Dreiheide

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Dreiheide hervorgehoben
Koordinaten: 51° 34′ N, 12° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Leipzig
Landkreis: Nordsachsen
Verwaltungsge-
meinschaft:
Torgau
Höhe: 85 m ü. NN
Fläche: 33,52 km²
Einwohner: 2427 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04860
Vorwahl: 03421
Kfz-Kennzeichen: TDO
Gemeindeschlüssel: 14 7 30 100
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Schulstr. 4
04860 Süptitz
Webpräsenz:
Bürgermeister: Wolfgang Sarembe (FDP)

Dreiheide ist eine Gemeinde im Landkreis Nordsachsen, Sachsen. Sie gehört Verwaltungsgemeinschaft Torgau an. Der Ort liegt 9 km westlich von Torgau an der Bundesstraße 183 in Richtung Bad Düben. Sie liegt am Ostrand des Naturparkes Dübener Heide.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte von Süptitz und Dreiheide

Die Süptitzer Historie beginnt noch vor ihrer 1257 erfolgten ersten urkundlichen Erwähnung. Etwa um 940 wird Sipnizi als deutscher Burgort im Gau Nisizi an der damaligen deutschen Grenzmark bekannt. Gegen das Jahr 1000 eroberten Wenden das Gebiet und 100 Jahre später wurden unter Bischof Benno von Meißen dort Deutsche angesiedelt.

Kirche in Weidenhain
Kirche in Weidenhain

Weidenhain wurde 1151 als flämische Siedlung „Weyden vorm Holz“ erwähnt. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1212, die Kirche St. Martin wurde in der ersten Hälfte des 13. Jh. erbaut.

1300 lebten in Süptitz viele Winzer, die von Frondiensten, Gemeindeabgaben und vom Militärdienst befreit waren. Die Pest von 1347/48 hinterließ wie überall ihre Spuren. 1358 wurde dann an Stelle der alten inzwischen verfallenen Süptitzer Burg ein 45 Morgen großer Weinberg angelegt.

Ab 1426 fallen die Hussiten ein, wobei Süptitz durch Raubzüge verwüstet wurde. Eine zweite fast völlige Zerstörung erfährt das Dorf 1637 im Dreißigjährigen Krieg, als der schwedische Feldmarschall Johan Banér gegen kaiserliche Truppen kämpfte. Nur die Kirche blieb beschädigt erhalten, die Höfe und die Weinberge waren verwüstet und abgebrannt.

Denkmal auf den Süptitzer Höhen
Denkmal auf den Süptitzer Höhen

Am 3. November 1760 fand im Zuge des Siebenjährigen Krieges die Schlacht bei Torgau auf den Süptitzer Höhen statt, in der Hans Joachim von Ziethen (genannt Ziethen aus dem Busch) gegen die Österreicher einen Sieg für die Preußen unter Friedrich II. errang. Nachdem Torgau 1815 als Folge des Wiener Kongresses an Preußen fiel, verlor der Weinbau seine Bedeutung.

1900 stellte die letzte Weinpresse ihre Arbeit ein.

Im Zuge der sächsischen Gemeindegebietsreform im Jahr 1994 haben sich die drei selbstständigen Orte Großwig, Süptitz und Weidenhain zur Großgemeinde Dreiheide zusammengeschlossen.

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen von Süptitz zeigt eine grüne Weinrebe, die von einem rot-weiß gestreiften Balken diagonal durchzogen ist.

[Bearbeiten] Ortsgliederung

  • Süptitz
  • Großwig
  • Weidenhain
Bockwindmühle in Großwig
Bockwindmühle in Großwig

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • restauriertes Gutshaus Großwig von 1739
  • Bockwindmühle in Großwig: Hübners Mühle, ehemals aus dem 16. Jh., 1760 durch Sturm zerstört, 1847 wieder aufgebaut, 1999 restauriert.
  • Schlossteich und Kirche Weidenhain, eine Pfeilerbasilika um 1200 mit in großen Teilen erhaltenen Wandmalereien des 13. Jh.
  • Denkmal auf den Süptitzer Höhen

Am 3. November 1860 wurde 100 Jahre nach der Schlacht auf den Süptitzer Höhen dort ein vom Torgauer Bildhauer Conrad dem Älteren geschaffenes Denkmal enthüllt: eine steinerne Siegessäule, die einen preußischen Adler trägt.

1952 wurde der Adler des Denkmals auf den Süptitzer Höhen zusammen mit den eingegrabenen französischen Geschützrohren von Volkspolizisten zwecks Metallbeschaffung entfernt. Nach 1990 wurde der Adler wieder installiert.

[Bearbeiten] Weblinks

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