Steinfeld (Kärnten)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Steinfeld
Wappen von Steinfeld
Steinfeld (Kärnten) (Österreich)
Steinfeld (Kärnten)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Spittal an der Drau
Kfz-Kennzeichen: SP
Fläche: 81,33 km²
Koordinaten: 46° 45′ N, 13° 15′ O46.75775555555613.249905555556617Koordinaten: 46° 45′ 28″ N, 13° 15′ 0″ O
Höhe: 617 m ü. A.
Einwohner: 2.027 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 25 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9754
Vorwahl: 0 47 17
Gemeindekennziffer: 2 06 37
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
9754 Steinfeld
Website: www.steinfeld.at
Politik
Bürgermeister: Ewald Tschabitscher (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(19 Mitglieder)
9 SPÖ, 4 FPK, 4 FPÖ,
2 ÖVP
Lage der Marktgemeinde Steinfeld im Bezirk Spittal an der Drau
Bad Kleinkirchheim Baldramsdorf Berg im Drautal Dellach im Drautal Flattach Gmünd in Kärnten Greifenburg Großkirchheim Heiligenblut am Großglockner Irschen Kleblach-Lind Krems in Kärnten Lendorf Lurnfeld Mallnitz Malta Millstatt am See Mörtschach Mühldorf Oberdrauburg Obervellach Radenthein Rangersdorf Reißeck Rennweg am Katschberg Sachsenburg Seeboden am Millstätter See Spittal an der Drau Stall Steinfeld (Kärnten) Trebesing Weißensee Winklern KärntenLage der Gemeinde Steinfeld (Kärnten) im Bezirk Spittal an der Drau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Steinfeld ist eine Marktgemeinde mit 2027 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten.

Geographie[Bearbeiten]

Steinfeld liegt in durchschnittlich 617 m Seehöhe im Oberen Drautal am Fuß der Kreuzeckgruppe.

Die Gemeinde ist in die fünf Katastralgemeinden Fellbach, Gerlamoos, Radlach, Rottenstein und Steinfeld gegliedert.

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 13 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Althaus (3)
  • Fellbach (89)
  • Fellberg (9)
  • Flattachberg (22)
  • Gajach (93)
  • Gerlamoos (166)
  • Mitterberg (32)
  • Oberallach (62)
  • Radlach (188)
  • Raggnitz (4)
  • Rottenstein (72)
  • Steinfeld (1.326)
  • Zödl (0)

Geschichte[Bearbeiten]

Pfarrkirche in Steinfeld
Renaissanceschloss Neustein

Die Pfarrkirche in Radlach sowie der Name des heutigen Hauptortes der Gemeinde wurden 1267/68 im herzoglichen Urbar urkundlich erstmals erwähnt. Dieses Besitzverzeichnis zeigt auch die relativ geringe landwirtschaftliche Nutzbarkeit des heutigen Gemeindegebiets auf. Auch für den Verkehr und damit den Handel war Steinfeld gegenüber den benachbarten Verkehrsknoten Greifenburg und Sachsenburg im Nachteil.

Für die wirtschaftliche Entwicklung Steinfelds war ab dem 15. Jahrhundert die Bergbauindustrie – zunächst der Abbau von Waschgold und Edelmetallen, später auch die Eisenverarbeitung – prägend. Der Bergbau führte ab dem Spätmittelalter zu Ansiedlung von Gewerken, deren Bauten heute noch das Erscheinungsbild des Marktes bestimmen (Singerhof, Schloss Neustein, Verweserhaus der Familie Porcia an der Hauptstraße). Die Bergbautätigkeit erlitt jedoch schon ab 1600 Rückschläge. Der Ort verlor dadurch im Lauf der Jahrhunderte wieder seine märktische Infrastruktur und sank wieder zum Dorf ab. Zur Zeit des Ersten Weltkriegs wurde der Bergbau schließlich vollständig eingestellt.

Der Eisenbahnbau (Drautalbahn) ab dem späten 19. Jahrhundert und die damit verbundene Ansiedlung holzverarbeitender Betriebe brachte der Gemeinde wieder einen Aufschwung, der mit der Möbelfabrik AVE, die von 1932 bis 1986 bestand und bis zu 270 Mitarbeiter beschäftigte, seinen Höhepunkt fand. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelten sich zudem der Sommertourismus und die Gastronomie zu wichtigen Wirtschaftssektoren der Gemeinde.

Die heutige Gemeinde wurde im Jahr 1850 gebildet. Abgesehen von der Abtretung kleinerer Gebietsanteile an Greifenburg im Jahr 1973 hat sie sich in ihrer Ausdehnung seither nicht verändert. Steinfeld wurden bereits 1680 Jahrmarktsprivilegien gewährt, eine offizielle Erhebung zur Marktgemeinde erfolgte im Jahr 1930.

Kirche in Gerlamoos
Gajach mit den Lienzer Dolomiten
Schloss Raggnitz

Bevölkerung[Bearbeiten]

Laut Volkszählung 2001 hat Steinfeld 2.291 Einwohner, davon besitzen 95,6 % die österreichische und 2,6 % die türkische Staatsbürgerschaft. 88,3 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen, 4,5 % zur evangelischen Kirche und 3,9 % sind islamischen Glaubens. 2,4 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Steinfeld

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet verlaufen die Drautal Straße (B 100) sowie die Drautalbahn (Bahnhof „Steinfeld im Drautal“).

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Steinfeld hat 15 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Ewald Tschabitscher (SPÖ).

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt „ein durch eine aufsteigend rote Spitze von Gold und Silber gespaltener Schild. In der Spitze kreuzen sich die bergmännischen Embleme: ein silberner Schlägel über einem silbernen Eisen mit goldenen Griffen.“ Die Tingierung ist in den Landesfarben Kärntens gehalten, die hier als Schildspaltung mit aufsteigender Spitze gestaltet sind. Wappen und Fahne, letztere zeigt die Farben Weiß-Rot mit eingearbeitetem Wappen, wurden Steinfeld anlässlich der Markterhebung am 14. Dezember 1931 verliehen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Fritz Strobl (*1972), ehemaliger Skirennläufer und Olympiasieger, wuchs in Gerlamoos auf

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steinfeld, Kärnten – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien