Dreiheide
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Landkreis: | Nordsachsen | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Torgau | |
| Höhe: | 85 m ü. NN | |
| Fläche: | 33,52 km² | |
| Einwohner: |
2161 (31. Dez. 2012)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 64 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 04860 | |
| Vorwahl: | 03421 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TDO, DZ, EB, OZ, TG, TO | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 7 30 100 | |
| Gemeindegliederung: | 3 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Schulstr. 4 04860 Süptitz |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wolfgang Sarembe (FDP) | |
| Lage der Gemeinde Dreiheide im Landkreis Nordsachsen | ||
Dreiheide ist eine Gemeinde im Landkreis Nordsachsen, Sachsen. Sie gehört Verwaltungsgemeinschaft Torgau an. Der Ort liegt 9 km westlich von Torgau an der Bundesstraße 183 in Richtung Bad Düben. Sie liegt am Ostrand des Naturparkes Dübener Heide.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte von Süptitz und Dreiheide[Bearbeiten]
Die Süptitzer Historie beginnt noch vor ihrer 1257 erfolgten ersten urkundlichen Erwähnung. Etwa um 940 wird Sipnizi als deutscher Burgort im Gau Nisizi an der damaligen deutschen Grenzmark bekannt. Gegen das Jahr 1000 eroberten Wenden das Gebiet und 100 Jahre später wurden unter Bischof Benno von Meißen dort Deutsche angesiedelt. Weidenhain wurde 1151 als flämische Siedlung „Weyden vorm Holz“ erwähnt. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1212, die Kirche St. Martin wurde in der ersten Hälfte des 13. Jh. erbaut.
1300 lebten in Süptitz viele Winzer, die von Frondiensten, Gemeindeabgaben und vom Militärdienst befreit waren. Die Pest von 1347/48 hinterließ wie überall ihre Spuren. 1358 wurde dann an Stelle der alten inzwischen verfallenen Süptitzer Burg ein 45 Morgen großer Weinberg angelegt.
Ab 1426 fallen die Hussiten ein, wobei Süptitz durch Raubzüge verwüstet wurde. Eine zweite fast völlige Zerstörung erfährt das Dorf 1637 im Dreißigjährigen Krieg, als der schwedische Feldmarschall Johan Banér gegen kaiserliche Truppen kämpfte. Nur die Kirche blieb beschädigt erhalten, die Höfe und die Weinberge waren verwüstet und abgebrannt. Am 3. November 1760 fand im Zuge des Siebenjährigen Krieges die Schlacht bei Torgau auf den Süptitzer Höhen statt, in der Hans Joachim von Ziethen (genannt Ziethen aus dem Busch) gegen die Österreicher einen Sieg für die Preußen unter Friedrich II. errang. Nachdem Torgau 1815 als Folge des Wiener Kongresses an Preußen fiel, verlor der Weinbau seine Bedeutung.
1900 stellte die letzte Weinpresse ihre Arbeit ein.
Im Zuge der sächsischen Gemeindegebietsreform im Jahr 1994 haben sich die drei selbstständigen Orte Großwig, Süptitz und Weidenhain zur Großgemeinde Dreiheide zusammengeschlossen.
Wappen[Bearbeiten]
Das Wappen von Süptitz zeigt eine grüne Weinrebe, die von einem rot-weiß gestreiften Balken diagonal durchzogen ist.
Ortsgliederung[Bearbeiten]
- Süptitz
- Großwig
- Weidenhain
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- restauriertes Gutshaus Großwig von 1739
- Bockwindmühle in Großwig: Hübners Mühle, ehemals aus dem 16. Jh., 1760 durch Sturm zerstört, 1847 wieder aufgebaut, 1999 restauriert.
- Schlossteich und Kirche Weidenhain, eine Pfeilerbasilika um 1200 mit in großen Teilen erhaltenen Wandmalereien des 13. Jh.
- Denkmal auf den Süptitzer Höhen
Am 3. November 1860, 100 Jahre nach der Schlacht auf den Süptitzer Höhen, wurde dort ein vom Torgauer Bildhauer Conrad dem Älteren geschaffenes Denkmal enthüllt: eine steinerne Siegessäule, die einen preußischen Adler trug.
1952 wurde der Adler des Denkmals auf den Süptitzer Höhen zusammen mit den durch schwere Ketten verbundenen acht eingegrabenen französischen Geschützrohren von Volkspolizisten zwecks Metallbeschaffung entfernt. Nach 1990 wurde ein neuer Adler auf das Gesims der erhaltenen Säule aufgesetzt. - Im so genannten Postsäulenhaus, Schulstr. 2, in Süptitz, welches 1817 der Amtsschäfer bezog, wurden 1965 durch abbröckelnden Putz etwa 20 vermauerte Reststücke von Kursächsischen Postmeilensäulen entdeckt und 1966 wieder neu verputzt. Diese Postmeilensäulen standen 1810 noch an den Poststraßen um Torgau und sollen danach unter Napoleon Bonaparte aus kriegstaktischen Gründen im Umfeld der Festung Torgau entfernt sowie im 19. Jh. als Baumaterial verwertet worden sein.[2]
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Anton Bernhardi (1813–1889), Arzt, Genossenschafter, Politiker und Unternehmer
- Renate Stecher, geb. Meißner (* 12. Mai 1950 in Süptitz), Leichtathletin und Olympiasiegerin
- Frank Schumann (* 24. Oktober 1951 in Torgau), Verleger und Publizist, lebte von 1956 bis 1970 in Süptitz
Vereine[Bearbeiten]
Tennisclub Großwig e.V.[Bearbeiten]
Im Jahr 1993 wurde in Großwig der Tennisclub gegründet. In den ersten Jahren wurde auf 2 Plätzen im Freibad "Paradis" gespielt. Seit nun mehr 2 Jahren verfügt der Verein über eine modern eingerichtete Tennishalle, die von Jung und Alt bespielt werden kann.
Galerie[Bearbeiten]
-
Denkmal auf den Süptitzer Höhen
-
Bockwindmühle in Großwig
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2012 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Lexikon Kursächsische Postmeilensäulen, transpress Verlag, Berlin, 1989, S. 385, ISBN 3-344-00264-3, Herausgeber: Forschungsgruppe Kursächsische Postmeilensäulen
Weblinks[Bearbeiten]
- Dreiheide im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
- Informationen über den Ortsteil Süptitz
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