Pernik

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Pernik (Перник)
Wappen von Pernik Karte von Bulgarien, Position von Pernik hervorgehoben
Basisdaten
Staat: Bulgarien
Oblast: Pernik
Einwohner: 108.366 (31. Dez. 2005)
Fläche: 72.3 km²
Koordinaten: 42° 36′ N, 23° 2′ O42.623.033333333333756Koordinaten: 42° 36′ 0″ N, 23° 2′ 0″ O
Höhe: 756 m
Postleitzahl: 2300
Telefonvorwahl: (+359) 076
Kfz-Kennzeichen: PK
Verwaltung
Bürgermeister: Ivan Ognjanov Ivanov
Website: pernik.bg

Pernik [ˈpɛrnik] (bulgarisch Перник) ist eine Stadt in West-Bulgarien, 30 km südwestlich von Sofia. Pernik ist industrielles und kulturelles Zentrum der Gemeinde Pernik und der Oblast Pernik.

Geografie[Bearbeiten]

Bulgarisch-orthodoxe Kirche Hl. Ivan Rilski

Die Stadt liegt im Struma-Tal und ist in einem Talkessel von Gebirgen umgeben. Im Süden liegt das Golo-Bardo-Gebirge (Голо бърдо), im Norden das Ljulin-Gebirge, im Osten die Kuppeln des Witoscha-Gebirges und nach Westen das hügelige Gebiet Graowo. Nach Sofia ist Pernik die zweitgrößte Stadt in Südwestbulgarien.

Die nächsten Städte sind neben Sofia (30 km nach Nordosten), Kjustendil (59 km nach Südwesten) und Blagoewgrad (70 km im Süden).

Bei Pernik gibt es die größten Steinkohlevorkommen Bulgariens.

Durch Pernik verläuft der europäische Verkehrskorridor 4, die Europastraße 79 und eine Eisenbahnlinie, die Mitteleuropa mit Griechenland verbindet. Eisenbahnverbindungen bestehen nach Sofia, Blagoewgrad, Kulata und Kjustendil.

In der Region liegt einer der ältesten Handelswege des Balkans: Sofia-Thessaloniki-Skopje.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits im 6. Jahrtausend existierten in Pernik Siedlungen des frühen Neolithikums, im 3. Jt. Siedlungen der Früh-Bronzezeit. Im 5./4. Jahrhundert v. Chr. bestand auf der Höhe westlich der Stadt eine starke thrakische Festung, die im 1. Jahrhundert n. Chr. von den Römern zerstört wurde. Von den Bulgaren wiederaufgebaut, war sie 1004-1016 ein Stützpunkt des Feudalherrschers Krakra Pernischki gegen den byzantinischen Kaiser Basileios II.

Die bis ins 19. Jahrhundert unbedeutende Ansiedlung entwickelte sich erst seit 1891 durch den Kohleabbau zur heutigen modernen Bergbau- und Industriestadt mit den Schwerpunkten Kohle- und Energiegewinnung, Metallurgie und Maschinenbau.

Besichtigenswert sind das historische Museum, die antike und mittelalterliche Festung Krakra (Aussichtspunkt) und die thrakische Kultstätte (2./4. Jahrhundert n. Chr.).

Industrie nahe Pernik: Wärmekraftwerk Republika

Ein Erdbeben mit der Stärke 5,9 erschütterte Pernik am 22. Mai 2012. Dabei stürzte einer der Kühltürme des Wärmekraftwerks Republika (siehe Bild rechts) ein.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Pernik listet dreizehn Partnerstädte auf [1]:

Stadt Land seit
Balaschicha RusslandRussland Russland
Elektrostal RusslandRussland Russland
Huai’an China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 2011
Kavadarci MazedonienMazedonien Mazedonien
Lublin PolenPolen Polen 2002
Luhansk UkraineUkraine Ukraine 1948
Nilüfer, Bursa TurkeiTürkei Türkei
Orosei ItalienItalien Italien
Orscha WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 2008
Ovar PortugalPortugal Portugal
Pantelej, Niš SerbienSerbien Serbien 2007
Pardubice TschechienTschechien Tschechien
Rožaje MontenegroMontenegro Montenegro

unbelegte[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pernik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Побратимени градове - Община Перник. Abgerufen am 30. Dezember 2014.