Rob Lowe

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Rob Lowe beim Tribeca Film Festival, April 2012

Robert Hepler „Rob“ Lowe (ˈrɒb ˈloʊ; * 17. März 1964 in Charlottesville, Virginia) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, der zum sogenannten Brat Pack gehört. Sein jüngerer Bruder Chad Lowe ist ebenfalls Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Robert Hepler Lowe wurde als Sohn der Lehrerin Barbara Lynn Hepler und des Anwalts Charles Davis Lowe geboren.[1] Seine Eltern ließen sich früh scheiden. Neben seinem Bruder Chad Lowe hat er noch zwei Halbbrüder. Wegen einer Virusinfektion aus seiner Kindheit ist er auf dem rechten Ohr taub. Er ist Mitglied der Episkopalkirche der Vereinigten Staaten von Amerika. Sein Vater ist deutscher, irischer und englischer Abstammung. Seine Mutter walisischer, schottischer und englischer Abstammung.[2] Er wuchs in Dayton, Ohio auf und besuchte die Oakwood Junior High School, bevor er mit seiner Mutter und seinem Bruder nach Malibu, Kalifornien zog,[3][4] wo er schließlich die Santa Monica High School besuchte. [5][6]

Partnerschaften[Bearbeiten]

Rob Lowe und seine Frau Sheryl Berkoff (2003)

Lowe war ab 1981 mit der Schauspielerin Melissa Gilbert liiert.[7] Nach einer Affäre Lowes mit der Schauspielerin Nastassja Kinski trennte sich das Paar 1986. Nach einer kurzzeitigen Beziehung mit Stéphanie von Monaco kam er wieder mit Gilbert zusammen, verlobte sich mit ihr und plante eine Hochzeit für den Sommer 1987. Als Gilbert ihm mitteilte, dass sie schwanger sei, trennte er sich erneut von ihr. Kurz darauf erlitt sie eine Fehlgeburt.[8]

Am 22. Juli 1991 heiratete Lowe die Maskenbildnerin Sheryl Lynn Berkoff. Lowe und Lynn Berkhoff kannten sich schon länger und hatten sich bei den Dreharbeiten zu Todfreunde – Bad Influence wiedergetroffen und näher befreundet.[9] Sie haben zwei gemeinsame Söhne.

Schauspielkarriere[Bearbeiten]

Seine erste Rolle vor der Kamera hatte Lowe 1979 in der Hauptrolle des Tony Flanagan in der kurzlebigen ABC-Sitcom A New Kind of Family, die bereits nach einer Staffel abgesetzt wurde. Seine größte Serienrolle war die des Sam Seaborn, die er von 1999 bis 2006 in der Erfolgsserie The West Wing – Im Zentrum der Macht verkörperte und für die er 2000 und 2001 jeweils für den Golden Globe Award als Bester Serien-Hauptdarsteller – Drama nominiert wurde. Von 2006 bis 2010 war er in den ersten vier Staffeln der Fernsehserie Brothers & Sisters in der Rolle des Senators Robert McCallister zu sehen. Seit 2010 hat er eine größere Rolle in der Mockumentary-Comedyserie Parks and Recreation, die er allerdings Mitte der sechsten Staffel verlassen wird.[10]

An der Seite von Matt Dillon, Tom Cruise, Emilio Estevez, Ralph Macchio und Patrick Swayze hatte Lowe 1983 sein Kinodebüt in dem Filmdrama The Outsiders von Francis Ford Coppola. Durch weitere Filme wie Class, Oxford Blues, St. Elmo’s Fire – Die Leidenschaft brennt tief, Bodycheck und Nochmal so wie letzte Nacht zählt Rob Lowe zum Kern des Brat Pack.

Mit dem Fernsehfilm Desert's Eagle debütierte Lowe 1997 als Regisseur und Drehbuchautor. Außerdem trat er als Produzent auf und produzierte neben dem Drama I Melt with You von 2011 auch die Fernsehserie Dr. Vegas und den Western The James Gang.

Skandale[Bearbeiten]

Sex-Tapes[Bearbeiten]

1988 gelangten Videoaufnahmen an die Öffentlichkeit, die Lowe beim Sex mit einem 16-jährigen Mädchen zeigten. Lowe gab an, dass er von der Minderjährigkeit nichts gewusst habe.[11] Ein anderer Teil des Videos zeigte Lowe mit seinem Freund, dem Produzenten Justin Moritt, beim Sex mit einem Model in einem Pariser Hotel. Das Video wurde in den Handel gebracht und löste einen Skandal aus.[12]

Rechtsstreitigkeiten mit Hausangestellten[Bearbeiten]

Im April 2008 legte Lowe gegen drei frühere Kindermädchen Klage wegen Vertragsbruchs, Verleumdung und vorsätzlich herbeigeführten Emotionalen Stress ein. Gegen eines der Kindermädchen reichte er Klage ein, da diese an einem System beteiligt gewesen sei, „bösartige Lügen“ über ihn zu verbreiten. Gegen eine weitere reichte er Klage ein, da diese behauptete mit ihm eine Affäre gehabt zu haben, von ihm sexuell belästigt worden zu sein und dass seine Frau eine misshandelnde Arbeitgeberin sei. Lowe behauptete des Weiteren, dass sein früherer Koch sein Anwesen während seiner Abwesenheit benutzt habe, um dort Sex zu haben, dass er verschreibungspflichtige Medikamente gestohlen habe, Sicherheitskameras zerstört und seine Frau als kalte, herzlose und unsaubere Person bezeichnet habe.[13]

Ein Kindermädchen der Lowes reichte Klage in zwölf Punkten ein, darunter Sexuelle Belästigung und Verstöße gegen den Arbeitsschutz. Am 19. Juni 2008 wurde zwei dieser Punkte wegen mangelnder Rechtsbasis abgewiesen.[14] Die gesamten Rechtsstreitigkeiten endeten im Mai 2009, indem alle Anklagen, sowohl der Kindermädchen als auch der Lowes, vom Gericht abgewiesen wurden.[15]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Spielfilme[Bearbeiten]

Fernsehserien[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Golden Globe Award
Goldene Himbeere

Literatur[Bearbeiten]

  • Holger Gräf u. Annegret Wenz-Haubfleisch: US-Schauspieler Rob Lowe auf den Spuren seiner Vorfahren. In: Archivnachrichten aus Hessen 12/2 (2012), S. 61.
  • Rob Lowe: Stories I Only Tell My Friends: An Autobiography, Henry Holt and Co. 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rob Lowe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rob Lowe Biography (1964–). Filmreference.com. Abgerufen am 25. November 2011.
  2. Simon Fanshawe: Pretty witty. In: The Guardian, 23. März 2002. Abgerufen am 22. Mai 2010. 
  3. Vanity Fair, Rob Lowe on His Early Years as an Actor, His Friendships with the Sheens and Tom Cruise, and the Movie that Launched His Career, The Outsiders March 29, 2011. Accessed February 8, 2012.
  4. The New York Times, He's Handsome — You Noticed? — but Not Just April 20, 2011. Accessed February 8, 2012.
  5. Oprah.com, Stories Rob Lowe Only Tells His Friends April 28, 2011. Accessed February 8, 2012.
  6. Lowe, Rob. Stories I Only Tell My Friends. 2011.
  7. Prairie Tale, by Melissa Gilbert, 2009, p. 112.
  8. Prairie Tale, by Melissa Gilbert, 2009, p. 195.
  9. Glenn Collins: Rob Lowe Braves Farce auf nytimes.com vom 20. Januar 1992 (englisch), abgerufen am 27. Mai 2012
  10. Nellie Andreeva: Rob Lowe & Rashida Jones To Exit ‘Parks & Recreation’, NBC Eyes New Show For Lowe. In: Deadline.com. 31. Juli 2013. Abgerufen am 1. August 2013.
  11. Michelle Green: Rob Lowe's Tale of the Tape. In: People. S. 58–65. 19. März 1990. Abgerufen am 29. Mai 2012.
  12. Lola Ogunnaike: Sex, Lawsuits and Celebrities Caught on Tape. In: New York Times, 19. März 2006. Abgerufen am 15. Mai 2011. 
  13. Dodd, Johnny. (April 7, 2008) Rob Lowe Lawsuit Claims Ex-Employee Had Sex on His Bed, Stole Prescription Drugs – Crime & Courts, Rob Lowe. People.com. Retrieved on January 19, 2011.
  14. Lee, Ken: Judge Dismisses Two Claims Against Rob Lowe. People. 19. Juni 2008. Abgerufen am 19. Juni 2008.
  15. Rob Lowe Ends Fight With Second Nanny ABC. May 14, 2009