Seat Leon

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Der Seat Leon ist ein Kompaktwagen des spanischen Automobilherstellers Seat, der nach der spanischen Provinzhauptstadt León benannt wurde. Er wird seit 1999 in bisher drei Generationen hergestellt.

Er teilt seine technische Basis mit dem VW Golf der jeweils entsprechenden Generation.

Die Baureihen im Überblick[Bearbeiten]

Motorsport[Bearbeiten]

WTCC[Bearbeiten]

WTCC-Rennfahrzeug 2006

Der Seat Leon 1P in der Motorsportausführung bestreitet seit Mitte 2005 als Nachfolger des Seat Toledo Rennen in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Durch die hohe Karosserie hat der Wagen einen hohen Luftwiderstand. Ab 2007 setzte Seat auf 2.0-TDI-Diesel-Motoren und konnte im Debütjahr bereits erste Erfolge feiern. Für die Saison 2008 entwickelte Seat den TDI des Leon 1P weiter. Dieser TDI hatte eine Leistung von 209 kW (284 PS) und besaß ein Drehmoment von 450 Nm. Dank dieser Weiterentwicklung gelang es Seat, die WTCC-Titel 2008 und 2009 in der Fahrer- sowie der Teamwertung zu erringen. Auch nach dem werksseitigen Ausstieg Seats zur Saison 2010 ist der Leon 1P weiter in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft vertreten – seit Mitte 2011 bevorzugt als Benziner-Variante mit 1.6-Liter-Turbo-Motor.[1]

Seat Leon Supercopa[Bearbeiten]

Seat Leon „Supercopa“

Von 2004 bis 2011[2] veranstaltete Seat in Deutschland den Markenpokal Seat Leon Supercopa, der zunächst an den Beru-Top10-Wochenenden und später im Rahmenprogramm der DTM stattfand. Eine Saison bestand zuletzt aus acht Rennveranstaltungen mit einem Freien Training, einem Qualifikationstraining und je zwei Wertungsläufen à 30 Minuten. Es durften nur Seat Leons vom Typ „Supercopa“ eingesetzt werden.[3] Der Rennwagen hatte einen 2-Liter-Vierzylinder-Turbomotor, der 300 PS leistete.[4] Es nahmen 24 Wagen regulär an den Rennen teil. Zusätzlich gab es einen wechselnden VIP-Fahrer.

Weitere Serien dieses Namens gab bzw. gibt es in Spanien, Italien und Frankreich. Im Vereinigten Königreich existierte mit der Seat Cupra Championship eine Serie mit Seat-Leon-Cupra-Fahrzeugen. Außerdem wurden in Ungarn und der Türkei[5] Meisterschaften unter der Bezeichnung Seat Leon Cup ausgetragen.

Sieger des Seat Leon Supercopa Deutschland
Saison Fahrer
2004 DeutschlandDeutschland Sebastian Stahl
2005 DeutschlandDeutschland Thomas Marschall
2006 DeutschlandDeutschland Florian Gruber
2007 DeutschlandDeutschland Thomas Marschall
2008 DanemarkDänemark Nicki Thiim
2009 DeutschlandDeutschland Thomas Marschall
2010 SchwedenSchweden Andreas Simonsen
2011 DeutschlandDeutschland Elia Erhart

Seat Leon Eurocup[Bearbeiten]

Seat Leon Eurocup in Oschersleben 2010
Hauptartikel: Seat Leon Eurocup

Von 2008 bis 2010 wurde außerdem der Seat Leon Eurocup ausgetragen, der im Rahmen der WTCC fuhr. In den Jahren 2008 und 2009 wurden die jeweiligen Wochenendsieger am darauffolgenden WTCC-Rennwochenende an das Steuer eines privaten Seats des Teams Sunred Engineering gesetzt, 2010 gab es stattdessen ein Preisgeld. Und auch die Fahrzeuge wurden technisch verbessert, so hatten die Fahrzeuge nun eine neue elektronische Schaltkontrolle, die die Gangwechsel schneller und sanfter machte.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatOffiziell: Der Dieselmotor ist ab sofort außen vor. motorsport-aktuell.com, 9. Juli 2011, abgerufen am 29. März 2012.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatNeue Herausforderungen für das Team Marschall. team-marschall.com, 27. Januar 2012, abgerufen am 29. März 2012.
  3. Reglement 2008 (PDF; 1,5 MB)
  4. Mediaguide zur Saison 2008 (PDF; 2,9 MB)
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Format3. dogusotomotiv.com.tr, abgerufen am 29. März 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

Seat Leon

360° Ansicht Seat Leon ST