Sıla Şahin

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Sıla Şahin und Jörn Schlönvoigt (2010)

Sıla Şahin (* 3. Dezember 1985 in Berlin-Spandau) ist eine deutsch-türkische[1] Schauspielerin.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Şahin spielte bereits in der Theater-AG ihrer Schule erste Rollen und arbeitete als Model. Şahin absolvierte dann eine Ausbildung zur Kosmetikerin und besuchte parallel die Schauspielschule Charlottenburg in Berlin.[2] Außerdem nahm sie privaten Schauspielunterricht. Neben ihrer Schauspielausbildung hatte sie auch Ballettunterricht an der Ballettschule Renate Lekovic in Berlin-Charlottenburg und Gesangsunterricht.

Beim Berliner PE-Ensemble spielte sie die Rolle der Regine in dem Theaterstück Gespenster von Henrik Ibsen.

Bekannt wurde sie durch ihre Hauptrolle in der Fernsehserie Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Şahin spielte darin von 2009 bis 2014 die Rolle der Ayla Höfer geb. Özgül.

Zuvor war sie unter anderem in der wiederkehrenden Rolle der Elif Kılıç in der ZDF-Serie KDD – Kriminaldauerdienst und in dem preisgekrönten Spielfilm Verfolgt (2006) zu sehen. Auch wurde Şahin für den türkischen Kinofilm JanJan besetzt.

2012 nahm sie eine Gastrolle in der RTL-Action-Serie Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei an.

Sıla Şahin bekam am 26. Oktober 2012 bei der Preisverleihung des German Soap Award 2012 in Berlin zwei Preise und zwar in den Kategorien: „Sexiest Woman“ und „Schönstes Liebespaar“ (zusammen mit Jörn Schlönvoigt).[3]

Anfang 2013 war Şahin in der Folge Gefüllter Fisch in der ZDF-Krimiserie Notruf Hafenkante in einer Episodenhauptrolle zu sehen. Von April bis Mai 2013 nahm sie an der RTL-Tanzshow Let’s Dance teil. Mit ihrem Tanzpartner Christian Polanc erreichte sie hinter Manuel Cortez und Melissa Ortiz-Gomez den zweiten Platz. Anfang Oktober 2013 konnte man Şahin in der Folge Lucky Punch in der ZDF-Krimiserie Notruf Hafenkante sehen. Şahin nahm 2013 außerdem zusammen mit Isabell Horn und Janina Uhse an der Koch-Show Grill den Henssler teil.

Im April 2014 war Şahin in der Krimi-Serie Marthaler – Partitur des Todes in einer kleinen Rolle zu sehen. Außerdem designte sie zusammen mit Liliana Nova Fußballtrikots für das Label McWEAR.

Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 moderierte sie die Fußball-WM-Sendung #BraSila auf dem Social-TV-Sender Joiz Germany und zum WM-Finale auch die iTunes-Chartssendung Coffee + Charts.[4]

Im August wurde offiziell,dass Sila das Gesicht von der Anti Haarverlust Pflegeserie von Pantene Pro-V ist. Ende Oktober 2014 übernahm Sila bei Verbotene Liebe die Rolle der Gina Schmitz.

Persönliches[Bearbeiten]

Şahin setzt sich für die Tierrechtsorganisation PETA ein. Mit ihrem GZSZ-Schauspielkollegen Tayfun Baydar unterstützt sie damit PETAs Kampagne gegen den Kauf und Handel von Tieren bei Züchtern.[5]

Sie spricht Deutsch, Englisch, Türkisch und Kurmandschi.

Şahin ist seit 2013 als Stammzellspenderin bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registriert. Sie engagiert sich ehrenamtlich für die DKMS und warb 2013 bundesweit in TV-Spots für die Stammzellspende. Ihre Motivation, die DKMS zu unterstützen, resultiert aus dem Verlust ihrer besten Freundin Buket, die bereits in jungem Alter an Leukämie starb.[6]

Şahin lebt in Berlin-Charlottenburg[7] und war von 2010 bis 2013 mit ihrem Schauspielkollegen Jörn Schlönvoigt liiert.[8] Im Mai 2013 machte sie ihre Beziehung zum Fußball-Profi İlkay Gündoğan öffentlich.[9]

Aktfotos[Bearbeiten]

Şahin war im Mai 2011 die erste türkischstämmige Deutsche, die auf der Titelseite des deutschen Playboy-Magazins abgebildet wurde.[10][11][12][13] Şahin, deren Familie konservativer sei als sie selbst, begründete die Aktfotos als „totalen Befreiungsschlag“ und Befreiung von den kulturellen Zwängen ihrer Kindheit.[10][12]

Die Reaktionen waren gemischt und reichten von Zustimmung bis hin zu kategorischer Ablehnung und persönlichen Diffamierungen.[14][15]

Die Welt kommentierte die Bilder als Anknüpfung an die frühere aufklärerische Tradition des Magazins Playboy und als positiven Beitrag zur Emanzipation junger Muslimas. Şahins Nacktheit stelle einen Akt der weiblichen Selbstbestimmung dar, symbolisiere den Ausbruch aus der häuslichen Einsperrung und fungiere als anschaulicher Kontrapunkt zum muslimischen „Kopftuchmädchen“.[12] Die türkischstämmige Journalistin Hatice Akyün warf dem Playboy vor, man habe Şahin bewusst in orientalistischer Aufmachung als Vertreterin der türkischen Gemeinschaft in Szene gesetzt, um vor dem Hintergrund der aufgeladenen Integrationsdebatte Publizität zu erlangen. Gökçe Yurdakul vom Institut für Sozialwissenschaften[16] der Berliner Humboldt-Universität argumentierte dafür, in Şahin nicht die Tochter türkischer Einwanderer zu sehen, sondern die Veröffentlichung ihrer Aktfotos als autonomen Akt der Selbstbestimmung einer Frau zu verstehen.[14] Als Reaktion auf die Debatte gab der Chefredakteur des Magazins Florian Boitin bekannt, dass Şahin keine Muslima sei und die Aktfotos keine religiöse Aussage darstellen würden.[15]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sila Sahin nackt im Playboy. „GZSZ“-Deutsch-Türkin genießt den Akt der Emanzipation. welt.de, abgerufen am 14. April 2011.
  2. Erste Türkin bekommt Hauptrolle bei GZSZ in: BILD vom 18. September 2009
  3. TrendJam Magazin: German Soap Award 2012 im Kosmos Berlin verliehen – Serienstars heute und früher, 2. November 2012
  4. Joiz verrät Details zur WM-Show mit Sila Sahin, dwdl.de, abgerufen am 2. Juni 2014
  5. Adoptieren statt Kaufen Tayfun Baydar und Sila Sahin auf einem PETA-Plakat (Bildergalerie, Bild Nr. 4)
  6. Sıla Şahin spricht über Tod der besten Freundin, Express.de, abgerufen am 2. September 2013
  7. Die Berlinerin Sila Sahin bei GZSZ. Porträt in der B.Z. vom 16. September 2009
  8. Jörn Schlönvoigt: „Ja, wir sind zusammen“. In: Gala.de
  9. Sila Sahin: Er ist ihr Neuer! - BUNTE vom 28. Mai 2013
  10. a b Sila Șahin. star 05/2011. Playboy.de, abgerufen am 12. April 2011.
  11. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDeniz Baspinar: Brüste mit Migrationshintergrund. Eine Darstellerin aus „Gute Zeiten Schlechte Zeiten“ hat sich für den Playboy fotografieren lassen. Aber warum bringt sie ihre türkischen Eltern ins Spiel? In: zeit.de. 19. April 2011, abgerufen am 9. März 2014.
  12. a b c Richard Herzinger: Wenn die Werte der Freiheit ihre Reize entfalten. In: Die Welt. 16. April 2011, abgerufen am 9. März 2014.
  13. Lukas Heinser: Die nackte Wahrheit. In: BILDblog. 14. April 2011, abgerufen am 9. März 2014.
  14. a b Holly Fox: Turkish-German woman's Playboy cover stirs controversy. Deutsche Welle, 21. April 2011, abgerufen am 9. März 2014.
  15. a b Jo Piazza: German Playboy Says Cover Model Sila Sahin Not Muslim, Death Threats Exaggerated. In: Foxnews. 6. Mai 2011, abgerufen am 9. März 2014.
  16. Gökce Yurdakul, Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät III, Institut für Sozialwissenschaften