Pacentro

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pacentro
Wappen
Pacentro (Italien)
Pacentro
Staat: Italien
Region: Abruzzen
Provinz: L’Aquila (AQ)
Koordinaten: 42° 3′ N, 14° 0′ O42.05138888888913.9925690Koordinaten: 42° 3′ 5″ N, 13° 59′ 33″ O
Höhe: 690 m s.l.m.
Fläche: 71,85 km²
Einwohner: 1.186 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 17 Einw./km²
Postleitzahl: 67030
Vorwahl: 0864
ISTAT-Nummer: 066066
Volksbezeichnung: Pacentrani

Pacentro ist eine italienische Gemeinde mit 1186 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Provinz L’Aquila, Region Abruzzen.

Lage und Beschreibung[Bearbeiten]

Pacentro

Pacentro liegt oberhalb von Sulmona auf einem Plateau am Hang der Montagne del Morrone im Majella-Nationalpark. Die Nachbarorte sind Campo di Giove, Cansano, Fara San Martino (CH), Lama dei Peligni (CH), Palena (CH), Sant’Eufemia a Maiella (PE), Sulmona und Taranta Peligna (CH).

Der Ort ist von alter Bebauung aus dem 16. bis 19. Jahrhundert geprägt. Besonders hervorzuheben ist die Kirche Santa Maria della Misericordia aus dem 16. Jahrhundert und die Ruine einer Burg aus dem 14. Jahrhundert.

Die Ruinen des Kastells stammen aus dem 14. Jahrhundert und bestehen u.a. aus drei Türmen, von denen zwei relativ hoch sind. Der Bau wurde während des Erdbebens 1915 stark beschädigt und 1964 rücksichtslos restauriert. Dabei wurde das Mauerwerk fahrlässig mit Zement befestigt, teilweise sogar ersetzt.

Pacentro ist als besonders schönes Dorf Italiens ausgezeichnet worden [2].

Pacentro

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Pacentros geht auf das 8. Jahrhundert zurück. Im Mittelalter wuchs der Ort um eine dort errichtete Burg, deren Ruine heute noch zu besichtigen ist. Im Jahr 1911 erreichte Pacentro den Höchststand von 4000 Einwohnern. Danach ging die Einwohnerzahl wieder zurück, besonders in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wanderten zahlreiche Einwohner in die USA und nach Australien aus.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

In der Umgebung der Gemeinde werden Reben der Sorte Montepulciano für den DOC - Wein Montepulciano d’Abruzzo angebaut.

Literatur[Bearbeiten]

Willemsen, Roger: Die Abruzzen. Das Bergland im Herzen Italiens. Kunst, Kultur und Geschichte. Köln 1990, S. 100, Abb. 20, Farbtafel 1, Umschlagvorderseite

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pacentro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. I Borghi più belli d'Italia (englisch)