Spaltkörbchen

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Spaltkörbchen
Chinesisches Spaltkörbchen (Schisandra chinensis)

Chinesisches Spaltkörbchen (Schisandra chinensis)

Systematik
Abteilung: Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Ordnung: Austrobaileyales
Familie: Sternanisgewächse (Schisandraceae)
Gattung: Spaltkörbchen
Wissenschaftlicher Name
Schisandra
Michx.

Die Spaltkörbchen oder Spaltkölbchen (Schisandra), auch Beerentrauben genannt, sind eine Pflanzengattung in der Familie der Sternanisgewächse (Schisandraceae). Bekanntester Vertreter der Gattung ist die aus China stammende Heilpflanze Chinesisches Spaltkörbchen (Schisandra chinensis), auch andere Arten werden medizinisch genutzt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Spaltkörbchen sind verholzende Kletterpflanzen. Es gibt sowohl immergrüne als auch laubabwerfende Arten. Die Pflanzenteile sind glatt oder behaart.

Sie sind meist zweihäusig (diözisch), selten einhäusig (monözisch), getrenntgeschlechtig. Einzeln oder paarweise oder in Gruppen von bis zu acht stehen die Blüten in den Blattachseln. Die neun bis zwölf (selten bis 20) Blütenhüllblätter sind in zwei Serien angeordnet; die äußeren und inneren sind kleiner als die mittleren. In den männlichen Blüten sind die fünf bis 60 Staubblätter teilweise oder vollständig verwachsen. In den weiblichen Blüten stehen die 12 bis 120 freien Fruchtblätter spiralig angeordnet. Es werden Beeren mit meist zwei (selten ein oder drei) Samen gebildet.

Nutzung[Bearbeiten]

Die meisten Schisandraceae werden medizinisch genutzt. Aus den Stämmen, Blättern und Früchten wird leicht flüchtiges Öl extrahiert. Aus den Fasern werden Seile hergestellt. [1] Die in Schisandra glaucescens vorliegenden Sesquiterpene können chromatographisch getrennt und durch Massenspektrometrie und NMR identifiziert werden.[2]

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Chinesisches Spaltkörbchen (Schisandra chinensis), Blüten
Beeren des Chinesischen Spaltkörbchens (Schisandra chinensis)

Die Gattung Schisandra wurde 1803 von André Michaux in Flora Boreali-Americana, 2, S. 218-219, Tafel 47 erstveröffentlicht. Synonyme für Schisandra Michx. sind: Sphaerostema Blume, Stellandria Brickell.[3]

In der Gattung der Spaltkörbchen (Schisandra) werden etwa 25 bis 30 Arten unterschieden. Sie sind überwiegend in Asien beheimatet; nur eine Art in Nordamerika. In China kommen 19 bis 20 Arten vor. Hier eine Artenauswahl:

Quellen[Bearbeiten]

  • Yuhu Liu, Nianhe Xia, Liu Yuhu & Richard M. K. Saunders: Schisandraceae in der Flora of China, Volume 7, S. 41: Schisandra - Online. (Abschnitt Beschreibung, Systematik und Nutzung)
  • Michael A. Vincent: Schisandraceae in der Flora of North America, Volume 3: Schisandra - Online. (Abschnitt Beschreibung)

Einzelreferenzen[Bearbeiten]

  1. Yuhu Liu, Nianhe Xia, Liu Yuhu & Richard M. K. Saunders: Schisandraceae in der Flora of China, Volume 7, S. 41: Schisandra - Online.
  2. Zhang PP, Gao SS, Zhang TT, Chen JC, Duan HQ, Fang JB.: Sesquiterpenes from stem of Schisandra glaucescens., Zhongguo Zhong Yao Za Zhi. 2012 Nov;37(22):3426-9. Chinese., PMID 23373215
  3. Schisandra im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Erhardt u. a.: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8001-5406-7.
  •  R. M. K. Saunders: Monograph of Schisandra (Schisandraceae). In: Syst. Bot. Monogr.. 58, 2000, S. 1–146.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Spaltkörbchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien