Torgau
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Landkreis: | Nordsachsen | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Torgau | |
| Höhe: | 78 m ü. NN | |
| Fläche: | 102,53 km² | |
| Einwohner: |
20.887 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 204 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 04860, 04861 | |
| Vorwahlen: | 03421, 034221 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TDO, DZ, EB, OZ, TG, TO | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 7 30 310 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Markt 1 04860, 04861 Torgau |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeisterin: | Andrea Staude (SPD) | |
| Lage der Kreisstadt Torgau im Landkreis Nordsachsen | ||
Torgau ist eine Große Kreisstadt mit etwa 20.000 Einwohnern und Verwaltungssitz des Landkreises Nordsachsen in Sachsen. Mit einer weiteren Gemeinde bildet Torgau die Verwaltungsgemeinschaft Torgau.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Die Stadt Torgau liegt im Norden des Freistaates Sachsen am westlichen Ufer der Elbe auf einer Höhe von 85 Metern über dem Meeresspiegel. Westlich von Torgau beginnt die Dübener Heide, die sich im Westen bis Eilenburg und im Norden bis Gräfenhainichen und Kemberg erstreckt. Südwestlich der Stadt liegt der Große Teich, der vom Schwarzen Graben, aus Richtung Audenhain kommend, gespeist wird. An den See schließt sich südlich der Torgauer Ratsforst an.
Die nächsten größeren Städte sind im Uhrzeigersinn beginnend im Westen: Eilenburg (27 Kilometer, weiter bis nach Leipzig 50 Kilometer), Bad Düben (28), Bad Schmiedeberg (22, weiter bis nach Lutherstadt Wittenberg 45), Herzberg (23), Bad Liebenwerda (28) und Riesa (37).
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die Stadt gliedert sich in die Kernstadt sowie die Ortsteile:
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Klimadiagramm von Torgau[2]
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Klima [Bearbeiten]
Die durchschnittlich Lufttemperatur in Torgau beträgt 8,7 °C, der jährliche Niederschlag 541 Millimeter.
Geschichte [Bearbeiten]
Erste urkundliche Erwähnung fand der Ort unter dem Namen Torgove in einem Dokument aus dem Jahr 973. Wann der Ort eine Stadt wurde, ist nicht datiert. Zumindest aus dem Jahr 1267 findet sich eine Notiz, die von der Stadt Torgau spricht.
1344 erfolgte die Ersterwähnung der Bürgerwehr Die Geharnischten im Städtebund Torgau, Oschatz und Grimma, die in der Wurzener Fehde 1542 Berühmtheit erlangte.
1485 fand die Leipziger Teilung zwischen den Brüdern Ernst und Albert statt. Ernst machte Torgau zur Residenz seines Machtbereiches. Schloss Hartenfels wurde zur Hauptresidenz der ernestinischen Kurfürsten: Hier residierten Friedrich der Weise, Johann der Beständige und Johann Friedrich. Torgau war mit Schloss Hartenfels zu der Zeit das politische Zentrum der Reformation. Überliefert ist der Spruch: „Wittenberg ist die Mutter, Torgau die Amme der Reformation“. Im März 1530 verfasste Martin Luther hier gemeinsam mit Jonas, Melanchthon und Bugenhagen die Torgauer Artikel.
Im Schmalkaldischen Krieg unterlagen die protestantischen Landesfürsten 1547 Kaiser Karl V., das Fürstentum von Johann Friedrich wurde dem seines Vetters Moritz in Dresden zugeschlagen. Schloss Hartenfels war fortan nur noch Nebenresidenz, verlor aber nie die symbolische Bedeutung für die reformatorische Bewegung.
1552 reiste Luthers Witwe, Katharina von Bora, nach Torgau, um sich vor der in Wittenberg ausgebrochenen Pest in Sicherheit zu bringen. Bei einem Kutschenunfall brach sie sich jedoch das Becken und starb drei Wochen später, am 20. Dezember 1552, in Torgau an den Folgen. In ihrem Sterbehaus befindet sich heute ein ihr gewidmetes Museum, und ihr Grabmal in der Kirche St. Marien ist eine der Torgauer Sehenswürdigkeiten.
Am 3. November 1760 fand mit der Schlacht bei Torgau auf den Süptitzer Höhen die letzte große Schlacht des Siebenjährigen Krieges statt.
Im Jahr 1811 wurde auf Befehl Napoleons die Festung Torgau ausgebaut, was jedoch nicht seine Niederlage verhinderte. Torgau fiel nach dem Willen der Sieger und den Beschlüssen des Wiener Kongresses 1815 an Preußen.
Zur Zeit des Nationalsozialismus, in den Jahren von 1943 bis 1945, war Torgau Sitz des Reichskriegsgerichts. Im Wehrmachtgefängnis Torgau auf Fort Zinna wurden über 1000 Todesurteile verhängt und vollstreckt. Opfer der Hinrichtungen waren unter anderem Wehrdienstverweigerer, Zeugen Jehovas, Widerstandskämpfer und amerikanische Kriegsgefangene. Heute befindet sich hier ein von der Stiftung Sächsische Gedenkstätten betreutes Museum.
Torgau beherbergte von Februar 1941 bis April 1945 in einer ehemaligen Druckerei in der Naundorfer Straße den Sitz der Verwaltung des Kriegsgefangenenlagers Stalag IV D.[3] Während im Lager in Torgau etwa 800 Kriegsgefangene lebten, waren am 1. Oktober 1944 insgesamt 45.223 Kriegsgefangene im Stalag IV D in Torgau registriert.[4] Sie wurden fast alle auf Arbeitskommandos im Umland verteilt.
Torgau erlangte Ende des Zweiten Weltkrieges internationale Berühmtheit, als sich am 25. April 1945 sowjetische und amerikanische Truppen an der Elbe bei der Stadt trafen und am 26. April 1945 dieses Ereignis für die Kameras auf der zerstörten Elbebrücke in Szene setzten.[5]
Den ersten Kontakt hatten die beiden Armeen während des Krieges in Europa am 25. April 1945 an der Elbe bei Strehla, 30 Kilometer flussaufwärts von Torgau.[6] Der Gedenktag Elbe Day erinnert an dieses Ereignis. Einer der damals am Treffen teilnehmenden US-Soldaten, Joe Polowsky, setzte sich später für die Anerkennung des 25. April als „Weltfriedenstag“ ein. Gemäß seinem letzten Willen wurde er 1983 auf dem evangelischen Friedhof in Torgau begraben.
Von September 1945 bis Oktober 1948 betrieb der NKWD in Torgau im früheren Wehrmachtgefängnis Fort Zinna bzw. in der nahegelegenen Seydlitz-Kaserne die Speziallager Nr. 8 und Nr. 10.
Zwischen 1964 und 1989 gab es in Torgau einen Geschlossenen Jugendwerkhof.[7]
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Torgau, das zuvor dem ehemaligen preußischen Regierungsbezirk Merseburg angehörte, Teil des neu gegründeten Landes Sachsen-Anhalt. 1952 folgte dann im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR die Zuordnung zum Bezirk Leipzig. Als mit der Wiedervereinigung 1990 die Grenzen der neuen Bundesländer festgelegt wurden, wurde Torgau im Ergebnis einer Volksbefragung schließlich wieder sächsisch.
Zum 1. Januar 2009 erfolgte die Erhebung zur Großen Kreisstadt.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Januar 1994 wurden Graditz und Melpitz eingemeindet. Am 1. Januar 2009 erfolgte die Eingemeindung der zuvor selbstständigen Gemeinde Pflückuff, die Stadtfläche wurde dadurch von 42,08 km² auf 90,33 km² mehr als verdoppelt. Mit der Eingemeindung von Zinna mit Wirkung zum 1. Januar 2013 stieg die Fläche der Stadt über 100 km².
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 jeweils zum 31. Dezember):
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- Datenquelle ab 1999: Statistisches Landesamt Sachsen
1) einschließlich Garnison (4. Thüringisches Infanterie-Regiment Nr. 72, Pionier-Bataillon Nr. 3 und I. Abteilung/1. Thüringisches Feldartillerie-Regiment Nr. 19)
2) 29. Oktober
3) 31. August
4) Eingemeindung Pflückuff
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
Der Stadtrat setzt sich seit der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 wie folgt zusammen:[8]
| Partei/Liste | CDU | SPD | LINKE | FWG | FDP | fraktionslos | Gesamt |
| Sitze | 8 | 4 | 3 | 3 | 2 | 2 | 22 |
Zusätzlich gehört dem Stadtrat Oberbürgermeisterin Andrea Staude an, die den Vorsitz führt.
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Torgau pflegt Städtepartnerschaften zu[9]
- Strzegom in Polen
- Znojmo in Tschechien
- Sindelfingen in Baden-Württemberg
Außerdem bestehen freundschaftliche Beziehungen zur finnischen Stadt Hämeenkyrö.
Wappen [Bearbeiten]
Der Kurfürst Friedrich III., auch der Weise genannt, verlieh seiner Geburtsstadt am 11. Juni 1514 das noch heute gültige Wappen.
Blasonierung: „Geviert von Silber und Blau; Feld 1 und 4: je vier rote Sparren pfahlweise, Feld 2 und 3: je ein linksgerichteter steigender silberner Löwe mit roter Bewehrung und ausgeschlagener Zunge.“
Außerdem besitzt Torgau ein Vollwappen mit silbernem Stechhelm und silbern-blauer Helmdecke sowie linksgewendetem silbernem Löwenrumpf mit blauem Flug.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Nahe der Elbe steht Schloss Hartenfels, ein prachtvoller Renaissancebau, der Sitz der ernestinischen Wettiner war und heute wechselnde Ausstellungen beherbergt. Von Mai 2012 bis Oktober 2013 ist die Ausstellung der Staatliche Kunstsammlungen Dresden „Churfürstliche Guardie“ zu sehen. Im Jahr 2015 wird in Torgau eine der vier zentralen Ausstellungen zur Lutherdekade präsentiert.
Die Aufführung der ersten deutschsprachigen Oper fand ebenfalls im Schloss Hartenfels statt, nämlich der Oper „Dafne“ mit der Musik von Heinrich Schütz. Die Torgauer Schlosskapelle war der erste evangelische Kirchenneubau. Martin Luther rühmte sie mit den Worten: „Salomo hat nirgends einen so schönen Tempel gebaut, als Torgau hat.“ Luthers Vorstellungen von gottesdienstlichen Versammlungen prägen diesen Kirchraum. Er selbst weihte die Kapelle der sächsischen Kurfürsten auf Schloss Hartenfels am 5. Oktober 1544 ein.
Der Torgauer Museumspfad umfasst sechs bedeutende Stationen mit zahlreichen museumspädagogischen Angeboten:
- die Kurfürstliche Kanzlei mit dem Stadt- und Kulturgeschichtlichen Museum, dessen Dauerausstellung 2005 neu eröffnet wurde
- die Katharina-Luther-Stube, das Sterbehaus von Katharina von Bora, Luthers Ehefrau
- das Braumuseum, das die Bedeutung der Torgauer Braukunst im 15. und 16. Jahrhundert anschaulich dokumentiert
- das Lapidarium und der Hausmannsturm von Schloss Hartenfels, einst Wohnort des Hofnarren Claus
- das aufwändig restaurierte Bürgermeister-Ringenhain-Haus, eines der bedeutendsten Renaissance-Bürgerhäuser im mitteldeutschen Raum
- das historische Handwerkerhaus, dessen Restaurierung im Mai 2010 abgeschlossen wurde
Nahe der Elbe befindet sich am historischen Ort des Geschlossenen Jugendwerkhofes die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau. Mit ihrer Dauerausstellung dokumentiert sie die repressiven Machtstrukturen des DDR-Bildungssystems, erinnert an die jugendlichen Opfer der sozialistischen Umerziehungspraxis und thematisiert aktuelle Aufarbeitungsprozesse zur Geschichte der Heimerziehung in der DDR, der Bundesrepublik Deutschland und Europa.[10]
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
Jährlich im August findet das Endless Summer Open Air, ein zweitägiges Musik-Festival mit zwei Bühnen und Camping-Gelände, im Entenfang statt. Im Brückenkopf Torgau finden mehrmals im Monat Rockkonzerte statt, organisiert werden diese vom sozial-jugendorientierten Verein IG Rock e. V.. Auch die Kulturbastion Torgau ist ein beliebter Anlaufpunkt für die Bürger der Stadt während des Wochenendes.
Gedenkstätten [Bearbeiten]
- Ein Gedenkstein aus dem Jahre 1948 auf dem Evangelischen Friedhof an der Torgauer Straße erinnert an 160 Männer, die im Zweiten Weltkrieg als Insassen des Wehrmachtgefängnisses Torgau Opfer der Wehrmachtsjustiz geworden sind.
- Eine Grabstätte mit Gedenktafel auf dem gleichen Friedhof erinnert an den kommunistischen Kreistagsabgeordneten Alfred Holzweißig, der nach Verhaftung und Folterung 1935 in den Freitod ging. Eine Gedenktafel an seinem letzten Wohnhaus in der Holzweißigstraße 14 erinnert ebenfalls an ihn.
- Der Sowjetische Ehrenfriedhof mit seinem Obelisken erinnert an die dort begrabenen Zwangsarbeiter(innen und ihre Kinder), an Kriegsgefangene, die Opfer von Zwangsarbeit wurden, sowie an getötete Rotarmisten.
- Ein Denkmal auf einer Grünanlage am Friedrichplatz ist allen Opfern des Faschismus gewidmet.
- Das Denkmal am Elbufer erinnert an die Begegnung von sowjetischen und US-amerikanischen Truppen im April 1945.
- Ein Gedenkstein am Harnack-Ring erinnert an den führenden Kopf der Widerstandsorganisation Rote Kapelle Arvid Harnack, der in Berlin-Plötzensee ermordet wurde.
- Die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau erinnert an über 4000 Jugendliche, die von 1964 bis 1989 in der Disziplinierungseinrichtung der DDR-Jugendhilfe umerzogen werden sollten.[11]
- Die Gedenkstätte Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Torgau dokumentiert die Geschichte der Torgauer Haftstätten während des Nationalsozialismus, der sowjetischen Besatzungszeit und der DDR.[12]
Sonstiges [Bearbeiten]
Der Anfang des 19. Jahrhunderts komponierte Torgauer Marsch wurde nach der Stadt benannt.
Von Mai bis Oktober 2004 fand in Torgau die 2. Sächsische Landesausstellung statt. Im Mittelpunkt stand die Reformationsgeschichte. Zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation bzw. im Rahmen der darauf hinführenden Lutherdekade wird Torgau im Jahr 2015 Standort einer großen nationalen Sonderausstellung sein.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Die drei größten Arbeitgeber in Torgau sind der Autozulieferer Flachglas Torgau GmbH mit 550 Mitarbeitern, die Porzellanmanufaktur Villeroy & Boch und die Justizvollzugsanstalt Torgau.
Das Kreiskrankenhaus Torgau „Johann Kentmann“ gGmbH ist mit 250 Betten ein Haus der Regelversorgung, es besitzt ein zertifiziertes Brust- , Darm- und Traumazentrum. Mit seinem Namen erinnert es an den Stadtphysicus, der im 16. Jahrhundert in Torgau gewirkt hat.
Bildung [Bearbeiten]
In Torgau befinden sich mehrere Grundschulen, die Katharina-von-Bora-Mittelschule und die Mittelschule Nordwest Torgau, das Johann-Walter-Gymnasium sowie das Berufliche Schulzentrum Torgau.
Verkehr [Bearbeiten]
Der Bahnhof Torgau liegt an der Bahnstrecke Halle–Cottbus, die 1872 als Teilstrecke der Halle-Sorau-Gubener Eisenbahn mit der Elbebrücke bei Torgau eröffnet wurde und heute von Zügen der DB Regio befahren wird. In der Vergangenheit war Torgau auch Ausgangspunkt der Bahnstrecke Torgau-Belgern, die zwischen 1915 und 1995 die Kreisstadt Torgau mit der Stadt Belgern verband, sowie der Bahnstrecke Pratau–Torgau, die zwischen 1895 und 1997 von Torgau nach Pretzsch (Elbe) fahrplanmäßig mit Personenzügen befahren wurde.
Torgau liegt am Kreuzungspunkt dreier Bundesstraßen: der B 87, der B 182 und der B 183, von denen die B 87 und die B 183 die Elbe auf der Elbebrücke überqueren.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Nikolaus von Amsdorf (1483–1565), Theologe und Reformator
- Friedrich der Weise (1463–1525), Kurfürst von Sachsen (1486–1525)
- Wolfgang Reissenbusch (um 1480–1540), Humanist, Rechtswissenschaftler und Theologe
- Johann Friedrich der Großmütige (1503–1554), Kurfürst von Sachsen (1532–1547), Herzog von Sachsen (1547–1554)
- Johann Friedrich II. der Mittlere (1529–1595), Herzog zu Sachsen
- Johann Wilhelm (Sachsen-Weimar) (1530–1573), Herzog von Sachsen-Weimar
- Leonhart Schröter (1532–1601), lutherischer Kantor und Komponist
- Andreas Schato (1539–1603), Mathematiker, Physiker und Mediziner
- Paul Zwilling (1547–1581), neulateinischer Epiker
- Hieronymus Nymmann (1554–1594), deutscher Mediziner
- Erasmus Unruh (1576–1628), Rechtswissenschaftler
- Johannes Meisner (1615–1681), deutscher lutherischer Theologe
- Traugott Wilhelm Gustav Benedict (1785–1862), Chirurg
- Karl Adolf Maximilian Edler von der Planitz (1793–1858), königlich-sächsischer Generalmajor, geboren in Kranichau
- Eduard Oscar Schmidt (1823–1886), Zoologe
- Karl Friedrich Biltz (1830–1901), Literaturwissenschaftler, Dramatiker und Theaterkiritiker
- Hans Lachenberger (1831–1891), Komponist
- Georg von Siemens (1839–1901), Gründungsdirektor der Deutschen Bank, Neffe zweiten Grades von Werner von Siemens
- Louis Heinrici (1847–vermutlich 1930), Industrieller und Fabrikant.
- Oltwig von Kamptz (1857–1921), deutscher Offizier und Kommandeur der kaiserlichen Schutztruppe für Kamerun
- Götz von Selle (1893–1956), Bibliothekar und Historiker in Königsberg
- Paul Grimm (1907–1993), Mittelalterarchäologe
- Adolf-Henning Frucht (1913-1993), Arzt, Physiologe und Spion
- Horst Klengel (* 1933), Altorientalist
- Heinz Erbstößer (* 1940), Leichtathlet
- Horsta Krum (* 1941), Publizistin sowie ehemalige evangelisch-reformierte Pastorin
- Regine Kühn (* 1941), Drehbuchautorin
- Peter Goedel (* 1945), Regisseur
- Wolf Roth (* 1945), Schauspieler
- Dagmar Kirste (* 1946), zweifache Kanuslalom-Weltmeisterin
- Peter Selzer (* 1946), Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- Wolfgang Friedrich (* 1947), Bildhauer
- Frank Schumann (* 1951), Verleger und Publizist
- Wolfgang Klotz (* 1951), Geräteturner
- Jürgen Dannenberg (* 1952), Kommunalpolitiker der Linkspartei und Landrat des Landkreises Wittenberg
- Frank Kupfer (* 1962), Politiker der CDU
- Henrik Poller (* 1962), ehemaliger Landtagsabgeordneter (Fraktion Bündnis 90)
- Matthias Moder (* 1963), Leichtathlet
- Jens Müller (* 1965), Rennrodler und dreifacher Olympiateilnehmer
- Olaf Marschall (* 1966), ehemaliger Fußballnationalspieler
- Christoph Winkler (* 1976), Choreograf
- Greta Galisch de Palma (* 1976), Schauspielerin
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben [Bearbeiten]
- Katharina von Bora (1499-1552), „Die Lutherin“
- Claus Narr (vor 1486–nach 1530), bekannter Hofnarr auf Schloss Hartenfels
- Martin Luther (1483–1546), Reformator, weihte 1544 die Schlosskirche als ersten protestantischen Kirchenneubau der Welt
- Johann Walter (1496–1570), Komponist, Kantor und Freund Luthers
- Nikolaus Gromann (um 1500–1566), Baumeister der Renaissance, Erbauer der Torgauer Schlosskirche
- Nickel Hoffmann (um 1510–1592), Steinmetz und Bildhauer
- Mento Gogreve (um 1541–nach 1588), Theologe und Pädagoge, Superintendent in Torgau
- Johannes Kentmann (1518–1574), Mediziner und Naturforscher, Stadtphysicus in Torgau
- Samuel Hahnemann (1755–1843), Begründer der Homöopathie
- Wilhelm von Beczwarzowski (1862–1932), Kompaniechef des 4. Thüringischen Infanterie-Regiment Nr. 72
- Paul Herrmann (1866–1930) Professor am Mackensen-Gymnasium (dem heutigen Johann-Walter-Gymnasium)
- Gustav Hagemann (1891–1982), Maler und Lapplandforscher
Literatur [Bearbeiten]
Ältere Darstellungen, Quellen [Bearbeiten]
- Benjamin Bielern: Eine kurzgefasste Chronica der hochberühmten Stadt Torgau. Leipzig 1769 (Volltext)
- anonym: Kurzgefaßte historische und geographische Nachricht von der Stadt Torgau, 1760 (Volltext)
Aktuelle Monographien [Bearbeiten]
- Karlheinz Blaschke: Delitzsch – Eilenburg – Torgau. Land und Städte in der sächsischen Landesgeschichte. In: Sächsische Heimatblätter 39, 1993, S. 265–270.
- Karlheinz Blaschke: Die geschichtliche Entwicklung der Stadt Torgau von den Anfängen bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts. In: Findeisen/Magirius 1976, S. 13–37. Wiederabdruck (Auszug) in: Peter Johanek (Hrsg.) unter Mitarbeit von Uwe John: Stadtgrundriß und Stadtentwicklung. Forschungen zur Entstehung mitteleuropäischer Städte. Ausgewählte Aufsätze von Karlheinz Blaschke (= Städteforschung: Reihe A, Darstellungen Bd. 44). Böhlau/Köln/Weimar/Wien 1997, S. 257–266. ISBN 3-412-06897-7, 2. Auflage ebd. 2001. ISBN 3-412-02601-8.
- Peter Findeisen, Heinrich Magirius (Hrsg.): Die Denkmale der Stadt Torgau, Leipzig 1976.
Weblinks [Bearbeiten]
- Internetpräsenz von Torgau
- Torgau im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
- Torgauer Museumspfad
- Torgauer Stadtansichten
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
- ↑ Deutscher Wetterdienst, Normalperiode 1961–1990
- ↑ Moosburg Online: Liste der Kriegsgefangenenlager des Wehrkreises IV
- ↑ Stefan Geck: Das deutsche Kriegsgefangenenwesen 1939–1945 (PDF; 649 kB), Masterarbeit, Uni Münster, 1998, S.34
- ↑ Siehe auch über 40 Filme auf youtube.de
- ↑ youtube.de
- ↑ Geschlossener Jugendwerkhof Torgau
- ↑ Ratsinformationssystem Torgau
- ↑ Website Torgau
- ↑ www.jugendwerkhof-torgau.de
- ↑ Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau: Geschlossener Jugendwerkhof Torgau 1964 bis 1989
- ↑ DIZ, Arbeitsstelle der StSG: DIZ-Torgau
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