Salomon Kalou

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Salomon Kalou

Salomon Kalou, 2010

Spielerinformationen
Voller Name Salomon Armand Magloire Kalou
Geburtstag 5. August 1985
Geburtsort OuméElfenbeinküste
Größe 184 cm
Position Stürmer
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2003–2006
2004
2006–2012
2012–2014
2014–
Feyenoord Rotterdam
Excelsior Rotterdam (Leihe)
FC Chelsea
OSC Lille
Hertha BSC
67 (35)
11 0(4)
156 (36)
67 (30)
1 0(0)
Nationalmannschaft2
2007– Elfenbeinküste 67 (23)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 13. September 2014
2 Stand: 24. Juni 2014

Salomon Armand Magloire Kalou (* 5. August 1985 in Oumé, Elfenbeinküste) ist ein ivorischer Fußballspieler, der bei Hertha BSC unter Vertrag steht.

Vereine[Bearbeiten]

ASEC Abidjan und Feyenoord Rotterdam[Bearbeiten]

Seine Karriere begann beim ASEC Abidjan. Von dort wechselte er nach der Saison 2002/03 zu Feyenoord. Zwischenzeitlich war er in der Saison 2004/05 an den Partnerverein Excelsior Rotterdam ausgeliehen, bevor er wieder in den Profikader kam.

Im UEFA-Pokal und in der niederländischen Ehrendivision hat der damals 19-jährige Angreifer bereits in seiner ersten und zweiten Saison für Aufsehen gesorgt. Durch seine zwei Treffer gegen Schalke (2:1) verdankte ihm Feyenoord den Einzug ins Achtelfinale des UEFA-Pokal 2004/05, schied jedoch daraufhin gegen Sporting Lissabon aus. Bis dahin hatte er schon zwei Tore im Wettbewerb und neun in der niederländischen Liga erzielt. 2005 wurde er zum Fußballer-Talent des Jahres der Niederlande gekürt.

FC Chelsea[Bearbeiten]

Am 30. Mai 2006 wechselte Kalou zum englischen Profiverein FC Chelsea für etwa neun Millionen Pfund. Er erhielt die Rückennummer 21 und wurde vom damaligen Coach José Mourinho hoch gelobt. Im Verein spielte er mit dem ivorischen Landsmann Didier Drogba und erzielte sein erstes Tor in der Premier League im Dezember 2006 im 3:2 gegen Wigan Athletic. Seine erste Saison mit Chelsea endete mit einem Sieg im League Cup-Finale.

Unter Trainer Avram Grant wurde Kalou weiterhin eingesetzt und schoss im Champions League-Finale in Moskau den sechsten Elfmeter, Chelsea verlor jedoch am Ende mit 6:5.

Im Mai 2009 gewann Kalou zum zweiten Mal mit Chelsea den FA Cup nach einem 2:1 gegen den FC Everton.

Kalou spielt für Chelsea (2010)

In der Saison 2011/12 gewann er mit Chelsea sowohl den FA Cup gegen Liverpool mit 2:1 als auch die Champions League mit 5:4 im Elfmeterschießen. In der Premier League kam er jedoch nur auf zwölf Einsätze (ein Tor), nur zweimal spielte er 90 Minuten durch. Beim Champions-League-Triumph über Bayern München stand Kalou allerdings in der Startelf, da Ramires gesperrt nicht mitwirken durfte, und wurde in der 84. Minute ausgewechselt.

Nach insgesamt 60 Toren in 251 Spielen für den FC Chelsea lief Kalous Vertrag im Juli 2012 aus.

OSC Lille[Bearbeiten]

Im Juli 2012 wechselte Kalou zum französischen Verein OSC Lille. Er erhielt einen Vertrag bis 2016, der jedoch vorzeitig aufgelöst wurde.[1][2] In der Saison 2012/13 erzielte er dort 14 Tore, im Spieljahr 2013/14 waren es 16 Treffer.[3]

Hertha BSC[Bearbeiten]

Zu Beginn der Bundesligasaison 2014/15 wechselte Kalou am 31. August 2014 zu Hertha BSC und erhielt dort einen Vertrag bis 2017.[4][5]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Am 6. Februar 2007 bestritt Kalou gegen Guinea sein erstes Spiel für die ivorische Nationalmannschaft. Sein sieben Jahre älterer Bruder Bonaventure Kalou war ebenfalls Nationalspieler.

Einbürgerungsversuche[Bearbeiten]

Aufgrund seiner Spielweise und seiner vielen Tore wurde auch Bondscoach Marco van Basten auf den Ivorer aufmerksam und unterstützte ihn beim Einbürgerungsantrag. Da Kalou damals noch nicht für die ivorische Nationalmannschaft gespielt hatte, wäre eine Einberufung ins niederländische Team möglich gewesen, sobald er einen Pass ausgestellt bekommen hätte.

Die niederländische Integrationsministerin Rita Verdonk war strikt gegen diese juristisch mögliche, aber relativ seltene vorzeitige Einbürgerung. Verdonk unterstellte Kalou, dass er die holländische Staatsangehörigkeit nur anstrebte, um mit dieser einfacher zu einem ausländischen Fußballverein wechseln zu können. Am 9. Dezember 2005 hatte das Gericht schon die Einbürgerung von Kalou erlaubt, bevor Verdonk innerhalb der Sechswochenfrist Berufung einlegte.

Im Normalfall werden Zuwanderer in den Niederlanden erst „naturalisiert“, wenn sie sich dort seit wenigstens fünf Jahren konfliktfrei aufhalten und zusätzlich über hinreichende Sprachkenntnisse sowie Sozialprognosen verfügen. Danach hätte Kalou erst im Jahre 2008 einen Pass erhalten dürfen. Das formale Recht der königlichen Republik sieht in Ausnahmefällen jedoch beschleunigte Einwanderungsverfahren vor, wenn dadurch nationale Interessen befördert werden.

Vor dem Obersten Gerichtshof in Den Haag verlor Kalou am 14. Februar 2006 endgültig. Nationaltrainer Marco van Basten sagte als Zeuge im Gericht für den Spieler von Feyenoord Rotterdam aus, dass er Kalou berücksichtigen werde, sobald dieser den Pass bekommen habe. Der Spieler sei „so besonders begabt, dass wir auf ihn nicht verzichten können“, begründete van Basten das nationale Interesse.

Die Niederlande mussten endgültig auf den 20-jährigen Salomon Kalou bei der WM verzichten. Die Ausländerministerin verweigerte bis zuletzt die Einbürgerung. Ein Jahr später debütierte er für die ivorische Fußballnationalmannschaft, sodass eine Einbürgerung in den Niederlanden hinfällig geworden war.

Titel und Erfolge[Bearbeiten]

Mit seinen Vereinen

Auszeichnungen

  • Fußballer-Talent des Jahres der Niederlande: 2005
  • CAF Young Player of the Year: 2006

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Salomon Kalou – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kalou wechselt nach Lille. sport1. 7. Juli 2012. Abgerufen am 8. Juli 2012.
  2. Max Schöngen: Salomon Kalou im Porträt: Längst kein Foot-Soldier mehr. spox.com. 2. September 2014. Abgerufen am 3. September 2014.
  3. Wechsel von Stürmer Salomon Kalou zu ist Hertha BSC perfekt. Berliner Morgenpost. 31. August 2014. Abgerufen am 5. September 2014.
  4. Salomon Kalou verstärkt Hertha BSC herthabsc.de, abgerufen am 9. September 2014
  5. Ein Champions League-Sieger für Hertha BSC. HerthaBSC.de. 31. August 2014. Abgerufen am 3. September 2014.