardistischen Werke an europäischen Opernhäusern durchzusetzen.
Vor allem aber wurde Max Brod zum entscheidenden Förderer und Mentor der Werke von Franz Kafka. Brod versuchte den an seiner Begabung zweifelnden Kafka in dessen literarischen Bestrebungen zu unterstützen und drängte ihn, seine Arbeiten zu veröffentlichen. Es ist wahrscheinlich Brod zu verdanken, dass Kafka anfing, ein Tagebuch zu führen. Zwar verabredeten sie auch gemeinsame literarische Projekte, doch diese verwirklichten sich aufgrund der unterschiedlichen Arbeitsweise der beiden Autoren nicht. Auch nach seiner Heirat mit Elsa Taussig im Jahr 1913 blieb Brod der engste Freund und Bewunderer Kafkas. Er stand diesem in seinen Lebenskrisen bei, wobei Brod andererseits auch bei eigenen Problemen öfter Rat und Hilfe bei Kafka suchte und fand. 1913 nahm Brod auch Franz Kafka in das von ihm herausgegebene Jahrbuch für Dichtkunst Arkadia auf. Dazu schrieb das Berliner Tageblatt in seiner Ausgabe vom 29. April 1914: „Zwei Talente aus dem jüngeren Jahrgang sind Franz Kafka und Heinrich Eduard Jacob. Beide gegeneinander auszuspielen ist ein Unding. Größere Gegensätze in der Formulierung des Ethischen gibt es kaum. Aber jeder leistet auf seinem Gebiet Erstaunliches.“
Nach dem Ersten Weltkrieg [Bearbeiten]
Als nach dem Krieg 1918 die Monarchie Österreich-Ungarn aufhörte zu bestehen und sich die Tschechoslowakei konstituierte, wurde Brod kurzfristig Vizepräsident des Jüdischen Nationalrates. Nachdem Brod seine Tätigkeit als Beamter im Postdienst in Prag aufgab, arbeitete er als Kunstkritiker und freier Autor. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei setzte ihn 1933, als sie die Macht bis Mai 1945 in Berlin übernommen hatte, auf ihre Liste der verbrannten Bücher 1933 und Max Brod stand auf deren Liste verbotener Autoren während der Zeit des Nationalsozialismus.
Bis zu seiner Emigration nach dem Völkerbundsmandat für Palästina im Jahr 1939, war Brod Redakteur am Prager Tagblatt. In dieser Zeit nahm er von exilierten deutschen Journalisten und Schriftstellern zahlreiche Artikel und Kurzgeschichten an, obwohl ihm klar war, dass er sie niemals alle veröffentlichen konnte. Die bar ausgezahlten Honorare, auch wenn es geringe Beträge waren, bedeuteten für viele Emigranten eine wichtige Überbrückungshilfe. Eine Zeit lang arbeitete auch die Autorin Maria Treben für ihn.
Brod als Nachlassverwalter Franz Kafkas [Bearbeiten]
Kafka starb 1924 in Niederösterreich und hatte letztwillig verfügt, alle seine literarischen Aufzeichnungen zu vernichten und hatte Max Brod als Nachlassverwalter eingesetzt. Brod setzte sich über dessen letzten Willen hinweg, da er glaubte, die angeordnete Vernichtung von Franz Kafkas Manuskripten kulturell nicht verantworten zu können und diese weiter veröffentlichen wollte. Dies führt bis heute zu Auseindersetzungen um das berühmte und lukrative Erbe. Max Brod soll sich verpflichtet gefühlt haben, die literarische Welt auf Leben und Denken Kafkas aufmerksam zu machen, den er als den „größten Dichter unserer Zeit“, das war das 20.Jahrhundert, rühmte.
Bereits 1925 begann Max Brod mit der Veröffentlichung der Romanfragmente Kafkas. In den Dreißigerjahren folgten eine sechsbändige Werkausgabe und eine Biografie Kafkas. In zahlreichen Veröffentlichungen wehrte sich Brod gegen eine von ihm als einseitig angesehene Interpretation der Werke Kafkas, die zu der Kennzeichnung kafkaesk für bestimmte Sachverhalte geführt hat.
Der Musiker und Komponist [Bearbeiten]
Brod hatte neben Jura auch Musikwissenschaft, Komposition und Klavier studiert und war ein ausgezeichneter Pianist. Als Komponist war er bis in die 1950er-Jahre aktiv, wobei er im Wesentlichen kammermusikalische Werke schuf, darunter allein 14 Liederzyklen. Sein Kompositionslehrer war ein Schüler von Antonín Dvořák, dessen Musik sein Schaffen deutlich prägte. Erst später – in den 1940er-Jahren – zeigten sich in seinen Kompositionen Einflüsse der zeitgenössischen Musik, auch hinterließ die Folklore seiner neuen Heimat Palestina ihre Spuren in seinem Werk.
1939 bis zum Tod [Bearbeiten]
Max Brod wandte sich unter dem Einfluss Martin Bubers früh dem Zionismus zu. Dies war neben seiner jüdischen Religion und den einsetzenden Verfolgungen durch die Nationalsozialisten nach 1933 einer der Gründe, warum er 1939 nach Palästina floh, als die deutsche Wehrmacht im März 1939 die restlichen Gebiete der Tschechoslowakei besetzte und bis Mai 1945 das Protektorat Böhmen und Mähren bestand..
Sein Bruder, der Schriftsteller Otto Brod (* 1888) wurde 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt und 1944 nach Auschwitz deportiert, wo er in der Gaskammer um sein Leben kam. Als Max Brod nach dem Krieg vom Schicksal seines Bruders (und Freundes) erfuhr, gab ihm das den Anstoß, sich wieder mit theologischen Themen zu beschäftigen. Vor allem die Fragen: „Ist die Seele unsterblich?“ Und: „Wie lässt sich das Leiden der Welt mit dem Glauben an einen allmächtigen und allgütigen Gott vereinbaren?“ teilt er mit weiteren Glaubensgemeinschaften und Religionen dieser Erde.
Während der Jahre 1938 bis 1947 hat Max Brod fast nichts publiziert. Das Weltgeschehen des Zweiten Weltkriegs und der private Schicksalsschlag,der Tod seiner Frau 1942 hatten seine Kräfte gelähmt. Sehr wichtig war in dieser Zeit für ihn die enge Freundschaft zu Felix Weltsch in Jerusalem, die sich durch hunderte Briefe ausdrückte. Die Freundschaft zu Brod hielt von der Piaristenschule bis zum Tode Weltschs ganze 75 Jahre.
In Tel Aviv arbeitete und lebte Max Brod bis zu seinem Tod im Jahre 1968 als freier Autor, Journalist und Dramaturg am Nationaltheater Habimah.
Seinen Nachlass und damit auch einen Teil des Nachlasses von Franz Kafka verwaltete, zum Teil kritisiert und beargwöhnt, nach seinem Tod seine ehemalige Sekretärin und Lebensgefährtin Esther Hoffe. Es besteht Uneinigkeit darüber, ob deren Töchter als ihre Erbinnen das Recht hätten, diesen Nachlass der Institution Deutsches Literaturarchiv Marbach zu verkaufen oder ob es sich dabei um „nationales Kulturgut“ handele, das in Israel verbleiben müsse.[2] Ein diesbezügliches, noch nicht veröffentliches Gerichtsurteil erging im Herbst 2012. [3]
Anerkennung [Bearbeiten]
Im Jahr 1965 erhielt Max Brod die Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft e.V. in Düsseldorf und 1973 wurde in Wien Hernals (17. Bezirk) die Max-Brod-Gasse nach ihm benannt.
Werke [Bearbeiten]
Literarische Schriften [Bearbeiten]
- Tod den Toten (Novellen) (1906)
- Schloss Nornepygge. Roman 1908
- Ein tschechisches Dienstmädchen (Roman) (1909)
- Die Erziehung zur Hetäre (Novellen) (1909)
- Jüdinnen (Roman) (1911)
- Weiberwirtschaft. Novellen 1913; darin: August Nachreiters Attentat (auch als Einzeldruck 1921; wieder in: Neue deutsche Erzähler Bd. 1 (Max Brod u.a.) Paul Franke, Berlin o.J. (1930)
- Anschauung und Begriff (zusammen mit Felix Weltsch) (1913)
- Die Höhe des Gefühls (Gedichte) (1913)
- Ein Kampf um Wahrheit (Romantrilogie)
- Tycho Brahes Weg zu Gott (1915)
- Reubeni, Fürst der Juden (1925)
- Galilei in Gefangenschaft (1948)
- Leben mit einer Göttin (1923), Kurt Wolff Verlag
- Die Frau, nach der man sich sehnt (Roman) (1927)
- Die Frau, die nicht enttäuscht (1934)
- Heinrich Heine (Biographie) (1935) bei Allert de Lange/Amsterdam
- Novellen aus Böhmen (1936)
- Annerl (1937)
- Unambo (1949) (Roman aus dem jüdisch-arabischen Krieg)
- Der Meister (1952) (Christus-Roman)
- Beinahe ein Vorzugsschüler oder Piece touchee (1952)
- Das Schloß, Drama nach Franz Kafka (1953)
- Armer Cicero (1955)
- Rebellische Herzen (1957)
- Prager Tagblatt (1957) (Roman einer Redaktion)
- Mira (1958) (Roman um Hofmannsthal)
- Jugend im Nebel (1959)
- Streitbares Leben (1960) (autobiographische Schrift)
- Die Rosenkoralle. Ein Prager Roman. (1961)
- Die verkaufte Braut. Der abenteuerliche Lebensroman des Textdichters Karel Sabina (1962)
Ausgewählte Werke: Hrsg im Jahr 2013 von Hans-Gerd Koch und Hans Dieter Zimmermann in Zusammenarbeit mit Barbora Šrámková und Norbert Miller
- Arnold Beer. Das Schicksal eines Juden. Roman und andere Prosa aus den Jahren 1909-1913. Mit einem Vorwort von Peter Demetz. Wallstein Verlag, Göttingen 2013, ISBN 978-3-8353-1268-5.
- Jüdinnen und andere Prosa aus den Jahren 1906-1916. Mit einem Vorwort von Alena Wagnerová. Wallstein Verlag, Göttingen 2013, ISBN 978-3-8353-1193-0.
Abhandlungen [Bearbeiten]
- Über die Schönheit häßlicher Bilder (1913)
- Heidentum, Christentum und Judentum (1921)
- Sternenhimmel. Musik- und Theatererlebnisse (1923)
- Leos Janácek. Leben und Werk (1925)
- Heinrich Heine (1934) (Biographie)
- Rassentheorie und Judentum. Mit einem Anhang über den Nationalhumanismus von F. Weltsch (1936)
- Franz Kafka (1937, erweitert 1954)
- Diesseits und Jenseits (2 Bände):
- Von der Krisis der Seelen und vom Weltbildes der neuen Naturwissenschaft (1946)
- Von der Unsterblichkeit der Seele, der Gerechtigkeit Gottes und einer neuen Politik (1947)
- Israels Musik (1951)
- Streitbares Leben (Autobiographie) (1960)
- Johannes Reuchlin und sein Kampf (1965)
Zu Franz Kafka [Bearbeiten]
- Der Dichter Franz Kafka (1921)
- Franz Kafkas Nachlass (1924)
- Franz Kafka und Max Brod in ihren Doppelberufen (1927)
- Franz Kafkas Grunderlebnis (1931)
- Aus Franz Kafkas Kindertagen (1937)
- Franz Kafkas Glaubensposition (1937)
- Franz Kafka. Eine Biographie (1. Auflage 1937) (Es folgten weitere Auflagen mit erweitertem Umfang. Neuausgabe: Über Franz Kafka, 1974)
- Das Jüdische in Franz Kafka (1947)
- Franz Kafkas Glauben und Lehre (1948). Wiederveröffentlichung, erweitert um Vor- und Nachworte von Felix Weltsch und H.D. Zimmermann: onomato Verlag, Düsseldorf 2011, ISBN 978-3-939511-92-2.
- Franz Kafka als wegweisende Gestalt (1951). Wiederveröffentlichung: onomato, Düsseldorf 2011, ISBN 978-3-942864-02-2.
- Ermordung einer Puppe namens Franz Kafka (1952)
- Verzweiflung und Erlösung im Werke Franz Kafkas (1959)
- Der Prager Kreis (1966)
Deutschsprachige Libretti [Bearbeiten]
- zu Leoš Janáčeks Opern
- Jenůfa, 1918
- Katja Kabanowa, 1922
- Das schlaue Füchslein, 1925
- Die Sache Makropulos, 1926
- Aus einem Totenhaus, 1930
- zu Hans Krása
- Verlobung im Traum. Oper in 2 Akten, 1928 - 1930. Text nach Fjodor Michailowitsch Dostojewskis Novelle Onkelchens Traum von Rudolf Fuchs und Rudolf Thomas. Text zum Couplet-Traum in der Billard-Partie von Brod
Musikkritiken im Prager Tagblatt [Bearbeiten]
- Janáček und andere. Essais 1924-1938. Herausgegeben von Robert Schmitt Scheubel. consassis.de, Berlin 2013, ISBN 978-3-937416-31-1.
Literatur [Bearbeiten]
- Johannes Urzidil: Goethe in Böhmen, Berlin, Darmstadt, Wien 1962; dort Seite 480 und 481 Textstelle zu Max Brod, * 1884, deutscher Dichter und Schriftsteller aus Prag.
- Wilhelm Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch, Band 2, 1969, mit weiteren Literaturhinweisen.
- Hugo Gold: Max Brod. Ein Gedenkbacu, Tel Aviv, 1969
- Bernd W. Wessling: Max Brod: Ein Porträt. Stuttgart, Berlin, Köln und Mainz: Kohlhammer, 1969. Neuausgabe: Max Brod: Ein Porträt zum 100. Geburtstag. Gerlingen: Bleicher Verlag, 1984.
- Werner Kayser: Max Brod. Hamburg: Christians, 1972. (Hamburger Bibliographien; Bd. 12)
- Heribert Sturm: Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder, herausgegeben im Auftrag des Collegium Carolinum (Institut), Band I, Oldenbourg Verlag München Wien 1979 ISBN 3 486 49491 0, Seite 147 und 148.
- Margarita Pazi: Max Brod. Werk und Persönlichkeit, 1970.
- Margarita Pazi (Hg.): Max Brod 1884-1984. Untersuchungen zu Max Brods literarischen und philosophischen Schriften. New York/Bern/Frankfurt am Main: Peter Lang Verlag, 1987.
- Renate Lerperger: Max Brod. Talent nach vielen Seiten (Ausstellungskatalog) Wien, 1987
- Schalom Ben-Chorin: Erinnerungen an Max Brod aus drei Jahrzehnten in: Zeitschrift für die Geschichte der Juden ZGDJ, 1969 Heft 1. Tel Aviv: Olamenu; S. 1 -10.
- Claus-Ekkehard Bärsch: Max Brod im „Kampf um das Judentum“. Zum Leben und Werk eines deutsch-jüdischen Dichters aus Prag. Wien 1992, ISBN 3-85165-024-7.
- Paul Raabe: Zu Gast bei Max Brod. Eindrücke in Israel 1965; Hg. Niedersächsische Landesbibliothek. Hameln: Niemeyer 2004; ISBN 3-8271-8813-X (Reihe: Lesesaal, 13).
- Volker Weidermann: Das Buch der verbrannten Bücher. Köln: Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2008; ISBN 978-3-462-03962-7. (Zu Brod Seite 126-129)
- Gaelle Vassogne: Max Brod in Prag: Identität und Vermittlung. Conditio Judaica, Band 75. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2009; ISBN 978-3-484-65175-3.
- Barbora Šrámková: Max Brod und die tschechische Kultur. Arco Verlag, Wuppertal 2010, Arco Wissenschaft Band 17; ISBN 978-3-938375-27-3.
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Max Brod im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Max Brod in der Internet Movie Database (englisch)
- Werke von Max Brod. In: Project Gutenberg.
- Eintrag über Max Brod auf Literatur im Kontext, einem mehrsprachigen Projekt der Universität Wien (in deutscher Sprache)
- Max Brod im Zentralen Verzeichnis digitalisierter Drucke (zvdd)
- Meinung von Max Brod über Greta Garbo – Beitrag am Ende des Buches „Die göttliche Garbo“ von Franz Blei
- Biographie von Max Brod (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn)
Nachweise [Bearbeiten]
- ↑ G. Vassogne: Max Brod in Prag: Identität und Vermittlung. Tübingen 2009, S. 94f.
- ↑ Oliver Jungen. Deutsch-israelische Kulturkrise. Tauziehen um Kafka und Brod. F.A.Z., 8. Februar 2010. Ofer Aderet. Professors call for Max Brod's archive, including unpublished Kafka manuscripts, to stay in Israel. Haaretz, 8. Februar 2010.
- ↑ Susanne Knaul: Der Process, vorläufig vollendet. In: taz vom 15. Oktober 2012.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Brod, Max |
| KURZBESCHREIBUNG | tschechischer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 27. Mai 1884 |
| GEBURTSORT | Prag |
| STERBEDATUM | 20. Dezember 1968 |
| STERBEORT | Tel Aviv |
- Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus
- Person (Prag)
- Dichterjurist
- Israelischer Komponist
- Komponist (20. Jahrhundert)
- Literatur (20. Jahrhundert)
- Literatur (Deutsch)
- Roman, Epik
- Autor
- Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse
- Israeli
- Geboren 1884
- Gestorben 1968
- Mann