Oberkrämer
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Oberhavel | |
| Höhe: | 54 m ü. NN | |
| Fläche: | 103,43 km² | |
| Einwohner: |
10.689 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 103 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 16727 | |
| Vorwahlen: | 03304, 033055 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OHV | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 65 251 | |
| Gemeindegliederung: | 7 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Perwenitzer Weg 2 16727 Oberkrämer |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Peter Leys (BfO) | |
| Lage der Gemeinde Oberkrämer im Landkreis Oberhavel | ||
Oberkrämer ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Oberhavel (Brandenburg). Sie entstand erst 1998 durch den Zusammenschluss von zunächst drei Gemeinden. Weitere vier Gemeinden schlossen sich 2001 an. Das Gemeindegebiet ist damit identisch mit dem des von 1992 bis 2001 existierenden Amtes Oberkrämer.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Die Gemeinde Oberkrämer liegt im äußersten Südwesten des Landkreises Oberhavel, etwa zehn Kilometer nordwestlich von Berlin.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die Gemeinde Oberkrämer gliedert sich laut Hauptsatzung[2] in folgende Ortsteile:
Außerdem existieren noch folgende Wohnplätze auf dem Gemeindegebiet: Ausbau, Karlsruh, Klein-Ziethen, Koppehof, Krämerpfuhl, Kuckswinkel, Neu-Schwante, Rettungshaus, Siedlung am Bärenklauer Weg, Sommerswalde, Wendemark, Wirus und Wolfslake[3].
Geschichte [Bearbeiten]
Die Geschichte der Gemeinde Oberkrämer geht im Grunde bis 1992 zurück. Im Zuge der Ämterbildung in Brandenburg hatten sich sieben Gemeinden im damaligen Kreis Oranienburg zu einem Verwaltungsverbund, dem Amt Oberkrämer zusammengeschlossen. Am 30. Juli 1992 erteilte der Minister des Innern des Landes Brandenburg seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Oberkrämer[4]. Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 10. August 1992 festgelegt. Das Amt hatte seinen Sitz in der Gemeinde Eichstädt.
Am 27. September 1998 bildeten die Gemeinden Eichstädt, Neu-Vehlefanz und Vehlefanz die neue Gemeinde Oberkrämer[5]. Zum 31. Dezember 2001 wurde aus den Gemeinden Oberkrämer Bärenklau, Bötzow, Marwitz, und Schwante die neue Gemeinde Oberkrämer gebildet. Das Amt Oberkrämer wurde zum selben Datum aufgelöst[6]. Erster und einziger Amtsdirektor war Helmut Jilg[7].
Aktueller Einwohnerstand laut Oberkrämer.de[8]:
| Jahr | Bötzow | Schwante | Vehlefanz | Neu-Vehlefanz | Marwitz | Bärenklau | Eichstädt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2004 | 2.785 | 1.983 | 1.771 | 340 | 1.407 | 1.291 | 942 |
| 2005 | 2.904 | 1.997 | 1.777 | 348 | 1.400 | 1.294 | 939 |
| 2006 | 2.973 | 2.061 | 1.814 | 391 | 1.432 | 1.330 | 926 |
| 2007 | 2.947 | 2.061 | 1.821 | 379 | 1.435 | 1.313 | 929 |
| 2008 | 2.937 | 2.043 | 1.800 | 355 | 1.398 | 1.294 | 876 |
| 2009 | 2.967 | 2.039 | 1.759 | 365 | 1.417 | 1.270 | 848 |
| 2010 | 2.981 | 2.089 | 1.765 | 385 | 1.429 | 1.288 | 850 |
| 2011 | 2.955 | 2.019 | 1.746 | 353 | 1.413 | 1.262 | 843 |
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]
Die Bevölkerungsentwicklung in der Gemeinde Oberkrämer:[9]
| Jahr | Gesamte Einwohnerzahl | Differenz zum angegebenen Vorjahr |
|---|---|---|
| 1992 | 5649 | — |
| 1995 | 6616 | + 967 Einwohner |
| 1998 | 8499 | + 1833 Einwohner |
| 2001 | 9.792 | + 3176 Einwohner |
| 2004 | 10.519 | + 727 Einwohner |
| 2007 | 10.885 | + 366 Einwohner |
| 2009 | 10.665 | − 220 Einwohner |
| 2010 | 10.787 | + 122 Einwohner |
| 2011 | 10.591 | - 196 Einwohner |
Geschichte [Bearbeiten]
Auf dem Mathiasberg befand sich von 1941 bis 1945 eine Versuchsanlage zur Windenergienutzung.
Im Oktober 1989 wurde im Schwanter Pfarrhaus die Sozialdemokratische Partei in der DDR (SDP) von einer Gruppe von 40 aktiven Bürgerrechtlern gegründet, diese Bewegung gehörte zur damaligen Bürgerbewegung. Die Gründung der SDP geschah noch vor dem Fall der Mauer. Aus der SDP entstand dann 1990 die ostdeutsche SPD.
Politik [Bearbeiten]
Gemeindevertretung [Bearbeiten]
Die Gemeindevertretung besteht aus 22 Mitgliedern.
| Bürger für Oberkrämer | SPD | CDU | Die Linke | FDP | FWO | B90/Grüne | Gesamt | |
| 2008 | 8 | 4 | 3 | 3 | 2 | 1 | 1 | 22 |
(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)[10]
Bürgermeister [Bearbeiten]
- 2002–2008: Helmut Jilg (CDU) (Rücktritt im Februar 2008 wegen Erreichens der Altersgrenze von 65 Jahren)
- 2008–: Peter Leys (Bürger für Oberkrämer)
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen wurde am 19. Dezember 2001 genehmigt.
Blasonierung: „Über von Blau und Gold gespaltenem Wellenschildfuß gespalten von Silber und Grün, vorn rechts ein Nadelbaum und links ein Laubbaum mit jeweils schwarzem Stamm, hinten zwei übereinander fliegende natürliche Störche.“[11]
Flagge [Bearbeiten]
Die Gemeinde Oberkrämer führt eine Flagge, die wie folgt beschrieben wird: Dreistreifig Grün-Silber (Weiß)-Grün im Verhältnis 1 : 2 : 1 mit dem Gemeindewappen im Mittelstreifen.[12]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
In der Liste der Baudenkmale in Oberkrämer stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Baudenkmale.
Bauwerke [Bearbeiten]
- Burg Vehlefanz
- Turmhügelburg Botscheberg
- Bockwindmühle
- Schloss Schwante (eigentlich Gutshaus)
- Schloss Sommerswalde bei Schwante
Bildung [Bearbeiten]
Grundschulen[13]
- Grundschule Bötzow
- Nashorn-Grundschule Vehlefanz
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Die Ortsteile Bärenklau, Vehlefanz und Schwante besitzen jeweils Haltepunkte an der Kremmener Bahn. Die an den genannten Stationen haltenden Regionalbahnzüge verkehren nach Hennigsdorf und Kremmen. Über die Anschlussstelle Oberkrämer (ehemals Schwante) an der Bundesautobahn 10 sowie über die Bundesstraßen 96 und 273 ist Oberkrämer an das Bundesfernstraßennetz angebunden.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Eduard Ockel (1834–1910), Maler
- Otto Merten (1874–?), Reichstags- und Landtagsabgeordneter
- Hedwig Bollhagen (1907–2001), Deutschlands bedeutendste Keramikerin des 20. Jahrhunderts, ehemalige Inhaberin der HB-Werkstätten für Keramik im Ortsteil Marwitz
Wappen der Ortsteile [Bearbeiten]
Belege [Bearbeiten]
- ↑ Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2011 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2011. (Hilfe dazu)
- ↑ Hauptsatzung der Gemeinde Oberkrämer vom 11. Dezember 2008 PDF
- ↑ Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg - Gemeinde Oberkrämer
- ↑ Bildung der Ämter Oberkrämer und "Schenkenländchen". Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 30. Juli 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 62, 25. August 1992, S.1054.
- ↑ Bildung einer neuen Gemeinde aus den Gemeinden Eichstädt, Neu-Vehlefanz und Vehlefanz. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 30. April 1998. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 21, 2. Juni 1998, S.499.
- ↑ Bildung einer neuen Gemeinde Oberkrämer. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 19. November 2001. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, Nummer 50, 11. Dezember 2001, S.851 PDF.
- ↑ Herzlich Willkommen im Amt Oberkrämer, Online-Broschüre, 1997 PDF
- ↑ http://www.oberkraemer.de → Gemeinde Oberkrämer → Zahlen, Daten, Fakten
- ↑ oberkraemer.de → Gemeinde Oberkrämer → Einwohnerstatistik
- ↑ http://wahl.oberhavel.de/gemeinden/oberkraemer/wahl.html
- ↑ Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
- ↑ Hauptsatzung der Gemeinde Oberkrämer
- ↑ Gemeinde Oberkrämer: Schule. Abgerufen am 5. April 2012.
Weblinks [Bearbeiten]
Birkenwerder | Fürstenberg/Havel | Glienicke/Nordbahn | Gransee | Großwoltersdorf | Hennigsdorf | Hohen Neuendorf | Kremmen | Leegebruch | Liebenwalde | Löwenberger Land | Mühlenbecker Land | Oberkrämer | Oranienburg | Schönermark | Sonnenberg | Stechlin | Velten | Zehdenick
