Laußig

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Laußig
Laußig
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Laußig hervorgehoben
51.54583333333312.63055555555694Koordinaten: 51° 33′ N, 12° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Nordsachsen
Höhe: 94 m ü. NHN
Fläche: 100,09 km²
Einwohner: 3826 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 04838,
04849 (Authausen, Kossa, Pressel)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 034243, 034242 (Gruna)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: TDO, DZ, EB, OZ, TG, TO
Gemeindeschlüssel: 14 7 30 160
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 1a
04838 Laußig
Webpräsenz: www.laussig.de
Bürgermeister: Lothar Schneider
Lage der Gemeinde Laußig im Landkreis Nordsachsen
Arzberg Bad Düben Beilrode Belgern-Schildau Cavertitz Dahlen Delitzsch Doberschütz Dommitzsch Dreiheide Eilenburg Elsnig Großtreben-Zwethau Jesewitz Krostitz Laußig Liebschützberg Löbnitz Mockrehna Mockrehna Mügeln Naundorf Wiedemar Oschatz Rackwitz Belgern-Schildau Schkeuditz Schönwölkau Mügeln Taucha Torgau Trossin Wermsdorf Wiedemar Torgau Zschepplin WiedemarKarte
Über dieses Bild

Laußig ist eine Gemeinde im Landkreis Nordsachsen, Sachsen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Dammbruch infolge des Muldehochwassers 2013

Die Gemeinde Laußig liegt etwa 11 Kilometer nördlich von Eilenburg und 6 Kilometer südlich von Bad Düben. Westlich der Gemeinde fließt die Mulde. Beim Ortsteil Gruna führt eine Fähre über den Fluss nach Hohenprießnitz. Der Osten der Gemeinde grenzt an den Naturpark Dübener Heide. In Ortsbereich Laußig befindet sich durch den jahrzehntelangen Abbau von Sand für die nahegelegenen Betonwerke ein größerer See.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Als Ortsteil der Gemeinde sind ausgewiesen:

Geschichte[Bearbeiten]

Laußig wird im Jahr 1283 erstmals urkundlich erwähnt. Die Siedlung ist slawischen Ursprungs (wahrscheinlich aus dem 6. oder 7. Jahrhundert). Die erste urkundliche Erwähnung von Pristäblich erfolgt um 1371 als „Prestewelig“ (der Name ist ebenfalls slawischen Ursprungs). Auf Grund der günstigen Lage an einer Furt über die Mulde wird Gruna im Jahr 1285 erstmals urkundlich erwähnt. Seit dem Jahr 1893 hat die Gemeinde einen Bahnanschluss. Am 1. Juli 2007 vereinigte sich Laußig mit Kossa zur neuen Gemeinde Laußig, nachdem sie vorher schon die Verwaltungsgemeinschaft Laußig gebildet hatten.

Altar in der Kirche zu Laußig
Die Kirche zu Laußig
Heideschänke an der Straße S 11 zwischen Bad Düben und Eilenburg

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Naturpark Dübener Heide
  • Kirche von 1715 und Wendenturm in Gruna
  • Muldetal mit Fähre und Ausflugsgaststätten (u. a. Heideschänke und Fährhaus Gruna)
  • spätromanische Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert in Laußig

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Laußig befinden sich zwei größere Betonwerke sowie eine Firma mit dem Geschäftsfeld Maschinen- und Anlagenbau.

Schulen[Bearbeiten]

LBZ, die Grundschule im Hintergrund

In Laußig befindet sich eine Grundschule. Die ehem. Mittelschule wurde in ein Ländliches Bürgerzentrum (LBZ) umgewandelt.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Staatsstraße 11 von Eilenburg nach Bad Düben führt durch die Gemeinde Laußig.

Laußig liegt zudem an der Bahnstrecke Pretzsch–Eilenburg (Dübener-Heide-Bahn). Der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) wurde 1998 von der Deutschen Bahn im Abschnitt Bad Schmiedeberg – Eilenburg Ost eingestellt. Der Bahnhof Laußig [2] sowie der Haltepunkt im Ortsteil Pristäblich sind somit ohne fahrplanmäßige Anbindung. Seither findet nur noch Sonderzug- und Güterverkehr zwischen Laußig und Eilenburg statt. Im Jahr 2005 wurde die Strecke von der Deutschen Regionaleisenbahn gepachtet, die Ende 2007 die Abbestellung des restlichen SPNV zwischen Lutherstadt Wittenberg und Bad Schmiedeberg durch den bedarfsorientierten Einsatz eines Triebwagens in Zusammenarbeit mit dem Land Sachsen-Anhalt verhindern konnte. Im Schienengüterverkehr wird der Gleisanschluss der Leonhard Moll Fertigteilewerk GmbH in Laußig werktäglich zur Abfuhr von Spannbetonschwellen bedient. Seit Anfang November 2008 findet an der neu errichteten Verladestation die Beladung von Güterzügen mit Kies durch das Kieswerk Laußig statt.[3][4]

Politik[Bearbeiten]

Wahlbeteiligung: 44,6 %
 %
50
40
30
20
10
0
43,9 %
36,4 %
13,2 %
6,5 %

Am 30. September 2007 wurde eine Bürgermeisterwahl durchgeführt, um einen Nachfolger für Bürgermeister Dieter Zebrowski (CDU) zu bestimmen. Gewählt wurde der freie Bewerber Lothar Schneider mit 71,9 % der Wählerstimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,1 %.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laußig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Siehe Foto des Bahnhofs Laußig von Harald Neumann, 27. Mai 2007. Abgerufen am 8. Januar 2011.
  3. Siehe Website der Mitteldeutsche Baustoffe GmbH. Abgerufen am 8. Januar 2011.
  4. Siehe www.eurailpress.de, „Verladestation Laußig: Erstverladung eines Güterzuges“, 5. November 2008. Abgerufen am 8. Januar 2011.
  5. http://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_w04_erg.prc_erg_gr?p_bz_bzid=GR09&p_ebene=GE&p_ort=14730160