SM U 109

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SM U 109
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge)
Baudaten
U-Boot-Typ: Zweihüllen-Hochsee-Boot
Amtsentwurf aus MS-Typ
Kriegsauftrag K
Serie: U 105 – U 110
Bauwerft: Germaniawerft, Kiel
Baunummer: 278
Bauauftrag: 5. Mai 1916
Stapellauf: 25. September 1917
Indienststellung: 7. November 1917
Technische Daten
Verdrängung: 798 Tonnen (über Wasser)
1000 Tonnen (unter Wasser)
Länge: 71,55 m
Breite: 6,30 m
Tiefgang: 3,90 m
Druckkörper ø: 4,15 m
max. Tauchtiefe: 50 m
Tauchzeit: 45–66 s
Antrieb: Dieselmotoren 2400 PS
E-Maschinen 1200 PS
Geschwindigkeit: 16,4 Knoten (über Wasser)
8,4 Knoten (unter Wasser)
Bewaffnung: 4 × 50 cm-Bugtorpedorohr
2 × 50 cm-Hecktorpedorohr
(12–16 Torpedos)
1 × 10,5-cm-Deckgeschütz
1 × 8,8-cm-Deckgeschütz
Einsatzdaten
Kommandant:
  • Otto Ney
Besatzung (Sollstärke): 4 Offiziere
32 Mannschaften
Einsätze: 1
Erfolge: keine
Verbleib: im Januar 1918 in der Straße von Dover verschollen

SM U 109 war ein diesel-elektrisches U-Boot der deutschen Kaiserlichen Marine, das im Ersten Weltkrieg zum Einsatz kam.

Einsätze[Bearbeiten]

U 109 wurde am 5. Mai 1916 in Auftrag gegeben, lief am 25. September 1917 bei der Germaniawerft in Kiel vom Stapel und wurde am 7. November 1917 in Dienst gestellt. Anschließend wurde das Boot der IV. U-Flottille in Emden und Borkum zugeordnet.[1] Erster und einziger Kommandant war Kapitänleutnant Otto Ney.

U 109 führte während des Ersten Weltkriegs eine unvollständige Unternehmung um die britischen Inseln durch.[2] Dabei wurde kein Schiff versenkt oder beschädigt.[3]

Verbleib[Bearbeiten]

Am 24. Januar 1918 verließ U 109 die Ems zur ersten und einzigen Feindfahrt, die durch den Ärmelkanal zum Sankt-Georgs-Kanal führen sollte. Es erfolgte jedoch keine Bestätigung der Durchquerung des Ärmelkanals an die deutsche Marine. Das Boot ist daher seit dem 26. Januar 1918 verschollen. Als mögliche Untergangsursachen gelten ein Minentreffer der britischen Minensperre bei Dover sowie Artilleriebeschuss des britischen Fischdampfers Beryl. Der bewaffnete Fischdampfer patrouillierte in den Morgenstunden des 24. Januar 1918 an der Minensperre FolkestoneGris Nez, als die Besatzung ein U-Boot bemerkte. Das U-Boot wurde beschossen und so zum Tauchen gezwungen. Wenig später hörte die Fischdampfer-Crew eine Minenexplosion. Ort und Zeit des Vorfalls lassen darauf schließen, dass es sich bei dem U-Boot um U 109 handelte. Als ungefähre Untergangsstelle wird folgende Position in der Straße von Dover angenommen: 50° 54′ N, 1° 32′ O50.91.5333333333333.[4][5][6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Karl Müller, Erlangen, 1993, S. 139.
  2. Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Karl Müller, Erlangen, 1993, S. 124.
  3. Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Karl Müller, Erlangen, 1993, S. 69.
  4. Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Karl Müller, Erlangen, 1993, S. 91.
  5. Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. Urbes, Gräfeling, 1998, S. 43.
  6. Dwight R. Messimer: Verschollen – World War I U-Boat Losses. Naval Institute Press, Annapolis 2002, ISBN 1-55750-475-X, S. 120.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Karl Müller, Erlangen, 1993, ISBN 3-86070-036-7.
  • Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. Urbes, Gräfeling, 1998, ISBN 3-924896-43-7.

Weblinks[Bearbeiten]