Russinen

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Die Russinen (oft auch Ruthenen, Rusniaken, Russynen, Karpato-Ukrainer, Karpatorussen, Karpatenrussinen, Ungarnrussinen etc.) sind eine ostslawische (bzw. gemischtsprachige) Bevölkerungsgruppe, die hauptsächlich in den Karpaten in der Karpatenukraine, den an die Ukraine angrenzenden Staaten Mitteleuropas, in Südosteuropa sowie in Nordamerika lebt.

Russinisches Siedlungsgebiet in der Karpatenukraine und im slowakisch-polnischen Grenzgebiet
Russinen in Volkstracht (Lemken)
Russinen aus Galizien, aus den Karpaten und aus Podolien, Lithographie aus dem Jahre 1836
Russinen aus der Umgebung von Gorlice, Niedere Beskiden, Galizien, Lithographie aus dem Jahre 1860

Im Gegensatz zu insgesamt 22 Staaten, in denen sie als eigenständige Nationalität anerkannt werden, gilt die Minderheit in der Ukraine als Teil des Staatsvolks der Ukrainer. Ziel der russinischen Nationalbewegung ist es, das Bewusstsein einer eigenständigen russinischen Nation durchzusetzen.[1]

Begriffsabgrenzung und Verbreitung[Bearbeiten]

Obwohl die Begriffe Russinen und Ruthenen den gleichen etymologischen Hintergrund haben und Ruthenen früher für Altrussen oder von den Österreichern für die Ukrainer im Habsburgerreich verwendet wurde, ist die simple Einordnung der Russinen als „Ukrainer außerhalb der Ukraine“ heute umstritten.

Unter Ruthenen waren einst alle Ostslawen im Habsburgerreich zu verstehen, die Russinen Transkarpatiens ebenso wie galizische Ukrainer. Der Begriff „Russinen“ wurde im 19. Jahrhundert auch als Synonym für „Ruthenen“ verwendet.[2] Heute nennen sich all jene ethnische Minderheiten in den Nachfolgestaaten der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, die man einst „Ruthenen“ nannte, Russinen; die meisten Ukrainer Galiziens jedoch ausgenommen. Ukrainer, Slowaken, Russen oder Polen haben die Russinen teilweise oder als Ganzes oft als Teil ihres eigenen Volkes betrachtet und viele Russinen haben sich in diesen Nationen auch assimiliert.[3] Seit den 1990er Jahren entflammte die Kontroverse, ob die Russinen eine separate ethnische Gruppe seien oder ein Teil der ukrainischen Nation, von neuem.[3]

Heute leben die Russinen primär in der einst zu Ungarn, ab 1919 zur Tschechoslowakei, heute zur Ukraine gehörenden Karpatoukraine sowie in Polen, der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Rumänien (so z. B. in Știuca, Kreis Timiș), Kroatien und Serbien (Vojvodina, Zentrum Ruski Krstur). Die Russinen in Kroatien und Serbien waren Kolonisten, die ab dem 17. Jahrhundert in diese durch die Türkenkriege teilweise entvölkerten Gebiete (Militärgrenze) umsiedelten.[4] Die Russinen in den USA sind Nachkommen der Emigranten aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

Ethnische Einordnung[Bearbeiten]

Die Russinen sind nach manchen Autoren historisch eine kulturelle Splittergruppe der altrussischen Ethnie, die die Kiewer Rus bevölkerte, anderen Ansichten zufolge handelt es sich historisch um eine slawische Ethnie aus den nordöstlichen Karpaten mit einer von den restlichen Ostslawen separaten Entwicklung. Einer dritten Auffassung zufolge handelt es sich zwar um eine Splittergruppe der Bewohner der Kiewer Rus, diese sei jedoch inzwischen als eine eigenständige Nation aufzufassen.

Harald Haarmann bezeichnet die Russinen als die am engsten mit den Ukrainern verwandten Slawen (Ostslawen), nicht aber direkt als Ukrainer.[5]

Die Ukrainische Akademie der Wissenschaft bestreitet die Existenz einer eigenständigen russinischen Ethnie. Dieser Auffassung folgt auch die International Association of Ukrainians, für die Rusyn bzw. Ruthenen nur alternative Bezeichnungen für Ukrainer seien.[6]

Die Russinen haben im 20. Jahrhundert viele Veränderungen erlebt, die ihr Nationalbewusstsein negativ beeinflusst haben. Ungünstige wirtschaftliche und politische Bedingungen und mehrere, oft künstliche Eingriffe in die ethnische Entwicklung führten dazu, dass die selbstidentifizierenden Prozesse des Volkes bis heute nicht abgeschlossen wurden.[7]

Gliederung[Bearbeiten]

Die einzelnen Untergruppen der Russinen in Polen, der Slowakei und Transkarpatien sind vor allem die: Lemken (Lemkos, Lemoks), Bojken (Boykos, Boyks), Huzulen (Hutsuls), Werchowiner (Verkhovinetses) und Doljanen (Dolinyanins, Haynals, Hajnalen).

Sprache[Bearbeiten]

Hauptartikel: Russinische Sprache

Entsprechend der umstrittenen ethnischen Zuordnung gilt auch die russinische Sprache bei manchen Sprachforschern als Dialekt des Ukrainischen, andere sehen sie als eigenständige Sprache, wieder andere als einen ostslowakisch-westukrainischen Übergangsdialekt.

Religion[Bearbeiten]

Trotz der durch Polen zum Teil gewaltsam betriebenen katholischen Missionierung der ostslawischen Gebiete unter polnisch-litauischer Herrschaft behielten die russisch-orthodoxen Russinen überwiegend ihre ursprüngliche Konfession oder traten zur griechisch-katholischen Kirche über. In der amerikanischen Diaspora wandten sich viele griechisch-katholische Russinen wieder der orthodoxen Kirche zu, nachdem die dortigen Bischöfe der Lateinischen Kirche versucht hatten, die griechisch-katholischen Bräuche der russinischen Gemeinden im Sinne der römischen Liturgie zu verändern, insbesondere den Pflichtzölibat für einfache Gemeindepriester durchzusetzen, den weder die orthodoxe, noch die traditionelle griechisch-katholische Liturgie kennen.

Frühe Geschichte und Etymologie[Bearbeiten]

Im 5. und 6. Jahrhundert siedelten kleine Gruppen von ersten Slawen in den Tälern der Karpaten. In den 860ern erreichte die Christianisierung durch Kyrill und Method die Karpatenslawen.[8] Aus der Zeit der Landnahme der Magyaren gibt es eine Sage vom Prinzen Laboret von Uschhorod, der den Eindringlingen unterlag. Diese Sage wurde später sowohl von ukrainischen als auch von russinischen national gesinnten Literaten als glorifizierendes Symbol ihrer Geschichte verarbeitet.[9] Das Grenzgebiet blieb kaum kontrolliert, wodurch eine weitere Einwanderung von Slawen aus dem Norden und dem Osten, vor allem aus dem späteren Galizien, möglich war. Diese Migration setzte sich bis ins 17. Jahrhundert und sogar danach fort.[8] Spätestens am Ende des 11. Jahrhunderts, als die Grenze des Königreichs Ungarn im relevanten Gebiet ihren neuzeitlichen Verlauf erreichte, lebten die Vorfahren der Russinen (in den erhaltenen Quellen seit dem 11. Jahrhundert als Rutheni bezeichnet) im Königreich Ungarn statt in der benachbarten Kiewer Rus. Sie sind anfangs schriftlich nur als Wächter belegt, seit dem 13. Jahrhundert auch als Landwirte.

Von einer politischen Geschichte der Ruthenen kann, ungeachtet der Bemühungen ruthenischer Historiker und Schriftsteller, die Geschichte ihres Volkes mit legendären Epochen und Gestalten auszuschmücken, bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht gesprochen werden. Auf Grundlage weniger, oft zweifelhafter Berichte wurde dennoch eine Art Geschichte der Russinen rekonstruiert. Ihr Kern ist die Lehre, dass die Ruthenen, schon vor der Ankunft der Magyaren oder zumindest gleichzeitig mit diesen, sich in den Karpaten angesiedelt und schon zu Beginn des 11. Jahrhunderts ein eigenständiges Gebiet besessen hätten . Dieses „Ruśka kraina“ wäre von Herzögen, vielleicht aus königlichem Geschlecht, wie Teodor Korjatovyč, regiert worden. Eine entsprechende Urkunde von 1360, Hauptstütze dieser Rekonstruktion, erwies sich aber als Fälschung. In der Realität gab es keinen reichen einflussreichen russinischen Adel; die Wenigen, die den Adelsstand erreichten, sind schnell im ungarischen Adel aufgegangen.[10] Es gab keine wichtigen Prälaten und keinen mit Privilegien ausgestatteten bürgerlichen Mittelstand. Das Volk bestand ausschließlich aus Bauern sowie wenigen Geistlichen und galt als Untertan des ungarischen Adels. Dass die Russinen überhaupt ihr nationales Wesen bewahren konnten, verdanken sie dem ausgeprägten „Stammesbewusstsein“ ihrer Kirche. Davon abgesehen, konnte sich lange kein historisches Bewusstsein entwickeln. Denn es gab kein kulturelles Zentrum für die Geistlichkeit und keine Chroniken für die Überlieferung.[11]

Das Wort Ruthene (Ruthenen) leitet sich vom lateinischen Ruthenus (Rutheni) ab, das wiederum ab dem 11. Jahrhundert als die lateinische Entsprechung des Ethnonyms Rusyn/Rusin belegt ist. Die Bezeichnung stammt von Rutheni, der latinisierten Form von Rus, Rusyn, Ruscia, Russia oder Ruzzia, den alten Eigenbezeichnungen der Ostslawen.[12] Zwischen Ukrainern und den anderen ostslawischen (Unter-)Ethnien wurde dabei nicht unterschieden. Die tatsächliche frühe Verwendung des Wortes „Ruthenen“ sowie die genauen westlichen Grenzen der einstigen Kiewer Rus und die ethnischen Verhältnisse in den heutigen Hauptgebieten der Russinen im Mittelalter sind eher unklar und somit auch ihre Geschichte im Mittelalter. Seit dem 15. Jahrhundert bezeichnete das Wort jedenfalls vor allem die im Großfürstentum Litauen, in Polen-Litauen und dem Königreich Ungarn lebenden Slawen östlichen christlichen Glaubens; die (Groß-)Russen hießen damals bereits Moscovitae oder Russi. Andererseits wurden im Königreich im 16. Jahrhundert auch Wächter des königlichen Hofes als Rutheni bezeichnet, die keine Ostslawen mehr waren.

Nach den Türkenkriegen ist ein Teil der Ruthenen aus der Ostslowakei nach Serbien und Kroatien ausgewandert. Beweise für ein selbständiges ruthenisches (russinisches) Nationalbewusstsein im Königreich Ungarn gibt es seit dem 18. Jahrhundert. Davor identifizierte man die Ruthenen über ihre Zugehörigkeit zur griechisch-katholischen Kirche. Die „Nationale Wiedergeburt“ der Ruthenen (Russinen) begann nach manchen Forschern bereits mit der Tätigkeit von Andrej Batschinskij, Arsenij Kozak u. a. Diese versuchten vergeblich, Kirchenslawisch mit Elementen aus dem örtlichen Dialekt als russinische Schriftsprache durchzusetzen.[13] J. Basilovitsch schrieb damals die erste Geschichte der Russinen des Königreichs Ungarn, sie erschien 1799–1805 in Košice. Nach anderen Ansichten fand die russinische Nationale Wiedergeburt jedoch erst 1849 bis 1867 statt. 1848 protestierten Vertreter der Russinen in den „Forderungen der Slowaken und ungarischen Ruthenen“ gegen ihre Unterdrückung im Königreich Ungarn, verlangten unter anderem einen eigenen Landtag. Nachdem 1849 die Ungarn von russischen Truppen geschlagen worden waren, legten die Russinen unter der Führung des Politikers Adolf Ivan Dobrjanský der Regierung ihre Forderungen nach Anerkennung ihrer Nation, Sprache sowie nach einer entsprechenden Verwaltungsgliederung vor. In der Zeit nach 1849 verfassten Alexander Duchnovitsch (Duchnovytsch), Ivan Rakovskij (Rakovský) und A. Pavlovitsch (Pavlovytsch) Texte, Gedichte, Lehrbücher teils auf Russinisch, teils auf Russisch; sie versuchten, das Bildungsniveau der Russinen zu verbessern, und wandten sich jedenfalls entschieden gegen die Verwendung von Ukrainisch. Dank Duchnovitsch wurde auch Russinisch als Unterrichtssprache am Gymnasium von Prešov und Russisch an der Kaschauer Akademie eingeführt.[14] Die Gesamtzahl der Ruthenen in Ungarn belief sich 1851 auf 440.600, in den wenigen Städten innerhalb des ruthenischen Gebiets, Ungvár, Munkács, Sziget und Huszt, stellten Magyaren und Juden die Mehrheit.[15] 1849 wurde Duchnovitsch, der „Erwecker des ruthenischen Volkes“[16], von der ungarischen Regierung wegen „Panslawismus“ und weil er Bücher auf Russinisch geschrieben hatte, verhaftet und später verbannt.

Mit der Verkündung des Oktoberdiploms durch Kaiser Franz Joseph, die eine Entwicklung einleitete, die mit dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich 1867 endete, drohten die bescheidenen Fortschritte der Ruthenen in Verwaltung und Schulwesen zunichtegemacht zu werden. Duchnovitsch verzweifelte: Das ruthenische Volkstum in Ungarn hörte auf zu bestehen … wir sind verloren. Dobrjanský formulierte in dieser Situation ein ruthenisches Nationalprogramm, das unter anderem die Bildung einer eigenen Wojwodschaft aus den vorwiegend ruthenischen Komitaten forderte. Ein ruthenischer Landtag sollte geschaffen werden, die eigene Bischofswahl und höhere Beamtenposten für Ruthenen waren einige weitere Forderungen. Dobrjanský wurde daraufhin als „Panslawist“ aus dem Budapester Reichstag ausgeschlossen.[17]

Nach 1867 waren die Russinen in der Karpatenukraine einer starken Magyarisierung ausgesetzt. Diese Zeit bedeutete für die Russinen einen nationalen, kulturellen und wirtschaftlichen Niedergang.[18] In der ungarischen Geschichtsschreibung wurden die nationalpolitischen Bestrebungen der Russinen stets als Begleiterscheinungen des Panslawismus betrachtet.[19] Unter dem Einfluss ukrainischer Patrioten aus Galizien (Franko, Pavlyk, Hnatjuk) begann sich in der Karpatenukraine ab dem Ende des 19. Jahrhunderts und unter den Russinen in der Tschechoslowakei erst nach dem Ersten Weltkrieg auch eine ukrainophile Orientierung durchzusetzen.

Entwicklung seit 1918[Bearbeiten]

Russinen hatten nie einen eigenen Staat. Im Zuge des Zerfalls von Österreich-Ungarn gab es unterschiedliche Bestrebungen innerhalb der russinischen Bevölkerung über die zukünftige politische Zugehörigkeit:

Polen[Bearbeiten]

Flagge der Lemko-Russinischen Republik 1918–1920

Von Dezember 1918 bis März 1920 im galizischen Florynka (Grybów) eine Lemko-Russinische Republik, deren Selbstverwaltung im Gegensatz zur proukrainischen Republik in Komancza (November 1918 bis Januar 1919) zunächst die Einheit mit Russland proklamiert,[20] dann die Angliederung an die Tschechoslowakei angestrebt hatte. Die Führer der Republik wurden bereits im Februar 1919 von polnischen Truppen arrestiert, die gesamte Region war Anfang 1920 unter polnischer Kontrolle.[21]

Tschechoslowakei[Bearbeiten]

Ein Teil der in der Karpatenukraine lebenden Russinen wollte Ende 1918 eine autonome Stellung innerhalb Ungarns erreichen, ein anderer Teil strebte einen gemeinsamen Staat mit den Ukrainern oder Russland an und ein dritter Teil wollte Anschluss an die damals entstehende Tschechoslowakei. Letztere Gruppe erhielt auch Unterstützung von den in den USA lebenden Russinen, dem aktivsten Teil der russinischen Gruppen. 1919 vereinbarte der amerikanische Nationalrat der Russinen schließlich mit dem tschechoslowakischen Präsidenten Tomáš Garrigue Masaryk die Angliederung an dessen Land.[22] Der Vertrag von Trianon, Artikel 48, erwähnt das autonome Gebiet der Ruthenen südlich der Karpathen.[23] Das Gebiet der Russinen hatte also nicht einmal einen eigenen Namen.[19] Am 8. Mai 1919 wurde die Provinz Ruthenien eingerichtet.[24] Die vorläufige Volkszählung von 1919 war für russinische Politiker eine große Enttäuschung: Nur 93.411 Personen, 16 % weniger als 1910, bekannten sich zur russinischen Nation.[25] Die Ukrainer als Ganzes hingegen hatten bei der Volkszählung 1921 einen Anteil von 62,3 % in der Karpatenukraine.[26]

In der Tschechoslowakei, vor dem Zweiten Weltkrieg, war in der Karpatenukraine die Bevölkerung wieder in drei politische Gruppen geteilt – diesmal in eine ukrainophile, eine russophile und eine Gruppe, die die Russinen als eine eigenständige Nation ansah, wobei letztere Gruppe mit Sicherheit am verbreitetsten war.[27] Die Autonomierechte der „Ruthenen“ waren im Minoritätenschutzvertrag vom 10. September 1919 zugestanden und in der Verfassung der Tschechoslowakei vom 29. Februar 1920 garantiert worden, wurden aber durch eine einfache Regierungsverordnung vom 26. April 1920 schon wieder aufgehoben.[28][29] Die „Ruthenen“, die im neuen Staat 3,44 % der Bevölkerung ausmachten, wandten sich mehrmals vergeblich an die internationale Öffentlichkeit, um über die Vorenthaltung der ihnen in Trianon garantierten Rechte, Autonomie und ein eigener Landtag, Beschwerde zu führen.[30] Träger dieser Forderungen waren vor allem die seit 1924 wieder aus Budapest zurückkehrenden ukrainischen Intellektuellen.[31]

Immerhin wurde die ruthenische Sprache nun erstmals in der Geschichte offiziell anerkannt. Zeitungen und Bücher wurde auf Ruthenisch herausgegeben, in Uschhorod wurde ein ruthenisches Nationaltheater eröffnet.[32] Bis 1937 wurde an immer mehr Schulen Russinisch statt Slowakisch unterrichtet. Wirtschaftlich war die Region die unterentwickeltste des Landes. Noch 1930 arbeiteten 89 % der Russinen in der Landwirtschaft, Industrie und Handwerk beschäftigten nur 3,5 %.[33] Laut der Volkszählung von 1930 gab es in der Tschechoslowakei 549.169 Ukrainer, davon 446.916 in der Karpatenukraine, 91.079 in der Slowakei.[34]

Im Oktober 1938 proklamierte die Karpatenukraine ein autonomes Staatswesen innerhalb der durch das Münchner Abkommen geschwächten Tschechoslowakei. Am 11. des Monats wurde die erste eigene Regierung unter Andrej Brodij gebildet. Der Erste Wiener Schiedsspruch vom 2. November 1938 bedeutete den Verlust der bisherigen Hauptstadt Uschhorod an Ungarn; neuer Regierungssitz wurde Chust.[35] Im Zuge der „Zerschlagung der Rest-Tschechei“ am 15. März 1939 erklärte sich die Karpathenukraine, wie auch die Slowakei, zum unabhängigen Staat. Doch noch am selben Tag wurde das Land von ungarischen Truppen besetzt und unter der Bezeichnung „Kárpátalja“ erneut Ungarn angeschlossen. Ende 1944 eroberte die Rote Armee das Gebiet, das nach einer manipulierten Volksabstimmung als „Transkarpatische Ukraine“ in die Sowjetunion 1946 eingegliedert wurde.[32]

Im heutigen Serbien wurde vor dem Zweiten Weltkrieg eine Variante der russinischen Sprache kodifiziert und seitdem verwendet und unterrichtet.

Sowjetunion[Bearbeiten]

Spätestens ab dem Anschluss der Karpatenukraine an die Sowjetunion galten die Russinen in der Sowjetunion offiziell als eine Untergruppe der Ukrainer, diese Sichtweise war auch für die kommunistischen Nachbarländer verbindlich. Die Russinen wurden religiös, kulturell und politisch unterdrückt, die Idee einer eigenen russinischen Identität wurde verboten, Russinen wurden nur als Ukrainer anerkannt. Erst Ende der 1980er Jahre begann ausgelöst durch Glasnost eine nationale Rückbesinnung.[36] Nach der Wende von 1989 werden Russinen in allen Ländern außer der Ukraine wieder als eine selbständige Nation neben den Ukrainern anerkannt. In der Slowakei und in Polen wurden nach 1989 zwei weitere Varianten der russinischen Sprache kodifiziert und seitdem verwendet und unterrichtet. Es gibt jedoch einige Forscher auch in Ländern außerhalb der Ukraine, die die Russinen weiterhin als eine Untergruppe der Ukrainer betrachten.

Ukraine[Bearbeiten]

Die heutige Flagge russinischer Aktivisten ist sowohl russisch als auch ukrainisch inspiriert und gleicht der offiziellen Flagge der Oblast Transkarpatien[37]

Nach den Jahren, in denen Ruthenen eine russische, ukrainische oder slowakische Orientierung aufgezwungen wurde, entstanden zwei heftig konkurrierende Strömungen innerhalb der Minderheit: die ukrainische und die ruthenische.[38]

Nach der Unabhängigkeit der Ukraine hatte der Transkarpatische Gebietsrat 1992 und 2002 das ukrainische Parlament aufgefordert, die Russinen als Nationalität anzuerkennen. Im März 2007 schließlich vollzog der Gebietsrat Transkarpartiens eigenständig diesen Schritt, nachdem im August 2006 auch der UN-Ausschuss gegen Rassendiskriminierung die Ukraine zur Anerkennung der Minderheit aufgerufen hatte. Im Oktober 2008 bekundete in Mukatschewo (Transkarpatien) der Zweite Europäische Kongress der niederkarpatischen Russinen die Absicht, die einst durch die Abspaltung von der Tschechoslowakei 1938 erreichte kurzlebige Staatlichkeit wiederherzustellen und forderte die Behörden auf, dies bis zum 1. Dezember 2008 in die Wege zu leiten. Ziel sei eine selbstverwaltete Republik Niederkarpatische Rus (Podkarpatskij Rus) im Staatenverbund der Ukraine. Daraufhin wurde am 8. Dezember 2008 der Vorsitzende des Verbandes der niederkarpatischen Russinen, Dimitri Sidor, unter Hausarrest gestellt und wegen „Angriffen auf die Integrität der Ukraine“ angeklagt.[39] Im Gegensatz zum eindeutigen Votum der Russinen (1991 stimmten über 78 % für den Verbleib und eine Autonomie Transkarpatiens innerhalb der Ukraine[40]) und den Beteuerungen ihrer Führer unterstellen ukrainische Sicherheitsbehörden ihnen, Eigenstaatlichkeit unter dem Protektorat Russlands, der EU und der Slowakei anzustreben.[41] Den russinischen Verbänden wird vorgeworfen, schon seit den 1980ern von Russland finanziert und kontrolliert zu werden.[42] Als Beleg dafür gilt ukrainischen Politikern in Kiew, dass Sidor russisch-orthodoxer Priester ist und gute Beziehungen zur russischen Presse habe. Pjotr Getsko, selbsternannter Premierminister des von den Russinen am 1. Dezember 2008 proklamierten Staates, und Sidor drohen nun bis zu drei Jahre Haft wegen vermeintlichen Separatismus. Andere Quellen sehen Juschtschenkos Präsidentenberater Viktor Baloha, einen Ukrainer aus Transkarpathien, hinter den Umtrieben: auf Juschtschenkos Rivalin, Premierministerin Timoschenko, sollte so innenpolitischer Druck ausgeübt werden.[43] Russinischen Bemühungen um internationale Anerkennung hatte Russland zunächst eine Absage erteilt.

Zahlen und Anerkennung[Bearbeiten]

Vertreter der Ansicht, die Russinen seien eine separate Ethnie, geben bis zu 800.000 der 1,3 Millionen Karpato-Ukrainer als Russinen an, in der letzten ukrainischen Volkszählung sollen sich allerdings nur 10.000 selbst als Russinen bezeichnet haben. Von 1,5 Millionen Russinen in Europa leben demnach 1,2 Millionen in der Ukraine, hauptsächlich in der Karpatenukraine, 130.000 in der Slowakei[44] und 80.000 Lemken in Polen. Manche russinische Nationalisten sprechen sogar von einer Gesamtzahl von 5 Millionen Russinen in Mittel- und Osteuropa.[45] In Rumänien gab es laut Volkszählung 2002 61.000 „Ukrainer“, davon werden rund 55 % als Russinen (einschließlich Huzulen) bezeichnet. Laut Expertenschätzungen leben aber in Rumänien 120.000-150.000 „Ukrainer“, nach ukrainischen Angaben sogar noch mehr.

Entgegen 2004 gemachten Versprechungen des ehemaligen ukrainischen Präsidenten Wiktor Juschtschenko gegenüber der Russinen-Lobby in den USA werden die Russinen innerhalb der Ukraine nicht als nationale Minderheit anerkannt.[46] Ebenso wie in Rumänien werden sie stattdessen als Ukrainer betrachtet.

Im Gegensatz dazu werden in Polen, der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Kroatien (rund 2.500), Serbien und in den USA und Kanada (rund 250.000) die Russinen als nationale Minderheit neben den Ukrainern anerkannt, obwohl sie auch von manchen Forschern in diesen Ländern als eine Untergruppe der Ukrainer klassifiziert werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Meinolf Arens: Die vierte ostslawische Nation: Die Russinen. Ein „verspäteter“ Nationswerdungsprozess im östlichen Europa am Beginn des 21. Jahrhunderts. In: Flavius Solomon (Hrsg.): Südosteuropa im 20. Jahrhundert. Ethnostrukturen, Identitäten, Konflikte (= Bibliotheca Historiae Universalis. Bd. 8). Editura Universităţii Alexandru Ion Cuza u. a., Jassy [u. a.] 2004, ISBN 973-703046-X, S. 243–254.
  • Alexander Bonkáló: The Rusyns (= East European Monographs. Bd. 293 = Classics of Carpatho-Rusyn Scholarship. Bd. 3). Columbia University Press, New York NY 1990, ISBN 0-88033-190-9.
  • Michal Danilák: Der Einfluss der griechisch-katholischen Kirche auf die Formierung des Nationalbewusstseins der Ruthenen (Ukrainer) in Ungarn im 19. Jahrhundert und am Anfang des 20. Jahrhunderts. In: Peter Švorc, Karl Schwarz (Hrsg): Cirkvi a národy strednej Európy. (1800–1950). = Die Kirchen und Völker Mitteleuropas. (1800–1950). Universum, Prešov 2008, ISBN 978-80-89046-47-8, S. 134–148.
  • Paul Robert Magocsi: The people from nowhere. An illustrated history of Carpatho-Rusyns. Padiak, Uzhhorod 2006, ISBN 966-7838-96-X (Magocsi, Professor an der Universität Toronto ist einer der begeisterten Kämpfer für die Rechte der Russinen).[47]
  •  Paul Robert Magocsi, Ivan Pop (Hrsg.): Encyclopedia of Rusyn history and culture. Revised and expanded edition. University of Toronto, Toronto [u. a.] 2005, ISBN 0-8020-3566-3 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Michael Moser, András Zoltán (Hrsg.): Die Ukrainer (Ruthenen, Russinen) in Österreich-Ungarn und ihr Sprach- und Kulturleben im Blickfeld von Wien und Budapest (= Slavische Sprachgeschichte. Bd. 4). Lit, Wien [u. a.] 2008, ISBN 978-3-7000-0827-9 (Inhaltverzeichnis (PDF; 211 KB)).
  • Heinrich Pfandl: Die Windischen der Ukrainer oder die Kurden Europas? Überlegungen zu Ethnos und Sprache der Russinen anlässlich des Erscheinens der Gramatika rusins'kogo jazyka von 2005. In: Wiener slavistisches Jahrbuch. Bd. 54, 2008, ISSN 0084-0041, S. 105–123.
  • Stefan Troebst: Regionalismus und Autonomiestreben im Ostmitteleuropa der Nach-„Wende"-Zeit. Mährer und Russinen im Vergleich. In: Heinz-Dietrich Löwe (Hrsg.): Minderheiten, Regionalbewusstsein und Zentralismus in Ostmitteleuropa (= Siebenbürgisches Archiv. Bd. 35). Böhlau, Köln [u. a.] 2000, ISBN 3-412-12799-X, S. 67–104.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rusyns – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ernst Lüdemann: Ukraine. Verlag Beck, München 2006, ISBN 3-40654-068-6, S. 39.
  2. Michael Moser: „Ruthenische“ (ukrainische) Sprach- und Vorstellungswelten in den galizischen Volksschullesebüchern der Jahre 1871 und 1872. Verlag Lit Verlag, Berlin 2007, ISBN 3-82580-213-2, S. 7; siehe beispielsweise den zeitgenössischen Artikel Ruthenen (Russinen, Rußniaken) in Meyers Konversationslexikon 1885–1892, Band 14, S. 104.
  3. a b James Stuart Olson (Hrsg): An Ethnohistorical dictionary of the Russian and Soviet empires. Greenwood Publishing Group, Westport, Conn. 1994, ISBN 0-313-27497-5, S. 135 f.
  4. Marta Harasowska: Morphophonemic variability, productivity, and change. The case of Rusyn. Verlag de Gruyter, Berlin 1999, ISBN 3-11-015761-6, S. 2.
  5. Harald Haarmann: Kleines Lexikon der Völker – von Aborigines bis Zapoteken, S. 296.
  6. Russia Today, 1. Dezember 2008: Ethnic group seeks autonomy in Ukraine & Video-Feature (englisch)
  7. Adela Mad'arová: Ruthenen in der Slowakei. Nationale, sprachliche und kulturelle Identität der ruthenischen Nationalminderheit in der Slowakei in ihrer historischen Entwicklung bis in die Gegenwart. Ungedruckte Diplomarbeit, Wien 2004, S. 5.
  8. a b Paul R. Magocsi: Encyclopedia of Rusyn history and culture. University of Toronto Press 2002, ISBN 978-0-802-03566-0, S. 185 ff.
  9. Elaine Rusinko: Straddling borders. Literature and identity in Subcarpathian Rus'. University of Toronto Press, 2003, ISBN 0802037119, S. 28.
  10. Ivan Žeguc: Die nationalpolitischen Bestrebungen der Karpato-Ruthenen. 1848–1914. Harrassowitz, Wiesbaden 1965, S. 13 f.
  11. Ivan Žeguc: Die nationalpolitischen Bestrebungen der Karpato-Ruthenen. 1848–1914. Harrassowitz, Wiesbaden 1965, S. 14 f.
  12. Andreas Kappeler: Kleine Geschichte der Ukraine. Verlag Beck, München 2000, ISBN 3-406-45971-4, S. 21 f.; Ricarda Vulpius: Nationalisierung der Religion. Russifizierungspolitik und ukrainische Nationsbildung 1860–1920. Verlag Harrassowitz, Wiesbaden 2005, ISBN 3-447-05275-9, S. 34.
  13. Adela Mad'arová: Ruthenen in der Slowakei. Nationale, sprachliche und kulturelle Identität der ruthenischen Nationalminderheit in der Slowakei in ihrer historischen Entwicklung bis in die Gegenwart. Ungedruckte Diplomarbeit, Wien 2004, S. 23.
  14. Adela Mad'arová: Ruthenen in der Slowakei. Nationale, sprachliche und kulturelle Identität der ruthenischen Nationalminderheit in der Slowakei in ihrer historischen Entwicklung bis in die Gegenwart. Ungedruckte Diplomarbeit, Wien 2004, S. 25 ff.
  15. Ivan Žeguc: Die nationalpolitischen Bestrebungen der Karpato-Ruthenen. 1848–1914. Harrassowitz, Wiesbaden 1965, S. 11.
  16. Ivan Žeguc: Die nationalpolitischen Bestrebungen der Karpato-Ruthenen. 1848–1914. Harrassowitz, Wiesbaden 1965, S. 13.
  17. Ivan Žeguc: Die nationalpolitischen Bestrebungen der Karpato-Ruthenen. 1848–1914. Harrassowitz, Wiesbaden 1965, S. 52 f.
  18. Adela Mad'arová: Ruthenen in der Slowakei. Nationale, sprachliche und kulturelle Identität der ruthenischen Nationalminderheit in der Slowakei in ihrer historischen Entwicklung bis in die Gegenwart. Ungedruckte Diplomarbeit, Wien 2004, S. 29 ff.
  19. a b Ivan Žeguc: Die nationalpolitischen Bestrebungen der Karpato-Ruthenen. 1848–1914. Harrassowitz, Wiesbaden 1965, S. 7.
  20. Flags Of The World: Republic of Lemko Rusyn
  21. Paul R. Magocsi: Encyclopedia of Rusyn history and culture. University of Toronto Press 2002, ISBN 9780802035660, S. vii und 290.
  22. Jerzy Kozenski: Die Karpathen-Ukraine im Jahre 1938. In: Manfred Alexander (Hrsg.): Kleine Völker in der Geschichte Osteuropas. Festschrift für Günther Stökl zum 75. Geburtstag. Verlag Steiner, Stuttgart 1991, ISBN 3-515-05473-1, S. 130–141, hier S. 132.
  23. Friedensvertrag von Trianon
  24. James Minahan: One Europe, many nations. A historical dictionary of European national groups. Greenwood Publishing Group, Westport/Conn 2000, ISBN 0-313-30984-1, S. 151.
  25. Adela Mad'arová: Ruthenen in der Slowakei. Nationale, sprachliche und kulturelle Identität der ruthenischen Nationalminderheit in der Slowakei in ihrer historischen Entwicklung bis in die Gegenwart. Ungedruckte Diplomarbeit, Wien 2004, S. 35.
  26. Stephan M. Horak: Eastern European national minorities, 1919–1980. A Handbook. Libraries Unlimited, Littleton, Col. 1985, ISBN 0-87287-416-8, S. 121 f.
  27. Adela Mad'arová: Ruthenen in der Slowakei. Nationale, sprachliche und kulturelle Identität der ruthenischen Nationalminderheit in der Slowakei in ihrer historischen Entwicklung bis in die Gegenwart. Ungedruckte Diplomarbeit, Wien 2004, S. 39 f.
  28. Jörg K. Hoensch, Hans Lemberg (Hrsg.): Studia Slovaca. Studien zur Geschichte der Slowaken und der Slowakei. Collegium Carolinum, Verlag Oldenbourg, München 2002, ISBN 3-486-56521-4, S. 171 f.
  29. Stephan M. Horak: Eastern European national minorities, 1919–1980. A Handbook. Libraries Unlimited, Littleton, Col. 1985, ISBN 0-87287-416-8, S. 114.
  30. Manfred Alexander (Hrsg): Vom Kabinett Beneš bis zur ersten übernationalen Regierung unter Švehla 1921–1926. Berichte des Gesandten Dr. Walter Koch. (=Deutsche Gesandtschaftsberichte aus Prag, Band 2) Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1983, ISBN 3-486-55922-2, S. 642.
  31. Clarence A. Manning: Twentieth century Ukraine. Bookman, New York 1951, S. 120 ff.
  32. a b Jakub Siska: Der Masaryk-Kult in der Karpatenukraine
  33. Adela Mad'arová: Ruthenen in der Slowakei. Nationale, sprachliche und kulturelle Identität der ruthenischen Nationalminderheit in der Slowakei in ihrer historischen Entwicklung bis in die Gegenwart. Ungedruckte Diplomarbeit, Wien 2004, S. 37 f.
  34. Stephan M. Horak: Eastern European national minorities, 1919–1980. A Handbook. Libraries Unlimited, Littleton, Col. 1985, ISBN 0-87287-416-8, S. 108 ff.
  35. Jerzy Kozenski: Die Karpathen-Ukraine im Jahre 1938. In: Manfred Alexander (Hrsg.): Kleine Völker in der Geschichte Osteuropas. Festschrift für Günther Stökl zum 75. Geburtstag. Verlag Steiner, Stuttgart 1991, ISBN 3-515-05473-1, S. 130–141, hier S. 140.
  36. James Minahan: One Europe, many nations. A historical dictionary of European national groups. Greenwood Publishing Group, Westport/Conn 2000, ISBN 0-313-30984-1, S. 152.
  37. Flags of the World – Ruthenians (Ukraine)
  38. Adela Mad'arová: Ruthenen in der Slowakei. Nationale, sprachliche und kulturelle Identität der ruthenischen Nationalminderheit in der Slowakei in ihrer historischen Entwicklung bis in die Gegenwart. Ungedruckte Diplomarbeit, Wien 2004, S. 7.
  39. RIA Novosti, 8. Dezember 2008: Rutenen kämpfen um Autonomierechte im Staatenverband der Ukraine
  40. James Minahan: One Europe, many nations. A historical dictionary of European national groups. Greenwood Publishing Group, Westport/Conn 2000, ISBN 0-313-30984-1, S. 153.
  41. Ukrainischer Sicherheitsdienst warnt Ruthenen vor Verletzung der territorialen Integrität des Landes und droht mit „energischen Maßnahmen“
  42. RIA Novosti 9. Dezember 2008: Zerschlagung von aus Ausland finanzierten Extremisten in Ukraine gemeldet
  43. The leaders of Subcarpathian Ruthenians have urged Kyiv…
  44. Bei der Volkszählung 1991 gaben 55.000 Slowaken Russinisch/Ruthenisch als ihre Muttersprache an; vgl. Adela Mad'arová: Ruthenen in der Slowakei. Nationale, sprachliche und kulturelle Identität der ruthenischen Nationalminderheit in der Slowakei in ihrer historischen Entwicklung bis in die Gegenwart. Ungedruckte Diplomarbeit, Wien 2004, S. 10.
  45. James Minahan: One Europe, many nations. A historical dictionary of European national groups. Greenwood Publishing Group, Westport/Conn 2000, ISBN 0-313-30984-1, S. 148 f.
  46. Regnum 23. September 2008: US-Senator McCain erinnert Juschtschenko an Zusagen zum speziellen ethnischen Status von Transkarpathien Englisch, Russisch
  47. Adela Mad'arová: Ruthenen in der Slowakei. Nationale, sprachliche und kulturelle Identität der ruthenischen Nationalminderheit in der Slowakei in ihrer historischen Entwicklung bis in die Gegenwart. Ungedruckte Diplomarbeit, Wien 2004, S. 9.