Roscheid

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Dieser Artikel befasst sich mit der Ortsgemeinde Roscheid bei Arzfeld, Informationen über Stadtteil Konz-Roscheid finden Sie unter Konz, das dortige Freilichtmuseum unter Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof.


Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Roscheid führt kein Wappen
Roscheid
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Roscheid hervorgehoben
50.1233333333336.1888888888889510Koordinaten: 50° 7′ N, 6° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Arzfeld
Höhe: 510 m ü. NHN
Fläche: 5,13 km²
Einwohner: 68 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 13 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54619
Vorwahl: 06559
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 301
Adresse der Verbandsverwaltung: Luxemburger Straße 6
54687 Arzfeld
Webpräsenz: www.roscheid.com
Ortsbürgermeister: Günter Nickels
Lage der Ortsgemeinde Roscheid im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild

Roscheid ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an.

Geographie[Bearbeiten]

Die Ortsgemeinde liegt im Islek in der Südeifel, etwa 5 km östlich der Staatsgrenze zu Luxemburg. Zu Roscheid gehört der Ortsteil Thomashaus.

Angrenzende Gemeinden sind Harspelt im Norden, Herzfeld im Osten, Dahnen im Südwesten, Eschfeld im Süden sowie Sevenig (Our) im Westen.

77,2 % des Gemeindegebietes werden landwirtschaftlich genutzt, 18,8 % sind von Wald bestanden.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Roscheid hat seine Ursprünge in den mittelalterlichen Rodungsphasen, worauf die Ortsnamensendung „-scheid“ hinweist. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort als „Roischeit“ im Jahr 1451. Die Grundherrschaft hatte die Abtei Prüm.

Der Ort gehörte bis 1794 zur Meierei Eschfeld-Arzfeld in der Herrschaft Dasburg, die Teil des Herzogtums Luxemburg war.[3] Nach der Annexion der Österreichischen Niederlande, zu der das Herzogtum Luxemburg gehörte, durch französische Revolutionstruppen wurde die Gemeinde Roscheid 1795 dem Kanton Arzfeld im Departement der Wälder zugewiesen. Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress wurde 1815 das vormals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our dem Königreich Preußen zugesprochen. Unter der preußischen Verwaltung kam Roscheid 1816 zum neu errichteten Kreis Prüm im Regierungsbezirk Trier und wurde von der Bürgermeisterei Eschfeld verwaltet. 1843 bestand Roscheid aus 23 Häusern mit 158 Einwohnern. Alle Einwohner waren katholisch, sie waren nach Eschfeld eingepfarrt. Auch schulisch gehörte Roscheid zu Eschfeld.[4]

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs lag der Ort in der Hauptkampflinie des Westwalls und wurde zu 80 % zerstört.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Roscheid, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 98
1835 158
1871 198
1905 150
1939 358
1950 120
Jahr Einwohner
1961 101
1970 99
1987 90
1997 67
2005 70
2012 68

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Roscheid besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswert ist eine alte Stieleiche im Ortsteil Thomashaus, die als Naturdenkmal ausgewiesen ist.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Roscheid ist heute eine landwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde. Seit 1971, als noch 22 landwirtschaftliche Betriebe gezählt wurden, hat die landwirtschaftlich genutzte Fläche geringfügig von 343 ha auf 340 ha (2010) abgenommen, die von sechs Betrieben bewirtschaftet werden.[2]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Die Ortsgemeinde ist Standort einer Freiwilligen Feuerwehr mit sieben Mitgliedern.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Roscheid – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn, Hermann Behrend, 1898, S. 36
  4. Georg Bärsch: Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier, Band 2, Trier, Lintz, 1846, S. 65 (Google Books)
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen