Princess Juliana International Airport
| Princess Juliana International Airport | |
|---|---|
| Kenndaten | |
| ICAO-Code | TNCM |
| IATA-Code | SXM |
| Koordinaten |
18° 2′ 27″ N, 63° 6′ 32″ W18.040952777778-63.10894Koordinaten: 18° 2′ 27″ N, 63° 6′ 32″ W
4 m ü. MSL |
| Verkehrsanbindung | |
| Entfernung vom Stadtzentrum | 16 km nordwestlich von Philipsburg |
| Basisdaten | |
| Eröffnung | 1942 für das Militär 1943 für Passagiere |
| Betreiber | Princess Juliana International Airport Holding Company N.V. |
| Fläche | 64 ha |
| Passagiere | 1.651.826 [1] (2007) |
| Luftfracht | 4.895 Tonnen [1] (2007) |
| Flug- bewegungen |
103.936 [1] (2007) |
| Kapazität (PAX pro Jahr) |
ca. 2,5 Mio. |
| Start- und Landebahn | |
| 10/28[2][3] | 2180 m × 45 m Asphalt |
Der Princess Juliana International Airport ist ein Flughafen auf dem niederländischen Teil der Insel Sint Maarten in der Karibik.
Die Start- und Landebahn ist 2.180 m lang, was zu Einschränkungen beim Startgewicht einiger großer Passagierjets führt. Der Flughafen wird mit einem weiten Spektrum an Fluggeräten bedient – von kleinen Sport- über Regionalflugzeuge wie der DHC-8 bis hin zur Boeing 747 oder dem Airbus A340, wobei die Boeing 747 auf Grund der kurzen Bahnlänge den Rückflug zu weiter entfernten Zielen nicht direkt antreten kann, da sie vollaufgetankt eine längere Startbahn benötigt. Stattdessen wird von dort aus zunächst Curaçao bzw. Aruba (von KLM) oder Martinique bzw. Guadeloupe (von Corsair) angeflogen, wo die Maschinen für den Weiterflug betankt werden.
Inhaltsverzeichnis |
Flugregeln / Technische Details[Bearbeiten]
Der Flughafen verfügt in beiden Landerichtungen nicht über ein ILS, sondern nur über VOR/DME bzw. Sichtanflugverfahren. Außerdem befindet sich in relativ geringem Abstand hinter der Bahn 28 ein Hügel, sodass abhebende Flugzeuge schnell an Höhe gewinnen müssen (siehe den Abschnitt #Besonderheiten).
Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten]
Der Flughafen wird aus Europa von Air France mit A340-300 (Paris-Charles de Gaulle), KLM (MD-11 oder B747-400, Amsterdam), zweimal wöchentlich von Air Caraibes (A330-200) von Paris-Orly und unregelmäßig im Charterverkehr von Corsair (B747-400, Paris-Orly) angeflogen. US Airways und weitere Fluggesellschaften aus Nordamerika und der Karibik bieten tägliche Linienverbindungen in die USA, Kanada und zu Karibik-Inseln an. Als Heimatflughafen dient der Princess Juliana International Airport für die karibische Fluggesellschaft Windward Island Airways (Winair).
Im Luftfrachtbereich wird unter anderem nach San Juan geflogen. Außerdem werden kleinere weitere Ziele in der Karibikregion angeflogen.
Ausbau[Bearbeiten]
In den vergangenen Jahren wurde der Flughafen ausgebaut, um größere Passagierkapazitäten (2,5 Millionen pro Jahr erwartet) aufnehmen zu können. Das neue Terminal wurde Anfang November 2006 von Königin Beatrix eröffnet.
Besonderheiten[Bearbeiten]
Als besondere Attraktion des Flughafens gilt dessen Lage. Die Landeschwelle der Landebahn 10 ist nur wenige Meter vom Maho Beach entfernt. Aufgrund des hügeligen Terrains im Osten des Flughafens kann ausschließlich von Westen kommend auf Piste 10 gelandet werden; dabei überqueren die landenden Flugzeuge in etwa 10 bis 20 Metern Höhe den Strand. Vor dem Anrollen beim Start der Flugzeuge werden durch den Schubstrahl der Triebwerke kleine Steine beschleunigt und am Strand Sand aufgewirbelt. Weil die Flugzeuge meist Richtung Osten starten und wegen der Hügel dort schnell an Höhe gewinnen müssen, wird der Schub häufig schon im Stand vollständig aufgebaut, bevor die Bremsen gelöst werden. Der Aufenthalt am Strand direkt hinter der Startbahn ist für Zuschauer deshalb gefährlich.
Der Flughafen ist wegen der sich bietenden Möglichkeit, Flugzeuge im tiefen Endanflug direkt über einem tropischen Sandstrand zu beobachten, weltweit bei „Planespottern“ bekannt. Darüber hinaus sammeln sich täglich waghalsige Touristen unmittelbar am Flughafen-Zaun und kämpfen gegen die Energie der Turbinenstrahlen an (sog. „Zaunsurfen“). Zahlreiche Warnschilder des Flughafenbetreibers weisen darauf hin, dass der Abgasstrahl startender und landender Flugzeuge ernsthafte Verletzungen bis hin zum Tode verursachen kann.[4]
Zur Information der Schaulustigen am Maho Beach werden die täglichen Flugbewegungen (Fluggesellschaften, Landezeiten und Abflugorte) am Strand neben der Landebahn von einem Restaurant-Betreiber handschriftlich auf einem Surfbrett aktualisiert.
Um die aktuellen ICAO-Anforderungen zu erfüllen, begann am 8. März 2010 der Bau der RESA (runway end safety area − Start-/Landebahnendsicherheitsfläche) mit einer Länge von 90 m. Hierfür wurde Strand aufgeschüttet sowie eine Straße verlegt. Anfang 2011 wurden die Bauarbeiten beendet. [5][6]
Siehe auch[Bearbeiten]
- Ein vergleichbar spektakulärer Flugplatz, der Skiathos Island National Airport, findet sich auf der griechischen Insel Skiathos.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ a b c Annual Report 2007
- ↑ AIP Netherland Antilles, 8. Mai 2008
- ↑ http://www.urlaubmachen365.de/st-maarten-airport-video/
- ↑ http://www.pjiae.com/masterplan.html
- ↑ http://www.pjiae.com/horizonsdigital/hd8-airportroad.html
Weblinks[Bearbeiten]
- Website des Flughafens
- Zahlreiche Bilder vom Flughafen (Airliners.net)
- Video "Best of St. Maarten Airport" Zusammenschnitt in HD (Flash-Plug-in benötigt)
- Video einer landenden Boeing 747 aus Maho-Beach-Perspektive mit Touristen (Flash-Plug-in benötigt)
- Video einer landenden Boeing 747 aus Passagierperspektive (Flash-Plug-in benötigt)
- Video einer startenden Boeing 747, die Touristen ins Meer bläst (Flash-Plug-in benötigt)