Borkum

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Borkum (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Borkum
Borkum
Deutschlandkarte, Position der Stadt Borkum hervorgehoben
53.5880555555566.66972222222226Koordinaten: 53° 35′ N, 6° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Leer
Höhe: 6 m ü. NHN
Fläche: 30,74 km²
Einwohner: 5132 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 167 Einwohner je km²
Postleitzahl: 26757
Vorwahl: 04922
Kfz-Kennzeichen: LER
Gemeindeschlüssel: 03 4 57 002
Adresse der
Stadtverwaltung:
Neue Str. 1
26757 Borkum
Webpräsenz: www.stadt-borkum.de
Bürgermeister: Georg Lübben (parteilos)
Lage der Stadt Borkum im Landkreis Leer
Borkum Lütje Horn (gemeindefrei) Bunde Weener Westoverledingen Rhauderfehn Leer (Ostfriesland) Ostrhauderfehn Detern Jemgum Moormerland Nortmoor Brinkum Neukamperfehn Holtland Firrel Schwerinsdorf Filsum Uplengen Hesel Landkreis Leer Landkreis Leer (Borkum) Niedersachsen Landkreis Emsland Königreich der Niederlande Emden Landkreis Aurich Landkreis Wittmund Landkreis Friesland Landkreis Ammerland Landkreis CloppenburgKarte
Über dieses Bild
Luftbild von Borkum

Borkum ist die westlichste und mit knapp 31 Quadratkilometer die größte der sieben bewohnten Ostfriesischen Inseln. Teile der Insel und das angrenzende Watt gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Die Insel bildet auch die Fläche der Stadt Borkum, die als staatlich anerkanntes Nordseeheilbad über zahlreiche Kureinrichtungen verfügt.[2]

Wie alle anderen ostfriesischen Inseln führte Borkum bis zum Aufkommen des Badewesens im 19. Jahrhundert ein politisches und zumeist auch wirtschaftliches Schattendasein in der Grafschaft Ostfriesland, die ab 1744 zu Preußen gehörte. Eine Ausnahme bildete der Walfang auf Borkum, der der Insel im 18. Jahrhundert zu einigem Wohlstand verhalf, aber 1782 eingestellt werden musste. Die darauf folgende wirtschaftliche Depression dauerte mehrere Jahrzehnte. Erst der ab zirka 1830 einsetzende Badetourismus, der ab ungefähr 1870 größere Ausmaße annahm, hat diese Situation ins Gegenteil verkehrt. Die Insel ist seitdem nahezu vollständig vom Tourismus abhängig, der den Einwohnern ein beständiges Auskommen ermöglicht. Im Jahr 2011 kamen 249.742 Urlauber, es wurden 2.266.456 Übernachtungen gezählt.

Von 1902 bis 1996 war Borkum mit kurzen Unterbrechungen nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg Standort von Marineeinheiten, die zeitweise eine größere wirtschaftliche Bedeutung für die Insel hatten.

Eine unrühmliche Rolle spielte die Insel in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Hochburg des Bäder-Antisemitismus.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Übersichtskarte der Insel Borkum
  • Stadtfläche
  • Salzwiesen
  • Dünen
  • Strand
Borkumer Grenzmarkierung als „nordwestlichster Punkt“ Deutschlands

Borkum liegt nördlich der Emsmündung und ist der niederländischen Küste näher als dem deutschen Festland. Die Stadt Borkum hat etwa 5200 Einwohner und ist die am weitesten westlich liegende Stadt in Niedersachsen.

Noch 1863 bestand Borkum aus zwei separaten Inseln, Westland und Ostland, die durch einen Priel voneinander getrennt waren. Das Tüskendör („Zwischendurch“) zeigt die alte Trennlinie an. Die beiden Inselteile weisen deutlich die hufeisenförmige Gestalt der konzentrisch verlaufenden Dünenketten auf, die zum Randzel-Watt hin offen sind. Das Innere der Dünenbögen ist mit eingedeichten Marschen aus größtenteils Grünland und Salzwiesen vor dem Seedeich ausgefüllt. Die Dünenketten des Westlandes werden mit Dünendeckwerken und Buhnen geschützt. Im Westen der Insel liegt die Greune Stee („grüne Stelle“), ein ausgedehnter Sumpfwald, der an trockenen Stellen von Dünen durchzogen ist.

Geologie[Bearbeiten]

Borkum ist, wie die Ostfriesischen Inseln insgesamt, kein Fragment früheren Festlands und unterscheidet sich insofern etwa von den Nordfriesischen Inseln.[3] Auch haben die Ostfriesischen Inseln nie eine geschlossene Kette gebildet. Dafür ist die Gezeitenströmung zwischen ihnen viel zu stark. Borkum liegt auf einem im Pleistozän und im folgenden Holozän gebildeten Sockel. Vorherrschende Bodentypen sind Regosol und Kleimarsch und zu einem geringen Teil auch Gley.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zur Stadt Borkum gehören der gleichnamige Ort im Westen der Insel sowie die kleineren Ortsteile Ostland (im Osten der Insel) und Reede (im Südosten am Hafen).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Lage von Borkum innerhalb der Ostfriesischen Inseln

Durch seine Insellage hat Borkum keine direkten Nachbargemeinden, wohl aber Nachbarinseln und benachbartes Festland. Die Nachbarinseln sind Rottumeroog (Niederlande) im Westen sowie Juist, Lütje Hörn, Memmert und die Kachelotplate im Osten. Die drei letztgenannten sind unbewohnte Inseln. Die Kachelotplate ist eine Sandbank, die nicht mehr regelmäßig von Wasser überspült wird und daher als im Entstehen begriffene Insel gesehen wird.

Die nächstgelegene Küste gehört zu den Niederlanden, per Fährschiff besteht eine Direktverbindung zum dortigen Fährhafen Eemshaven. Auf deutscher Seite ist Emden der Fährhafen für Borkum. Da die Insel weit draußen in der Emsmündung liegt, ist die Fährzeit von Emden nach Borkum länger als zu jeder anderen bewohnten deutschen Nordseeinsel, ausgenommen Helgoland: Sie beträgt zwischen zwei und zweieinhalb Stunden, abhängig von den Gezeiten und der Fahrtrichtung: In Richtung Borkum nutzen die Fähren die Strömung der Ems, fahren also flussabwärts und sind somit schneller. Durch die Fahrwassertiefe in der Außenems ist – im Gegensatz zu manchen anderen Nordseeinseln – jederzeit eine tideunabhängige Verbindung gesichert. Die nächstgelegene Gemeinde auf dem deutschen Festland ist die Krummhörn im Landkreis Aurich, vom Greetsieler Hafen aus führte in vergangener Zeit ebenfalls eine Fährverbindung auf die Insel.

Flächennutzung[Bearbeiten]

Flächennutzung 2011
Nutzung Fläche in ha
Gebäude- und Freiflächen 258
davon Wohnflächen 122
davon Gewerbe- und Industrieflächen 10
Betriebsflächen 9
Erholungsflächen 31
davon Grünanlagen 22
Verkehrsflächen 183
davon Straßen, Wege, Plätze 86
Landwirtschaftsflächen 667
Wasserflächen 162
Waldflächen 56
Flächen anderer Nutzung 1730
davon Friedhöfe 2
davon Unland 1654
Gesamtfläche 3097

Die Flächennutzungstabelle rechts[4] zeigt, dass 53,4 Prozent der Gesamtfläche Borkums „Unland“ ist: Gemeint sind damit die zahlreichen Dünen der Insel. Die Landwirtschaftsfläche macht mit 667 von 3097 Hektar zwar nur einen für Deutschland unterdurchschnittlichen Anteil von etwa 21,5 Prozent aus. Der Anteil liegt aber höher als auf jeder anderen ostfriesischen Insel. Zurückzuführen ist dies auf die Marschen, die sich im von Sturmfluten geschützten Süden der Insel angesetzt haben.

Schutzgebiete[Bearbeiten]

Borkum liegt im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, der seit dem 26. Juni 2009 mit zum UNESCO-Welterbe gehört.[5] Der Nationalpark erstreckt sich vom Dollart im Westen über die Emsmündung, die Ostfriesischen Inseln und den Jadebusen bis zur Elbmündung im Osten.

Die Insel Borkum ist mit Ausnahme der Siedlungs- und Infrastrukturgebiete sowie des Flugplatzes Teil des Nationalparks. Dabei wird die Insel in drei Schutzzonen aufgeteilt.[6]

Große Teile der Insel, insbesondere im Osten gehören zur Schutzzone I (Ruhezone), die ganzjährig nur auf ausgewiesenen Wegen betreten werden darf. In der Schutzzone II (Zwischenzone) ist das Betreten außerhalb der Brutzeit erlaubt, der Artenschutz hat jedoch auch hier Vorrang. Zur Schutzzone III (Erholungszone) zählen insbesondere die Badestrandabschnitte im Süden, Westen und Norden der Insel.[7]

Geschichte[Bearbeiten]

Die beiden Inselteile auf der Karte Borkums von Karl Ludwig von Le Coq, 1805

Die Ostfriesischen Inseln und damit auch Borkum entstanden vermutlich in der Zeit um Christi Geburt.[8] Zunächst waren es einfache Hochsände, aus denen sich allmählich die heutigen Inseln entwickelten, die dann im Verlauf des Mittelalters besiedelt wurden. Funde aus früheren Perioden liegen bis dato nicht vor. Die erste archäologische Ausgrabung war 2008 im Bereich des alten Borkumer Kirchhofes, dem Ortsmittelpunkt bis zur Aufgabe der Kirche.[9]

Mittelalter[Bearbeiten]

In den Jahren 1227 und 1270 ankerten Kreuzfahrerflotten vor der Insel, um dort auf besseres Wetter zu warten. Ob die Insel seinerzeit schon bewohnt war, ist unklar. Eine Bevölkerung wird erstmals um 1406 in einem Friedensvertrag mit der Hanse genannt.[8]

Von den Cirksena zu den Preußen[Bearbeiten]

Ab 1464 stand Borkum unter der Regentschaft der Grafen von Ostfriesland. Als Groningen 1594 den Sieben Niederlanden beitreten musste, entstand so die politische Teilung in ost- und westfriesische Inseln. Nach dem Tod von Fürst Carl Edzard, dem letzten männlichen Vertreter des Hauses Cirksena, fiel Ostfriesland, und damit Borkum, im Jahr 1744 auf Grund der 1694 von Kaiser Leopold I., dem Kurfürsten von Brandenburg Friedrich III., später König Friedrich I. von Preußen, erteilten Anwartschaft an das Königreich Preußen. Nach dem Frieden von Tilsit wurde Borkum von 1807 bis 1810 Teil des Königreichs Holland und bis 1813 Teil des Kaiserreichs Frankreich. Mit dem Ende der Befreiungskriege 1813 fiel Borkum an Preußen zurück. Bereits 1815 wurde die Insel nach dem Wiener Kongress dem Königreich Hannover zugesprochen. Als der hannoversche König Georg V. nach dem Prager Frieden von 1866 entthront wurde, fiel Ostfriesland und damit Borkum wieder an Preußen.

Walfänger-Gräber auf dem alten Friedhof

Seit dem frühen 18. Jahrhundert entdeckte die Borkumer Inselbevölkerung die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Walfangs für sich. In jedem Jahr fuhren zwischen 150 und 300 Männer hinaus auf See, um nahe Grönland und in der Davisstraße Jagd auf Wale zu machen. Für das Jahr 1747 sind zwölf Borkumer Kapitäne überliefert, für das Jahr 1782 etwa dreißig. Außerdem fuhren vom zwölfjährigen Schiffsjungen bis zum 70-jährigen erfahrenen Greis die Besatzungen auf Schiffen, die zumeist auf Rechnung von niederländischen, hamburgischen, Altonaer oder Emder Reedern unterwegs waren. An erster Stelle sind dabei niederländische Auftraggeber zu nennen, was in erster Linie auf die geografische Nähe zum Nachbarland, aber auch durch die gemeinsame Sprache zurückzuführen ist – wie im gesamten westlichen Ostfriesland war Niederländisch seinerzeit die Standardsprache der Borkumer.[10]

Einen herben Rückschlag, der die Insel für Jahrzehnte wirtschaftlich zurückwarf und weite Teile der Bevölkerung in größte Armut versetzte, war der Ausbruch des Englisch-Niederländischen Seekrieges, der von 1780–1784 dauerte. 1782 gerieten sämtliche Borkumer Grönlandfahrer für ein Jahr in britische Gefangenschaft, aus der sie ohne ihre Schiffe entlassen wurden. Hinzu verunglückten im selben Jahr drei Schiffe, deren Besatzungen größtenteils von der Insel stammten, so dass allein wegen dieser Unglücksfälle mehr als 50 Witwen und Waisen ohne den Haupternährer zurückblieben. Von diesen Schlägen hat sich der Borkumer Walfang nie erholt und wurde schließlich eingestellt. Viele der Walfänger wanderten nach Hamburg oder Altona aus, in der Hoffnung, unter deren neutralen Flaggen ihren Beruf weiterhin ausüben zu können.[11]

Entwicklung zum Seebad nach 1830[Bearbeiten]

Nachdem Norderney bereits im Jahre 1797 zum Staatlichen Seebad geworden war und die Insel in der Folge einen wirtschaftlichen Aufschwung nahm, folgten Borkum als zweite der ostfriesischen Inseln diesem Trend. Zunächst noch sporadisch wurden Gäste mit den Fährschiffen auf die Insel gefahren, zumeist von Greetsiel aus, dem Amtssitz des Amtes Greetsiel, zu dem Borkum seinerzeit gehörte. 1843 wurde in Emden die Dampfschifffahrtsgesellschaft Concordia gegründet, die in der Folge einen regelmäßigen Fährbetrieb zwischen der Seehafenstadt, Delfzijl, Borkum und Norderney aufnahm. Die von Wind und Wetter abhängigen Inselfährleute mit ihren Segelbooten hatten den Dampfschiffen vor allem in puncto Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit wenig entgegenzusetzen. Die Segel-Fährverbindung mit Greetsiel wurde eingestellt, seither ist Emden der deutsche Fährhafen für Borkum. Die Eröffnung der Hannoverschen Westbahn von Rheine nach Emden mit Anschlüssen nach Osnabrück und Hannover sowie nach Westfalen brachten dem aufstrebenden Tourismusgeschäft zusätzliche Impulse.[12]

Gesundheitliche Gründe führten den Ornithologen Ferdinand von Droste zu Hülshoff zwischen 1863 und 1868 mehrfach auf die Insel. Während dieser Erholungsaufenthalte entstand seine 1869 erschienene Beschreibung der Vogelwelt von Borkum[13], die er im Selbstverlag herausbrachte und die die Insel und ihre Vogelwelt über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt machte.

Am 15. Juni 1888 nahmen die Borkumer Kleinbahn und der neue Hafen den Betrieb auf. Erst diese bequeme Anbindung ermöglichte es Borkum, zu einem bedeutenden Seebad aufzusteigen.[14]

Kaiserzeit und Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Im Jahr 1900 erfolgte auf Borkum die Errichtung der ersten amtlich betriebenen Küstenfunkstelle der Welt. Betreiber der Küstenfunkstelle war die Reichspost. Die erste Kommunikationsübertragung erfolgte zwischen der Küstenfunkstelle und dem Passagierdampfer des Norddeutscher Lloyd Kaiser Wilhelm der Große. Die übertragenen Seefunktelegramme wurden über das vor Borkum liegende Feuerschiff Borkumriff zur Funkstation auf der Insel Borkum übermittelt. Anschließend erfolgte die Weitervermittlung in das Festlandnetz.

1902 wurde Borkum durch Kaiser Wilhelm II. wegen der exponierten Lage der Status einer Seefestung verliehen. Die Insel wurde mit Geschützstellungen und Bunkern versehen und eine eigene Marinebahn, die Ostlandbahn an die Borkumer Kleinbahn angeschlossen. Die Streckenlänge auf der Insel wuchs so im Laufe der Zeit auf über 40 Kilometer an, die Stammstrecke der Borkumer Kleinbahn wurde zweigleisig ausgebaut. Sie ist die einzige Schmalspurbahn mit zweigleisigem Betrieb in Niedersachsen.

Weimarer Republik[Bearbeiten]

Borkum nahm im Rahmen des so genannten Bäder-Antisemitismus lange vor 1933 eine Vorreiterrolle bei der Ausgrenzung jüdischer Gäste ein und war bereits Ende des 19. Jahrhunderts eine Hochburg des Antisemitismus. Borkum warb damit, „judenfrei“ zu sein, nachzulesen zum Beispiel in einem Inselführer für Borkum aus dem Jahr 1897. An Hotels hingen Schilder mit der Aufschrift „Juden und Hunde dürfen hier nicht herein!“, innen gab es einen „Fahrplan zwischen Borkum und Jerusalem (Retourkarten werden nicht ausgegeben)“. Ein 1910 erschienener Reiseführer über die Nordseebäder riet „Israeliten“ vor allem vom Besuch Borkums ab, „da sie sonst gewärtig sein müssen, von den zum Teil sehr antisemitischen Besuchern in rücksichtslosester Weise belästigt zu werden.“[15] Man ersann das „Borkumlied“[16], das täglich von der Kurkapelle gespielt und von den Gästen gesungen wurde, und in dem es unter anderem heißt:

An Borkums Strand nur Deutschtum gilt, nur deutsch ist das Panier. Wir halten rein den Ehrenschild Germania für und für! Doch wer dir naht mit platten Füßen, mit Nasen krumm und Haaren kraus, der soll nicht deinen Strand genießen, der muß hinaus, der muß hinaus!

Textstelle aus dem Borkumlied

Borkum, der Nordsee schönste Zier, bleib du von Juden rein, laß Rosenthal und Levinsohn in Norderney allein.

Textstelle aus dem Borkumlied

Während das Borkumlied vor dem Ersten Weltkrieg vor allem antisemitische Klischees ohne direkte Erwähnung von Juden verwendete, wurden die Versionen nach dem Ersten Weltkrieg direkter und hetzten offen gegen Juden und verkündeten Borkum als judenfrei.[17] Mit dem offen zur Schau getragenen Antisemitismus gewann Borkum „völkisch-nationale“ Gäste und setzte Rassenhetze im Konkurrenzkampf gegen das Seebad Norderney ein. Antisemitische Zwischenfälle häuften sich, als von 1920 an der „Borkum-Pastor“ und spätere „Reichsredner der NSDAP“ Ludwig Münchmeyer mit aggressiven Hetzreden auftrat.

Im Zuge der preußischen Kreisreform 1932 wurde die Insel Borkum aus dem aufgelösten Kreis Emden ausgegliedert. Überlegungen, die Insel dem Landkreis Leer oder dem Landkreis Norden anzugliedern, endeten mit dem Anschluss an Leer. Ausschlaggebend dafür war, dass die Verbindung von Borkum per Schiff nach Emden und anschließend weiter per Bahn in die Kreisstädte für das etwas näher gelegene Leer sprach. Borkum ist seitdem die einzige Insel im Landkreis Leer, der ansonsten nur aus Festlandsgemeinden besteht und zudem wenig Küstenstreifen aufweist.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Am 19./20. Dezember 1934 wurden zwei Exemplare der A2-Rakete, genannt „Max“ und „Moritz“, in der Nähe der Ostbake gestartet. Die vom Raketenpionier Wernher von Braun entwickelten Flüssigkeitsraketentriebwerke waren weltweit die ersten, die eine Höhe von über zwei Kilometern erreichten; sie legten den Grundstein für die späteren Großraketen. Nach den erfolgreichen Borkumer Tests wurde die deutsche Raketenforschung in Peenemünde weiter fortgesetzt.

Gedenktafel für die Besatzung der B-17

Am 4. August 1944 musste ein amerikanischer Bomber vom Typ Boeing B 17 G („Flying Fortress“) der 486. Bombardement Group am Nordstrand von Borkum notlanden. Die sieben an Bord verbliebenen amerikanischen Besatzungsmitglieder wurden unmittelbar nach der geglückten Notlandung gefangen genommen. Entgegen den internationalen Abkommen über die Behandlung von Kriegsgefangenen in der Gefangenschaft wurden die US-Soldaten zunächst schwer misshandelt und dann durch einen unbeteiligten Soldaten des Heeres auf Borkum ermordet. Die deutsche Wachmannschaft der US-Soldaten griff bei den Ausschreitungen nicht ein. Anfang 1946 wurde 15 beteiligten Personen in Ludwigsburg der Prozess gemacht und mehrere Todesurteile sowie Haftstrafen verhängt.[18][19] Am 4. August 2003 wurde auf dem Platz mit dem Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges der Insel Borkum ein zusätzlicher Gedenkstein zum Gedenken an die sieben getöteten Mitglieder der Bomberbesatzung enthüllt.[20]

Nach 1945[Bearbeiten]

Der Hafen von Borkum mit den drei ehemaligen Marinepiers am oberen Bildrand und dahinter liegenden zugehörigen Gebäuden
Hauptbadestrand

Die alliierten Besatzungstruppen schleiften nach Kriegsende die zahlreichen Bunkeranlagen der Insel, woraus sich für die nun zumeist ohne Broterwerb dastehenden Insulaner die Möglichkeit ergab, die Rohstoffe der Bunkerbauten auszuschlachten: Sie entfernten in mühevoller Handarbeit die Armierungen aus dem Stahlbeton und das Kupfer aus Kommunikationsleitungen, und auch der Kies der Zufahrtswege wurde abtransportiert und aufs Festland gebracht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begehrten die Niederlande als Kriegsentschädigung die gesamte Emsmündung inklusive der Insel Borkum. Der Hafen von Emden sollte im Zuge dieser Annexion ausgetrocknet werden. Die Pläne scheiterten an den Westalliierten, die im Angesicht der erstarkenden Sowjetunion Westdeutschland nicht weiter schwächen wollten.

Die neu ernannte Gemeindevertretung der Insel sprach sich am 28. März 1946 dafür aus, die 1932 erfolgte Eingliederung Borkums in den Landkreis Leer rückgängig zu machen. Die Distanz zwischen der Insel und der Kreisstadt Leer sei zu groß, der Besuch des Kreishauses in Leer sei eine Angelegenheit von zwei Tagen für die Borkumer: per Schiff nach Emden und von dort per Bahn nach Leer und retour am nächsten Tag. Vielmehr solle die Insel der Stadt Emden angegliedert werden, ihrem Fährhafen. Der Wunsch stieß in Emden auf offene Ohren. Kommunalrechtliche Bedenken, eine Gemeinde einer Kreisstadt anzugliedern, wurden in Emden dahingehend beantwortet, dass die Verwaltung nach dem Krieg ohnehin reformiert werde und somit eine Gemeinde auch Teil einer kreisfreien Stadt werden könnte. Der Leeraner Kreistag sprach sich jedoch mit knapper Mehrheit gegen den Wunsch der Borkumer aus.[21] Die Insel ist somit ein Teil des Landkreises Leer geblieben und gehört seit 1946 zum damals neu gegründeten Bundesland Niedersachsen.

Da die Insel im Krieg nur sehr wenige Zerstörungen zu verzeichnen hatte, nahm Borkum nach 1945 viele Ostvertriebene auf. 1946 waren von den insgesamt 6120 Einwohnern 1093 Personen (entspricht 17,9 Prozent) Flüchtlinge. Die Zahl wuchs bis 1950 jedoch noch deutlich: Damals waren von 6215 Einwohnern 1404 Flüchtlinge, die Quote stieg auf 22,6 Prozent.[22] Eine Besonderheit Borkums lag im hohen Anteil von katholischen Flüchtlingen, die zumeist aus Schlesien stammten. Auf Borkum überstieg die Zahl der katholischen Flüchtlinge diejenige der evangelischen Flüchtlinge um das Sechsfache.[23] Diese Ballung geht vermutlich auf das Betreiben des Flüchtlingspfarrers Leo Christoph in Aurich zurück, der die katholischen Flüchtlinge in der stark protestantisch geprägten Diaspora Ostfriesland möglichst an wenigen Orten konzentrieren wollte, um die Seelsorge zu gewährleisten. Dies war in anderen Regionen Ostfrieslands wegen deren Verkehrsferne oft nicht möglich.

Die ersten Badegäste kamen erst 1947 wieder auf die Insel. Wie überall in Deutschland vor der Währungsreform 1948 bezahlten sie ihren Aufenthalt nicht mit Bargeld, sondern in Naturalien: „Für Kartoffeln oder Gemüse, Fleisch oder Eier gibt es Urlaubstage in frischer Seeluft.“[24]

Ab 1958 war die Insel erneut Standort der Marine: Zwei Jahre nach Aufstellung der Bundeswehr zogen die ersten Einheiten auf den neu gebauten Marinestützpunkt Borkum ein. Die meisten Einheiten gehörten der Amphibischen Gruppe an. Als letzte Einheit zog 1996 die Seemannschaftslehrgruppe ab, seitdem ist Borkum kein Marinestandort mehr. Auch für den SAR-Einsatz wird der Hubschrauberlandeplatz auf dem früheren Marinegelände nur noch gelegentlich genutzt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Im 18. Jahrhundert stieg die Einwohnerzahl Borkums kontinuierlich an, da der Walfang vielen Borkumern Wohlstand brachte. Im 19. Jahrhundert ließ der Walfang zunächst nach und wurde auf Grund des holländisch-englischen Seekriegs endgültig eingestellt. In der Folge setzte auf der Insel Armut ein und viele Einwohner verließen ihre Heimat. Die Einwohnerzahl erreichte gegen 1811 einen Tiefstand von 406 Personen. Nach der Ausrichtung Borkums als Badeort stieg die Einwohnerzahl ab 1850 wieder an. Die Einwohnerzahl erreichte 1975 einen Höchststand von 8495 Einwohnern. Der starke Rückgang zwischen 1970er und 1980er Jahren erklärt sich durch die unterschiedliche Zählweise vor allem bei Zweitwohnungsbesitzern.

Jahr Einwohner[22]
1821 485
1848 421
1871 573
1885 898
1905 2258
1925 4950
Jahr Einwohner
1933 3977
1939 5499
1946 5976
1950 6215
1956 5199
1961 5784
Jahr Einwohner
1970 6051
1980 8185
1990 5714
2000 5650
2005 5513
2010 5158

Entwicklung des Gemeindenamens[Bearbeiten]

Der Inselname taucht erstmals bei Strabon (* etwa 63 v. Chr.; † nach 23 n. Chr.) auf. Er nennt in seiner Geographie eine unbestimmte Anzahl der ostfriesischen Küste vorgelagerter Inseln, von denen eine Byrchanis heiße. Plinius der Ältere erwähnt in seiner um 77 n. Chr. entstandenen Historia naturalis Inseln vor der Nordseeküste und unter deren bekanntesten („insulae nobilissimae“) an erster Stelle Burcana[25], über deren genaue Lage aber nichts weiter bekannt ist. Sie wird von der modernen Forschung mit der um 1743 untergegangenen Insel Bant in Verbindung gebracht.[8]

Namentlich erwähnt wurde die heutige Insel erstmals 1227 als Borkna, dann 1398 als Borkyn, seit 1554 ist die Bezeichnung Borkum geläufig. Der Name hat sich vermutlich aus dem altnordischen burkn für Farnkraut (vgl. Isländisch: Burkni= Brombeergestrüpp) entwickelt, dem später noch die Endung -um für Heim angehängt wurde.[26]

Religionen[Bearbeiten]

Reformierte Kirche

Die Borkumer Bevölkerung war unter dem politischen und kulturellen Einfluss der Niederlande seit der Reformation vorwiegend evangelisch-reformiert. Das erste evangelische Gotteshaus wurde 1550 errichtet. Anders als auf dem Festland galt auf der Insel das landesherrliche Patronatsrecht.[27] Die heutige Reformierte Kirche im Stil der Neugotik datiert von 1896/97 und bietet 800 Besuchern Platz. Regelmäßig finden Konzerte auf der Schuke-Orgel statt. Sie ist die einzige reformierte Inselkirche in Ostfriesland. Die Gemeinde hat etwa 1800 Mitglieder und gehört zum Synodalverband Nördliches Ostfriesland innerhalb der Evangelisch-reformierten Kirche.[28]

Erst durch den im 19. Jahrhundert einsetzenden Bädertourismus kam es zum Zuzug von evangelisch-lutherischen und katholischen Bevölkerungsgruppen. Die Betreuung der evangelisch-lutherischen Bevölkerung erfolgte zunächst durch den ortsansässigen reformierten Pfarrer. Erst am 1. Oktober 1903 wurde die evangelisch-lutherische Christuskirchengemeinde gegründet, die 1908 die erste Pfarrstelle einrichtete und im Jahr 1899 nach nur elf Wochen Bauzeit die Christuskirche fertigstellt.[29] Etwa 1200 Mitglieder gehören zur Gemeinde, die Teil des lutherischen Kirchenkreises Emden innerhalb der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers ist.[30]

Neben den beiden protestantischen Gemeinden gibt es die römisch-katholische Kirche. Maria Meeresstern wurde 1880 bis 1882 als neugotische Kapelle errichtet, erfuhr aber drei Erweiterungsumbauten, sodass sie nun über 450 Plätze verfügt. Die Gemeinde hat etwa 800 Mitglieder und bildet seit 2014 mit der Gemeinde "Christ König" in Emden eine Pfarreiengemeinschaft[31], die zum Dekanat Ostfriesland im Bistum Osnabrück gehört.

Alle drei Gemeinden pflegen eine aktive Ökumene.

Daneben gibt es auf Borkum eine Neuapostolische Kirche.[32] 1976 haben die Zeugen Jehovas ihren Königreichssaal eingeweiht.[33]

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Rat der Stadt Borkum besteht aus 16 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Stadt mit einer Einwohnerzahl zwischen 5001 und 6000 Einwohnern.[34] Die 16 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011.

Stimmberechtigt im Rat der Stadt ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Georg Lübben.

Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2011 ergab das folgende Ergebnis:

Partei Sitze Veränderung Sitze
CDU 6 -
SPD 5 + 1
Bündnis 90/Die Grünen 4 + 2
FDP 1 -

Bürgermeister[Bearbeiten]

Ab dem 1. Juli 2005 war Kristin Mahlitz (SPD)[35] die erste hauptamtliche Bürgermeisterin der Stadt Borkum. Die gebürtige Wilhelmshavenerin war bis zum 31. Oktober 2011 gewählt und trat nicht erneut an.[36] Bei der Bürgermeisterwahl am 11. September 2011 setzte sich der unabhängige Kandidat Georg Lübben mit 52,5 Prozent aller Stimmen gegen seine Mitbewerber Derk-Michels Steemann (37,2 Prozent), Susanne Kaminski (8,8 Prozent) und Katharina Mareike Neumann (1,5 Prozent) durch.[37]

Vertreter im Land- und Bundestag[Bearbeiten]

Borkum zählt zum Landtagswahlkreis Leer/Borkum. Zur Landtagswahl in Niedersachsen 2013 traten dort elf Parteien an. Davon haben sechs Parteien Direktkandidaten aufgestellt.[38] Direkt gewählte Abgeordnete ist Johanne Modder (SPD).

Borkum gehört zum Bundestagswahlkreis Unterems (Wahlkreis 25), der aus dem Landkreis Leer und dem nördlichen Teil des Landkreises Emsland besteht. Der Wahlkreis wurde zur Bundestagswahl 1980 neu zugeschnitten und ist seitdem unverändert. Bislang setzten sich in diesem Wahlkreis ausschließlich CDU-Kandidaten durch. Während in fast allen Kommunen des Landkreises Leer die SPD vor der CDU lag, führte letztere in den Kommunen des nördlichen Emslandes sehr deutlich – viel deutlicher, als die SPD im Leeraner Raum vor der CDU lag.[39] Im Bundestag wird der Wahlkreis von der direkt gewählten CDU-Abgeordneten Gitta Connemann aus Leer vertreten. Über die Landesliste zog zusätzlich SPD-Kandidat Markus Paschke aus Riepe in den Bundestag ein.[40]

Wappen, Stadtflagge und Dienstsiegel[Bearbeiten]

Stadtflagge
Wappen von Borkum
Blasonierung:

„Gespalten von Grün und Silber und mit einem goldenen Fadenbord versehen; vorne übereinander zwei silberne Wale, hinten auf blauen und silbernen Wellen ein roter Leuchtturm; über dem Schild bogenförmig ein goldenes Spruchband mit den Worten „MEDIIS TRANQUILLUS IN UNDIS“ in schwarzen Großbuchstaben. Der lateinische Wahlspruch ist dem alten Kirchensiegel Borkums entnommen und bedeutet übersetzt: ruhig inmitten der Wogen.“[42]

Beschreibung:

Das Wappen wurde 1951 verliehen. Die Wale sollen den früher bedeutenden Walfang symbolisieren. Der Leuchtturm geht auf ein altes Kirchensiegel zurück, das in die Borkumer Flagge aufgenommen wurde. Gezeigt wird der alte Leuchtturm. Die Farben sind der Stadtflagge entnommen, die bereits 20 Jahre vor dem Wappen festgelegt wurde.[41]

Die Flagge zeigt in Grün ein weißes Balkenkreuz, dessen Arme die Breite von 3/13 der Flaggenhöhe haben. In der Gösch befinden sich drei waagerechte Streifen in den ostfriesischen Farben Schwarz-Rot-Blau, auf dem Schnittpunkt der Kreuzarme das alte Kirchensiegel in vereinfachter Ausführung. Es zeigt eine kreisförmige blaue Scheibe mit einem Durchmesser von etwa der halben Flaggenhöhe, darauf ein roter Leuchtturm, von dem beiderseits gelbe Leuchtbündel ausgehen. Der Turm steht auf einem schwebenden grünen Hügel, mit weißem Wellenbalken darunter. Auf breitem weißem Scheibenrand in Schwarz der Satz MEDIIS TRANQUILLUS IN UNDIS. Die Flagge wurde am 28. September 1929 festgelegt und am 31. Juli 1930 erstmals am Borkumer Strand gehisst. Der Lehrer Jakob Everts Teerling hatte sie entworfen. Die grüne Farbe des Tuches symbolisiert die „Grüne Insel“, wie Borkum um 1930 noch genannt wurde. Das weiße Kreuz deutet auf die Reinheit des weißen Strandes und der gesunden Luft hin.[41]

Das Dienstsiegel enthält das Wappen und die Unterschrift: Stadt Borkum – Landkreis Leer.[43]

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Borkum hat seit 1989 Städtepartnerschaft mit der niederländischen Gemeinde Warffum (heute Teil der Gemeinde Eemsmond). Kontakte bestehen jedoch bereits seit 1985. Seitdem fanden mehrere gegenseitige Besuche von Delegationen statt. Gemeindevertreter besiegelten die Zusammenarbeit schließlich im November 1989 auf halbem Wege zwischen Eemshaven und Borkum während einer Fahrt mit dem Feuerschiff „Borkumriff“ mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde. Die Verbindung wird vor allem von Sportvereinen, Tanzgruppen und den Freiwilligen Feuerwehren gepflegt.[44]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Sprung von der Litfaßsäule

Auf Borkum haben sich, wie auf den benachbarten Westfriesischen Inseln Texel, Vlieland, Terschelling, Ameland und Schiermonnikoog, einige uralte Traditionen erhalten, von denen angenommen wird, dass sie auf vorchristliche Zeiten zurückgehen. Während diese sich auf den anderen Nordseeinseln oft zu Touristenattraktionen gewandelt haben, konnte auf den genannten Inseln ein Großteil des Brauchtums von äußeren Einflüssen abgeschirmt werden. Dies ist wird auf die jahrhundertelange Isolation der Inseln von der Außenwelt zurückgeführt.[45]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Zum traditionellen Brauchtum der Insel gehören das Osterfür oder Paaskefür am Abend vor Ostersonntag, die Aufstellung des Maiboom am Abend vor Pfingstsonntag auf dem Platz an der Süderstraße und -pfad von Mitgliedern des Verein Borkumer Jungens mit Tanz der Trachtengruppe sowie Klaasohm am Abend vor Nikolaus.

Vermutlich vorchristlichen Ursprungs ist der Brauch, zu Ostern auf die Paaskedelle (= Osterwiese) zu gehen, um dort mit Ostereiern zu spielen. Beim Kullern und das Schleudern ist dabei das Ziel, die Eier möglichst lange unbeschädigt zu lassen. Ein weiterer Osterbrauch ist das Verbrennen des durch eine Strohpuppe symbolisierten Winters.[45]

Am Samstag vor Pfingsten wird in Borkum das Pinkster-Fest gefeiert, an dem (nicht wie andernorts in Ostfriesland in der Nacht zum 1. Mai) der Mai- oder Pfingstbaum aufgestellt wird. In seiner ursprünglichen Form war er „ein Mast mit weit ausladenden Rahen [und] mit allerlei weiterem Schiffszubehör ausgestattet, es fehlte allerdings jegliches Grün an ihm, da zu früheren Zeiten auf der Insel keine oder nur wenige Bäume wuchsen“. Inzwischen wird er jedoch grünen Zweigen geschmückt und sieht seitdem wie ein Mast mit geblähtem Segel aus. Traditionsgemäß wird an dem Baum ein Korb mit einem gestohlenen Hahn befestigt, der den Insulanern bei Sonnenaufgang mit seinem Krähen einen fruchtbaren Sommer voraussagen soll.[45]

Vor allem der Nikolausbrauch weicht auf Borkum stark von dem auf den Traditionen des Festlandes ab.[45] In der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember wird auf der Insel Klaasohm (=Ohm (Onkel) Klaas (Klaus)) gefeiert. Ein Brauch, der wahrscheinlich auf die Zeit der Walfänger zurückgeht.[46] Beim nächtlichen Geschehen gehen sechs als Klaasohm verkleidete junge Männer vom Verein Borkumer Jungens – jeweils zwei kleine, mittlere und große sowie ein weiterer in der Rolle des Wiefke, der den großen Klaasohm begleitet – auf der Insel um. Die Klaasohms tragen dabei bis zu einem Meter hohe, tonnenförmige Helme, die mit Schafspelz bezogen, und mit Federn und Möwenflügeln beklebt sind. Nachdem die Klaasohms der drei Gruppen an verschiedenen Orten eingekleidet wurden, ziehen sie unter großem Lärmen mit ihren Begleitern zur großen Betriebshalle der Borkumer Kleinbahn. Dort ist eine Bühne aufgebaut, auf der unter Ausschluss von Frauen und Fremden (Zutritt haben nur auf Borkum geborene Männer) in ritualisierten Kämpfen entschieden wird, wer für dies Jahr die Führung übernimmt. Die dabei festgelegte Rollenverteilung wird bis zum Abschluss des Festes nicht mehr verändert. Anschließend beginnt unter großer Anteilnahme der Bevölkerung der Zug über die Insel. Der Umzug endet traditionell in der Ortsmitte, auf einem seiner Form nach D genannten Platz, der das Zentrum einer Kreuzung darstellt. Auf diesem Platz befindet sich eine Litfaßsäule, von deren ebener Spitze sich zum Abschluss des Festes alle „Klaasohms“ sowie zuletzt das „Wiefke“ in die unten versammelte Menschenmenge stürzen, wo sie stets von vielen Armen aufgefangen werden. Vor ihrem Sprung in die Menschenmenge werden die einzelnen Klaasohms und meist in besonderem Maße das Wiefke vom Publikum gefeiert.

Zu den jüngeren Veranstaltungen zählen das Anschwimmen, mit dem die örtliche DLRG am letzten Samstag im April die Badesaison eröffnet[47], das inselübergreifende Jazzfestival zu Pfingsten, der Borkumer Meilenlauf am ersten Septemberwochenende[48] und die Borkumer Bluesnight zum Jahresausklang.

Begrüßung[Bearbeiten]

Junge Borkumer begrüßen sich mit dem Ruf „Öy“. Der herkömmliche Gruß ist aber das Tageszeit-unabhängige Moin. Das einfache Öy wird ebenfalls auf den anderen ostfriesischen Inseln gebraucht.

Sehenswürdigkeiten und Bauwerke[Bearbeiten]

Alter Leuchtturm
Neuer Leuchtturm
Kleiner (elektrischer) Leuchtturm
Historisches Seezeichen „Großes Kaap“
Feuerschiff Borkumriff

Aufgrund seiner Lage in der Emsmündung wurden auf Borkum bereits frühzeitig Seezeichen zur Kennzeichnung des Emsfahrwassers errichtet. Es befinden sich drei Leuchttürme und weitere Peileinrichtungen auf der Insel.

1576 wurde der Alte Leuchtturm erbaut. Er ist damit das älteste Gebäude der Insel und ihr Wahrzeichen. Der 45 Meter hohe, rechteckige Turm entstand auf dem Fundament des alten Borkumer Kirchturms und diente anfangs nur als Tagesmarke. Erst 1817 erhielt der „Alte Leuchtturm“ eine Leuchtquelle, die mit Hilfe von Parabolspiegeln und 27 Öllampen betrieben wurde. Im Februar 1879 wurde das Leuchtfeuer des Leuchtturms durch einen Brand im Turm zerstört. Dank seiner soliden Bauart konnte der Turm erhalten werden und dient als Aussichtsturm.[49]

Der Neue Leuchtturm Borkum befindet sich an der Westseite der Insel und entstand 1879 in der Rekordzeit von nur sechs Monaten nach dem Brand des alten Leuchtturms. Der immer noch aktive Leuchtturm dient seit dem 15. November 1879 der Orientierung vor der Emsmündung. Gleichzeitig trägt der Leuchtturm seit dem 1. Oktober 1891 ein Quermarkenfeuer mit dem Namen Westerems, das einen Kurswechsel für die in der Außenems fahrenden Schiffe vom Westeremsfahrwasser in das Randzelgat anzeigt.[50] Beim Bau des 60,3 Meter hohen runden Turms wurden rund 1,5 Millionen schwarzbraune Ziegelsteine verbaut. Bis zu seiner Spitze führen 319 Treppenstufen. Bei seiner Inbetriebnahme erhielt der Leuchtturm eine drei Meter hohe Drehlinsenleuchte. Nach einer Umrüstung im Jahr 2004 besitzt er sechs große Linsenfelder, die drei Strahlenpaare mit einer Lichtstärke von 2 Millionen Candela pro Strahl erzeugen. Die Nennreichweite beträgt 24,4 Seemeilen (= 40 Kilometer). Trotz der beeindruckenden Werte wird das Leuchtfeuer lediglich mit einer einzelnen 400 Watt Halogen-Metalldampflampe betrieben.[51] Der Leuchtturm ist während der Saison täglich geöffnet und kann besichtigt werden.

Der Kleine Leuchtturm Borkum am Südstrand ist der dritte Leuchtturm auf Borkum und wurde 1888/1889 als Leitfeuer für die beiden Ansteuerungsfahrwasser der Ems, das Hubertgat und die Westerems, errichtet.[52] Der rotweiße Leuchtturm entstand als Prototyp einer Reihe von insgesamt neun in Deutschland gebauten Leuchttürmen in Fertigbauweise, ist aus einzelnen, 27 Millimeter starken Segmenten aus Gusseisen, so genannten Tübbingen zusammengesetzt und hat eine Höhe von 27,9 Metern.[53] Den Beinamen „der Elektrische“ erhielt er, weil es der erste für den elektrischen Betrieb gebaute Leuchtturm in Deutschland war. Seit 1970 dient er als Antennenträger für das Verkehrssicherungssystem Ems, das in deutsch-niederländischer Kooperation betrieben wird. Er wurde im Sommer 2003 außer Dienst gestellt, da sich die Fahrwasser im Bereich der Emsmündung durch Sedimentverlagerungen verändert hatten.

Drei weitere Peileinrichtungen für die Schifffahrt entstanden 1872 nach dem deutsch-französischen Krieg. Das Große Kaap[54] und das Kleine Kaap oder Westkaap[55] befinden sich auf dem Westland und sind historische Baken aus roten Klinkern, die mit hölzernen Toppzeichen ausgerüstet sind. Sie sind 23,4 Meter und 11,7 Meter hoch. Die Baken mussten im Dreipunktverfahren angesteuert werden, so dass die Ansteuerungstonne Osterems auf der Linie „Großes Kaap – Alter Leuchtturm“ und die Ansteuerungstonne Westerems auf der Linie „Kleines Kaap – Alter Leuchtturm“ liegen musste. Am Nordostende der Insel steht eine weitere steinerne Bake. Die Ostbake steht auf einer 7,5 Meter hohen Düne in den Ostlanddünen und ist 19 Meter hoch.[56]

Auf der Insel gibt es drei Kirchen, die zwischen 1882 und 1899 erbaut wurden. Die katholische Kirche Maria Meeresstern ist eine neugotische Backstein-Hallenkirche mit Querhaus, die 1882 fertiggestellt und in den Jahren 1905, 1954 und 1987/88 erweitert wurde. Die Langseiten mit großen spitzbogigen Fenstern werden durch Strebepfeiler gegliedert und die Giebel durch Blenden verziert. Beherrscht wird der Bau von einem hohen oktogonalen Glockenturm. Die Reformierte Kirche (1896/97) weist bereits Kennzeichen des Jugendstils auf, insbesondere in der Fenstergestaltung. 1973 schuf Karl Schuke die Orgel mit 18 Stimmen hinter einem siebenachsigen Prospekt. Entsprechend reformierter Tradition ist der Innenraum auf die Kanzel ausgerichtet. Vorne steht ein 1781 gestiftetes Votivschiff. Die lutherische Christuskirche aus dem Jahr 1899 ist ein Einraumsaal mit rundbogigen Buntglasfenstern und flachem Satteldach. Im Jahr 1958 wurde quer zum Schiff ein Kirchturm angebaut, der unten mit kleinen Fenstern und oben mit den Schallarkaden die Rundbogenform aufgreift. Auf der Westempore baute Rudolf Janke 1980 eine Orgel mit 16 Registern.[57]

1886 wurde auf einem Privatgrundstück an der Süderstraße das Achilleion erbaut.[58] Bauherr war der Mediziner Alexander Freiherr von Exterde, der auf dem ummauerten Gartengelände eine Vielzahl unterschiedlicher Nadelhölzer anpflanzte. 1909 wurde das Anwesen verkauft und von seinen neuen Besitzern nach dem griechischen Landsitz Achilleion benannt. In den 1930er Jahren sowie in der Nachkriegszeit bis 1967 war der städtische Kindergarten im Achilleion untergebracht.[59] Das Anwesen befindet sich inzwischen wieder in Privatbesitz.

Seit 1917 befindet sich im Inselinnern das Emmich-Denkmal für den 1915 verstorbenen General der Infanterie Otto von Emmich.

Seit 1989 liegt das ehemalige Feuerschiff Borkumriff im Borkumer Schutzhafen. Es wurde am 15. Juli 1988 als letztes deutsches Feuerschiff außer Dienst gestellt und dient seitdem als Informationseinrichtung für den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Die technische Betreuung des Nationalparkschiffes erfolgt durch den Förderverein Borkumriff. Das Schiff ist ganzjährig für Besucher geöffnet.

Das Heimatmuseum Dykhus (= Deichhaus) liegt in unmittelbarer Nähe des Alten Leuchtturmes. Der Zugang zum Heimatmuseum führt durch ein Tor, das durch zwei hoch aufgerichteten Kinnladen eines Wales gebildet wird. Die Walknochen erinnern an die frühere Tradition der Borkumer als Walfänger. Das Museum zeigt verschiedene Abteilungen und Zimmer, in denen die wechselvolle und interessante Geschichte Borkums in zahlreichen Exponaten ausstellt sind. Das Museum wird durch den Heimatverein der Insel Borkum e.V. betreut und betrieben.

Auf Borkum zeugen Zäune aus Walkinnladenknochen vom Walfang. In der Wilhelm-Bakker–Straße befindet sich das ehemalige Haus des erfolgreichsten Borkumer Walfängerkapitäns Roelof Gerritsz Meyer. Sein Grundstück ist mit einem Zaun aus Walkinnladen umgeben, die er von seinen Walfangfahrten 1715–1782 mitbrachte. Die Überbleibsel verwittern langsam. Deshalb setzt sich der Borkumer Heimatverein seit einigen Jahren für den Erhalt der Kinnladen ein.[60]

In den Gebäuden der ehemaligen Marine-Seemannschaftslehrgruppe der Bundeswehr, die bis in die 1990er Jahre ein bedeutender Marinestützpunkt und größter Arbeitgeber der Insel war, betreibt das Deutsche Jugendherbergswerk seit Oktober 1996 die Jugendherberge „Am Wattenmeer“ mit 530 Betten. Mit einem rund 20 Hektar großen Gelände ist sie flächenmäßig die größte ihrer Art in Europa.

Das Schwimmbad Gezeitenland war zu seiner Einweihung das größte Meerwasser-Wellen-Hallenbad in Europa. Seit seinem Umbau und der Wiedereröffnung im Sommer 2005 wird es als modernes „Freizeitbad“ genutzt. Eine Wellenfunktion gibt es seitdem nicht mehr.

An der Strandpromenade zwischen dem Nordbad und dem Jugendbad liegt der nordwestlichste Landpunkt Deutschlands. Er ist durch einen symbolischen Grenzpfosten markiert und mit Informationstafeln versehen.

Sport[Bearbeiten]

Der Turn- und Sportverein Borkum von 1890 e.V. (TuS Borkum) ist mit knapp 700 Mitgliedern der größte Verein der Insel. Der Verein betreibt elf verschiedene Sportabteilungen.[61] Als Besonderheit zeichnet ihn aus, dass der TuS Borkum zugleich Betreiber von Sportferien-Einrichtungen ist. Organisatorisch ist der Verein (wie andere Sportvereine auf der Insel auch) aus geografischen Gründen dem Stadtsportbund Emden und nicht dem Kreissportbund Leer angegliedert. Die Fußballer beispielsweise sind im Fußballkreis Emden vertreten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Insel galt während der Hansezeit als Fluchtort von Piraten. Von dem bekannten Seeräuber Klaus Störtebeker heißt es in der Literatur, er habe südlich der Insel einen Schatz vergraben. Mit den Grafen von Ostfriesland lagen die Inselbewohner im ständigen Streit in Bezug auf die Zahlung von Anteilen an Strandungsgütern, die zu dieser Zeit nahezu die einzige Einnahmequelle der Borkumer darstellten.

Im 18. Jahrhundert brachte der Walfang vielen Borkumern, die meistens auf niederländischen Walfangschiffen als erfolgreiche Kapitäne und Harpuniere tätig waren, einen gewissen Wohlstand ein. Viele Straßennamen auf Borkum, aber auch aus Walkiefern hergestellte Zäune (der imposanteste „Walfischzaun“ umfasst das ehemalige Haus von Roelof Gerritsz Meyer, der mit seiner Mannschaft auf 42 Fahrten rund 270 Wale erlegte) und ähnliche Relikte zeugen von dieser Zeit. Im 18. Jahrhundert jedoch ließ der Walfang zunächst nach und wurde auf Grund des englisch-niederländischen Seekriegs endgültig eingestellt. In der Folge setzte auf der Insel Armut ein, und viele Einwohner verließen ihre Heimat. Die Einwohnerzahl erreichte gegen 1811 einen Tiefstand von rund 400 Personen.

Militär[Bearbeiten]

Ab Anfang des 20. Jahrhunderts war Borkum ein bedeutender Militärstützpunkt. 1902 erhielt die Insel den Status einer Seefestung. Die Marine erweiterte für ihren Materialtransport auch den Umfang der Borkumer Kleinbahn mit mehreren Querverbindungen auf der Insel. 1934 begann Wernher von Braun mit Raketenversuchen auf Borkum, die später in Peenemünde fortgesetzt wurden.

1957 richtete die neugegründete Bundesmarine den Marinestützpunkt Borkum ein, der in den nächsten Jahren vor allem Landungsboote beheimatete. Außerdem gab es mehrere Landtruppenteile der Marine, darunter ab 1969 die Seemannschaftslehrgruppe. In der Folge entstanden zahlreiche Arbeitsplätze bei der Bundeswehr, die über 20 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Dauerarbeitsverhältnisse der Insel ausmachten. 1996 wurde die Seemannschaftslehrgruppe aufgelöst und sämtliche Arbeitsplätze bei der Bundesmarine gingen verloren. Die militärischen Schulungsaufgaben wurden hauptsächlich nach Stralsund verlegt; dorthin zogen auch viele Borkumer Bundeswehrangehörige.

Tourismus[Bearbeiten]

Borkum 1909, Strandfotografie
Borkum 1909, Badegäste

Nach dem kurzen Intermezzo der napoleonischen Herrschaft in der Zeit von 1810 bis 1813 kamen ab 1834 die ersten Urlauber, hauptsächlich begüterte Bürger aus Emden, auf die Insel. Zehn Jahre später, 1844, entstanden die ersten Badeeinrichtungen und der Tourismus wurde als Einnahmequelle entdeckt. Seitdem ist die Zahl der Touristen, die Borkum als Urlaubs-, Erholungs- und Kurziel wählen, kontinuierlich angestiegen. Während 1850, als die Registrierung der Urlauber begann, erst 252 Besucher gezählt wurden, kamen zum Ende des 20. Jahrhunderts weit über 200.000 Menschen.

Während des Zweiten Weltkrieges gab es Einschränkungen für Erholungssuchende, da die Insel an der nordwestdeutschen Grenze eine wichtige militärisch-strategische Bedeutung hatte. Nach Kriegsende mussten zunächst zahlreiche Hinterlassenschaften beseitigt werden. Alte Bunker behinderten noch jahrzehntelang die Nutzung des Sandstrandes. Die Beseitigung war mit erheblichen Kosten verbunden. Durch die Lage an einer Hauptschifffahrtsstraße und ihre Größe hatte die Insel trotz der langen Anreise für viele Urlauber insbesondere aus dem Ruhrgebiet eine Anziehungskraft. Die klimatischen Verhältnisse erlaubten den Betrieb von Kureinrichtungen, die maßgeblich die Wirtschaftskraft der Insel stärkten. Im Jahr 2011 kamen 249.742 Urlauber, es wurden 2.266.456 Übernachtungen gezählt.

2009 erhielt die Stadt Borkum nach einer umfangreichen Risikobewertung durch die International Life Saving Federation das Banner „Lifeguarded Beach / Bewachter Badestrand“ für seine vier Badestrände. Die Insel ist damit die erste Gemeinde an der deutschen Nordseeküste, die dieses Zertifikat verliehen bekam.[62]

Borkum ist zur touristischen Vermarktung der Insel der Marketingorganisation „Die Nordsee GmbH“ in Schortens beigetreten. Das Unternehmen vertritt die sieben Ostfriesischen Inseln sowie 15 niedersächsische Küstenorte.[63]   Es ist verantwortlich für die gemeinsame Pressearbeit, das Marketing, die Durchführung von Messen und Veranstaltungen, die Erstellung von Printmedien sowie die Klassifizierung von privaten Ferienunterkünften.

Borkumer Nordstrand, 2013

Medien[Bearbeiten]

Auf Borkum erscheint die Borkumer Zeitung, eine kleine, traditionsreiche Tageszeitung. Die überregionalen Mantelseiten werden von der in Oldenburg erscheinenden Nordwest-Zeitung geliefert. Weitere Medien auf der Insel sind das elf Mal im Jahr erscheinende Heft Borkum Aktuell, das sechs Mal jährlich erscheinende Burkana-Magazin sowie die Online-Zeitung Borkumer Echo. Borkum liegt außerdem im Verbreitungsgebiet der einzigen regionsweit erscheinenden Tageszeitung Ostfrieslands, der Ostfriesen-Zeitung. Aufgrund der verkehrlichen Anbindung an Emden ist darüber hinaus die Emder Zeitung von Interesse; sie berichtet ebenfalls über wichtige Angelegenheiten auf der Insel und wird daher auch auf Borkum gelesen.

Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Die Fachkliniken und das Krankenhaus zählen volkswirtschaftlich zum Tertiärsektor. Statistische Ämter des Bundes und der Länder zählen das Inselkrankenhaus Borkum zu den fünf Krankenhäusern im Landkreis Leer.

Das Fachklinikum Borkum hat eine Klinik für Erwachsene und eine für Kind und Eltern. Sie ist eine Personengesellschaft, deren Leitung ein Chefarzt und Ärztlicher Direktor hat. Fachliche Indikationen sind Allergologie, Dermatologie, Pädiatrie und Pneumologie.

Die Knappschafts-Klinik Borkum ist eine Einrichtung für Rehabilitation mit 150 Betten. Sie genießt öffentliches Recht, hat eine Chefarztleitung und einen Leiter der Verwaltung. Ihre Trägerin ist die rechtsfähige Körperschaft Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Die behandelten Krankheiten zählen zu den Gebieten Innere Medizin, Gynäkologie-Onkologie und Allergologie-Dermatologie.

Die Nordseeklinik Borkum ist eine Klinik für Rehabilitation mit 185 Einzelzimmern. Sie genießt ebenfalls öffentliches Recht, die Leitung hat ein Direktor der Verwaltung und sein Stellvertreter. Ihre Trägerin ist die rechtsfähige Körperschaft Deutsche Rentenversicherung Rheinland. Fachliche Schwerpunkte sind Innere Medizin-Pneumologie und Psychosomatik-Indikationen.

Weiterhin gibt es die Klinik Borkum Riff, das CBT - Haus am Meer St. Helena und die Mutter-Kind-Fachklinik „Sancta Maria“.

Das Inselkrankenhaus Borkum ist ein Akutkrankenhaus für die Akut- und Notfallversorgung mit acht Betten. Es versorgt die Borkumer Bevölkerung und die Inselbesucher bei akuten Erkrankungen, hat Anbindung an Telemedizin und ermöglicht die stationäre Versorgung von 900 Patientinnen und Patienten jährlich. Seine Eigentümerin, die gemeinnützige Personengesellschaft Klinikum Leer, unterstützt es bei Spezialfragen der Traumatologie, Wirbelsäulenchirurgie, Frauenheilkunde, interventionelle Kardiologie und Endoskopie fachlich.

Verkehr[Bearbeiten]

Neben dem Luftverkehr bestehen überregionale Verkehrsverbindungen per Zug und Schiff. Zum Bahnhof Emden Außenhafen am Fähranleger in Emden verkehren Fern- und Nahverkehrszüge.

Schiffsverkehr[Bearbeiten]

Fähre Ostfriesland im Emder Hafen
Der Hafen von Borkum: Hier können die Reisenden zwischen Schiff und Borkumer Kleinbahn umsteigen

Der Verkehr zum niedersächsischen Festland nach Emden Außenhafen findet mit Autofähren statt. Die Fahrzeit beträgt etwa 2 1/4 Stunden. Daneben gibt es Katamarane als reine Passagierfähren, mit denen dieselbe Strecke in etwa einer Stunde zurückgelegt wird. Im Bahnhof Emden Außenhafen haben die Fähren Anschluss an Züge Richtung Emden und weiter Richtung Rheine und Bremen. Der niederländische Hafen Eemshaven wird ebenfalls durch Autofähren angesteuert. Alle diese Fahrten werden von der Reederei AG Ems durchgeführt. Die Fahrpläne sind tideunabhängig, das heißt die Abfahrtzeiten sind nicht von den Gezeiten abhängig und können täglich gleich stattfinden. Daneben gibt es auf Borkum mehrere Schiffe, die für Ausflugsfahrten, beispielsweise zu den Nachbarinseln, genutzt werden. Das größte dieser Schiffe ist die Wappen von Borkum.

Kfz-Verkehr[Bearbeiten]

Die Insel ist neben Norderney die einzige ostfriesische Insel, auf der private Kraftfahrzeuge gefahren werden dürfen. Jedoch wird der private Kfz-Verkehr während der Sommersaison stark reglementiert. Hierzu sind innerorts zwei Zonen eingerichtet: Der Ortskern als rote Zone ist für den privaten Autoverkehr vollständig gesperrt. Der übrige Bereich darf zur Nachtzeit zwischen 21:00 und 7:00 Uhr nicht mit privaten Kraftfahrzeugen befahren werden.

Bahn- und Busverkehr[Bearbeiten]

Borkumer Kleinbahn mit Museumszug
Die Dampflokomotive „Borkum“ der Borkumer Kleinbahn
Hauptartikel: Borkumer Kleinbahn

Die sieben Kilometer lange, zum Teil zweigleisige Inselbahnstrecke mit einer Spurweite von 900 Millimetern wurde 1888 fertiggestellt und verbindet den Ort mit dem Fähranleger. Neben dem Bahnhof im Ortskern gibt es die Haltepunkte „Jakob-van-Dyken-Weg“ und „Borkum-Reede“. In den 1940er Jahren gab es neben der „Hauptbahn“ zahlreiche militärisch genutzte Feldbahn-Strecken, die den Inselort mit verschiedenen Festungsanlagen verbanden. Eine weitere Strecke, von der die ersten Meter am Hauptbahnhof noch zu sehen sind, führte in das so genannte Ostland. In den 1970er Jahren geriet die Kleinbahn in wirtschaftliche Turbulenzen, jedoch nahm die Bedeutung dieser Bahn infolge des immer stärker werdenden Tourismus zu, so dass in den 1990er Jahren zahlreiche Neuanschaffungen für den Fuhrpark getätigt wurden. Die Borkumer Kleinbahn verfügt über vier moderne Lokomotiven, die mit Rapsöl betrieben werden. Sie ist die einzige noch betriebene zweigleisige Schmalspurbahn in Niedersachsen. Daneben gibt es einen regelmäßigen Busverkehr annähernd parallel zur Kleinbahnstrecke, tagsüber mit etwa stündlich angebotenen Fahrten. Einige Busse verkehren bis zum Ortsteil Ostland, der von der Eisenbahn nicht bedient wird.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Östlich der Stadt befindet sich der Flugplatz Borkum, der im Linien- und Charterverkehr von Emden und Hamburg aus angeflogen wird. Die Flugzeit von Emden beträgt etwa 15 Minuten. Außerdem wird der Flughafen von Privatflugzeugen benutzt.

Lage des Windparks „alpha ventus“

Offshore-Windparks[Bearbeiten]

Rund 45 Kilometer nördlich Borkum befindet sich der erste deutsche Offshore-Windpark alpha ventus in der Nordsee mit zwölf Windenergieanlagen der 5-MW-Leistungsklasse.[64] Weitere bereits genehmigte Windparks sind Borkum West II, Borkum Riffgrund sowie Borkum Riffgrund West. Sie befinden sich in der so genannten ausschließlichen Wirtschaftszone und sind rund 40 Kilometer und mehr von Borkum entfernt. Der OWP Borkum West II befindet sich in Bau.

Ebenfalls in Bau befindet sich der OWP Riffgat, er liegt rund 15 Kilometer nordwestlich Borkums im Bereich des Ems-Ästuars und befindet sich damit innerhalb des Küstenmeeres (12-Seemeilen-Zone).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Das Ehrenbürgerrecht ist die höchste Würdigung der Stadt Borkum. Die Stadt hat zehn Personen damit ausgezeichnet:

  • Georg Köhler (Hotelier)
  • Franz Habich sen. (Ingenieur)
  • A. C. Meyer (Wohltäter)
  • Paul von Hindenburg (* 2. Oktober 1847; † 2. August 1934), Reichspräsident
  • Tönjes Kieviet (Gemeindevorsteher)
  • Wilhelm Feldhoff (Wohltäter)
  • Berend de Vries (* 31. Dezember 1883; † 25. November 1959), Schriftsteller, Verdienstkreuz am Bande (1958), Verleihung der Ehrenbürgerschaft im Jahre 1958[65]
  • Dr. Rudolf Bensch (Arzt)
  • Fritz Klennert (Bürgermeister)

Söhne und Töchter der Insel[Bearbeiten]

Folgende Personen sind auf der Insel Borkum geboren:

  • Walter Dierks (* 19. Mai 1899; † 16. März 1983), Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Bremerhaven
  • Enno Heyken (* 17. Februar 1906; † 19. Oktober 1987), deutscher lutherischer Geistlicher und Regionalhistoriker
  • Wolfgang Ontijd (* 8. März 1937), deutscher Politiker (CDU)
  • Hermann Janßen (23. Oktober 1937), von 1974 bis 2000 Kurdirektor von Titisee-Neustadt[66]

Literatur[Bearbeiten]

  • Frank Bajohr: „Unser Hotel ist judenfrei“. Bäder-Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert. Fischer, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-596-15796-X
  • Klaus Barthelmess: Die Walknochen der Nordseeinsel Borkum: Zur Kulturgeschichte der bedeutsamen Denkmäler aus der Blütezeit des europäischen Arktiswalfangs mit Überlegungen zu ihrer Konservierung. Verlag Books on Demand, 2008, ISBN 978-3-8370-2625-2
  • Ferdinand von Droste zu Hülshoff: Die Vogelwelt der Nordseeinsel Borkum. (Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1869), Verlag Schuster, Leer 1974, ISBN 3-7963-0054-5
  • Karl Herquet: „Die Insel Borkum“ in kulturgeschichtlicher Sicht. (Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1886), Verlag Schuster, Leer 1974, ISBN 3-7963-0096-0
  • B. Huismann: Die Nordseeinsel Borkum einst und jetzt. (Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1897), Verlag Schuster, Leer 1979, ISBN 3-7963-0174-6.
  • Friedrich-Wilhelm Schaer: Die wirtschaftliche und soziale Struktur der ostfriesischen Inselbevölkerung vor dem Aufschwung des Badewesens im 19. Jahrhundert. In: Emder Jahrbuch, Band 63/64 (1984), S. 74–118
  • Burghart Schmidt: Die ostfriesischen Inseln zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Ein französischer Militärbericht zur strategischen Lage, Geographie, Demographie, Wirtschaft und Sozialstruktur im Rahmen der napoleonischen Kontinentalsperre. In: Emder Jahrbuch, Band 78 (1998), S. 188–231
  • Hans Peter Wegmann: Borkum: Geschichte der Insel, Schifffahrt und See, Tiere und Pflanzen. Eigenverlag Wegmann, Borkum 1991, o. ISBN

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Borkum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Borkum – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikivoyage: Borkum – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Kurorte auf Borkum
  3. Johannes Walter: Die Ostfriesischen Inseln, Seminar zur Regionalen Geografie Nordwestdeutschland (PDF; 3,93 MB) Universität Stuttgart/Institut für Geographie. S. 9 ff. 2001. Abgerufen am 17. Januar 2009.
  4. Quelle: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, direkter Link auf die Seite nicht möglich. Vorgehensweise: Anklicken von „Regionaldatenbank“, ohne Anmelden „Weiter“, als Gast „Weiter“, Auswählen „Flächenerhebung“ und „Zeit und Region festlegen“, Anklicken „Einheits/Samtgemeinde“, Auswählen von Borkum (dazu recht weit herunterscrollen), Anklicken von „Tabelle erstellen und anzeigen“, abgerufen am 2. September 2012
  5.  Weltnaturerbe anerkannt. In: Norderneyer Morgen. Nr. 190, 27. Juni 2009, S. 1 (Online-Ausgabe PDF; 1,24 MB).
  6. Karte mit Grenzen des Nationalparks und der drei verschiedenen Schutzzonen. Nationalparkverwaltung Nds. Wattenmeer. Abgerufen am 5. Oktober 2012.
  7. Nationalpark Wattenmeer auf www.borkum.grunewald.info
  8. a b c Michael Krecher, Archäologischer Dienst der Ostfriesischen Landschaft: Borkum (2008), eingesehen am 1. April 2012
  9. Sonderausstellung "Land der Entdeckungen" des Heimatverein Borkum e.V.: [1]
  10. Schaer (1984), S. 89
  11. Schaer (1984), S. 89
  12. Schaer 1984, S. 100
  13. Ferdinand von Droste zu Hülshoff: Die Vogelwelt der Nordseeinsel Borkum, abgerufen am 10. Februar 2011
  14. Hans Schweers: Die Borkumer Kleinbahn und die Schiffe der A.G. „Ems“. Schweers + Wall, Köln 2007, ISBN 978-3-89494-132-1, S. 22
  15. Als Borkum „judenrein“ war. In: Die Zeit, Hamburg 2003, 24. ISSN 0044-2070
  16. Borkumlied im Volksliederarchiv
  17. Buchbesprechungen zum Thema Antisemitismus
  18. Volker Apfeld: Borkum – Festung im Meer, 2. verbesserte und erweiterte Auflage, Borkum 2008
  19. Heimatmuseum Borkum: Infotafeln im Heimatmuseum von Wilfried Krahwinkel jr.
  20. Gefallenendenkmäler: Borkum (Ehrenmal), Landkreis Leer, Niedersachsen, abgerufen am 15. August 2012
  21. Herbert Kolbe: 1945/1946. Als alles von vorn begann. Gerhard-Verlag, Emden 1984, ISBN 3-88656-006-6, S. 91 ff.
  22. a b Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: Borkum, pdf-Datei, S. 1, abgerufen am 2. September 2012
  23. Bernhard Parisius: Viele suchten sich ihre Heimat selbst. Flüchtlinge und Vertriebene im westlichen Niedersachsen (Abhandlungen und Vorträge zur Geschichte Ostfrieslands, Band 79), Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 2004, ISBN 3-932206-42-8, S. 99f.
  24. Herbert Kolbe: 1945/1946. Als alles von vorn begann. Gerhard-Verlag, Emden 1984, ISBN 3-88656-006-6, S. 96
  25. C. PLINII SECVNDI natvralis historiae liber IV 96
  26. Arend Remmers: Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade. Verlag Schuster, Leer 2004, ISBN 3-7963-0359-5, S. 239
  27.  Menno Smid: Ostfriesische Kirchengeschichte. Selbstverlag, Pewsum 1974, S. 479 (Ostfriesland im Schutze des Deiches; 6).
  28. Synodalverband Nördliches Ostfriesland, eingesehen am 15. Februar 2012
  29. Evangelisch-lutherischer Kirchenvorstand Borkum (Hrsg.): 70 Jahre Evangelisch-lutherische Christuskirchengemeinde auf Borkum. Borkum 1973
  30. Kirchenkreis Emden, eingesehen am 15. Februar 2012
  31. Andreas Langkau: "Kirche zwischen Himmel und Meer - Maria Meeresstern, die katholische Kirche auf Borkum", Borkum 2014, S. 33
  32. Neuapostolische Kirche Borkum, eingesehen am 15. Februar 2012
  33. Einweihungen von Königreichssälen in Deutschland, eingesehen am 15. Februar 2012
  34. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 11. Dezember 2011
  35. Internetpräsenz Kristin Mahlitz
  36. Silvesteransprache 2010 von Kristin Mahlitz
  37. Vorläufiges Endergebnis; Daten des Live-Tickers unter www.oz-online.de
  38. Landtagswahl 2013: Alphabetisches Verzeichnis der Bewerberinnen und Bewerber
  39. Ergebnisse der Bundestagswahl 2009 im Wahlkreis, aufgeschlüsselt nach Städten und (Samt-)Gemeinden
  40. oz-online.de: Paschke über Liste im Bundestag. Eingesehen am 24. September 2013.
  41. a b c Borkum.de: Wappen von Borkum, eingesehen am 3. September 2012
  42. [41]
  43. Hauptsatzung der Stadt Borkum, eingesehen am 2. September 2012
  44. Borkum.de: Städtepartnerschaft, eingesehen am 3. September 2012
  45. a b c d Andrea Akkermann: Traditionen und Brauchtum auf den Wattenmeerinseln von Texel bis Borkum (PDF; 349 kB). Diplomarbeit vorgelegt an der Johannes Gutenberg - Universität Mainz im Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft in Germersheim, eingesehen am 3. September 2012
  46. Deutsche Welle: „Auf Borkum regiert der Klaasohm
  47. DLRG Anschwimmen ein voller Erfolg, abgerufen am 17. Oktober 2009
  48. Borkumer Meilenlauf
  49. Alter Leuchtturm Borkum
  50. Großer Leuchtturm Borkum
  51. Modernisierung der leuchtfeuertechnischen Einrichtung des großen Leuchtturms Borkum (WSA Emden)
  52. Kleiner Leuchtturm Borkum
  53. http://www.wsa-emden.de/schifffahrt/Schifffahrtszeichen/Feste_Schifffahrtszeichen/Kleiner_Leuchtturm_Borkum/index.html
  54. „Große Kaap“ auf Borkum
  55. „Kleine Kaap“ auf Borkum
  56. Borkumer Ostbake
  57. Infos zu den Kirchen unter Borkumer Kirchengemeinden, eingesehen am 15. Februar 2012
  58. Borkumer Geschichte von 1702 bis 1899
  59. Geschichte des Kindergartens Borkum
  60. Einzigartige Relikte - Borkums Walkinnladen
  61. Internetpräsenz des TuS Borkum
  62. Bewachter Badestrand
  63. Die Nordsee GmbH – Wir über uns, abgerufen am 11. Juli 2011
  64. Pressemitteilung von alpha ventus, abgerufen am 19. November 2009
  65.  Ostfriesische Landschaft (Hrsg.): Berend (Bernhard) Janssen de Vries. Biographisches Lexikon für Ostfriesland. (PDF-Dokument, abgerufen am 21. Oktober 2012).
  66. Hermann Janßen 70 Jahre - Ex-Kurdirektor, Jazzer und Heimatkundler. In: Schwärzenbach bei Titisee-Neustadt im Hochschwarzwald. Ekkehard Kaier. 27. Februar 2012. Abgerufen am 20. Februar 2013.