S-Bahn Magdeburg
| Staat | Deutschland |
| Verkehrsverbund Tarifverbund |
Magdeburger Regionalverkehrsverbund |
| Linien | 1 |
| Streckenlänge | 39 km |
| Stationen | 17 |
| Fernbahnhöfe | 1 |
| Bewohner im Einzugsbereich | etwa 350.000 |
| Fahrzeuge | BR 143 + Doppelstockwagen, ET 425 (RB29,RB30,RB43) |
| Betreiber | DB Regio Südost |
| Stromsystem | 15 kV 16,7 Hz ~, Oberleitung |
Die S-Bahn Magdeburg ist Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehrs im Großraum der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt Magdeburg. Betreiber der S-Bahn ist die DB Regio Südost im Auftrag der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Magdeburger S-Bahn verkehrt seit ihrer Eröffnung am 29. September 1974[1] auf einer einzigen 39 Kilometer langen Linie auf der Strecke Zielitz–Magdeburg–Schönebeck-Salzelmen in Nord-Süd-Richtung. Mehrfach wurden Linien nach Haldensleben und nach Burg diskutiert, bis heute wurden sie jedoch aus finanziellen Gründen nicht verwirklicht (Stand 2010).
Die Haltepunkte Schönebeck-Frohse, Schönebeck Süd und Zielitz Ort wurden erst nach 1974 eröffnet.
Zwischen Schönebeck und Haldensleben verkehrte zu DDR-Zeiten zusätzlich eine stündliche Verbindung mit einer um einen Waggon verkürzten S-Bahn-Garnitur und einer Diesellok der DR-Baureihe 110 bzw. 112. Dieser Zug konnte bis Magdeburg-Rothensee zum S-Bahn-Tarif benutzt werden.
Seit Dezember 2007 wird die S-Bahnlinie 1 bis auf wenige Züge in Tagesrandlage nur noch montags bis freitags betrieben, die Halte werden am Wochenende durch die Regionalbahnen bedient.
[Bearbeiten] S-Bahn-Tarif Magdeburg
Für die S-Bahn Magdeburg sowie auch für alle parallel zur S-Bahn verkehrenden Regionalzüge galt bis zur Einführung des Magdeburger Regionalverkehrsverbunds am 12. Dezember 2010 ein spezieller S-Bahn-Tarif nach dem Vorbild der früheren DDR-S-Bahn-Tarife. Im Gegensatz zu diesen wurde der S-Bahn-Tarif Magdeburg allerdings erst am 1. Februar 1994 eingeführt. Gesonderte S-Bahn-Tarife gab es früher auch in den Städten Berlin, Dresden, Erfurt, Leipzig/Halle und Rostock. Im Gegensatz zu Magdeburg wurden diese aber schon deutlich früher durch Verkehrsverbünde abgelöst beziehungsweise im Fall Erfurt durch die Aufgabe der S-Bahn entbehrlich.
Der S-Bahn-Tarif Magdeburg war etwas günstiger als der bundesweit geltende Nahverkehrstarif. Er basierte dabei nicht wie letzterer auf der tatsächlich zurückgelegten Wegstrecke, sondern auf einem Zonensystem. Es existierten insgesamt drei Zonen:
- „Tarifzone Nord“ (Zielitz und Wolmirstedt)
- „Tarifzone Stadt“ (Stadtgebiet Magdeburg)
- „Tarifzone Süd“ (Schönebeck)
Die „Tarifzone Stadt“ wurde dabei grundsätzlich doppelt berechnet, so dass es insgesamt vier Preisstufen gab. Neben Einzelfahrkarten wurden für die S-Bahn Magdeburg auch Mehrfahrtenkarten, Wochenkarten und Monatskarten, jedoch keine Tageskarten (ausgenommen das „Wochenend-Familien-Ticket“) angeboten. Zusätzlich galt der S-Bahn-Tarif auch auf dem Streckenabschnitt Magdeburg-Neustadt–Magdeburg-Herrenkrug.
Für Pendler und Vielfahrer, die in Magdeburg zwischen der S-Bahn und kommunalen Verkehrsmitteln umsteigen wollten, existierte unabhängig vom S-Bahn-Tarif der übergeordnete MUM-Tarif (Magdeburg-Umland-Tarif), welcher auch die Magdeburger Verkehrsbetriebe einschloss. Der MUM-Tarif war jedoch kein echter Verkehrsverbund, denn es wurden nur Zeitkarten (jedoch keine Einzelfahrkarten) angeboten. Dies hatte zur Folge, dass bei Einzelfahrten in der Region Magdeburg bei jedem Umstieg von der S-Bahn auf ein anderes öffentliches Verkehrsmittel eine neue Fahrkarte gelöst werden musste.
[Bearbeiten] Fahrzeugeinsatz
Typisch für die Magdeburger S-Bahn waren zu DDR-Zeiten die Züge aus grünen LOWA-E5-Wagen (Mitteleinstiegswagen). Ab 1990 kamen Doppelstockeinzelwagen zum Einsatz, teilweise wurden Anfang der 1990er Jahre auch vierteilige DBv-Doppelstockzüge eingesetzt. Heute verkehren auf der Linie S 1 Triebwagen der Baureihe Baureihe 425.
[Bearbeiten] Planungen
Als Grundgerüst für das zukünftige RSB-Netz stehen die S-Bahnlinie 1 (in Nord-Süd-Richtung) und die derzeitigen RB-Linien 31 und 40 (in Ost-West-Richtung) die in Magdeburg seit 2008 verbunden sind. Beide Linien werden derzeit mit S-Bahn-Triebfahrzeugen der Baureihe 425 befahren.
Der Plan des öffentlichen Personennahverkehrs des Landes Sachsen-Anhalt (kurz ÖPNV-Plan) plant für den Zeitraum 2009 bis 2015 bzw. 2025 die Umstellung des Magdeburger S-Bahnnetzes auf ein Regio-S-Bahn-Netz. Das Netz soll sechs Linien umfassen, wobei Linie 5 und 6 sich bis Zerbst zu einem Stundentakt überschneiden, da sie abwechselnd nach Dessau bzw Lutherstadt Wittenberg weiterfahren. Die angegebenen Liniennummern sind Planungsnamen. Weitere Liniennummern (7 bis 10) sind dann für die S-Bahn Halle vorgesehen.
| Linie | Verlauf | Takt | Fahrzeugeinsatz |
|---|---|---|---|
| RSB 1 | SBK-Salzelmen – Schönebeck Hbf – MD-Buckau – Magdeburg Hbf – MD-Neustadt – Wolmirstedt – Zielitz – Tangerhütte – Stendal Hbf | 30 min (SBK-Salzelmen–Zielitz) 60 min (Zielitz–Stendal) |
Verkehr mit elektrischen S-Bahn-Triebwagen |
| RSB 2 | Burg – Biederitz – MD-Neustadt – Magdeburg Hbf – MD-Sudenburg – Niederndodeleben – Eilsleben – Helmstedt – Königslutter – Braunschweig Hbf | 60 min | Verkehr mit elektrischen S-Bahn-Triebwagen |
| RSB 3 | Magdeburg Hbf – MD-Neustadt – Barleben – Haldensleben – Calvörde OT Wegenstedt – Oebisfelde – Wolfsburg Hbf | 60 min | Verkehr mit Dieseltriebwagen |
| RSB 4 | Loburg – Möckern – Biederitz – MD-Neustadt – Magdeburg Hbf – MD-Buckau – Langenweddingen | 60 min | Verkehr mit Dieseltriebwagen |
| RSB 5 | Magdeburg Hbf – MD-Neustadt – Biederitz – Gommern – Zerbst – Coswig (Anhalt) – Lutherstadt Wittenberg | 120 min | Verkehr mit elektrischen S-Bahn-Triebwagen |
| RSB 6 | Magdeburg Hbf – MD-Neustadt – Biederitz – Gommern – Zerbst – Dessau/Roßlau | 120 min | Verkehr mit elektrischen S-Bahn-Triebwagen |
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Deutsche Reichsbahn: S-Bahn Magdeburg – ab 29. September 1974 – Informationen. Dewag Werbung, Magdeburg 1974
[Bearbeiten] Weblinks
- NASA
- ÖPNV-Plan Sachsen-Anhalt (PDF-Datei; 2,44 MB)
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in Planung: Augsburg