Großkirchheim

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Wappen Karte
Wappen von Großkirchheim
Großkirchheim (Österreich)
DEC
Großkirchheim
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Kärnten
Politischer Bezirk Spittal an der Drau (SP)
Fläche 109,78 km²
Koordinaten 46° 59′ N, 12° 54′ O46.97512.8916666666671024Koordinaten: 46° 58′ 30″ N, 12° 53′ 30″ O
Höhe 1024 m ü. A.
Einwohner 1508 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 14 Einwohner je km²
Postleitzahl 9843
Vorwahlen 0 48 25
Gemeindekennziffer 2 06 05
AT212
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Döllach 47
9843 Großkirchheim
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Peter Suntinger (BZÖ)
Gemeinderat (2009)
(15 Mitglieder)
9 BZÖ, 4 ÖVP, 2 SPÖ

Großkirchheim ist eine Gemeinde im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Großkirchheim liegt in durchschnittlich 1024 Metern Seehöhe in der Region Großglockner der Hohen Tauern, im Westen wird sie von der Sonnblick-, im Osten von der Schobergruppe begrenzt. Etwa 40 % des Gemeindegebiets liegen im Nationalpark Hohe Tauern.

Nachbargemeinden sind Heiligenblut, Flattach und Mörtschach, im Norden grenzt das Gemeindegebiet an das Bundesland Salzburg, im Westen an Osttirol.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Großkirchheim ist in die fünf Katastralgemeinden Döllach, Mitten, Putschall, Sagritz und Winkel Sagritz gegliedert, das Gemeindegebiet umfasst folgende 14 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 2001):

  • Allas (46)
  • Am Putzenhof (7)
  • Döllach (509)
  • Egg (11)
  • Göritz (41)
  • Kraß (66)
  • Mitteldorf (109)
  • Mitten (180)
  • Putschall (104)
  • Ranach (52)
  • Sagritz (202)
  • Untersagritz (144)
  • Winklsagritz (83)
  • Zirknitz (52)

[Bearbeiten] Geschichte

Um 1140/50 wurde das Schloss Großkirchheim bei „locus Chyrichaim“ (Ort Kirchheim) erstmals urkundlich erwähnt.

Bereits zur Zeit der Kelten und der Römer in Kärnten wurde in den Hohen Tauern Gold abgebaut. Der Abbau von Edelmetallen erlebte hier im Mittelalter und ab Ende des 15. Jahrhunderts seine Blütezeit. Eine 1338 verfasste Urkunde verlieh die Grubenrechte für das „goldärtzt im Kirchhaimer gericht und der dem Tauern gelegen bey dem fleiß“. Noch bis in das 17. Jahrhundert wurde im heutigen Gemeindegebiet nach Gold geschürft, erst nachdem durch das Vorschieben der Pasterze immer mehr Gruben vereisten, musste der Abbau aufgegeben werden.

1850 konstituierten sich auf dem heutigen Gemeindegebiet zunächst die eigenständigen Ortsgemeinden Döllach, Sagritz und Mitten, wobei sich die beiden letztgenannten bereits 1856 vereinigten. Ab 1939 hatten Döllach und Sagritz eine gemeinsame Bürgermeisterei, 1956 schlossen sie sich zur Gemeinde Döllach-Sagritz zusammen, und diese benannte sich schließlich 1983 – an die historische Bedeutung des Schlosses und Landgerichts anknüpfend – in Großkirchheim um.

Im Lauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Großkirchheim zu einem zweisaisonalen Fremdenverkehrsort (ca. 60.000 Übernachtungen) und Sitz der Geschäftsstelle des Nationalparks Hohe Tauern. Durch das Gemeindegebiet führt die Großglockner Straße (B 107).

[Bearbeiten] Bevölkerung

Laut Volkszählung 2001 hat Großkirchheim 1.606 Einwohner, davon sind 96,6 % österreichische und 2,6 % deutsche Staatsbürger. 95,8 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen und 2,1 % zur evangelischen Kirche, 1,5 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Schloss Großkirchheim (mit Museum) in Döllach
  • Pfarrkirche St. Georgen in Sagritz
  • Filialkirche St. Andreas in Döllach
  • Wallfahrtskirche Maria Dornach in Mitteldorf
  • Zirknitzgrotte
  • Gartlwasserfall
  • Wollwerkstätte Großglockner
  • Kletterturm

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat von Großkirchheim hat 15 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Peter Suntinger (BZÖ).

[Bearbeiten] Wappen

Das zentrale Motiv des Wappens der Gemeinde ist das Großkirchheimer Schloss, das von Melchior Putz von Kirchheimegg († 1583) erbaut wurde. Dieser führte in seinem Wappen sowohl drei goldene Rosen im roten Schlidhaupt, als auch drei Heckenrosenfrüchte („Putzen“) als „redenden“ Anteil; beides wurde in das Gemeindewappen übernommen. Im unteren Teil des Wappens spielt der goldene Zweiberg mit dem Taleinschnitt zum einen (wie auch das Bergwerkszeichen) auf den Goldbergbau, zum anderen auf den Ortsnamen Döllach (von slow. doljah, bei den Talbewohnern) an.

Die Blasonierung des Wappens, das der Gemeinde am 5. September 1978 verliehen wurde, lautet:

„Unter rotem, mit drei goldenen Rosen belegtem Schildhaupt in Grün ein goldenes, schwarz geöffnetes Schloss mit Walmdach über goldenem Zweiberg, der rechts mit drei roten, grün bestielten Heckenrosenfrüchten, links mit schwarzem Bergwerkszeichen belegt ist.“[1]

Die Fahne ist grün-rot mit eingearbeitetem Wappen.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 128

[Bearbeiten] Weblinks

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