Saint-Saturnin (Puy-de-Dôme)

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Saint-Saturnin
Saint-Saturnin (Frankreich)
Saint-Saturnin
Region Auvergne
Département Puy-de-Dôme
Arrondissement Clermont-Ferrand
Kanton Saint-Amant-Tallende
Koordinaten 45° 40′ N, 3° 6′ O45.6594444444443.0922222222222516Koordinaten: 45° 40′ N, 3° 6′ O
Höhe 460–890 m
Fläche 16,86 km²
Einwohner 1.022 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 61 Einw./km²
Postleitzahl 63450
INSEE-Code

Ortsbild mit Kirche und Burg

Saint-Saturnin ist eine französische Gemeinde in der Region Auvergne im Département Puy-de-Dôme im Arrondissement Clermont-Ferrand im Kanton Saint-Amant-Tallende. Sie ist als eines der Plus beaux villages de France (Schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Saint-Saturnin befindet sich knapp 20 km südlich von Clermont-Ferrand im Tal des Flusses Monne der etwas weiter unten in die Veyre mündet. Die Gemeinde von 16,86 Quadratkilometern Größe liegt auf 460 bis 890 Meter Meereshöhe und zählt 1022 Einwohner (Stand 1. Januar 2011). Der Ort ist auf einem Basaltgrat erbaut, an dessen höchster Stelle die Kirche St-Saturnin steht.

Geschichte[Bearbeiten]

Saint-Saturnin war Sitz der Herren von La Tour d’Auvergne, wovon noch die stark befestigte Burg Saint-Saturnin zeugt. Mit seinen engen Gassen hat der Ort sein mittelalterliches Flair bewahrt und zog deshalb viele Künstler an, die sich hier niederließen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Kirche St-Saturnin gehört zu den sechs Hauptkirchen der auvergnatischen Romanik. Sie wurde in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts aus hellem Arkose-Sandstein und dunklem Lavagestein erbaut und hat mit ihrem oktogonalen Glockenturm die Französische Revolution unbeschadet überstanden, sodass Restauratoren anderer Kirchen sie zum Vorbild nehmen konnten. Die Ostpartie der Kirche bildet eine Auvergnatische Pyramide, in der das massif barlong integriert ist. Im Inneren finden sich Kapitelle aus Lava-Gestein, eine romanische Marienstatue, eine farbig gefasste Pietà in der Krypta und ein Christushaupt aus dem 15. Jahrhundert sowie Holzplastiken des 18. Jahrhunderts.
  • Kapelle Sainte-Madeleine, mittelalterlich, heute Ausstellungsraum, gegenüber dem Chor der Kirche
  • die Burg Saint-Saturnin, mittelalterlicher Wehrbau aus dem 13. Jahrhundert, mit dreifacher Ummauerung, Zinnen und Wehrtürmen. Die Fassade stammt aus der Renaissance-Zeit.
  • Musée du peintre Madrassi, Museum des Malers und Illustrators Ludovic Lucien Madrassi (1881–1956)
  • in der Nähe die Benediktinerabtei Notre-Dame de Randol, 1970 bis 1980 erbaut, mit architektonisch sehr sehenswerter moderner Abteikirche mit bunten Glasfenstern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Saint-Saturnin auf Les plus Beaux Villages de France (französisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saint-Saturnin (Puy-de-Dôme) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien