Medienproduktion

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Gegenstand der Medienproduktion ist die Generierung von Massenmedien, das heißt technischen Vermittlungssystemen von Informationen und Unterhaltung. Dies bedingt die Entwicklung von medialen Inhalten aber auch des technischen Vermittlungssystems selbst. Daneben integriert die Medienproduktion stets organisatorische Ansätze zur Gestaltung des Entwicklungsprozesses. Damit entsteht ein Beziehungssystem aus den Komponenten Inhalt, Technik, Organisation. Alle drei Komponenten stehen in Wechselwirkung und bedingen einander in ihrer Ausprägung.

Produktionsprozess[Bearbeiten]

Medienproduktion umfasst die Entwicklung klassischer Medien wie Druck/Printmedien, Hörfunk, Fernsehen und die Musikproduktion, aber auch neuer Medienformen wie dem Internet oder der Mobilkommunikation. Diese Form der Klassifikation geht eng mit der Entstehung der Medienformen und den jeweils aktuellen technischen Bedingungen einher.

Unabhängig von der Medienbranche lässt sich ein linearer Entstehungsprozess der Medien beschreiben. Er besteht aus den vier wesentlichen Phasen Preproduktion, Produktion, Postproduktion und Distribution. Die Linearität des Prozesses kann nur in wenigen Fällen durchbrochen werden, bauen doch die Phasen stets auf den Ergebnissen der jeweils letzten Phase auf. Ein simultanes Ablaufen von Prozessphasen ist nur eingeschränkt zu realisieren. So könnten beispielsweise visuelle Effekte für Action-Szenen (Postproduktion) während der Dreharbeiten (Produktion) vorbereitet werden, das Compositing kann aber erst nach Abschluss der Produktion erfolgen.

Ausbildung[Bearbeiten]

Um der zunehmenden Digitalisierung im Medienproduktionsprozess gerecht zu werden, wurde der der mehrjährige Ausbildungsgang zum Mediengestalter in den Fachrichtungen Digital und Print sowie Bild und Ton geschaffen. An mehreren Fachhochschulen entstanden Bachelor-Studiengänge in Medientechnik oder Medienproduktion. Ausbildungen gibt es auch an Film- und Fernsehakademien wie der Bayerischen Fernsehakademie. Eine Weiterbildung von sechs Monaten sowie einen berufsbegleitenden Lehrgang von neun Monaten zur digitalen Medienproduktion bietet die Münchner Journalistenakademie an.

Interdisziplinarität[Bearbeiten]

Aus der Beziehung von Inhalt, Technik und Organisation für die Medienproduktion ergibt sich ein interdisziplinäres Forschungsfeld. In diesem verbinden sich diverse wissenschaftliche und wirtschaftliche Fächer, zu denen u.a. Ingenieurwissenschaft, Informatik, Künstlerische Gestaltung, Journalismus, Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaft und Betriebswirtschaftslehre zählen.

Organisation[Bearbeiten]

Eine Organisation der in diesem Berufsfeld Arbeitenden ist der Fachverband Medienproduktioner e.V.[1].

Quellen[Bearbeiten]

  1. Website des Fachverbands Medienproduktioner

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]