Regio-S-Bahn Donau-Iller

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S-Bahn Deutschland
S-Bahn Ulm/Neu-Ulm

Regio-S-Bahn Donau-Iller

Staat Deutschland
Verkehrsverbund
Tarifverbund
DING
Linien 8 (geplant)
Stationen 110 (geplant)
Fernbahnhöfe 5
kleinste Taktfolge 30 min (geplant)
Bewohner im Einzugsbereich zirka 966.000 Einwohner
Logo S-Bahn Donau-Iller

Die S-Bahn Ulm/Neu-Ulm (auch Regio-S-Bahn Donau-Iller) ist eine mögliche S-Bahn im Verkehrs- und Tarifverbund DING (Donau-Iller-Nahverkehrsverbund). Kernstück ist der Ulmer Hauptbahnhof, welcher als Drehkreuz zwischen den S-Bahnlinien, dem Regionalverkehr und dem Fernverkehr fungieren soll. Eine erste Linie ging zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 zwischen dem Ulmer Hauptbahnhof und Weißenhorn in Betrieb.

Planung[Bearbeiten]

Der Regionalverband Donau-Iller hat im November 2012 ein Konzeptpapier für den Aufbau eine S-Bahn in der Region vorgestellt. Dieses Konzept sieht acht Linien vor. Die Kosten für das als “Regio-S-Bahn Donau-Iller 202X” bezeichnete Projekt sollen sich auf 74 Mio. Euro für den Ausbau der Infrastruktur belaufen. Der Kosten-Nutzen-Faktor soll über 1,7 liegen. Die Verwirklichung soll in mehreren Phasen stattfinden.[1]

Bahnstrecken und Ausbaumaßnahmen[Bearbeiten]

Bahnstrecke Senden–Weißenhorn[Bearbeiten]

Als erste Ausbaustufe ging die Strecke nach Weißenhorn zum Fahrplanwechsel am 15.Dezember 2013 als Regionalbahn in Betrieb. Die knapp zehn Kilometer lange Strecke zwischen Senden und Weißenhorn wurde im Sommer 2013 ertüchtigt und ist seit Anfang September wieder für den Güterverkehr freigegeben.[2] Die S-Bahnzüge sollen vom Ulmer Hauptbahnhof über Neu-Ulm und Senden nach Weißenhorn verkehren. Neu eingerichtet wurden die Haltepunkte Wullenstetten, Witzighausen, Weißenhorn-Eschach und Weißenhorn Bahnhof. Die Fahrzeit zwischen den Endbahnhöfen liegt bei 25 Minuten. Die Züge verkehren stündlich,[3] langfristig wird in der Hauptverkehrszeit ein 30-Minuten Takt angestrebt. Für Kosten in Höhe von ca. 10 Millionen Euro erwarben die Stadtwerke Ulm (SWU) die Strecke und ertüchtigten sie für 100 km/h. Sie richteten die neuen Haltepunkte ein, ebenso wurden Brücken erneuert und Bahnübergänge modernisiert.[4]

Südbahn[Bearbeiten]

Nach Abschluss der Elektrifizierung der Südbahn sollen zwei S-Bahn- und zwei Interregio-Express-Linien auf dieser Strecke verkehren. Die S-Bahnlinie S1 wird stündlich von Ummendorf über Biberach, Laupheim Stadt und Ulm Hauptbahnhof nach Geislingen pendeln. Vom Ulmer Hauptbahnhof nach Ummendorf über Laupheim West soll stündlich die S-Bahnlinie S7 verkehren. In der Hauptverkehrszeit wird diese bis Aulendorf verlängert. An dieser Strecke sollen die neuen Stationen Ummendorf und Biberach Nord angefahren werden.

Donautalbahn[Bearbeiten]

Auf der Donautalbahn werden zukünftig die S-Bahnlinien S5 und S8, sowie eine Regional-Express-Linie verkehren. Die Züge der Linie S5 verkehren stündlich von Weißenhorn über Ulm nach Blaubeuren. Die Linie S8 verkehrt stündlich zwischen Ulm über Blaubeuren und Ehingen nach Obermarchtal. Diese Linie hält nicht zwischen Blaubeuren und Ulm. An der S-Bahnlinie S5 soll der neue Haltepunkt Klingenstein entstehen. An der S-Bahnlinie S8 und der RE-Linie sollen die neuen Haltepunkte Schelklingen Nord, Dettingen, Dintenhofen, Rottenacker, Unter- und Obermarchtal entstehen. Umsteigemöglichkeiten sollen am modernisierten Bahnhof Blaubeuren zwischen den S-Bahn-, Regional-Express- und Buslinien entstehen. Eine 2,85 Kilometer lange Strecke südlich von Ehingen soll zweigleisig ausgebaut werden.

Filstalbahn[Bearbeiten]

Nachdem die Fernzüge ab 2020 über die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm verkehren werden, soll die S-Bahnlinie S1 von Ummendorf nach Geislingen verkehren. Hier soll es einen Anschluss an die Regionalbahn nach Stuttgart geben. Eine Regional-Express- und eine Interregio-Express-Linie soll über die Filstalbahn in Richtung Stuttgart verkehren, eine weiter über die Neubaustrecke und den Stuttgarter Flughafen.

Brenzbahn[Bearbeiten]

Auf der Brenzbahn soll weiterhin die Interregio-Express-Linie von Ulm nach Aalen verkehren. Die S-Bahnlinie S3 wird zwischen Ulm und Langenau im Stundentakt verkehren, in der Hauptverkehrszeit wird diese bis Sontheim/Brenz verlängert. Die Linie S2 wird stündlich zwischen Ulm und Aalen verkehren. Zwischen Aalen und Heidenheim wird eine Regionalbahnlinie eingerichtet.

Die Brenzbahn soll zwischen Bergenweiler und Sontheim/Brenz (2,1 km), sowie zwischen Rammingen und Langenau (5,3 km) zweigleisig ausgebaut werden. Die Station Bergenweiler soll verlegt werden, eine neue S-Bahn-Station Ulm-Messe soll gebaut werden.

Illertalbahn und anschließende Strecken[Bearbeiten]

Die S-Bahnlinie S5 wird auf der Illertalbahn zwischen Senden und Ulm Hauptbahnhof verkehren. Die Linie S6 wird stündlich zwischen Ulm und Buxheim, über Senden, Illertissen und Memmingen verkehren. In der Hauptverkehrszeit wird die Linie S6 zwischen Illertissen und Ulm auf einen 30-Minuten-Takt erweitert. Eine stündliche Regional-Express-Linie verkehrt von Ulm über Illertissen und Memmingen nach Kempten.

Die Illertalbahn soll zwischen den Bahnhöfen Finningerstraße und Senden zweigleisig ausgebaut werden. Der Haltepunkt Gerlenhofen soll verlegt und die Stationen Senden Nord, Pless, Fellheim, Heimertingen, Memmingen-Amendingen, Memmingen-Klinikum und Buxheim neu eingerichtet werden.

Mittelschwabenbahn[Bearbeiten]

Die Linie S4 soll stündlich über die Mittelschwabenbahn von Günzburg über Krumbach nach Pfaffenhausen verkehren, alle zwei Stunden wird sie über Mindelheim und Memmingen nach Tannheim verlängert. In der Hauptverkehrszeit verkehren die Züge bereits ab Ulm über Nersingen nach Günzburg.

Fahrgastzahlen[Bearbeiten]

Durch die S-Bahn sollen die Fahrgastzahlen um ca. 33 % steigen. Auf allen Strecken würden die Fahrgastzahlen um mindestens fünf Prozent zunehmen, teilweise werden diese um mehr als 50 Prozent zunehmen, wie auf der Donautalbahn. Auf der Süd- und Brenzbahn gäbe es Fahrgastzuwächse teilweise zwischen 25 und 50 Prozent. Damit würden auf der Filstal-, Süd- und Illertalbahn mehr als 6000 Fahrgäste täglich befördert.[1]

Vorgeschlagene Linien[Bearbeiten]

Linie Laufweg befahrene Strecken(abschnitte)
S 1 GeislingenAmstettenUlm HauptbahnhofErbachLaupheim West – Laupheim Stadt – BiberachUmmendorf FilstalbahnSüdbahn
S 2 AalenOberkochenHeidenheimHerbrechtingenGiengenSontheim/BrenzNiederstotzingenLangenau – Ulm Hauptbahnhof Brenzbahn
S 3 (Sontheim/Brenz – Niederstotzingen –) Langenau – Ulm Hauptbahnhof Brenzbahn
S 4 (Ulm Hauptbahnhof – Neu-UlmNersingen –) GünzburgKrumbachMindelheimMemmingenTannheim Bahnstrecke Ulm–AugsburgMittelschwabenbahnBahnstrecke Buchloe–MemmingenBahnstrecke Leutkirch–Memmingen
S 5 Blaubeuren – Ulm Hauptbahnhof – Neu-Ulm – SendenWeißenhorn DonautalbahnIllertalbahnBahnstrecke Senden–Weißenhorn
S 6 Ulm Hauptbahnhof – Neu-Ulm – Senden – Illertissen – Memmingen – Buxheim IllertalbahnBahnstrecke Leutkirch–Memmingen
S 7 Ulm Hauptbahnhof – Erbach – Laupheim West – Biberach – Ummendorf (– Bad SchussenriedAulendorf) Südbahn
S 8 Ulm Hauptbahnhof – Blaubeuren – SchelklingenEhingenMunderkingenObermarchtal Donautalbahn

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Regionalverband Donau-Iller (Hrsg.): Regio-S-Bahn Donau-Iller Ergebnisse der Hauptstudie. Ulm, November 2012. (PDF-Datei, 0,1 MB).
  2. „Bähnle“: Die Gleise sind saniert. (PDF; 171 kB) auf swu.de, abgerufen am 1. Oktober 2013.
  3. Regionalverkehr Ulm – Weißenhorn geht an DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee auf 3-loewen-takt.de, abgerufen am 1. Oktober 2013.
  4. Modernisierung der Strecke Senden-Weißenhorn für die Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf swu.de, abgerufen am 1. Dezember 2012.

Weblinks[Bearbeiten]