Fußball-Afrikameisterschaft 2015

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Fußball-Afrikameisterschaft 2015
Africa Cup of Nations 2015
Anzahl Nationen 16 (von 52 Bewerbern)
Afrikameister ElfenbeinküsteElfenbeinküste Elfenbeinküste (2. Titel)
Austragungsort ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Äquatorialguinea
Eröffnungsspiel 17. Januar 2015
Endspiel 8. Februar 2015
Spiele 32
Tore 68 (∅: 2,13 pro Spiel)
Torschützenkönig TunesienTunesien Ahmed Akaïchi
GhanaGhana André Ayew
ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Javier Balboa
Kongo RepublikRepublik Kongo Thievy Bifouma
Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Dieumerci Mbokani
(je 3 Tore)
Bester Spieler GhanaGhana Christian Atsu
Gelbe Karten 87 (∅: 2,72 pro Spiel)
Gelb-Rote Karten (∅: 0,03 pro Spiel)
Rote Karten (∅: 0,03 pro Spiel)

Die Fußball-Afrikameisterschaft 2015 (französisch Coupe d'Afrique des Nations, englisch Africa Cup of Nations), ausgerichtet vom afrikanischen Verband Confédération Africaine de Football (CAF), war die 30. Auflage der afrikanischen Kontinentalmeisterschaft im Fußball. Die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste gewann das Turnier durch einen Sieg im Elfmeterschießen über Ghana.

Zum zweiten Mal sollte Marokko die Meisterschaft ausrichten. Marokko wurde jedoch aufgrund seiner Weigerung der Ausrichtung im Januar 2015 wegen der Ebolafieber-Epidemie in Westafrika die Meisterschaft im November 2014 entzogen. Zudem verlor die marokkanische Fußballnationalmannschaft ihr als Ausrichter zustehendes automatisches Startrecht.[1] Am 14. November 2014 wurde Äquatorialguinea als neuer Ausrichter des Turniers bestimmt. Damit erhielt die Mannschaft von Äquatorialguinea, die zunächst wegen eines Regelverstoßes während der Qualifikation ausgeschlossen worden war, das Startrecht des Gastgebers.

Das Turnier wurde von Zuschauerausschreitungen im zweiten Halbfinale zwischen Äquatorialguinea und Ghana überschattet, die zu einer halbstündigen Spielunterbrechung führten.[2]

Rekordsieger Ägypten und Titelverteidiger Nigeria konnten sich nicht qualifizieren.

Die Auslosung der Endrunde fand am 3. Dezember 2014 in Malabo statt. Die Spiele wurden in Malabo, Bata, Mongomo und Ebebiyín ausgetragen.[3]

Vergabe[Bearbeiten]

Die Ausrichter der Afrikameisterschaften 2015 und 2017 wurden im Januar 2011 bei einer Sitzung des Kontinentalverbandes CAF im kongolesischen Lubumbashi bestimmt. Nach dem Rückzug der Demokratischen Republik Kongo waren Südafrika und Marokko die einzigen Bewerber für die Ausrichtung. Marokko bekam den Zuschlag für 2015. Südafrika war zunächst als Ausrichter der Afrikameisterschaft 2017 vorgesehen,[4][5] tauschte aber das Gastgeberrecht im August 2011 mit Libyen, die ursprünglich Ausrichter des Turniers 2013 waren.

Die marokkanische Riegerung forderte im Oktober 2014 eine Verschiebung des Turniers wegen der Ebolafieber-Epidemie in Westafrika. Kurz darauf kündigte die CAF an, dass das Turnier weiterhin wie geplant zwischen den 17. Januar und 8. Februar 2015 in Marokko stattfinden soll, da man sich auf die Epidemie eingestellt habe und für alle erdenklichen Vorkehrungen gewappnet sei.[6] Den Antrag des marokkanischen Fußballverbandes, eine Verschiebung des Turniers entweder im Juni 2015 oder im Januar 2016 zu ermöglichen, lehnte das Exekutivkomitee der CAF am 2. November 2014 ab. Dem Gastgeber Marokko wurde danach eine Frist von sechs Tagen eingeräumt, um den geplanten Zeitrahmen zuzustimmen. Marokko ließ das Ultimatum des afrikanischen Kontinentalverbandes verstreichen.[7] Drei Tage später, am 11. November, wurde Marokko aufgrund seiner Weigerung der Ausrichtung die Afrikameisterschaft entzogen. Zudem verlor die marokkanische Fußballnationalmannschaft ihr als Ausrichter zustehendes automatisches Startrecht. Potentielle Ausrichter wie Südafrika oder Ghana lehnten die kurzfristige Übernahme des Turnier ab.[8] Am 14. November 2014 wurde Äquatorialguinea als neuer Ausrichter des Turniers bestimmt. Damit erhielt die Mannschaft von Äquatorialguinea, die zunächst wegen eines Regelverstoßes während der Qualifikation ausgeschlossen worden war, das Startrecht des Gastgebers.[9]

Der afrikanische Kontinentalverband bestrafte am 6. Februar 2015 wegen der Absage des Turniers den marokkanischen Fußballverband. Marokko darf bei der Afrikameisterschaft 2017 und 2019 nicht teilnehmen, muss eine Strafe in Höhe von 1 Million US-Dollar bezahlen und zudem eine Entschädigung in Höhe von 8,05 Million Euro zahlen, die wegen Sachschäden aufgrund der Turnierabsage entstanden seien.[10]

Qualifikation[Bearbeiten]

Marokko war als Ausrichter automatisch qualifiziert; wurde im November 2014 jedoch suspendiert. Weitere 51 Mannschaften hatten sich für die Qualifikation registriert. Lediglich Dschibuti und Somalia nahmen nicht teil. Erstmals nahm der Südsudan an der Qualifikation teil. Das Format der Qualifikation wurde am 24. Januar 2014 festgelegt.[11] In sieben Gruppen ermittelten 28 der 51 gemeldeten Mannschaften zwischen dem 5. September und 15. November 2014 die 15 Mannschaften, die neben dem Gastgeber an der Endrunde teilnehmen, wobei sich die beiden Besten jeder Gruppe sowie der beste Gruppendritte qualifizierten. Die 21 besten Mannschaften der CAF-Rangliste waren automatisch für die Gruppenphase qualifiziert. Die übrigen sieben Mannschaften wurden in Vorqualifikationen zwischen Mai und August 2014 ermittelt. Die Auslosung dafür erfolgte am 27. April 2014 in Kairo.

Die Auswahl Äquatorialguineas wurde zunächst vom afrikanischen Fußballverband wegen des Einsatzes eines nicht berechtigten Spielers (Thierry Fidjeu-Tazemeta) von der Qualifikation ab Runde 3 ausgeschlossen.[12] Als Ersatzausrichter war die Mannschaft aber dennoch qualifiziert.

Qualifizierte Mannschaften

als Gastgeber:

als Gruppensieger:

als Gruppenzweiter:

als bester Gruppendritter:

Spielorte[Bearbeiten]

Bata Malabo
Fußball-Afrikameisterschaft 2015 (Äquatorialguinea)
Mongomo
Mongomo
Bata
Bata
Malabo
Malabo
Ebebiyín
Ebebiyín
Spielorte 2015 in Äquatorialguinea
Mongomo Ebebiyín
Estadio de Bata Nuevo Estadio de Malabo Estadio de Mongomo Nuevo Estadio de Ebebiyín
Bata Stadium Equatorial Guinea.JPG Estadio de Malabo Equatorial Guinea.JPG Stade-Mongomo.jpg
Kapazität: 35.700 Kapazität: 15.250 Kapazität: ca. 10.000 Kapazität: ca. 5.000

Kader[Bearbeiten]

Gruppenphase[Bearbeiten]

Gruppe A[Bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Kongo RepublikRepublik Kongo Republik Kongo 3  2  1  0 004:200  +2 07
 2. ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Äquatorialguinea 3  1  2  0 003:100  +2 05
 3. GabunGabun Gabun 3  1  0  2 002:300  −1 03
 4. Burkina FasoBurkina Faso Burkina Faso 3  0  1  2 001:400  −3 01
Sa., 17. Januar, 17:00 Uhr in Bata
Äquatorialguinea Republik Kongo 1:1 (1:0)
Sa., 17. Januar, 20:00 Uhr in Bata
Burkina Faso Gabun 0:2 (0:1)
Mi., 21. Januar, 17:00 Uhr in Bata
Äquatorialguinea Burkina Faso 0:0
Mi., 21. Januar, 20:00 Uhr in Bata
Gabun Republik Kongo 0:1 (0:0)
So., 25. Januar, 19:00 Uhr in Ebebiyín
Gabun Äquatorialguinea 0:2 (0:0)
So., 25. Januar, 19:00 Uhr in Bata
Republik Kongo Burkina Faso 2:1 (0:0)

Gruppe B[Bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. TunesienTunesien Tunesien 3  1  2  0 004:300  +1 05
 2. Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo DR Kongo 3  0  3  0 002:200  ±0 03
 3. Kap VerdeKap Verde Kap Verde 3  0  3  0 001:100  ±0 03
 4. SambiaSambia Sambia 3  0  2  1 002:300  −1 02
So., 18. Januar, 17:00 Uhr in Ebebiyín
Sambia DR Kongo 1:1 (1:0)
So., 18. Januar, 20:00 Uhr in Ebebiyín
Tunesien Kap Verde 1:1 (0:0)
Do., 22. Januar, 17:00 Uhr in Ebebiyín
Sambia Tunesien 1:2 (0:0)
Do., 22. Januar, 20:00 Uhr in Ebebiyín
Kap Verde DR Kongo 0:0
Mo., 26. Januar, 19:00 Uhr in Ebebiyín
Kap Verde Sambia 0:0
Mo., 26. Januar, 19:00 Uhr in Bata
DR Kongo Tunesien 1:1 (0:1)

Gruppe C[Bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. GhanaGhana Ghana 3  2  0  1 004:300  +1 06
 2. AlgerienAlgerien Algerien 3  2  0  1 005:200  +3 06
 3. SenegalSenegal Senegal 3  1  1  1 003:400  −1 04
 4. SudafrikaSüdafrika Südafrika 3  0  1  2 003:600  −3 01
Mo., 19. Januar, 17:00 Uhr in Mongomo
Ghana Senegal 1:2 (1:0)
Mo., 19. Januar, 20:00 Uhr in Mongomo
Algerien Südafrika 3:1 (0:0)
Fr., 23. Januar, 17:00 Uhr in Mongomo
Ghana Algerien 1:0 (0:0)
Fr., 23. Januar, 20:00 Uhr in Mongomo
Südafrika Senegal 1:1 (0:0)
Di., 27. Januar, 19:00 Uhr in Mongomo
Südafrika Ghana 1:2 (1:0)
Di., 27. Januar, 19:00 Uhr in Malabo
Senegal Algerien 0:2 (0:1)

Gruppe D[Bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. ElfenbeinküsteElfenbeinküste Elfenbeinküste 3  1  2  0 003:200  +1 05
 2. GuineaGuinea Guinea 3  0  3  0 003:300  ±0 03
 3. MaliMali Mali 3  0  3  0 003:300  ±0 03
 4. KamerunKamerun Kamerun 3  0  2  1 002:300  −1 02
Gemäß der Turnierregeln entschied das Los über den 2. und 3. Platz.
Der Losentscheid wurde am Donnerstag, den 29. Januar 2015, vorgenommen.
Di., 20. Januar, 17:00 Uhr in Malabo
Elfenbeinküste Guinea 1:1 (0:1)
Di., 20. Januar, 20:00 Uhr in Malabo
Mali Kamerun 1:1 (0:0)
Sa., 24. Januar, 17:00 Uhr in Malabo
Elfenbeinküste Mali 1:1 (0:1)
Sa., 24. Januar, 20:00 Uhr in Malabo
Kamerun Guinea 1:1 (1:1)
Mi., 28. Januar, 19:00 Uhr in Malabo
Kamerun Elfenbeinküste 0:1 (0:1)
Mi., 28. Januar, 19:00 Uhr in Mongomo
Guinea Mali 1:1 (1:0)

Mali und Guinea schlossen die Gruppenphase mit Punkt- und Torgleichheit gemeinsam als Gruppenzweiter ab, so dass ein Losentscheid für den weiteren Turnierverlauf angewendet wurde – ein Losentscheid wurde bei der Afrikameisterschaft zuletzt 1988 benötigt. Im Gegensatz zu anderen internationalen Turnieren werden bei der Afrikameisterschaft keine Kriterien wie Fair-Play-Wertung, FIFA-Ranking oder ein Elfmeterschießen angewendet, wenn mindestens zwei Mannschaften Punkt- und Torgleichheit haben. Die Nationaltrainer von Mali und Guinea haben die jetzige Regelung offen kritisiert.[13] Am 29. Januar gab die CAF bekannt, dass Guinea das entscheidende Los gezogen hat und somit das Viertelfinale erreichte, Mali beendete die Gruppenphase damit als Drittplatzierter.[14][15]

Finalrunde[Bearbeiten]

Geografische Übersicht über die Teilnehmer und ihre Platzierung
  • Turniersieger
  • Finale
  • Halbfinale
  • Viertelfinale
  • Gruppenphase

Am 27. Januar 2015 kündigte die CAF an, zwei Veranstaltungsorte der zwei Viertelfinalspiele zu verlegen:[16][17]

  • Das zweite Viertelfinalspiel wird nicht im Nuevo Estadio de Ebebiyín in Ebebiyín ausgetragen, sondern im Estadio de Bata in Bata.
  • Das dritte Viertelfinalspiel wird nicht im Estadio de Mongomo in Mongomo ausgetragen, sondern im Nuevo Estadio de Malabo in Malabo.
  • Das zweite und vierte Viertelfinalspiel wird eine halbe Stunde später angepfiffen (20:30 Uhr Ortszeit).

Die CAF begründete die Verlegung der Spielorte damit, dass die Spielflächen in Ebebiyín und Mongomo wegen Unwetter und zu starker Belastung in Mitleidenschaft gezogen wurden. In den Medien gab es zuvor Bedenken, dass der Veranstalter für das 5.000 Zuschauer fassende Nuevo Estadio de Ebebiyín nicht für die nötige Sicherheit garantieren könne. So soll während der Gruppenspiele das Stadion überfüllt gewesen sein und die Polizei habe – aufgrund des großen Andrangs – eklatante Schwächen gezeigt.[18] Zudem könne die CAF in den beiden größten Stadien in Bata und Malabo auch höhere Einnahmen erwarten.[19]

Beim Spiel um Platz drei war keine Verlängerung vorgesehen. Sollte das Spiel nach 90 Minuten Unentschieden stehen, kommt es zu einem Elfmeterschießen.[20]

Spielplan[Bearbeiten]

Viertelfinale Halbfinale Finale
                   
       
  TunesienTunesien Tunesien   1
  ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Äquatorialguinea   2  
  ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Äquatorialguinea   0
    GhanaGhana Ghana   3  
  GhanaGhana Ghana   3
  GuineaGuinea Guinea   0  
  GhanaGhana Ghana   0 (8)
    ElfenbeinküsteElfenbeinküste Elfenbeinküste   0 (9)
  ElfenbeinküsteElfenbeinküste Elfenbeinküste   3
  AlgerienAlgerien Algerien   1  
  ElfenbeinküsteElfenbeinküste Elfenbeinküste   3 Spiel um Platz drei
    Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo DR Kongo   1  
  Kongo RepublikRepublik Kongo Republik Kongo   2   ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Äquatorialguinea   0 (2)
  Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo DR Kongo   4     Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo DR Kongo   0 (4)

Viertelfinale[Bearbeiten]

Sa., 31. Januar, 17:00 Uhr in Bata
Kongo RepublikRepublik Kongo Republik Kongo Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo DR Kongo 2:4 (0:0)
Sa., 31. Januar, 20:30 Uhr in Bata
TunesienTunesien Tunesien ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Äquatorialguinea 1:2 n.V. (1:1, 0:0)
So., 1. Februar, 17:00 Uhr in Malabo
GhanaGhana Ghana GuineaGuinea Guinea 3:0 (2:0)
So., 1. Februar, 20:30 Uhr in Malabo
ElfenbeinküsteElfenbeinküste Elfenbeinküste AlgerienAlgerien Algerien 3:1 (1:0)

Das erste Viertelfinalspiel zwischen der Republik Kongo und der Demokratischen Republik Kongo blieb 45 Minuten lang torlos. Die Republik Kongo erspielte innerhalb von sieben Minuten eine 2:0-Führung (1:0 durch Ferebory Doré in der 55. Minute und 2:0 durch Thievy Bifouma in der 62. Minute). Doch die Mannschaft von Florent Ibengé erzielte in der 65. Minute durch Mbokani den Anschlusstreffer und zehn Minuten später durch Bokila den Ausgleichstreffer. Kimuaki schoss in der 81. Minute seine Mannschaft in Führung. Mbokani traf – zum zweiten Mal in dieser Partie – in der ersten Minute der Nachspielzeit zum 2:4-Endstand.[21]

Im zweiten Spiel Viertelfinalspiel gewann Äquatorialguinea gegen Tunesien mit 2:1 in der Verlängerung. In einem über weite Strecken defensiv eingestellten Spiel gingen die Tunesier in der 70. Minute durch Akaïchi in Führung. In der dritten Minute der Nachspielzeit gab der Schiedsrichter Rajindraparsad Seechurn einen äußerst fragwürdigen Elfmeter für die Gastgeber, den Balboa verwandelte. Das Spiel wurde Aufgrund der Fehlentscheidung bissiger, beide Mannschaften konnten danach ihre Emotionen schwer kontrollieren. Den Siegtreffer für den Gastgeber erzielte wieder Balboa per Freistoß kurz vor der Strafraumgrenze in der 102. Minute der Verlängerung.[22] Nach dem Abpfiff konnte der Schiedsrichter nur unter Schutz von mehreren Ordnern vor den aufgebrachten tunesischen Spielern den Platz verlassen.[23] Der afrikanische Kontinentalverband sperrte Seechum aufgrund fragwürdiger Entscheidungen sowie „schlechter Leistung“ für sechs Monate. Zudem wurden am 3. Februar 2015 beide Nationalmannschaften durch die Disziplinarkammer des afrikanischen Fußballverbandes bestraft. Äquatorialguinea muss aufgrund gravierender Sicherheitsprobleme 5.000 US-Dollar Strafe zahlen. Der tunesische Verband wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 US-Dollar verurteilt. Des Weiteren drohe der tunesischen Nationalmannschaft ein Ausschluss zur Afrikameisterschaft 2017, wenn sich der tunesische Verband nicht schriftlich für die Unterstellungen gegenüber der CAF entschuldige.[24] Am 6. Februar gab die CAF bekannt, dass der tunesische Verbandspräsident Wadie Jary von seinen Ämtern auf Kontinentalebene vorübergehend enthoben wurde, da die CAF weiterhin einen Entschuldigungsbrief des Verbandspräsidenten erwarte. Die CAF setzte eine Frist bis zum 31. März. Wenn die Frist nicht eingehalten werde, drohe der tunesischen Nationalmannschaft ein Ausschluss zur Afrikameisterschaft 2017.[25]

Im dritten Viertelfinalspiel setzte sich Ghana klar gegen Guinea durch. Bereits in der vierten Minute erzielte Atsu die Führung für Ghana, die Appiah kurz vor der Halbzeitpause (44. Minute) weiter ausbaute. In der 61. Minute machte Atsu mit einem Schuss nahe der rechten Straufraumgrenze das letzte Tor der Partie. In der vierten Minute der Nachspielzeit erhielt Guineas Torwart Yattara eine Rote Karte nach einer Notbremse gegen Asamoah Gyan.[26]

Im letzten Viertelfinalspiel gewann die Elfenbeinküste gegen Algerien. Den ersten Treffer der Partie erzielte der Ivorer Bony per Kopf in der 26. Minute. Den Ausgleich in der 51. Minute besorgte dann der Algerier El Arbi Hillel Soudani, ehe wieder Bony in der 68. Minute den Führungstreffer für die Ivorer erzielte. Gervinho schoss in der vierten Minute der Nachspielzeit das Tor zum 3:1-Endstand.[26]

Halbfinale[Bearbeiten]

Mi., 4. Februar, 20:00 Uhr in Bata
Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo DR Kongo ElfenbeinküsteElfenbeinküste Elfenbeinküste 1:3 (1:2)
Do., 5. Februar, 20:00 Uhr in Malabo
GhanaGhana Ghana ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Äquatorialguinea 3:0 (2:0)

Im ersten der beiden Halbfinalspiele ging die Elfenbeinküste nach 20 Minuten gegen die Demokratische Republik Kongo durch Yaya Tourés Schuss aus etwa 20 Metern in Führung. Doch kurz danach egalisierte Mbokani die Führung der Ivorer per Elfmeter, ehe Gervinho vor der Halbzeitpause (41. Minute) den Führungstreffer für die Ivorer erzielte. In der zweiten Halbzeit setzte die Elfenbeinküste die Kongolesen zunehmend unter Druck und erzielte durch Kanon in der 68. Minute den 1:3-Endstand. Die Kongolesen setzten danach keine Akzente, die Elfenbeinküste erreichte souverän den Finaleinzug.[27]

Im zweiten Halbfinale neutralisierten sich Ghana und Äquatorialguinea über weite Strecken der ersten Halbzeit. In der 42. Minute entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß, da Appiah vom äquatorialguineischen Torwart Ovono im Strafraum gefoult wurde. Den Strafstoß verwandelte Jordan Ayew zur 1:0-Führung. Kurz vor dem Halbzeitpiff baute Mubarak die Führung weiter aus.[28] Währenddessen warfen die ersten äquatorialguineischen Zuschauer Flaschen und andere Gegenstände auf das Spielfeld sowie auf die ghanaische Nationalmannschaft. Zur Halbzeitpause konnten die ghanaischen Spieler und Betreuer nur unter Polizeischutz vor den aufgebrachten äquatorialguineischen Zuschauern den Platz verlassen. Der Stadionsprecher versuchte kurz vor und während der Halbzeitpause die Zuschauer zu beruhigen. In der zweiten Halbzeit warfen die Zuschauer dennoch weiterhin Gegenstände auf die gegnerische Mannschaft.[29] In der 75. Minute erzielte André Ayew das letzte Tor der Partie.[28]

In der 82. Minute unterbrach der Schiedsrichter die Partie aufgrund von Zuschauerausschreitungen der äquatorialguineischen Zuschauer. Die ghanaischen Fans wurden zum Schutze ihrer Sicherheit durch die Polizei in den Innenraum des Stadion begleitet. Beobachter kritisierten diesen Vorgang, da die ghanaischen Fans in dieser Zeit von drei Seiten aus mit Gegenständen beworfen wurden. Laut den anwesenden Journalisten wurden nicht nur Flaschen, sondern unter anderem auch Steine, Spiegel- und Porzellanscherben auf die Ghanaer geworfen.[30] Mehrere Hubschrauber kreisten über dem Stadion, wobei ein Hubschrauber wenige Meter über der West-Tribüne flog, um die wütenden Zuschauer zu verängstigen und die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Des Weiteren wurde Tränengas verwendet. Währenddessen versuchte der Stadionsprecher die Zuschauer zu beruhigen. Das Spiel wurde nach 30 Minuten fortgesetzt.[29] Die ausstehenden neun Spielminuten wurden aber nicht zu Ende geführt – die Offiziellen entschieden, dass nur drei Minuten der Nachspielzeit absolviert werden mussten.[28]

Bei den Ausschreitungen kam es, aufgrund der Wurfgegenstände und des Einsatzes der Polizei, zu vielen Verletzungen.[29] Am Tag darauf wurde Äquatorialguinea durch die Disziplinarkammer des afrikanischen Fußballverbandes bestraft. Die folgende Punkte lauten wie folgt:[31]

  • Äquatorialguinea bezahlt alle anfallenden Kosten für die Behandlung der Verletzten. 36 Personen wurden verletzt, davon mussten 14 in ein Krankenhaus gebracht werden, eine davon sei schwer verletzt.
  • Der äquatorialguineische Fußballverband muss – aufgrund der Vorfälle im Halbfinale und als Wiederholungstäter voriger Spiele – eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 US-Dollar bezahlen.
  • Das Spiel um Platz 3 gegen die Demokratische Republik Kongo wird aus Fairnessgründen dennoch vor Publikum ausgetragen.
  • Bei weiteren Zwischenfällen werden offizielle Spiele von Äquatorialguinea automatisch als Geisterspiele ausgetragen.

Die Vorfälle in Malabo führten zu einem immensen Imageschaden der Afrikameisterschaft. Viele ghanaische Fans sagten vor den anwesenden Journalisten, dass das Interesse und die Lust am Finale nicht mehr existiere. Ghanas Verbandspräsident Kwesi Nyantakyi sagte gegenüber der BBC „wir haben Glück gehabt, dass niemand gestorben ist“. Der Kapitän Äquatorialguineas Emilio Nsue entschuldigte sich bei einer Pressekonferenz für das Verhalten und die Ausschreitungen der äquatorialguineischen Zuschauer. Die Presse kritisierte, wie bei einigen Spielen zuvor, die mangelnde Sicherheit während der Spiele.[32] Die äquatorialguineische Regierungspartei PDGE propagierte, dass Oppositionelle, Regierungskritiker sowie deren Agenten die Ausschreitungen angeführt haben sollen um den Frieden zu stören.[33]

Spiel um Platz 3[Bearbeiten]

Sa., 7. Februar, 17:00 Uhr in Malabo
Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo DR Kongo ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Äquatorialguinea 0:0, 4:2 i.E.

In der Partie spielten sowohl die Demokratische Republik Kongo als auch Äquatorialguinea das gesamte Spiel über defensiv und verteidigten erfolgreich, obwohl die Kongolesen mehr Zug zum Tor aufweisen konnten. Keine der beiden Mannschaften dominierte das Spiel, und 90 Minuten lang fiel kein Tor. Die Turnier-Regularien sehen für das Spiel um Platz 3 keine Verlängerung vor, womit es direkt zum Elfmeterschießen kam. Im Elfmeterschießen wehrte der kongolesische Torhüter Kidiaba die Schüsse von Javier Balboa und Raúl Fabiani ab.[34][35]

Finale[Bearbeiten]

Elfenbeinküste Ghana Aufstellung
ElfenbeinküsteElfenbeinküste
Finale
8. Februar 2015 um 20:00 Uhr in Bata (Estadio de Bata)
Ergebnis: 0:0 n.V., 9:8 i.E.
Schiedsrichter: Bakary Gassama (GambiaGambia Gambia)
Spielbericht
GhanaGhana
Aufstellung Elfenbeinküste gegen Ghana
Boubacar BarrySerge Aurier, Eric Bailly, Kolo Touré, Wilfried KanonMax Gradel (67. Seydou Doumbia), Serey Die, Yaya Touré (C)Kapitän der Mannschaft, Siaka Tiéné (116. Salomon Kalou) – Wilfried Bony, Gervinho (120. Junior Tallo)
Trainer: Hervé Renard (FrankreichFrankreich Frankreich)
Brimah RazakHarrison Afful, John Boye, Jonathan Mensah, Abdul Rahman BabaChristian Atsu (117. Frank Acheampong), Wakaso Mubarak, Afriyie Acquah, André AyewAsamoah Gyan (C)Kapitän der Mannschaft (120. Emmanuel Agyemang-Badu), Kwesi Appiah (99. Jordan Ayew)
Trainer: Avram Grant (IsraelIsrael Israel)
Elfmeterschießen

Elfmeter verschossen Bony schießt gegen die Latte

Elfmeter verschossen Tallo schießt vorbei

Elfmeter verwandelt 1:2 Serge Aurier

Elfmeter verwandelt 2:2 Seydou Doumbia

Elfmeter verwandelt 3:3 Yaya Touré

Elfmeter verwandelt 4:4 Salomon Kalou

Elfmeter verwandelt 5:5 Kolo Touré

Elfmeter verwandelt 6:6 Wilfried Kanon

Elfmeter verwandelt 7:7 Eric Bailly

Elfmeter verwandelt 8:8 Serey Die

Elfmeter verwandelt 9:8 Boubacar Barry
Elfmeter verwandelt 0:1 Wakaso Mubarak

Elfmeter verwandelt 0:2 Jordan Ayew

Elfmeter verschossen Barry hält gegen Acquah

Elfmeter verschossen Acheampong schießt vorbei

Elfmeter verwandelt 2:3 André Ayew

Elfmeter verwandelt 3:4 Jonathan Mensah

Elfmeter verwandelt 4:5 Emmanuel Agyemang-Badu

Elfmeter verwandelt 5:6 Harrison Afful

Elfmeter verwandelt 6:7 Abdul Rahman Baba

Elfmeter verwandelt 7:8 John Boye

Elfmeter verschossen Barry hält gegen Razak
Gelbe Karten Die (14.), Tiéné (58.), Kanon (58.), Bailly (105.)
Player of the Match: Afriyie Acquah (Ghana)

Im Finale standen sich die beiden Nachbarn Ghana und die Elfenbeinküste gegenüber. In einem weitgehend taktisch geprägten Spiel gab es kaum Torchancen. So blieb die Elfenbeinküste auch in ihrem vierten Endspiel ohne Torerfolg und da auch Ghana wie den drei anderen Finalgegnern zuvor kein Tor gelang, musste wie 1992 als sich beide mit 11:10 im Elfmeterschießen trennten und zum vierten Mal in einem Finale mit der Elfenbeinküste das Elfmeterschießen entscheiden. In diesem sah Ghana zunächst wie der sichere Sieger aus, da die ersten beiden Ivorer verschossen während die ersten beiden Ghanaer trafen. Nachdem dann aber die nächsten beiden Ghanaer ebenfalls verschossen und erst der fünfte Ghanaer wieder traf, während danach alle Ivorer trafen, stand es nach je 5 Schützen 3:3. Nun wurde solange geschossen bis ein Spieler nicht traf. Als alle Feldspieler geschossen hatten, kamen als letzte Schützen die beiden Torhüter an die Reihe. Zunächst konnte Boubacar Barry, der nur aufgrund einer Verletzung des Stammtorhüters zum Einsatz kam, den Schuss seines ghanaischen Kollegen halten und verwandelte dann selber.[36][37]

Torschützenliste[Bearbeiten]

Aufgeführt sind alle Torschützen. Bei gleicher Trefferanzahl sind die Spieler alphabetisch geordnet.

Rang Spieler Tore
1 TunesienTunesien Ahmed Akaïchi 3
GhanaGhana André Ayew
ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Javier Balboa
Kongo RepublikRepublik Kongo Thievy Bifouma
Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Dieumerci Mbokani
6 GhanaGhana Christian Atsu 2
Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Jeremy Bokila
ElfenbeinküsteElfenbeinküste Wilfried Bony
ElfenbeinküsteElfenbeinküste Gervinho
ElfenbeinküsteElfenbeinküste Max Gradel
11 TunesienTunesien Mohamed Ali Manser 1
GhanaGhana Kwesi Appiah
GhanaGhana Jordan Ayew
GabunGabun Pierre-Emerick Aubameyang
Burkina FasoBurkina Faso Aristide Bancé
AlgerienAlgerien Nabil Bentaleb
Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Yannick Bolasie
GhanaGhana John Boye
TunesienTunesien Yassine Chikhaoui
GuineaGuinea Kevin Constant
Rang Spieler Tore
11
SenegalSenegal Mame Diouf 1
Kongo RepublikRepublik Kongo Férébory Doré
ElfenbeinküsteElfenbeinküste Seydou Doumbia
GabunGabun Malick Evouna
AlgerienAlgerien Faouzi Ghoulam
GhanaGhana Asamoah Gyan
ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Iban Iyanga
ElfenbeinküsteElfenbeinküste Wilfried Kanon
Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Joel Kimuaki Mpela
AlgerienAlgerien Riyad Mahrez
MaliMali Modibo Maïga
SudafrikaSüdafrika Oupa Manyisa
SudafrikaSüdafrika Mandla Masango
SambiaSambia Emmanuel Mayuka
SenegalSenegal Kara Mbodj
KamerunKamerun Benjamin Moukandjo
GhanaGhana Wakaso Mubarak
ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Emilio Nsue
Kongo RepublikRepublik Kongo Fabrice Ondama
Kongo RepublikRepublik Kongo Prince Oniangué
Rang Spieler Tore
11
KamerunKamerun Ambroise Oyongo 1
SudafrikaSüdafrika Thuso Phala
Kap VerdeKap Verde Héldon Ramos
MaliMali Bakary Sako
SambiaSambia Given Singuluma
AlgerienAlgerien Islam Slimani
AlgerienAlgerien El Arbi Hillel Soudani
SenegalSenegal Moussa Sow
GuineaGuinea Ibrahima Traoré
ElfenbeinküsteElfenbeinküste Yaya Touré
MaliMali Sambou Yatabaré
GuineaGuinea Mohamed Yattara
SudafrikaSüdafrika Thulani Hlatshwayo ET

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Die Auszeichnungen wurden direkt nach dem Finalspiel vom CAF bekanntgegeben, die meisten individuellen Auszeichnungen wurden an ghanaische Spieler verliehen.[38][39]

Spieler des Turniers

  • Christian Atsu wurde von der CAF zum besten Spieler des Turniers ernannt.

Bester Scorer

  • Mit drei Toren und zwei Vorlagen wurde André Ayew zum besten Scorer des Turniers.

Bester Torhüter

  • Sylvain Gbohouo (Elfenbeinküste) wurde von der CAF zum besten Torwart des Turniers gewählt.

Fairplay-Trophäe

Tor des Turniers

  • Das 3:0 von Christian Atsu im Viertelfinalspiel Ghana gegen Guinea wurde zum schönsten Tor des Turniers gewählt.[40]

Mannschaft des Turniers

Zudem stellte die Technische Kommission der CAF eine insgesamt 23-köpfige Mannschaft des Turniers zusammen, aufgeteilt in eine Mannschaft der zwölf besten Spieler des Turniers, sowie elf Ersatzspieler:

Torhüter Abwehr Mittelfeld Stürmer
Die besten Spieler

ElfenbeinküsteElfenbeinküste Sylvain Gbohouo
Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Muteba Kidiaba

ElfenbeinküsteElfenbeinküste Serge Aurier
GhanaGhana Harrison Afful
ElfenbeinküsteElfenbeinküste Kolo Touré

GhanaGhana André Ayew
ElfenbeinküsteElfenbeinküste Yaya Touré
ElfenbeinküsteElfenbeinküste Max Gradel
Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Yannick Bolasie
ElfenbeinküsteElfenbeinküste Gervinho

GhanaGhana Christian Atsu
ElfenbeinküsteElfenbeinküste Wilfried Bony

Reserve

ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Felipe Ovono

AlgerienAlgerien Faouzi Ghoulam
Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Chancel Mbemba Mangulu
Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Cédric Mongongu

AlgerienAlgerien Yacine Brahimi
GuineaGuinea Ibrahima Traore
TunesienTunesien Yassine Chikhaoui
ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Javier Balboa

Kongo RepublikRepublik Kongo Thievy Bifouma
TunesienTunesien Ahmed Akaïchi
Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Dieumerci Mbokani

Vermarktung[Bearbeiten]

Maskottchen und Spielball[Bearbeiten]

Das offizielle Maskottchen der Afrikameisterschaft 2015 hieß „Chuku Chuku“ und stellte ein Afrikanischen Quastenstachler (Atherurus africanus) im äquatorialguineischen Trikot mit den Stacheln in den äquatorialguineischen Landesfarben Blau, Weiß, Rot, und Grün dar. Der Afrikanische Quastenstachler ist einer der verbreitetsten Tierarten in Äquatorialguinea und gehört zur Art der Stachelschweine.[41] Fälschlicherweise vermeldete die CAF via Twitter und Facebook, dass das Maskottchen ein Eichhörnchen darstelle.[42][43]

„Marhaba“ ist der offizielle Name des von Adidas vertriebenen Spielballs der Afrikameisterschaft 2015. „Marhaba“ kommt aus dem arabischen und bedeutet so viel wie „Hallo“ oder „Willkommen“. Die Eigenschaften sowie Aufbau des Spielballs sei dem des offiziellen Spielball „Brazuca“ der Weltmeisterschaft 2014 und des offiziellen Spielball der UEFA Champions League identisch. Die goldene und blaue Färbung des Balls soll die kontrastreichen Landschaften des Kontinents, von der Sahara bis zum azurblauen Himmel, darstellen.[44]

Fernsehübertragung[Bearbeiten]

Das Turnier wurde in Deutschland bei Eurosport übertragen. Eurosport hatte angekündigt, alle Spiele der Afrikameisterschaft live auf ihren Fernsehsendern zu übertragen. Das Eröffnungsspiel sowie einige gleichzeitig stattfindenden, letzten Spiele der Gruppenphase wurden bei Eurosport 2 gesendet. Die Berichterstattung fand in München statt, die Moderatoren und Kommentatoren waren nicht live vor Ort. Für den Eurosport kommentierten Marco Hagemann, Frank Winkler, Andreas Jörger und Tobi Fischbeck, als Co-Kommentator und Experte wurde Lutz Pfannenstiel eingesetzt.[45]

Sponsoren und Trikotausrüster[Bearbeiten]

Neben den "Titel Sponsor" Orange traten sieben „offizielle Sponsoren“ – IFD Kapital Group, Pepsi, Pan Atlantic Exploration, Doritos, Nissan, Samsung und die Standard Bank – auf.[46]

Wenngleich Adidas Vertragspartner der CAF ist, tragen nur drei der 16 Nationalmannschaften Trikots dieser Marke (Äquatorialguinea, Republik Kongo und Algerien). Sieben weitere Trikotausrüster sind: Puma (für die Elfenbeinküste, Gabun, Ghana, Kamerun und Senegal), Nike (für Sambia und Südafrika), Airness (für Mali und Guinea), Kappa (für Burkina Faso), Burrda (für Tunesien), Lacatoni (für Kap Verde) und O'Neills (für die Demokratische Republik Kongo).[47]

Trivia[Bearbeiten]

  • 15 der 32 Spiele endeten mit einem Unentschieden, wovon zehn Spiele mit einem 1:1-Unentschieden endeten.[48]
  • Given Singuluma erzielte für Sambia am 18. Januar 2015 (1. Spieltag der Gruppe B) gegen die Demokratische Republik Kongo nach 64 Sekunden das schnellste Tor des Turniers.[48]
  • Der ghanaische Mittelfeldspieler Wakaso Mubarak hat bei Ghanas 3:0 (2:0) gegen Äquatorialguinea im Halbfinale der Afrikameisterschaft ein historisches Tor erzielt. Mubaraks Treffer in der 45. Minute zum zwischenzeitlichen 2:0 war das 1500. Tor in der Geschichte der Afrikameisterschaft.[48]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Afrika-Cup 2015 nicht in Marokko. Sport1.de, 11. November 2014 abgerufen am 11. November 2014
  2. [1]
  3. Verschiebung wegen Ebola: Afrika-Cup findet in Äquatorialguinea statt. Spiegel Online, 14. November 2014, abgerufen am 14. November 2014.
  4. Internet-Artikel von Eurosport.
  5. Morocco handed 2015 Nations Cup; South Africa host 2017. BBC, 29. Januar 2011.
  6. Die Angst des Fußballs vor Ebola. FAZ.net, 15. Oktober 2014, abgerufen am 14. November 2014.
  7. Africa Cup of Nations: Morocco still want delay. BBC Sport, 8. November 2014, abgerufen am 14. November 2014.
  8. Marokko ist Afrika-Cup los. sportschau.de, 11. November 2014, abgerufen am 14. November 2014.
  9. 2015 Nations Cup: Equatorial Guinea to host tournament. BBC Sport, 14. November 2014, abgerufen am 14. November 2014.
  10. Morocco fined, banned from two AFCON tournaments. CAF, 6. Februar 2015, abgerufen am 7. Februar 2015.
  11. cafonline.com: „Huge entry for AFCON 2015 qualifiers“
  12. Equatorial Guinea disqualified from Orange Africa Cup of Nations Morocco 2015. CAF Online, 3. Juli 2014 abgerufen am 5. Juli 2014
  13. Afcon 2015: Mali and Guinea managers criticise drawing of lots. BBC Sport, 28. Januar 2015, abgerufen am 29. Januar 2015 (englisch).
  14. The draw qualifies: Guinea. CAF, 29. Januar 2015, abgerufen am 29. Januar 2015 (englisch).
  15. Afrika-Cup: Guinea nach Losentscheid im Viertelfinale. Spiegel Online, 29. Januar 2015, abgerufen am 29. Januar 2015.
  16. Afcon 2015: Venues changed for quarter-finals. BBC Sport, 27. Januar 2015, abgerufen am 27. Januar 2015 (englisch).
  17. Quarterfinal matches of Ebebiyin and Mongomo relocated respectively to Bata and Malabo. CAF, 27. Januar 2015, abgerufen am 27. Januar 2015.
  18. Safety dilemma as Equatorial Guinea advance. BBC Sport, 26. Januar 2015, abgerufen am 27. Januar 2015 (englisch).
  19. Gewitter und Sicherheitsprobleme: Planänderung beim Afrika-Cup. Kicker, 27. Januar 2015, abgerufen am 27. Januar 2015.
  20. Regulation of the Africa Cup Of Nations. Confédération Africaine de Football (CAF), 1. Dezember 2014, S. 19, abgerufen am 8. Februar 2015 (PDF; 229 KB, englisch): „75.5. The losers of the semi-finals shall play a match for the third place. In case of a draw after the end of the regular time, the winner shall be determined by the taking of kicks from the penalty mark.“
  21. Mbokani führt DR Kongo ins Halbfinale. Kicker, 31. Januar 2015, abgerufen am 6. Februar 2015.
  22. Dank bizarrer Pfiffe: Äquatorialguinea im Halbfinale! Kicker, 31. Januar 2015, abgerufen am 6. Februar 2015.
  23. Afrika-Cup: Balbao schießt den Äquatorialguinea ins Halbfinale. Spiegel Online, 31. Januar 2015, abgerufen am 6. Februar 2015.
  24. Afrika-Cup: Sperre für umstrittenen Schiedsrichter. Spiegel Online, 3. Februar 2015, abgerufen am 6. Februar 2015.
  25. Suspension of the President and ultimatum for Tunisian Federation. CAF, 6. Februar 2015, abgerufen am 7. Februar 2015.
  26. a b Ghana mit Baba ins Halbfinale - Bony köpft Ivorer weiter. Kicker, 1. Februar 2015, abgerufen am 6. Februar 2015.
  27. Elfenbeinküste steht im Finale. Kicker, 5. Februar 2015, abgerufen am 6. Februar 2015.
  28. a b c Nach Skandalspiel: Ghana folgt den Elefanten. Kicker, 5. Februar 2015, abgerufen am 6. Februar 2015.
  29. a b c Ghana players, fans pelted with missiles in win over Equatorial Guinea. The Guardian, 6. Februar 2015, abgerufen am 6. Februar 2015 (englisch).
  30. Piers Edwards: This is what I picked up off the pitch (mirror, broken plate, stone - one of 100s). Truly shameful. Why? #AFCON2015. 6. Februar 2015, abgerufen am 6. Februar 2015 (englisch).
  31. Sanctions following the incidents in Match 30 Ghana-Equatorial Guinea. CAF, 6. Februar 2015, abgerufen am 6. Februar 2015 (englisch).
  32. Blut klebt an der Werbebande. SZ.de, 6. Februar 2015, abgerufen am 6. Februar 2015.
  33. Morocco banned from 2017, 2019, Equatorial Guinea fined. DailyMail, 6. Februar 2015, abgerufen am 7. Februar 2015.
  34. Makiadi holt mit Kongo Bronze. Kicker, 7. Februar 2015, abgerufen am 8. Februar 2015.
  35. DR Congo - Equatorial Guinea – CAN Orange 2015 – 07.02.2015. Spielzusammenfassung. CAF, 7. Februar 2015, abgerufen am 8. Februar 2015.
  36. kicker.de: Elfenbeinküste - Ghana i.E. 9:8
  37. Côte D'Ivoire - Ghana – FINAL – CAN Orange 2015 – 08.02.2015. Spielzusammenfassung. CAF, 8. Februar 2015, abgerufen am 9. Februar 2015.
  38. Atsu, Ayew win MVP and top scorer awards. CAF, 8. Februar 2015, abgerufen am 9. Februar 2015.
  39. Orange AFCON 2015 Awards and Best XI. In: cafonline.com. CAF, abgerufen am 15. Februar 2015.
  40. Tor des Turniers. Christin Atsu (Ghana). CAF, abgerufen am 9. Februar 2015.
  41. Chuku Chuku, the official mascot of the CAN 2015 of Equatorial Guinea. Equatorial Guinea’s Press and Information Office, 13. Januar 2015, abgerufen am 10. Februar 2015.
  42. Show some love for Chuku Chuku – Twitter. CAF, 12. Januar 2015, abgerufen am 10. Februar 2015: „Show some love for Chuku Chuku, the official mascot of #AFCON2015 Eq Guinea! We're nuts for this sporty squirrel!“
  43. Show some love for Chuku Chuku – Facebook. CAF, 12. Januar 2015, abgerufen am 10. Februar 2015: „Show some love for Chuku Chuku, the official mascot of #AFCON2015 Eq Guinea! We're nuts for this sporty squirrel!“
  44. MARHABA - OFFICIAL MATCH BALL OF ORANGE AFCON, EQUATORIAL GUINEA 2015. CAF, 26. November 2014, abgerufen am 10. Februar 2015.
  45. Afrika-Cup - Alle Spiele LIVE bei EUROSPORT. Eurosport, 17. Januar 2015, archiviert vom Original am 10. Februar 2015, abgerufen am 10. Februar 2015.
  46. Sponsors. CAF, abgerufen am 10. Februar 2015.
  47. 2015 Africa Cup of Nations Kits. Footy Headlines, 17. Januar 2015, abgerufen am 10. Februar 2015.
  48. a b c General Statistics of Orange AFCON 2015. CAF, 12. Februar 2015, abgerufen am 15. Februar 2015.