Röhrenbach (Niederösterreich)

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Röhrenbach
Wappen von Röhrenbach
Röhrenbach (Niederösterreich) (Österreich)
Röhrenbach (Niederösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Horn
Kfz-Kennzeichen: HO
Fläche: 25,12 km²
Koordinaten: 48° 39′ N, 15° 31′ O48.65722222222215.513055555556445Koordinaten: 48° 39′ 26″ N, 15° 30′ 47″ O
Höhe: 445 m ü. A.
Einwohner: 550 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 22 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3592
Vorwahl: 02989
Gemeindekennziffer: 3 11 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Greillenstein 4
3592 Röhrenbach
Website: www.roehrenbach.gv.at
Politik
Bürgermeister: Gernot Hainzl (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
15 ÖVP
Lage der Gemeinde Röhrenbach im Bezirk Horn
Altenburg Brunn an der Wild Burgschleinitz-Kühnring Drosendorf-Zissersdorf Eggenburg Gars am Kamp Geras Horn Irnfritz-Messern Japons Langau Meiseldorf Pernegg Röhrenbach Röschitz Rosenburg-Mold Sigmundsherberg St. Bernhard-Frauenhofen Straning-Grafenberg Weitersfeld NiederösterreichLage der Gemeinde Röhrenbach (Niederösterreich) im Bezirk Horn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Röhrenbach ist eine Gemeinde mit 550 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Horn in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Das Zeilendorf Röhrenbach liegt am westlichen Rand des Horner Beckens im Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 25,11 km². 16,74 % der Fläche sind bewaldet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Brunn an der Wild
Allentsteig Nachbargemeinden St. Bernhard-Frauenhofen
Pölla Altenburg

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende acht Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Feinfeld, Germanns, Gobelsdorf, Greillenstein, Neubau, Röhrenbach und Winkl.

Postleitzahl[Bearbeiten]

In der Gemeinde Röhrenbach finden mehrere Postleitzahlen Verwendung. Germanns hat die Postleitzahl 3593. Der Hauptort Röhrenbach und alle anderen Ortsteile haben die Postleitzahl 3592.

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Mit Bescheid der Niederösterreichischen Landesregierung vom 11. März 1997 erhielt die Gemeinde Röhrenbach ein Gemeindewappen verliehen. Seine Blasonierung: “Durch einen silbernen Wellenbalken schrägrechts geteilt, unten in Blau zwei aus dem rechten unteren Schildrand wachsende goldene Rohrkolben mit je vier Blättern, oben in Grün ein aus der Schildteilung wachsendes, zweigeschossiges silbernes Rennaissanceschloß mit schwarzen Fenstern, mächtigem, sechsgeschossigem, von einem Zwiebelglockendach mit Ecktürmchen bekröntem Torturm mit offenem Tor” Die Gemeindefarben sind Blau-Gelb-Grün.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Geschichte[Bearbeiten]

Im Gemeindegebiet wurden jungsteinzeitliche Funde gemacht. Die Katastralgemeinde Feinfeld wurde um 1180 erstmals urkundlich erwähnt und war ab 1414 im Besitz der Kuefsteiner. Die erste urkundliche Erwähnung von Germanns datiert auf 1139, jene von Neubau auf 1285. Seit dem 14. Jahrhundert ist die Geschichte des Ortes eng mit der Entwicklung der ursprünglichen Wehrburg des Geschlechts der Greillen verbunden, die 1534 in den Besitz von Freiherr Johann Lorenz von Kuefstein und die im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts als Schloss Greillenstein im Stil der Renaissance neu erbaut wurde.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde ist Gernot Hainzl, Amtsleiter Karl Krippel. Im Gemeinderat gibt es insgesamt 15 Sitze.
Seit der Gemeinderatswahl am 14. März 2010 gilt folgende Mandatsverteilung:

Partei Sitze
ÖVP 15

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Greillenstein
Die von einem ummauerten Friedhof umgebene Pfarrkirche hl. Michael verfügt über ein barockisiertes romanisches Langhaus mit einem ursprünglich romanischen Chorquadrat mit spätgotischem Fünfachtelschluss aus der Zeit um 1500.
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Röhrenbach
Schloss Greillenstein
Hauptartikel: Schloss Greillenstein

Von 1570 bis 1590 erbaut ist es ein im Waldviertel einzigartiges Bauwerk der Renaissance. Vor der vierflügeligen Anlage liegt ein weitläufiger Landschaftsgarten. Das Schloss beherbergte berühmte österreichische Künstler, wie den Maler Anton Romako oder den Schriftsteller Franz Grillparzer. Das Schloss blieb von schwedischen, französischen, preußischen und russischen Truppen von der totalen Zerstörung verschont. Seit 1959 beherbergt es öffentlich zugängliche Dauerausstellungen.[3]

Pfarrkirche Maria Eich

Die Kirche ist im Kern romanisch und wurde in der Gotik und im Barock umgestaltet. In der Gräflich Kuefsteinschen Gruftkapelle befinden sich Fresken von Paul Troger.[4]

Ruine Feinfeld

Nordöstlich von Feinfeld gibt es eine im 16. Jahrhundert verödete Burgruine.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 17, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 86. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 250. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 44,32 Prozent.

Regionale Zusammenarbeit[Bearbeiten]

Die Gemeinde Röhrenbach ist Mitglied der Kleinregion Kamp-Taffatal.

Verkehr[Bearbeiten]

Röhrenbach ist durch eine Gemeindestraße an die Böhmerwald Straße (B38) angebunden. Das Linienbusunternehmen PostBus fährt in Röhrenbach und seinen Ortsteilen mehrere Haltestellen der Linie 1308 (Horn-Zwettl) an. Der nächstgelegene Bahnhof der ÖBB ist Horn NÖ an der Kamptalbahn. Der 115,6 Kilometer lange Kamptalradweg mit seinem Ausgangspunkt in Altenwörth und seinem Zielpunkt in Zwettl führt durch Röhrenbach.

Bedeutende in Röhrenbach wirkende Menschen[Bearbeiten]

  • Franz Grillparzer (1791-1872), österreichischer Schriftsteller, verbrachte Sommeraufenthalte auf Schloss Greillenstein.
  • Johann Paul Hocher (1616-1683), österreichischer Jurist und Hofkanzler, ist in der Kuefsteinischen Familiengruft in Röhrenbach bestattet.
  • Johann Ludwig von Kuefstein (1587-1656), Besitzer von Schloss und Herrschaft Greillenstein.
  • Anton Romako (1832-1889), österreichischer Kunstmaler, verbrachte Sommeraufenthalte auf Schloss Greillenstein.

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen (= Österreichische Kunstmonographie. Bd. 1). 8. Auflage. Verlag St. Peter, Salzburg 1984, ISBN 3-900173-01-X.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Kundmachung der Niederösterreichischen Landesregierung vom 22. April 1997.
  3. Franz Eppel: Das Waldviertel. 1984, S. 112–114.
  4. Franz Eppel: Das Waldviertel. 1984, S. 195–196.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Röhrenbach, Lower Austria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien