Naundorf (Sachsen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Naundorf
Naundorf (Sachsen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Naundorf hervorgehoben
51.25677913.108744139Koordinaten: 51° 15′ N, 13° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Nordsachsen
Höhe: 139 m ü. NHN
Fläche: 36,89 km²
Einwohner: 2361 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 04769,
04758 (Hof)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 03435, 034362, 035268
Kfz-Kennzeichen: TDO, DZ, EB, OZ, TG, TO
Gemeindeschlüssel: 14 7 30 210
Gemeindegliederung: 15 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Dorfplatz 3
04758 Hof
Webpräsenz: www.naundorf-sachsen.de
Bürgermeister: Michael Reinhardt (parteilos)
Lage der Gemeinde Naundorf im Landkreis Nordsachsen
Arzberg Bad Düben Beilrode Belgern-Schildau Cavertitz Dahlen Delitzsch Doberschütz Dommitzsch Dreiheide Eilenburg Elsnig Großtreben-Zwethau Jesewitz Krostitz Laußig Liebschützberg Löbnitz Mockrehna Mockrehna Mügeln Naundorf Wiedemar Oschatz Rackwitz Belgern-Schildau Schkeuditz Schönwölkau Mügeln Taucha Torgau Trossin Wermsdorf Wiedemar Torgau Zschepplin WiedemarKarte
Über dieses Bild

Naundorf ist eine verwaltungsgemeinschaftsfreie Gemeinde im Landkreis Nordsachsen in Sachsen.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt südlich von Oschatz und südöstlich des Collmberges am Flüsschen Döllnitz. Die Nachbarstädte sind Oschatz (4 km), Riesa (15 km) und Mügeln (5 km). Die Bundesstraße 6 verläuft nördlich und die Bundesstraße 169 östlich des Gemeindegebietes.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Naundorf
  • Casabra
  • Neu-Casabra
  • Stennschütz
  • Zeicha
  • Gastewitz
  • Hohenwussen
  • Kreina
  • Juchhöh
  • Salbitz
  • Hof
  • Nasenberg
  • Raitzen
  • Haage
  • Reppen

Geschichte[Bearbeiten]

Naundorf wurde im Jahre 1241 erstmals urkundlich erwähnt. Die Gegend hatte wie viele andere auch im Dreißigjährigen Krieg zu leiden. Ein Urkunde aus dem Jahre 1656 vermerkt, dass im Jahr 1637 das ganze Dörflein Zöschau durch die Soldaten eingeäschert wurde und dazu die Einwohner durch den Würgeengel, die Pest, geschlagen worden sind, so dass alles zur Einöde ward.

Der Ortsteil Casabra war 1665–1666 von Hexenverfolgung betroffen. Georg Pfütze, alt und schwach, geriet unter dem Vorwurf des abergläubisches Kurierens in einen Hexenprozess. Die Verurteilung zur ewigen Landesverweisung wurde umgewandelt in Einsatz beim Festungsbau in Dresden.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche in Hof
  • barocke Kirche Naundorf von 1742 bis 1744
  • Kirche Hohenwussen um 1500 erbaut, Teile schon älter
  • romanische Kirche von Zöschau um 1150 erbaut
  • Kirche Limbach um 1460 erbaut mit gotischen Grundriss
  • frühbarocke Kirche in Hof am 23. Juli 1699 eingeweiht

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Bundesstraße B 6 befindet sich etwa 5 Kilometer entfernt. Naundorf hat einen Bahnhof an der Döllnitzbahn.

Literatur[Bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Naundorf. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 28. Heft: Amtshauptmannschaft Oschatz (II. Teil). C. C. Meinhold, Dresden 1905, S. 197.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Naundorf (Sachsen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Naundorf im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 554f.