Sedilo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sedilo
Wappen
Sedilo (Italien)
Sedilo
Staat: Italien
Region: Sardinien
Provinz: Oristano (OR)
Lokale Bezeichnung: Sèdilo
Koordinaten: 40° 11′ N, 8° 55′ O40.1833333333338.9166666666667Koordinaten: 40° 11′ 0″ N, 8° 55′ 0″ O
Fläche: 68,88 km²
Einwohner: 2.194 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einw./km²
Postleitzahl: 09076
Vorwahl: 0785
ISTAT-Nummer: 095052
Volksbezeichnung: Sedilesi
Schutzpatron: Johannes der Täufer
Website: www.comune.sedilo.or.it

Sedilo (evtuell von lateinisch sedulus: fleißig) ist ein Ort in der Provinz Oristano auf Sardinien mit 2194 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012).

Sedilo liegt 288 m s.l.m. und 10 km nordöstlich von Ghilarza am Nordufer des in den 1920er Jahren angelegten Stausees Lago Omodeo, der den Tirso staut.

Die S’Ardia[Bearbeiten]

Der Ort und die vier Kilometer außerhalb gelegene, architektonisch unbedeutende, in der heutigen Form erst 1789 erbaute Wallfahrtskirche Sant’Antine (Santuario di San Constantino) ist jeden Juli Schauplatz der S’Ardia (von Sa Guardia – die Wache), des bedeutendsten unter der Reiterfesten der Insel (neben der S’Ardia von Pozzomaggiore). Es ist aber nicht zu vergleichen mit dem weitaus größeren Palio von Siena, bei dem es um ein Pferderennen geht. Bei der wilden Jagd zwischen Dorf und Kirche in Sedilo gilt es verschiedenfarbige Reiterstandarten in seinen Besitz zu bringen. Am darauf folgenden Sonntag findet die S’Ardia der Armen (zu Fuß) statt.

Das Fest von Sedilo wird auf den byzantinischen Kaiser Constantin zurückgeführt, obwohl es archaischere Ursprünge zu haben scheint, denn ein Menhir (sard. Perda fitta) und Baityloi, vor der Dorfkirche San Giovanni Battista (Johannes der Täufer) aufgestellt, (nach hierher versetzt) werden ebenfalls umrundet. Die Wallfahrtskirche ist hoch über dem Tirso in einem Gehege errichtet, das bereits in nuraghischer Zeit genutzt wurde.

Umgebung[Bearbeiten]

Westlich des Ortes liegt die „Zona Archeologica“ von Iloi[2] mit einem besser erhaltenen (plus einem weitgehend zerstörten) sauber gearbeiteten Gigantengrab der jüngeren Art (die Kammer misst 4,7 x 0,8 m), einigen Domus de Janas und einer Nuraghe.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sedilo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. https://www.flickr.com/photos/cristianocani/sets/72157629418117077/ Bilder