Mildred Didrikson Zaharias

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Mildred Didrikson Leichtathletik
Voller Name Mildred Ella Didrikson Zaharias
Nation Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag 26. Juni 1911
Geburtsort Port Arthur
Größe 169 cm
Gewicht 57 kg
Sterbedatum 27. September 1956
Sterbeort Galveston
Karriere
Disziplin 80-Meter-Hürdenlauf
Speerwurf
Hochsprung
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 2 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
Gold Los Angeles 1932 80 m Hürden
Gold Los Angeles 1932 Speerwurf
Silber Los Angeles 1932 Hochsprung
 

Mildred Ella „Babe“ Didrikson Zaharias (* 26. Juni 1911 in Port Arthur, Texas; † 27. September 1956 in Galveston, Texas; gebürtige Mildred Didrikson, Babe Zaharias genannt) war eine US-amerikanische Leichtathletin und Golferin. Sie nahm an den Olympischen Spielen von 1932 teil und gewann zwei Goldmedaillen.

Karriere[Bearbeiten]

Mildred Didrikson, Tochter eines in die USA ausgewanderten Seemanns aus Norwegen, trat bei den am 4. Juli 1932 in Evanston im Bundesstaat Illinois abgehaltenen US-amerikanischen Leichtathletik-Meisterschaften in einem Zeitraum von nur drei Stunden in acht verschiedenen Disziplinen an. Dabei ging sie sechsmal als Sieger aus dem Wettkampf hervor.

Didrikson hatte sich für alle fünf Leichtathletik-Wettbewerbe der Olympischen Spiele qualifiziert. Aufgrund der Statuten durfte sie nur an dreien davon teilnehmen. Ohnehin sahen die Funktionäre das Wunderkind, das schon als Jugendliche unschlagbar im Werfen und Rennen war, und zudem als Boxerin, Tennisspielerin, im Baseball und in der Leichtathletik überzeugte, mit Misstrauen. Vor allem ihre Verbindungen zum Berufssport riefen Ärger hervor, denn Didrikson spielte im männlichen (!) Baseballteam der Brooklyn Dodgers, wo sie aufgrund ihrer Schlagkraft in Anlehnung an die Baseball-Legende Babe Ruth den Spitznamen „Babe“ erhielt. Aufgrund der Beschränkungen entschied sie sich bei den Spielen für Speerwerfen (Goldmedaille), 80-Meter-Hürden (Goldmedaille und Weltrekord) und den Hochsprung. Im Finale sprang die überragende US-Athletin mit 1,657 Metern allerdings genauso hoch wie ihre Teamkollegin Jean Shiley. Die Jury beschloss, Didrikson aufgrund des Sprungstils (Kopf voran, sogen. „Tauchroller“) nur den zweiten Platz zuzuweisen. Damit waren aber weder Didrikson noch Shiley zufrieden. Die beiden Frauen ließen ihre Medaillen verschmelzen und behielten als Trophäe eine Silber-Gold-Legierung.

Didrikson startete zudem neben der Leichtathletik und ihren fünf weiteren Stamm-Sportarten Baseball, Basketball, Billard, Bowling und Golf auch im Fechten, Schießen, Tennis, Reiten und Eisschnelllauf.

Auf der Suche nach neuen Herausforderungen wandte sie sich bald darauf dem Golfsport zu. Mit eiserner Disziplin trainierte sie, bis sie blutige Hände hatte. Der Aufwand lohnte sich, denn bald konnte sie es mit den besten Golfern des Landes aufnehmen. Als Profi-Spielerin gewann sie dreimal die renommierte US Open. 1944 gab sie ihre Profilizenz zurück und spielte fortan als Amateurin. Als erste US-Amerikanerin gewann sie die British Ladies Amateur Golf Championship im schottischen Gullane. 1947 konnte sie 14 Golf-Turniere gewinnen.

Zaharias-Museum in Beaumont, TX

1951 war Zaharias unter den ersten Golferinnen, die in die neugeschaffene Hall of Fame of Women’s Golf aufgenommen wurden. 1954 gewann sie, bereits schwer krank, ihr letztes US Open. Sie starb im September 1956 an Krebs.

Didrikson wurde erstmals 1932 mit der Sportler des Jahres-Auszeichnung von Associated Press geehrt. Nachdem sie zum Golfsport wechselte, erhielt sie diesen Preis noch vier weitere Male. Postum wurde sie 2012 in die IAAF Hall of Fame aufgenommen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Babe D. Zaharias: This Life I've Led (Autobiographie), ISBN 1-56849-390-8
  • Jane Sutcliffe: Babe Didrikson Zaharias: All-Around Athlete. ISBN 1-57505-421-3
  • Susan E. Cayleff: Babe: The Life and Legend of Babe Didrikson Zaharias. ISBN 0-252-01793-5
  • "Das große Olympia Lexikon - Mildred "Babe" Didrikson - Um Gold betrogen", Sport-Bild vom 19. Juni 1996, S.46

Weblinks[Bearbeiten]